Die Konstantin Chaykin ThinKing Mystery ist die derzeit flachste Uhr der Welt
Mit der ThinKing Mystery präsentiert Konstantin Chaykin eine Uhr, die die Grenzen des technisch Machbaren neu definiert. Gerade einmal 1,65 Millimeter misst das Gehäuse – ein Wert, der nicht nur beeindruckt, sondern die ThinKing Mystery offiziell zur derzeit flachsten mechanischen Serienuhr der Welt macht. Was 2024 noch als spektakuläres Einzelstück begann, ist nun als streng limitierte Edition Realität geworden.
Konstantin Chaykin präsentiert einen radikalen Ansatz in der Ultra-Flach-Uhrmacherei
In der Welt der ultraflachen Uhren entscheidet jedes Hundertstel Millimeter über Erfolg oder Scheitern. Genau hier setzt die ThinKing Mystery an. Statt bestehende Konzepte lediglich zu verfeinern, wurde die gesamte Konstruktion neu gedacht. Das hauseigene Kaliber K.23-3.1 ist nicht einfach im Gehäuse untergebracht – es ist integraler Bestandteil davon. Der Gehäuseboden fungiert gleichzeitig als Werkplatine, wodurch zusätzliche Bauteile eingespart werden konnten.
Die Konstantin Chaykin ThinKing Mystery wirkt fast surreal flach – und bringt ihre transparente „Augen“-Anzeige spektakulär zur Geltung.
Konstantin ChaykinBesonders bemerkenswert ist die neu entwickelte Federhauskonstruktion. Ohne klassischen Deckel ausgeführt und mit einer Art Überholkupplung aus Wolframkarbid-Kugeln versehen, ermöglicht sie eine stabile Energieversorgung trotz minimaler Bauhöhe. Auch die Unruh wurde völlig neu interpretiert: Statt einer klassischen Konstruktion arbeitet hier ein patentiertes Doppelsystem, bei dem zwei flache Räder auf einer Ebene ineinandergreifen. Diese Lösung reduziert die Bauhöhe eines der sonst voluminösesten Bauteile im Uhrwerk erheblich.
Dass ein solches Projekt nicht nur Präzision, sondern auch einen komplett neuen Fertigungsprozess erfordert, zeigt ein Blick in die Produktion. Allein das Gehäuse durchläuft rund 40 Bearbeitungsschritte, begleitet von kontinuierlichen Messungen im Mikrometerbereich. Die Anforderungen erinnern dabei eher an Luft- und Raumfahrttechnik als an klassische Uhrmacherei.
Extrem biegsam und Teil der Konstruktion: Das speziell entwickelte Lederband stabilisiert die ultradünne Uhr und reduziert Spannungen im Gehäuse.
Konstantin ChaykinTransparente Anzeigen und die Rückkehr der „Mystery“-Komplikation
Optisch bleibt sich Chaykin treu und greift die berühmte „Joker“-Anzeige auf, interpretiert sie jedoch neu. Die charakteristischen „Augen“ bestehen nun aus vollständig transparenten Saphirscheiben, die scheinbar frei im Raum rotieren. Inspiriert ist dieses Konzept von historischen Mystery-Uhren, wie sie bereits im 19. Jahrhundert von Jean-Eugène Robert-Houdin entwickelt wurden.
Technisch wird diese Illusion durch einen seitlichen Antrieb realisiert, der direkt auf die Saphirscheiben wirkt. Drei winzige Rollen stabilisieren jede Scheibe, minimieren Reibungsverluste und sorgen für eine präzise Führung. Das Ergebnis ist nicht nur visuell spektakulär, sondern auch funktional effizienter als frühere Lösungen.
Trotz der extremen Bauhöhe wurde auch auf Alltagstauglichkeit geachtet. Das speziell entwickelte Lederband ist Teil der Konstruktion: Titanverstärkungen und elastische Einsätze reduzieren Spannungen auf das Gehäuse und erhöhen die strukturelle Stabilität der Uhr. Auf eine klassische Krone verzichtet Chaykin bewusst – stattdessen erfolgt das Aufziehen und Einstellen über spezielle Werkzeuge, die Teil des Lieferumfangs sind.
Mit einem Gewicht von nur 12,1 Gramm und einer Gangreserve von 38 Stunden zeigt die ThinKing Mystery, dass extreme Miniaturisierung nicht zwangsläufig Kompromisse bei der Funktion bedeutet.
Die Konstantin Chaykin ThinKing Mystery erscheint in einer streng limitierten Auflage von nur 12 Exemplaren weltweit. Ein offizieller Preis wird nicht genannt und ist auf Anfrage erhältlich.