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Lesedauer 7 Min.

Zenith auf der Watches and Wonders 2026

Skelettierte Chronographen, ein neuer Two-Tone-Auftritt und die Fortsetzung der G.F.J.-Linie
Zenith, Dresswatch aus Gold mit Manufakturkaliber und Steinzifferblatt
© Zenith

Zenith nutzt die Watches and Wonders 2026, um drei sehr unterschiedliche Facetten der eigenen Identität zu schärfen. Auf der einen Seite steht mit der neuen Chronomaster Sport Skeleton eine expressive, technische Interpretation des El Primero. Daneben erweitert die Manufaktur die Chronomaster Sport um eine elegante Bicolor-Version in Edelstahl und Roségold, die den sportlichen Chronographen deutlich kultivierter inszeniert. Und schließlich schlägt das Unternehmen mit einer neuen G.F.J.-Ausführung in Gelbgold und mit Bloodstone-Zifferblatt die Brücke zur eigenen Chronometrie-Geschichte und zur Wiedergeburt des legendären Kalibers 135.

 

Zenith – Chronomaster Sport Skeleton, Automatik-Chronograph mit skelettiertem Zifferblatt

Zenith – Chronomaster Sport Skeleton

© Zenith 

Chronomaster Sport Skeleton 

Als Zenith 1969 das El Primero vorstellte, definierte die Marke den automatischen Chronographen neu. Nicht nur, weil das Werk integriert konstruiert war, sondern weil es mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde eine Frequenz erreichte, die in der mechanischen Uhrmacherei bis heute außergewöhnlich ist. Genau diese Hochfrequenz ist es, die besagte Feinmechanik seit Jahrzehnten von vielen Konkurrenten unterscheidet. Sie ist Grundlage für eine direkt sichtbare Präzisionsleistung: die Messung und Anzeige von Zehntelsekunden. Mit der neuen Chronomaster Sport Skeleton rückt die Manufaktur dieses Erbe nun offensiv ins Blickfeld. Das Modell zeigt das Kaliber nicht mehr nur durch den Boden, sondern bereits von vorne. Das getönte Saphirzifferblatt öffnet die Sicht auf die offen gearbeitete Architektur des El Primero 3600 SK und macht die mechanische Struktur zu einem wesentlichen gestalterischen Element. Das Werk verfügt über ein Säulenrad, eine horizontale Kupplung, ein Silizium-Hemmungsrad und einen Sekundenstopp-Mechanismus. Außerdem ist eine offen gearbeitete Schwungmasse mit eingraviertem Zenith-Stern verbaut. Das 41 Millimeter große Gehäuse kombiniert gebürstete und polierte Flächen und bleibt damit der bekannten Formensprache der Chronomaster Sport treu. Hinzu kommen die markanten Chronographendrücker im Pumpenstil sowie die Keramiklünette mit Zehntelsekunden-Skala, die für das Konzept dieser Uhr zentral ist. Denn anders als bei konventionellen Chronographen vollführt der zentrale Chronographensekundenzeiger des El Primero 3600 keine Umdrehung pro Minute, sondern eine Umdrehung in nur zehn Sekunden. Die charakteristischen überlappenden Totalisatoren in Grau, Anthrazit und Blau bleiben erhalten und verweisen direkt auf das El Primero von 1969. Rhodinierte, facettierte Zeiger und Indizes mit Superluminova sorgen zudem für gute Ablesbarkeit.

Zenith bringt die Chronomaster Sport Skeleton gleich in vier Ausführungen. Zwei Versionen erscheinen in Edelstahl. Die erste kombiniert das Gehäuse mit einer schwarzen Keramiklünette und den klassischen dreifarbigen Zählern. Die zweite setzt auf eine grüne Keramiklünette und eine tonal stärker zurückgenommene Gestaltung in Graunuancen. Beide Modelle werden an einem Edelstahlarmband getragen und jeweils mit einem zusätzlichen Kautschukband ausgeliefert. Preislich liegen sie bei 16.500 Euro. Hinzu kommt eine Ausführung in Roségold mit schwarzer Keramiklünette und schwarzem Kautschukband. Sie übersetzt das technische Konzept der Skeleton-Version in eine deutlich luxuriösere Sprache und kostet 31.200 Euro. An der Spitze der Linie steht schließlich eine auf zehn Exemplare limitierte Variante in Roségold mit passendem Goldarmband und diamantbesetzter Lünette. 52 Diamanten im Baguetteschliff auf der Lünette und diamantbesetzte Indizes verwandeln diese Referenz in ein ausgesprochen exklusives Sammlerstück. Der Preis liegt bei 111.400 Euro.

Fast ebenso bemerkenswert wie die neue Uhr ist die mit ihr eingeführte Faltschließe. Mit der patentierten Zenclasp stellt Zenith eine neue Schließe vor, die Sicherheit, Ergonomie und Alltagstauglichkeit verbessern soll. Das System wurde drei Jahre lang entwickelt und umfasst 41 Bauteile, darunter zehn Keramikkugeln, die für Verriegelung und präzise Positionierung sorgen. Bemerkenswert ist vor allem der integrierte Feineinstellmechanismus. Er erlaubt eine Anpassung direkt am Handgelenk, ohne Werkzeug und ohne die Uhr abnehmen zu müssen. Die Verstellung erfolgt in 2,5-Millimeter-Schritten über einen Bereich von insgesamt zehn Millimetern. Damit kann auf natürliche Veränderungen des Handgelenkumfangs im Tagesverlauf reagiert werden. Die neue Schließe ist zunächst mit den Edelstahlmodellen der Chronomaster Sport Skeleton verbunden, soll künftig aber schrittweise auch in andere Modelle der Kollektion einziehen.

 

Zenith – Chronomaster Sport in Two-Tone, Automatikchronograph aus Edelstahl und Rosegold mit ElPrimero-Werk

Zenith – Chronomaster Sport in Two-Tone

© Zenith 

Chronomaster Sport in Two-Tone

Neben der offen gearbeiteten Neuheit erweitert Zenith die Chronomaster Sport auch um eine Two-Tone-Version in Edelstahl und Roségold. Anders als die Skeleton-Modelle zielt diese Uhr weniger auf die Sichtbarmachung von Mechanik, sondern stärker auf Vielseitigkeit und Präsenz ab. Das 41-Millimeter-Gehäuse bleibt ebenfalls der bekannten Architektur der Chronomaster Sport treu, wirkt durch die Kombination von Edelstahl und Roségold aber deutlich wärmer und eleganter. Goldene Akzente an Lünette, Krone und Drückern setzen einen klaren Kontrast zur stählernen Grundstruktur, ohne sie zu elegant erscheinen zu lassen. 

Besonders prägend ist das Perlmuttzifferblatt. Es verleiht der Uhr eine changierende Leuchtkraft, die je nach Lichtstimmung anders wirkt, dabei aber nicht ornamental überladen erscheint. Die typischen drei überlappenden Totalisatoren bleiben auch hier erhalten. Technisch setzt das Modell auf das bekannte El Primero 3600 mit fünf Hertz, 60 Stunden Gangreserve und Zehntelsekundenanzeige. Auch hier vollführt der zentrale Chronographenzeiger eine Umdrehung in zehn Sekunden. Durch den Saphirglasboden lässt sich das Werk mit Säulenrad, horizontaler Kupplung und sternförmiger Schwungmasse betrachten. Das integrierte Armband aus Edelstahl und Roségold führt das Bicolor-Spiel fort und betont durch gebürstete und polierte Flächen seine plastische Struktur. Zusätzlich liegt der Neuheit ein schwarzes Kautschukband bei. Die Two-Tone-Version erscheint in einer limitierten Auflage von 50 Exemplaren und kostet 20.200 Euro.

 

Zenith – G.F.J., Dresswatch aus Gold mit Manufakturkaliber und grünem Steinzifferblatt

Zenith – G.F.J.

© Zenith 

G.F.J.

Während die Chronomaster-Modelle die sportliche Seite der Marke verkörpern, steht die G.F.J.-Linie für Zeniths chronometrische Hochkultur. Die Kollektion trägt die Initialen von Georges Favre-Jacot und ist als zeitgenössische Heimat des legendären Kalibers 135 gedacht, jenes Werks also, mit dem die Manufaktur Mitte des 20. Jahrhunderts zahlreiche Observatoriumswettbewerbe dominierte. Das historische Kaliber 135 wurde zwischen 1949 und 1962 produziert. Die Wettbewerbsvariante 135-O gewann insgesamt 235 Chronometriepreise, darunter fünf erste Preise in Folge am Observatorium von Neuchâtel zwischen 1950 und 1954. Diese Serie ist bis heute unerreicht und macht das Werk zu einem der bedeutendsten Präzisionskaliber der neueren Uhrengeschichte.

Zenith hat das Kaliber nicht einfach reproduziert, sondern für die Gegenwart neu konstruiert. Das aktuelle Handaufzugskaliber 135 bewahrt zentrale historische Merkmale wie den Durchmesser von 30 Millimetern, die Frequenz von 18.000 Halbschwingungen pro Stunde und die charakteristische Architektur mit großer Unruh und versetztem Minutenrad. Gleichzeitig wurde das Werk technisch modernisiert. Dazu gehören eine auf 72 Stunden erhöhte Gangreserve, ein optimierter Rädertrieb, eine große Unruh mit Regulierschrauben und Breguet-Spirale, eine Doppel-Pfeil-Feinregulierung sowie ein Sekundenstopp-Mechanismus. Reguliert wird das Werk auf plus/minus zwei Sekunden pro Tag, zusätzlich ist es COSC-zertifiziert.

Die neue G.F.J.-Version erscheint in einem 39,15 Millimeter großen Gelbgoldgehäuse und kombiniert dieses mit einem ungewöhnlichen Zifferblattaufbau. Die Konstruktion bleibt der ersten G.F.J. treu, setzt aber nun auf eine besonders markante Materialwirkung. Im Zentrum steht eine Scheibe aus Bloodstone, also Jaspis mit charakteristischen roten Einschlüssen, deren Maserung und Zeichnung bei jedem Exemplar anders ausfallen. Damit wird jedes Zifferblatt zu einem Unikat. Bei sechs Uhr sitzt ein großzügig dimensionierter kleiner Sekundenzähler aus Perlmutt, während der äußere Ring ein Guilloché-Muster trägt, das an die Backsteinfassade der Manufaktur in Le Locle erinnert. 

Applizierte Indizes und facettierte Zeiger aus Gelbgold greifen die warme Farbigkeit des Gehäuses auf. Durch den Saphirglasboden zeigt sich das Handaufzugswerk diesmal mit einer klassischeren Dekoration als bei der ersten Jubiläumsausgabe: breite Genfer Streifen, handanglierte Kanten, dunkles Ruthenium-Finish und Gravuren in Gold. Die große Unruh und die symmetrische Werkarchitektur bleiben optisch dominant. Die neue G.F.J. ist auf 161 Exemplare limitiert und kostet 54.000 Euro. Geliefert wird sie mit drei Armbändern: einem beigen Nubuk-Alligatorlederband, einem grünen Alligatorlederband und einem schwarzen Kalbslederband. Optional ist außerdem ein Gelbgoldarmband erhältlich.

Fazit

Zenith zeigt 2026 eine bemerkenswert klare Dreiteilung seiner eigenen Stärken. Die Chronomaster Sport Skeleton macht das El Primero offensiv sichtbar und verbindet Hochfrequenz-Präzision mit einer zeitgemäß technischen Ästhetik. Die neue Two-Tone-Chronomaster Sport beweist, dass dieses Kaliber auch in einer eleganteren Ausprägung funktioniert, ohne an sportlicher Glaubwürdigkeit zu verlieren. Und die G.F.J. führt eindrucksvoll vor Augen, dass Zeniths Zukunft nicht nur im El Primero liegt, sondern ebenso in jener Chronometrie-Tradition, die die Marke schon lange vor 1969 geprägt hat. Gerade diese Spannweite macht die Neuheiten so interessant. 

 

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