Vom Überschalltraum zur Haute Horlogerie: Breitling glänzt mit zwei Navitimer-Neuheiten
Kaum eine Uhr ist so eng mit der Geschichte der Luftfahrt verbunden wie die Breitling Navitimer. Seit Jahrzehnten gilt sie als Inbegriff des funktionalen Fliegerchronographen. Nun zeigt Breitling eindrucksvoll, wie wandelbar diese Ikone sein kann. Mit der limitierten Navitimer B01 Chronograph 43 „Tribute to Concorde“ und der technisch hochkomplexen Navitimer B19 Chronograph 43 Perpetual Calendar präsentiert die Marke zwei Modelle, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch eine gemeinsame Vision verfolgen. Die eine feiert das Zeitalter des Überschallflugs und den Mythos der Concorde, die andere hebt die ikonische Referenz auf ein neues Niveau der Haute Horlogerie. Gemeinsam markieren sie einen Wendepunkt: Die Navitimer ist längst nicht mehr nur ein Werkzeug für Piloten, sondern eine Bühne für Geschichten, Innovation und uhrmacherische Spitzenleistung.
Breitling Navitimer B01 Chronograph 43 Tribute to Concorde
BreitlingBreitling Navitimer B01 Chronograph 43 Tribute to Concorde: Hommage an das Zeitalter des Überschalls
Mit der Navitimer B01 Chronograph 43 Tribute to Concorde widmet Breitling einem der faszinierendsten Flugzeuge des 20. Jahrhunderts eine eigene Sonderedition. Die neue, auf 593 Exemplare limitierte Edition verkörpert Luftfahrtgeschichte, und zwar in doppelter Hinsicht: auf der einen Seite durch die Navitimer als legendären Instrumentenchronographen und andererseits mit der Concorde als Symbol zivilen Überschallflugs. Entstanden ist eine Uhr, die nicht bloß an ein Flugzeug, sondern an eine Epoche erinnert, in der Technik als Versprechen auf Zukunft, Geschwindigkeit und Fortschritt verstanden wurde.
Eine Uhr für eine Luftfahrtlegende
Die Wahl der Concorde als Inspirationsquelle ist für Breitling folgerichtig. Kaum ein anderes Flugzeug steht derart prägnant für technische Kühnheit und stilisierte Modernität. Als sie in den 1970er-Jahren in den Dienst ging, verschob sie die Grenzen des zivilen Fliegens grundlegend. Mit doppelter Schallgeschwindigkeit halbierte sie die Flugzeit über den Atlantik, stieg bis in jene Höhen auf, in denen sich bereits die Krümmung der Erde abzeichnete, und machte das Reisen selbst zum Ereignis. Breitling greift diesen Mythos nun mit einer Navitimer auf, die nicht nur thematisch, sondern gestalterisch spürbar auf das Überschallflugzeug Bezug nimmt.
Breitling Navitimer B01 Chronograph 43 Tribute to Concorde
BreitlingStratosphärenblau
Der stärkste visuelle Akzent der Sonderedition ist ihr tiefblaues Zifferblatt, dessen Farbton ausdrücklich an das intensive Blau der Stratosphäre erinnern soll, wie es sich aus der Reiseflughöhe der Concorde zeigte. Die weißen Hilfszifferblätter sowie der innere Rechenschieber bilden dabei einen stilvollen Kontrast. Damit lässt die Manufaktur eine klassische, äußerst ausgewogene pandaähnliche Chronographenästhetik entstehen.
Klassische Navitimer-DNA mit besonderem Sammlerwert
Das Gehäuse besteht aus Edelstahl und besitzt bei 43 Millimetern Durchmesser eine Höhe von 13,69 Millimetern. Mit 49,07 Millimetern von Horn zu Horn trägt sich die bis drei Bar wasserdichte Uhr modelltypisch präsent. Das beidseitig entspiegelte sowie bombierte Saphirglas zitiert die traditionelle Silhouette der Navitimer, während die charakteristische bidirektional drehbare Lünette aus Platin den historischen Kern der Modelllinie bewahrt. Auf dem verschraubten Gehäuseboden, der spannende Einblicke in die Feinmechanik ermöglicht, finden sich die Gravuren „One of 593“, „Tribute to Concorde“, „Jetliner“ und „Mach 2“. Die Zahl 593 verweist auf die Olympus-593-Turbojettriebwerke der Concorde. Dazu kommt ein blaues Alligatorlederband mit Edelstahl-Faltschließe, das die Eleganz des Modells betont und den historischen Charakter des Chronographen auf luxuriöse Weise erweitert.
Breitling Navitimer B01 Chronograph 43 Tribute to Concorde
BreitlingTechnisches Herzstück
Im Inneren arbeitet das COSC-zertifizierte Breitling-Manufakturkaliber 01. Das automatische Werk misst 30 Millimeter im Durchmesser, baut 7,2 Millimeter hoch und verfügt über 320 Komponenten. Es arbeitet mit einer Frequenz von vier Hertz beziehungsweise 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, besitzt einen bidirektionalen Automatikaufzug mit Kugellager und bietet eine Gangreserve von rund 70 Stunden. Technisch entscheidend ist die Kombination aus Schaltradsteuerung und Vertikalkupplung, also jene Konstruktion, die moderne Hochleistungschronographen auszeichnet. Gemessen wird auf die Viertelsekunde genau, hinzu kommt ein 30-Minuten-Zähler.
Ein Modell, das mehr als Nostalgie bietet
Die 9.750 Euro teure Navitimer Tribute to Concorde lebt nicht allein vom Mythos des Flugzeugs, sondern von der überzeugenden Verbindung aus Thema, Design und Substanz. Die Uhr funktioniert als Hommage, ohne in bloße Retrospektive abzugleiten. Sie bleibt eine vollwertige, moderne Navitimer mit starkem eigenem Charakter. Gerade das macht ihren Reiz aus.
Breitling Navitimer B19 Chronograph 43 Perpetual Calendar
BreitlingBreitling Navitimer B19 Chronograph 43 Perpetual Calendar: Die Navitimer erreicht eine neue Komplexitätsstufe
Neben der Hommage an die Concorde nutzt Breitling das Jahr 2026 auch, um die Navitimer technisch in neue Höhen zu führen. Mit dem Navitimer B19 Chronograph 43 Perpetual Calendar präsentiert die Marke zwei weitere neue Modelle, die den ikonischen Fliegerchronographen um einen ewigen Kalender erweitern.
Träger hoher Komplikation
Die Navitimer war seit ihrer Einführung 1952 immer eine Uhr der Funktion. Der kreisförmige Rechenschieber machte sie im Cockpit zum praktischen Navigationsinstrument, der Chronograph diente als Werkzeug für Berechnungen während des Fluges. Gerade deshalb ist es spannend zu sehen, wie Breitling diese Modellfamilie zur Bühne für einen ewigen Kalender macht. Der Schritt wirkt nicht willkürlich, sondern konsequent: Die Navitimer war stets eine Uhr des Messens, Rechnens und Planens. Nun wird sie um eine Komplikation erweitert, die Zeit nicht nur kurzfristig stoppt, sondern langfristig strukturiert. Breitling selbst spricht vom höchsten Ausdruck der Navitimer.
Breitling Navitimer B19 Chronograph 43 Perpetual Calendar
BreitlingBreitlings komplexestes Navitimer-Werk
Das Manufakturkaliber B19 wurde erstmals 2024 zum 140-jährigen Jubiläum der Marke vorgestellt und markiert einen wichtigen technischen Meilenstein innerhalb der modernen Breitling-Produktion. Das Werk misst 30 Millimeter im Durchmesser und 8,73 Millimeter in der Höhe. Es besteht aus 374 Komponenten, arbeitet ebenfalls mit vier Hertz und verfügt über einen bidirektionalen Automatikaufzug mit Kugellager. Die Gangreserve beträgt beeindruckende 96 Stunden. Auch hier setzt Breitling auf die hochwertige Architektur aus Schaltrad und Vertikalkupplung. Der Chronograph misst auf die Viertelsekunde genau und verfügt über einen 30-Minuten-Zähler. Hinzu kommen die Anzeigen des ewigen Kalenders, der Monatslängen und Schaltjahre automatisch berücksichtigt und, wie bei dieser Komplikation üblich, erst im Jahr 2100 eine größere manuelle Korrektur verlangt. Ergänzend ist eine Mondphasenanzeige integriert. Bemerkenswert ist zudem das einstufige Korrektursystem über die Krone, mit dem sich alle Kalenderanzeigen gemeinsam verstellen lassen. Zwei diskrete Drücker bei acht und zehn Uhr ermöglichen zusätzliche individuelle Einstellungen. Diese Lösung zeigt, dass Breitling nicht nur der Komplikation an sich, sondern auch deren Alltagstauglichkeit große Aufmerksamkeit schenkte.
Zwei Ausführungen, zwei Höhenwelten
Die Marke interpretiert die neue B19 in zwei deutlich voneinander unterscheidbaren Varianten. Beide übersetzen das Thema Höhe, Luftfahrt und kosmische Perspektive in Material- und Farbkonzepte, die der Navitimer eine ungewöhnlich starke Bildsprache verleihen. Die erste Version ist die auf 75 Exemplare limitierte Platin-Ausführung mit marineblauem Zifferblatt. Dieser Ton soll an die Stratosphäre erinnern. Das Gehäuse besteht vollständig aus Platin, ebenso Lünette und Krone. Ergänzt wird die Uhr durch ein blaues Alligatorlederband mit Faltschließe aus Weißgold. Diese Version inszeniert die Navitimer als luxuriöses Spitzenmodell mit beinahe kosmischer Anmutung. Die zweite Variante setzt auf ein Gehäuse aus Edelstahl mit Platinlünette und ein anthrazitfarbenes Zifferblatt, das laut Breitling die Stille und Tiefe des Weltraums symbolisiert. Hier kann der Käufer zwischen einem braunen Alligatorlederband und einem siebenreihigen Stahlband wählen. Im Vergleich zur Vollplatin-Version wirkt dieses Modell etwas technischer, sachlicher und instrumenteller.
Breitling Navitimer B19 Chronograph 43 Perpetual Calendar
BreitlingBekannte Proportionen, neue Präsenz
Beide Versionen teilen dieselben Gehäuseabmessungen. Die Navitimer B19 misst 43 Millimeter im Durchmesser und ist 15,14 Millimeter hoch. Damit ist sie spürbar kräftiger gebaut als die Concorde-Sonderedition, was der zusätzlichen Kalendermechanik und damit höheren Werkarchitektur zuzuschreiben ist. Wie bei der klassischen Navitimer kommt ein bombiertes, beidseitig entspiegeltes Saphirglas zum Einsatz, dazu ein verschraubter Saphirglasboden, der den Blick auf das Werk und den massiven Rotor aus 18-karätigem Rotgold freigibt. Wasserdicht sind beide Ausführungen bis drei Bar.
Zwischen Funktion und Bühne
Besonders gelungen ist die Zifferblattgestaltung. Die lackierten Uhrengesichter besitzen deutlich mehr Tiefe und Lichtwirkung als klassische matte Navitimer-Blätter. Während erhabene Metallringe um die Totalisatoren zusätzliche Dreidimensionalität schaffen, setzt die Mondphasenanzeige bei zwölf Uhr einen auffälligen ästhetischen Schwerpunkt. Mit der Navitimer B19 Chronograph 43 Perpetual Calendar zeigt Breitling, wie weit sich eine historische Fliegeruhr in Richtung Haute Horlogerie entwickeln kann, ohne ihre Identität zu verlieren. Die Uhr bleibt klar als Navitimer lesbar, erweitert ihre Rolle aber vom Recheninstrument zum hochkomplizierten Langzeitkalender. Gerade die Vollplatin-Version mit ihrem stratosphärischen Blau, für die 49.000 Euro fällig werden, wirkt wie ein Statement dafür, dass Breitling seine ikonischste Kollektion nicht nur pflegt, sondern aktiv weiterentwickelt. Die 32.000 Euro teure Stahl-Platin-Variante wiederum dürfte all jene ansprechen, die die technische Faszination des B19 in einer etwas zugänglicheren, instrumentelleren Form suchen.
IWC im Kino: Diese Uhren schrieben Filmgeschichte
- Breitling Navitimer B01 Chronograph 43 Tribute to Concorde: Hommage an das Zeitalter des Überschalls
- Eine Uhr für eine Luftfahrtlegende
- Stratosphärenblau
- Klassische Navitimer-DNA mit besonderem Sammlerwert
- Technisches Herzstück
- Ein Modell, das mehr als Nostalgie bietet
- Breitling Navitimer B19 Chronograph 43 Perpetual Calendar: Die Navitimer erreicht eine neue Komplexitätsstufe
- Träger hoher Komplikation
- Breitlings komplexestes Navitimer-Werk
- Zwei Ausführungen, zwei Höhenwelten
- Bekannte Proportionen, neue Präsenz
- Zwischen Funktion und Bühne