Die Louis Vuitton Tambour Taiko Arty Automata ist Kunst in Bewegung
Diese Uhr versteht sich weniger als klassischer Zeitmesser im traditionellen Sinne, sondern vielmehr als künstlerisches Objekt, das die Möglichkeiten moderner Haute Horlogerie auslotet. Dabei greift Louis Vuitton auf eine visuelle Sprache zurück, die von Pop-Art, psychedelischen Motiven und der Ästhetik der späten 1960er- und 1970er-Jahre geprägt ist.
Mit der Tambour Taiko Arty Automata setzt Louis Vuitton seine Entwicklung im Bereich inszenierter Automatenuhren also konsequent fort. Nach Modellen wie der Carpe Diem oder der Tambour Taiko Galactique rückt erneut die Verbindung von dekorativer Kunst und mechanischer Komplexität in den Mittelpunkt.
Ein mehrschichtiges Zifferblatt als Bühne
Im Zentrum der Uhr steht das aufwändig konstruierte Zifferblatt, das aus insgesamt 20 Elementen besteht und sich über vier Ebenen erstreckt. Untergebracht ist diese komplexe Szenerie in einem 42 Millimeter großen Gehäuse aus Weißgold.
Die Gestaltung kombiniert verschiedene Motive zu einer bewusst verspielten, aber technisch anspruchsvollen Komposition. Zu sehen sind Monogrammblüten mit diamantbesetzten Zentren, ein stilisiertes Auge mit Wimpern aus echten Federn, ein Herz sowie weitere grafische Elemente. Ergänzt wird das Arrangement durch ein fliegendes Tourbillon bei sechs Uhr, dessen Brücke als Peace-Zeichen ausgeführt ist.
Die Anzeige der Zeit tritt bewusst in den Hintergrund und erfolgt dezent über ein kleines Hilfszifferblatt. Damit verschiebt sich der Fokus klar weg von der klassischen Ablesbarkeit hin zur Inszenierung mechanischer Bewegung und künstlerischer Gestaltung.
Komplexe Animation auf Knopfdruck
Ein wesentliches Merkmal der Tambour Taiko Arty Automata ist ihre Automatentechnik. Über einen Drücker bei acht Uhr werden mehrere Animationen gleichzeitig ausgelöst. Insgesamt sieben Bewegungsabläufe laufen synchron ab.
Dabei rotieren die Monogrammblüten, das Auge bewegt sich, und das Herz verändert seine Position. Besonders markant ist die Transformation eines Schriftzugs: Aus Love wird durch einen mechanisch bewegten Buchstaben Move. Diese scheinbar spielerische Funktion erfordert eine hochpräzise Abstimmung zahlreicher Komponenten und zählt zu den technisch anspruchsvollsten Aspekten der Uhr.
Angetrieben wird das System vom automatischen Manufakturkaliber LFT AU05.01, entwickelt von La Fabrique du Temps Louis Vuitton. Das Werk integriert ein fliegendes Tourbillon und bietet eine Gangreserve von rund 65 Stunden.
Aufwändige Handarbeit und Emaillekunst
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der handwerklichen Ausführung. Für das Zifferblatt kommen insgesamt 23 verschiedene Emaillefarben zum Einsatz, darunter besonders anspruchsvolle Rot-, Pink- und Purpurtöne. Allein die Herstellung dieses Zifferblattes erfordert laut Hersteller mehr als 250 Stunden Handarbeit.
Auch die übrigen Komponenten sind entsprechend hochwertig ausgeführt. Die Lünette ist mit farbigen Saphiren und Rubinen besetzt, die die Farbwelt des Zifferblattes aufnehmen. Auf der Rückseite zeigt sich das dekorierte Werk, inklusive von Hand veredeltem Rotor.
Die Tambour Taiko Arty Automata trägt die Referenz W9WG71 und wird als limitierte Edition über die Boutiquen von Louis Vuitton angeboten. Das 42-Millimeter-Gehäuse aus Weißgold ist bis 50 Meter wasserdicht. Der Preis liegt je nach Markt bei rund 485.000 US-Dollar, was etwa 420.000 Euro entspricht.