Louis Vuitton x Singer: Zwei Porsche 911er mit Tambour-Uhr
Louis Vuitton und der kalifornische Restaurierungsspezialist Singer haben gemeinsam zwei Porsche 911 des Typs 964 realisiert – ein Coupé und ein Turbo-Cabriolet. Ausgangspunkt war keine Designidee fürs Auto, sondern eine Uhr: ein Tambour-Chronometer fürs Armaturenbrett, entwickelt von La Fabrique du Temps in der Schweiz. Daraus entstand binnen eines Jahres die erste komplette Automobilkooperation von Louis Vuitton.
Porsche 911 Classic Reimagined by Singer x Louis Vuitton
Louis VuittonZwei Fahrzeuge im Überblick
Der Classic basiert auf einem 964er-Coupé mit 4,0-Liter-Sauger-Boxermotor, Sechsgang-Schaltgetriebe und Carbon-Keramik-Bremsen, lackiert in Safran und Kobaltblau – Farben mit über 150-jähriger Louis Vuitton-Archivgeschichte. Der Classic Turbo, entwickelt unter Nicolas Ghesquière, nutzt ein 964er-Cabriolet-Chassis mit 3,8-Liter-Biturbo-Boxermotor, Luft-Wasser-Ladeluftkühlung und wählbaren Fahrmodi. Die Karosseriefarbe nennt sich Calcaire-Lutétien-Weiß mit Edelholzverkleidung im Innenraum, angelehnt an klassische Runabout-Boote.
Die Uhren: Herzstück statt Beiwerk
In beiden Fahrzeugen sitzt eine abnehmbare Handaufzugsuhr mit Stunde, Minute, kleiner Sekunde, acht Tagen Gangreserve und 18.000 Halbschwingungen/Stunde (2,5 Hz). Zeiger, Ziffern und Indexe folgen dem Tambour-Design, graviert mit der Doppelsignatur „Louis Vuitton Paris, Fab. En Suisse". Beide Uhren lassen sich vom Cockpit lösen und auf einem eigenen Standfuß als Tischuhr nutzen (Gehäuse: 81 × 24,7 mm). Bei der Classic sitzt die Uhr rechts im Dashboard, vier Tambour-inspirierte Zusatzinstrumente ergänzen.
Bei de, Classic Turbo sitzt die Uhr zentral in der Mittelkonsole, fünf Zusatzinstrumente zählt die Turbo-Version insgesamt darunter goldfarbene Anzeigen. Ergänzend gehört zur Classic-Turbo-Kapsel eine Tambour Automatic 40 mm in Keramik und Gelbgold mit dem Kaliber LFT023.01 samt Mikrorotor aus 916/1000 Roségold und 50 Stunden Gangreserve, chronometerzertifiziert nach ISO 3159 (–4/+6 Sek./Tag).
Porsche 911 Classic Turbo Reimagined by Singer x Louis Vuitton Console Clock
Louis VuittonHandwerk aus der Lederwerkstatt
Singer setzte die Innenausstattung nach Vorgaben der Louis Vuitton-Lederateliers um: Vachetta-inspirierte Lederbezüge, gelbe Nähte, Malletage-Prägung auf Sitzen und Kofferraumverkleidung. Metallteile wie Schalter und Türgriffkanten sind rhodiniert und von Hand poliert – mit Techniken aus der Uhrmacherei.
Besondere Kapselkollektionen
Zu jedem Fahrzeug gehört eine eigene Bekleidungs- und Reisegepäck-Linie aus Millésime-Leder: bei der Classic sind Lederjacke, Carbon-Helm und dreiteiliges Kofferset inklusive Dachträger erhältlich; bei der Classic Turbo gibt es einen Maßanzug aus Fallschirmseide, die Tambour-Armbanduhr sowie ein Coffret Trésor nach Vorbild von 1896.
Porsche 911 Classic Turbo Reimagined by Singer x Louis Vuitton
Louis VuittonSinger-Restaurierungen starten regulär bei rund 500.000 Euro; bei diesem Kooperationsumfang mit zusätzlicher Uhrmacherei- und Lederexpertise ist von einem Preis deutlich darüber auszugehen. Den genauen Preis gibt es auf Anfrage.
Häufige Fragen
Was ist das Louis Vuitton x Singer Projekt?
Eine Kooperation zwischen Louis Vuitton und dem Restaurierungsspezialisten Singer, bei der zwei klassische Porsche 911 (Typ 964) komplett überarbeitet und mit einer eigens entwickelten Tambour-Armaturenbrettuhr ausgestattet wurden.
Welche Uhr ist in den Fahrzeugen verbaut?
Eine abnehmbare Handaufzugsuhr von La Fabrique du Temps Louis Vuitton mit acht Tagen Gangreserve, die sich als Tischuhr nutzen lässt.
Was kosten die Fahrzeuge?
Louis Vuitton und Singer nennen keinen Preis. Marktüblich beginnen Singer-Restaurierungen ab ca. 500.000 Euro; bei diesem Projekt ist von einem deutlich höheren Betrag auszugehen. Preis auf Anfrage.
Sind die Fahrzeuge limitiert?
Ja, beide Autos sind laut Unternehmensangaben Unikate.