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Lesedauer 3 Min.

Sonderausstellung: Junghans zeigt die Meilensteine seiner historischen Armbanduhren

Technik, Design, Rekorde: Junghans zeigt in seinem Terrassenbau Museum in Schramberg eine Sonderausstellung zu seinen historischen Armbanduhren.
Max Bill Originaluhr mit Strichblatt von 1961

Max Bill Originaluhr mit Strichblatt von 1961

© Junghans

Fast 100 Jahre währt die Geschichte der Junghans-Armbanduhren. Es ist eine Geschichte voller Rekorde, Innovationen und prägenden Designs. Ihre beeindruckende Historie zeigt die bekannte deutsche Uhrenmarke aus dem Schwarzwald nun in einer Sonderausstellung. Die Schau mit dem Titel Junghans Armbanduhren – Meilensteine der Uhrengeschichte findet statt im 2018 eröffneten Terrassenbau Museum in Schramberg, der Heimat von Junghans.

Junghans-Ausstellung-Armbanduhren-Meilensteine-1920er-Jahre

Junghans-Ausstellung: In den 1920er-Jahren kamen die ersten Armbanduhren.

© WatchTime

1927 kam die erste Junghans-Armbanduhr

Junghans brachte seine erste richtige Armbanduhr 1927 auf den Markt – relativ spät im Vergleich mit vielen anderen Uhrenmarken. Nachdem es vereinzelte am Arm tragbare Uhren für Damen schon vor und um die Jahrhundertwende gegeben hatte, begann die Armbanduhr die Taschenuhr der Männer erst mit dem Ersten Weltkrieg langsam zu verdrängen.

Nostalgie: die Junghans Telemeter Edition JF

Junghans-Werbung von 1957

Junghans-Werbung von 1957

© Junghans

Junghans war kurz nach 1900 zwar für einige Jahre der größte Uhrenhersteller der Welt (mit über 3 Millionen verkauften Stücken), das resultierte aber vor allem aus Nachttischweckern und Taschenuhren. Für den nordamerikanischen Markt entwickelte Junghans ebenfalls 1927 eine stoßgesicherte Armbanduhr, zu erkennen an der Bezeichnung NOBRK (für non breakable) auf dem Zifferblatt.

Junghans-Armbanduhr mit Stoßsicherung und Kaliber J80, 1940er-Jahre

Junghans-Armbanduhr mit Stoßsicherung und Kaliber J80, 1940er-Jahre

© Junghans

370 Exponate aus 11 Jahrzehnten

Die Ausstellung ist nach Jahrzehnten aufgeteilt, von den 1920er-Jahren bis in die 2000er. Dabei sind insgesamt rund 370 Exponate zu bestaunen, zusammengestellt vom Junghans-Archivar Norbert Grünberger. Zu jeder Dekade gibt es Texte, Fotos und alte Anzeigenmotive, aber auch Prototypen und Vorserienmodelle. Interessant für Sportfans sind insbesondere die Informationen zu Junghans Tätigkeit als offizieller Zeitnehmer bei den Olympischen Spielen 1972 in München.

Armbanduhren-Meilensteine von Junghans: Blick in die Ausstellung

Armbanduhren-Meilensteine von Junghans: Blick in die Ausstellung

© WatchTime

Unter den Ausstellungsstücken finden sich viele Armbanduhren-Highlights: Von der NOBRK über mechanische Schaltrad-Chronographen mit Kaliber J88 von 1949 und die erste elektronische Uhr von 1967 bis zu modernen Funk- und Solaruhren. Unter den Meilensteinen findet man darüber hinaus die frühen Meister- und Max-Bill-Uhren sowie die von Hartmut Esslinger, dem Designer des Apple IIc, gestaltete erste Funkarmbanduhr Mega 1 mit ihrem unverkennbaren asymmetrischen Gehäuse.

Junghans-Ausstellung Armbanduhren Mega 1

Mega 1, die von Hartmut Esslinger designte erste Funkarmbanduhr, 1990

© WatchTime

Öffnungszeiten und Preise

Das Junghans Terrassenbau Museum ist von Dienstag bis Sonntag täglich von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Zu erreichen ist es unter der Adresse Lauterbacher Str. 68, 78713 Schramberg. Tickets gibt es für 8 Euro (ermäßigt 4 Euro), Führungen sind nach Voranmeldung für maximal 25 Besucherinnen und Besucher möglich, zum Pauschalpreis von 50 Euro. Die Ausstellung läuft bis auf Weiteres, bislang hat Junghans kein Enddatum bekanntgegeben.

Junghans Armbanduhren-Ausstellung: Hannes Steim und Norbert Grünberger

Hannes Steim, Geschäftsführender Gesellschafter von Junghans (links) mit Junghans-Archivar Norbert Grünberger

© Junghans
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