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Lesedauer 4 Min.

Credor Goldfeather Tourbillon: Ein Höhenflug japanischer Handwerkskunst

Urushi-Meisterkunst trifft auf federleichte Eleganz: Die neue Credor Goldfeather Tourbillon vereint japanische Ästhetik mit technischer Perfektion.
Credor Goldfeather GBCF999, Uhr aus Platin mit Tourbillon vor orangefarbenem Hintergrund

Credor Goldfeather GBCF999

© Credor

Mit der neuesten Kreation aus dem Hause Credor hebt die japanische Luxusmarke die Verschmelzung von technischer Finesse und traditioneller Ästhetik auf ein neues Niveau. Die Credor Goldfeather Tourbillon vereint erstmals in dieser Linie ein Tourbillon mit der kunstvollen Welt des japanischen Urushi-Lacks.

Seit der Gründung im Jahr 1974 steht Credor – abgeleitet vom französischen crête d’or, „Goldkamm“ – für höchste Uhrmacherkunst in feinster Ausführung. Die Linie Goldfeather, ursprünglich 1960 vorgestellt, wurde 2023 neu interpretiert. Dabei blieb die Vision unverändert: eine Uhr zu schaffen, die so leicht, geschmeidig und elegant erscheint wie eine Feder in der Luft. Nun erhebt sich diese Vision mit der neuen Goldfeather Tourbillon zu neuen Höhen – mit einem Zifferblatt, das nicht nur technisch beeindruckt, sondern auch eine tief empfundene Hommage an die Natur und die Handwerkskunst Japans darstellt.

Kunst in jeder Schicht: Urushi, Raden und Kirikane

Das Zifferblatt wirkt wie ein stilles Gedicht, das den Flug von Vögeln in den Himmel nachzeichnen soll – beginnend bei der Tourbillonöffnung auf neun Uhr bis hin zum Credor-Schriftzug auf zwölf Uhr. Diese lebendige Szene entsteht durch zwei traditionelle Techniken: Raden, das filigrane Einlegen von farbiger Perlmutt auf dunklem Urushi-Lack, erzeugt ein irisierendes Spiel aus Licht und Farbe. Ergänzt wird dies durch Kirikane, bei dem hauchdünne Goldstreifen präzise geschnitten und aufgetragen werden. Hinter diesem minutiösen Werk steht Urushi-Meister Isshu Tamura. Jede Schicht aus Perlmutt und Gold wird einzeln platziert und anschließend auf mikroskopisches Maß abgeschliffen, um eine ebene Oberfläche zu schaffen. Das Ergebnis ist eine sanfte Farbabstufung, die sich über das gewölbte Zifferblatt legt – wie ein Sonnenaufgang am Horizont. Um die Tourbillonöffnung herum schimmern goldene Partikel, aufgetragen in der Maki-e-Technik. Sie symbolisieren Sonnenstrahlen, während das Tourbillon selbst die ewige Bewegung des Lichts verkörpert. Die Brücke, die es hält, ist geformt wie ein Vogel mit weit geöffneten Schwingen – ein visuelles Gleichnis für Freiheit und Auftrieb.

Credor Goldfeather GBCF999

Die Credor Goldfeather GBCF999 hat einen Durchmesser von 38,6 mm, die Länge zwischen den Bandanstößen beträgt 45,2 mm und eine Höhe von 8,6 mm.

© Credor

Ein mechanisches Kunstwerk: Das Kaliber 6850

Herzstück der Uhr ist das neue Handaufzugskaliber 6850 – ein würdiger Nachfolger des Kalibers 6830, mit gleicher Kompaktheit (25,6 mm Durchmesser, 3,98 mm Höhe), aber erweiterter Gangreserve von 60 Stunden. Die Frequenz beträgt 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Trotz seiner geringen Bauhöhe trägt dieses Uhrwerk ein Tourbillon, dessen Komponenten nur einen Bruchteil eines Millimeters messen. Der Zusammenbau verlangt außergewöhnliche Präzision und wurde dem Uhrmacher Katsuo Saito anvertraut, der für seine meisterliche Arbeit 2023 mit der Medaille mit Gelbem Band ausgezeichnet wurde, eine Ehrung, die die japanische Regierung an Personen vergibt, die durch ihren Fleiß und ihre Beharrlichkeit in ihrem Beruf zu öffentlichen Vorbildern geworden sind.

Die Rückseite der Uhr, durch Saphirglas einsehbar, offenbart eine weitere Dimension der Gestaltung: Hier zieht sich das Thema des Vogelflugs weiter, diesmal durch ein Gravurmuster, das an die Schwungfedern eines aufsteigenden Vogels erinnert. Jedes Detail – von handgeschnittenen Rillen über farbige Raden-Einlagen bis zu schimmernden Maki-e-Akzenten – ergibt eine dreidimensionale Szenerie von atemberaubender Feinheit, alles eingefasst in einer Fläche von nur 0,15 Millimetern Tiefe. Besonders hervorzuheben ist das grünlich-blaue Glühen der äußeren Feder, gefertigt aus der edlen Yakougai-Muschel des Grünen Turbanschneckenhauses.

Credor Goldfeather GBCF999, Kaliber 6850, Gehäuseboden mit Saphirglas

Credor Goldfeather GBCF999, Kaliber 6850

© Credor

Eleganz in Platin: Eine neue Gehäuseform

Die neue Goldfeather trägt ein überarbeitetes Gehäuse, das mit einer Höhe von nur 8,6 mm die außergewöhnliche Schlankheit der Kollektion beibehält – trotz des anspruchsvollen Tourbillonwerks. Die fließende Form mit Durchmesser von 38,6 mm entsteht durch ein integriertes Mittelteil, das Lünette, Hörner und Teile des Gehäusebodens aus einem Stück formt. Gefertigt aus Platin 950 wird das Gehäuse in traditioneller Handarbeit poliert, um eine perfekte Oberfläche und hohen Tragekomfort zu gewährleisten. Abgerundet wird das Ensemble durch ein Armband aus Alligatorleder mit einer Platinschließe und einem doppelt gewölbten Saphirglas mit Antireflexbeschichtung auf der Innenseite.

Die Uhr ist bis 3 bar wasserdicht und bietet Magnetfeldschutz bis 4.800 A/m. Die neue Credor Goldfeather Tourbillon wird ab Oktober 2025 in einer streng limitierten Auflage von nur zehn Stück erhältlich sein. Mit einem Verkaufspreis von 190.000 Euro richtet sich diese Uhr an Sammler, die das Außergewöhnliche suchen.

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