Swiss Watch Experience 2026: Uhrenreise nach Genf und Umgebung
Roger Dubuis, Artya, Kross Studio, Bulgari und Hublot
Der Wonnemonat Mai beschert uns auch 2026 die erste WatchTime-Leserreise des Jahres. In diesem Jahr ist unser Ziel die Uhrmachermetropole Genf, mit Abstechern ins nahegelegene Vallée de Joux sowie in die Nachbargemeinden Nyon und Gland. Dort besichtigen wir 5 ebenso spannende wie unterschiedliche Manufakturen und haben bei jedem Termin die Gelegenheit, die Produktion von Uhren und Uhrwerken hautnah zu erleben, mit den Machern hinter der Marke zu sprechen und uns Uhren aus der aktuellen Kollektion an den Arm zu legen.
Entspannte Atmosphäre mit Blick auf den Genfer See: Hotel La Barcarolle in Prangins
Hotel La BarcarolleAnreise: Sonntag, 10. Mai 2026
Die Anreise ist für Sonntag, den 10. Mai geplant und erfolgt individuell. Treffpunkt ist das schöne Hotel La Barcarolle in Prangins bei Nyon, idyllisch am Ufer des Genfer Sees gelegen, nur wenige Schritte vom Ufer entfernt.
Die Entwicklung und Produktion eigener Werke gehört zu den Kernkompetenzen von Roger Dubuis.
WatchTimeTag 1: Montag, 11. Mai 2026
Am Montag geht es zunächst nach Meyrin, in die Manufaktur von Roger Dubuis. Meyrin ist eine eigene Gemeinde im Kanton Genf, die unmittelbar an die Stadt anschließt. Das von außen zweckmäßige Firmengebäude lässt nicht sofort darauf schließen, dass sich im Innern eine Manufaktur mit ungeheurer Fertigungstiefe befindet. Roger Dubuis stellt alle für seine Uhren benötigten Werke zu 100 Prozent selbst her. Hier werden Teile gefertigt, auf verschiedenste Arten veredelt, immer wieder kontrolliert und schließlich zu Uhrwerken zusammengesetzt. Wir sehen alle Stufen der Fertigung, erhalten aber auch eine Übersicht über die aktuelle Markenstrategie und die wichtigsten Kooperationen. Der Rundgang endet mit einer Touch & Feel-Session, bei der wir uns Modelle aus der aktuellen Kollektion ans Handgelenk legen können.
Zu den Spezialitäten von Artya gehören Tourbillons in farbigen Saphirglasgehäusen.
ArtyaFür die anschließende Fahrt zu Artya umrunden wir die Südspitze des Genfer Sees und begeben uns in die Gemeinde Meinier, die direkt an der Grenze zu Frankreich liegt. In dem idyllischen Ort befindet sich die Heimat von Artya. 2009 gründete der ehemalige Mathematiklehrer, Uhrendesigner und Freigeist Yvan Arpa seine eigene Marke, nachdem er zuvor für Hublot und Romain Jerome tätig gewesen war. Die Uhren von Artya sind expressiv, das Design experimentell und oft überraschend, die Verarbeitung sehr hochwertig. Die meisten Modelle sind auf wenige Stücke limitiert. Bekannt wurde ArtyA durch ungewöhnliche Materialien wie Patronenhülsen, Schmetterlingsflügel oder Tabakblätter auf Zifferblättern. In den letzten Jahren hat sich Artya vermehr auf Uhren mit Saphirglasgehäusen spezialisiert: Diese gibt es in ganz verschiedenen Farben, manche wechseln ihre Farbe sogar. Yvan Arpa wird uns tiefe Einblicke in sein ungeheuer kreatives Schaffen geben, den Austausch mit ihm und seinem Team können wir anschließend in der Artya-Boutique in der Genfer Innenstadt sowie beim anschließenden Abendessen vertiefen.
Quidditch auf dem Zifferblatt: Harry Potter Central Floating Tourbillon
Kross StudioTag 2: Dienstag, 12. Mai 2026
Am Dienstagmorgen führt uns eine kurze Fahrt nach Gland: Der Ort ist nur einen Katzensprung von Prangins entfernt, wo unser Hotel steht. Hier besuchen wir einen weiteren "Wilden" im Schweizer Uhrendesign: Marco Tedeschi. Wie Yvan Arpa war RJ Watches (= Romain Jerome) seine vorherige Station; seine Ideen brachte er in die von ihm und einigen Partnern gegründete Marke Kross Studio ein.
Kross Studio verbindet Haute Horlogerie mit Popkultur, etwa durch Kooperationen mit Franchises wie Star Wars, Batman oder Game of Thrones. Typisch ist ein Zentraltourbillon, das außerhalb des Zentrums genügend Raum für hochwertige Spielereien lässt, wie etwa bei der aktuellen Harry-Potter-Uhr, bei der vier Quidditch spielende Miniaturfiguren aus jedem der vier Hogwarts-Häuser um das Tourbillon herum reiten. Kross steht für extrem limitierte Sammler-Sets und aufwendigste, hoch exklusive "Verpackungen", die oft Nachbauten von berühmten Film-Props sind.
Bulgari: Octo Finissimo Skeleton Eight Days in Titan
BulgariNach dem gemeinsamen Lunch geht es hoch in die Juraberge ins berühmte Tal der Uhrmacher, ins Vallée de Joux. In Le Sentier, unweit der Manufakturen von Jaeger-LeCoultre und Blancpain, befindet sich die Haute-Horlogerie-Abteilung von Bulgari im ehemaligen Gebäude von Daniel Roth. Hier fertigt Bulgari seine Manufakturwerke, vom Automatikkaliber BVL 191 bis hin zu Großen Komplikationen wie Minutenrepetitionen und Schlagwerkuhren mit Grande und Petite Sonnerie sowie Carillon. Wer einmal diese Abteilung betreten hat, wird es nie mehr vergessen.
Bei Hublot erleben wir u. a. die Produktion von Werk- und Gehäusekomponenten.
WatchTimeTag 3: Mittwoch, 13. Mai 2026
Der Mittwoch ist ganz dem Besuch von Hublot gewidmet. Auf dem Produktionscampus in Nyon erleben wir hautnah, wie schnell sich die Marke in den letzten 20 Jahren entwickelt hat. Neben dem 2009 eröffneten ersten Manufakturgebäude und dem 2015 fertiggestellten "H2" für Komponentenfertigung und Gehäuseproduktion entsteht mit "H3" ein drittes, noch größeres Gebäude, um die benötigten zusätzlichen Kapazitäten für die Uhren- und Uhrwerksfertigung zu schaffen. Im Inneren sehen wir viel von dem, was Hublot ausmacht und zum Erfolg der Marke beiträgt: die Produktion eigener Werke und Gehäuse sowie Eigenkreationen wie das kratzfeste 18-karätige Magic Gold oder Keramikgehäuse in knalligen Farben wie Ferrari-Rot. Nach dem Mittagessen in der Manufaktur erleben wir die Vielfalt der Marke bei der abschließenden Modellpräsentation.