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Lesedauer 3 Min.

Louis Vuitton Escale: Wenn Natur das Zifferblatt schreibt

Louis Vuitton hebt die Escale auf neues Niveau: Zwei limitierte Modelle mit Zifferblatt aus massivem Turquoise und Malachit zeigen, wie Natur und Uhrmacherei verschmelzen.
Louis Vuitton Escale, Referenz W3PTB1

Louis Vuitton Escale, Referenz W3PTB1

© Louis Vuitton

Die Escale war schon immer eine Uhr, die vom Reisen erzählte. Vom Aufbrechen, vom Entdecken, vom Staunen. Jetzt erhalten die besonderen Zeitmesser von Louis Vuitton ihre nächste Geschichte.

Stein als Architektur – nicht als Dekor 

Natursteine als Zierelement auf Zifferblättern kennen wir seit den 1970ern. Aber ein Uhrgehäuse, das selbst mit einem massiven Ring aus Malachit oder Türkis augestattet ist – das ist eine andere Liga. Die Casemaker von La Fabrique des Boîtiers mussten dafür die Escale praktisch neu denken: neue Proportionen, neue Innengeometrien, neue Techniken. Stein bricht, Stein lebt, Stein widersetzt sich. Wer ihn beherrschen will, muss zuhören. Jede Vene im Türkis, jedes Band im Malachit bestimmt, wie weit man gehen darf. Maschinen schaffen hier nur die grobe Arbeit – das Feingefühl der Hand entscheidet. Das Polieren, das Abtasten nach versteckten Schwachstellen, das Herausarbeiten des eigenen „Gesichts“ jeder einzelnen Uhr: Das ist Handwerk am Limit.

Louis Vuitton Escale, Referenz W3PTC1

Louis Vuitton Escale, Referenz W3PTC1

© Louis Vuitton

Türkis und Malachit – zwei Welten, zwei Stimmungen 

Der Türkis wirkt wie ein Blick auf einen Flusslauf aus der Vogelperspektive. Die Malachit-Version der Escale stattdessen erinnert an eine geologische Schichtung, wie man sie nur findet, wenn man viel reist und noch öfter stehen bleibt, um hinzusehen. Beide Versionen sind auf 30 Stück limitiert. Die Entscheidung, den schönsten Teil der Maserung bewusst so zu platzieren, dass er nicht vom Band oder von der Krone verdeckt wird, zeigt, wie sehr die Uhrmacher hier mit dem Material arbeiten – und nicht dagegen.

Louis Vuitton Escale, Referenz W3PTB1

Louis Vuitton Escale aus Platin mit Turquoise-Zifferblatt, Referenz W3PTB1

© Louis Vuitton

Der Platinrand, der den Stein minimal überragt, ist ein fast unsichtbares Sicherheitsnetz. Und die kleine Safransaphir-Fassung im Rückdeckel – ein feiner Verweis auf die Tradition, Platin mit Edelsteinen zu kennzeichnen. Das Gehäuse misst 40 mm im Durchmesser und ist 10,34 mm hoch mit Saphirglas.

Technik, die nicht schreit, sondern stützt 

Im Inneren arbeitet das LFT023 – ein Chronometerwerk mit 22-Karat-Mikrorotor aus Roségold. Der Blick durch den Saphirboden zeigt die typischen transparenten Lagersteine und eine Mischung aus sandgestrahlten und polierten Flächen. 

Das Saffiano-Lederband passt zum Thema Materialität: feine Struktur, matt, elegant, robust. Rainforest Green für die Malachit-Version, Arroyo Grey für das Türkis-Modell. Beide Bänder lassen den Stein spielen, ohne mit ihm zu konkurrieren. 

Louis Vuitton Escale, Referenz W3PTC1

Louis Vuitton Escale, Referenz W3PTC1, mit Blick auf das Klaiber LFT023

© Louis Vuitton

Diese Uhren erzählen von ihrer eigenen Reise, der des Steines und dessen Bearbeitung. Die neuen Escale-Modelle gehören zu den seltenen Uhren, bei denen man den Eindruck hat, dass die Natur der eigentliche Designer war – und die Uhrmacher nur die Kuratoren. Die Stücke zeigen Mut, Handwerk und ein tiefes Verständnis für Material. Kostenpunkt: je 65.000 Euro.

Louis Vuitton Schweizer Uhren LVMH limitierte Uhren-Editionen

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