TAG Heuer setzt die Segel mit der Carrera Chronograph Seafarer
LVMH Watch Week 2026
TAG Heuer setzt die Rückbesinnung auf seine maritime Geschichte fort. Nach der erfolgreichen Rückkehr der Carrera Chronograph Skipper im Jahr 2023 präsentiert die Marke nun eine weitere Ikone aus ihrem nautischen Archiv: den Carrera Chronograph Seafarer. Inspiriert von der historischen Seafarer-Gezeitenuhr aus dem Jahr 1949, übersetzt das neue Modell, das während der LVMH Watch Week 2026 in Mailand vorgestellt wird, eine seltene Komplikation in das Glassbox-Design, das TAG Heuer anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Carrera vorstellte.
TAG Heuer – Carrera Chronograph Seafarer
TAG HeuerSeltene Komplikation: die Gezeitenanzeige
Die Geschichte der Seafarer geht zurück auf eine Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Luxus-Sportausrüster Abercrombie & Fitch. Dessen Präsident Walter Haynes entwickelte die Idee einer Gezeitenanzeige, die Heuer technisch verfeinerte und als Solunar sowie später als Seafarer umsetzte. Auch der junge Jack Heuer, Urenkel des Gründers und Ehrenpräsident der Marke, war an der Optimierung beteiligt: Gemeinsam mit seinem Physiklehrer verbesserte er die Berechnung der Übersetzungsverhältnisse, um die Genauigkeit der Anzeige zu erhöhen. (Lesen Sie hier mehr über zwei weitere Armbanduhren mit Gezeitenanzeige.)
TAG Heuer – Carrera Chronograph Seafarer
TAG HeuerMaritime Codes und Glassbox-Design
Von ausdrucksstarker, sportlicher Eleganz ist das champagnerfarben Opalin-Zifferblatt, das historische Anleihen mit funktionaler Klarheit verbindet. Bei 9 Uhr befindet sich die charakteristische Gezeitenanzeige, deren Konzept bis auf die Heuer Solunar von 1949 zurückgeht. Die Scheibe ist in Quadranten unterteilt und zeigt Hoch- und Niedrigwasser präzise über einen Mondzyklus von 29,53125 Tagen an. Über den eigens integrierten Drücker bei neun Uhr – gekennzeichnet mit der Gravur „Tide“ – lässt sich die Anzeige auf die lokalen Tidezeiten einstellen.
Ergänzt wird die maritime Indikation durch die klassischen Chronographenfunktionen: einen 30-Minuten-Zähler bei drei Uhr sowie eine prominente kleine Sekunde bei sechs Uhr, die ein Datumsfenster integriert. Die Farbgestaltung greift historische Vorbilder auf: Akzente in „Intrepid Teal“, benannt nach der America’s-Cup-Siegerjacht von 1967, kontrastieren mit dunklem Gelb und verweisen auf frühere Seafarer- und Skipper-Modelle. Die acettierten, gelbgoldplattierten Stundenindexe und veredelte Zeiger stehen im Einklang mit dem Design-Code der Carrera. Superluminova-Leuchtmasse darauf sorgt für Ablesbarkeit im Dunkeln. Die Glassbox-Architektur, bei der das gewölbtes Saphirglas über die gebogene Zifferblattflanke mit aufgebrachter Minuterie hinausgeht, verstärkt die Ausstrahlung des Zifferblatts.
Kaliber TH20-04
TAG HeuerDas bis 100 Meter wasserdichte Edelstahlgehäuse misst 42 Millimeter im Durchmesser und zeichnet sich durch fein gebürstete mit polierten Flächen aus. Auf der Rückseite gibt ein verschraubter Saphirglasboden den Blick frei auf das neue Manufakturkaliber TH20-04, das speziell für die Integration der Gezeitenanzeige entwickelt wurde. Das fein verzierte Automatikwerk mit einer Gangreserve von 80 Stunden ist mit Säulenradsteuerung und vertikaler Kupplung ausgestattet
Ausgeliefert wird der Carrera Chronograph Seafarer an einem siebenreihigen Edelstahlarmband im neu interpretierten „Beads-of-Rice“-Stil, das gebürstete und polierte Glieder kombiniert. Ergänzt wird es durch ein zusätzliches beigefarbenes Kautschukband. Den Preis beziffert TAG Heuer mit 8.800 Euro.