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Lesedauer 4 Min.

Zenith entkoppelt das El Primero vom Chronographen

Zenith bringt das El Primero erstmals als reine Dreizeigeruhr – ohne Chronographenfunktion, aber mit neuer Faltschließe und Keramikzifferblatt.
Zenith Chronomaster Solo Sport, Stahluhr auf Stoff

Zenith Chronomaster Solo Sport

© Zenith

Seit seiner Einführung 1969 war das El Primero bei Zenith untrennbar mit einer Funktion verbunden: dem Chronographen. Das Kaliber, seinerzeit als erstes automatisches und integriertes Hochfrequenz-Chronographenwerk der Industrie vorgestellt, definierte sich über sein 5-Hz-Regulierorgan und die daraus resultierende Zeitmessung in Zehntelsekunden. Mit der Chronomaster Solo Sport löst Zenith diese Verbindung zum ersten Mal auf: Die neue Referenz verzichtet auf die Chronographenanzeige und reduziert die Chronomaster-Linie auf eine Dreizeigeruhr mit Datum. Das Uhrwerk bleibt trotzdem ein El Primero.

Zenith Chronomaster Solo Sport, Detailaufnahme Uhr

Zenith Chronomaster Solo Sport

© Zenith

Ein Kaliber ohne seine Kernfunktion 

Diese Entscheidung ist bemerkenswert, weil das El Primero in praktisch keiner Zenith-Kommunikation ohne Bezug zum Chronographen auftaucht. Für die Solo Sport hat Zenith das Kaliber El Primero 3600 – Basis mehrerer aktueller Chronomaster-Modelle – zum El Primero 3620 abgewandelt und die Chronographenmechanik entfernt. Frequenz (36.000 Halbschwingungen pro Stunde, 5 Hz), Silizium-Hemmung, Sekundenstopp und die 60-stündige Gangreserve bleiben laut Zenith erhalten; dazu kommt der sternförmige, skelettierte Rotor. Technisch bedeutet das: Die Solo Sport nutzt die Hochfrequenz-Regulierung des El Primero rein für die Ganggenauigkeit der Zeitanzeige, nicht mehr für die Zehntelsekunden-Stoppfunktion, die das Kaliber historisch begründet hat. Für Sammler ist das ein Kaliber-Purismus, der in der Kollektion bislang nicht existierte.

Zenith Chronomaster Solo Sport, Uhr am Handgelenk

Zenith Chronomaster Solo Sport

© Zenith

Sport statt Chronograph-Architektur 

Das 40-mm-Edelstahlgehäuse ist gegenüber den bisherigen Chronomaster-Chronographen reduziert aufgebaut, die Drücker für Start/Stopp/Reset entfallen. Die einseitig drehbare Keramiklünette sticht hervor, die der Uhr laut Herstellerangabe eine sportlich-funktionale Ausrichtung geben soll. Die verschraubte Krone samt Schutzelementen trägt zur Wasserdichtigkeit von 20 atm bei – ein Wert, der die Positionierung als Alltags- und Sportuhr unterstreicht. 

Hochfrequenz-Motiv statt Zählerteilung 

Ohne Chronographenzähler musste Zenith dem Zifferblatt eine neue visuelle Identität geben. Die Lösung ist ein wiederkehrendes 45°-Z-Motiv, in Keramik graviert und je nach Ausführung in weißer Keramik mit Sonnenschliff, poliertem Schwarz oder poliertem Braun umgesetzt. Zenith bezeichnet das Muster als grafische Übersetzung der Hochfrequenz – eine Designentscheidung, die weniger technisch begründet ist als vielmehr die fehlenden Totalisatoren kompensieren soll, die bei Chronographen üblicherweise die Fläche strukturieren. Ergänzt wird das Bild durch eine „Haizahn“-Minutenskala, ein Element, das Zenith aus historischen Modellen der Marke ableitet, sowie ein optisch gestaltetes Gegengewicht des Sekundenzeigers.

Zenith Chronomaster Solo Sport, Stahluhr Frontansicht vor weißem Hintergrund

Zenith Chronomaster Solo Sport

© Zenith

Faltschließe mit Keramikkugeln 

Parallel zur Solo Sport führt Zenith die Faltschließe ZenClasp weiter ein, die bereits an der Chronomaster Sport Skeleton gezeigt wurde. Sie besteht aus 41 Bauteilen, darunter zehn Keramikkugeln für Verriegelung und Positionierung, und verfügt über einen Feineinstellmechanismus mit 2,5-mm-Schritten über einen Verstellbereich von 10 mm – werkzeuglos bedienbar durch Anheben einer zweiten Abdeckung. Laut Zenith stehen hinter der Entwicklung drei Jahre beziehungsweise 1.800 Stunden Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie Dauertests mit über 600.000 Öffnungs- und Schließzyklen, was einer simulierten Tragedauer von mehr als zehn Jahren entspricht. Aktuell ist ZenClasp exklusiv für ausgewählte Chronomaster-Sport-Modelle und die komplette Solo-Sport-Kollektion verfügbar; eine sukzessive Ausweitung auf weitere Chronomaster-Sport-Referenzen ist angekündigt.

Zenith Chronomaster Solo Sport, Kaliber El Primero 3620

Zenith Chronomaster Solo Sport, Kaliber El Primero 3620

© Zenith

Drei Zifferblattfarben, eine Purist-Version 

Die Kollektion startet mit drei Keramikfarben – Weiß (Referenz 03.5000.3620/69.M5000), Schwarz (03.5000.3620/22.M5000) und Braun (03.5001.3620/72.M5000): jeweils mit Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger sowie Datumsanzeige bei 3 Uhr zum Preis von 10.500 Euro. Ergänzt wird die Reihe um eine schwarze Variante ohne Datumsfenster (03.5000.3620/21.M5000) für 9.500 Euro, die sich an Käufer richtet, die ein symmetrisches Zifferblatt ohne Datumsfenster bevorzugen. Alle Versionen tragen ein dreireihiges Edelstahlarmband mit ZenClasp. 

Preislich startet die Chronomaster Solo Sport bei 9.500 Euro ohn Datum, mit Fenster bei 3 Uhr liegt diie Uhr bei 10.500 Euro.

Zenith Zenith Chronomaster LVMH Zenith El Primero Sportuhren Schweizer Uhren Uhren bis 10.000 Euro

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