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Oris: Grauer Flieger

Fliegeruhr von Oris: die Big Crown Timer
© PR
Deutsche Uhrenkunst
Handwerkskunst, Heimat und eine Ikone. So könnte man das Erfolgsrezept der sächsischen Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne in aller Kürze zusammenfassen. Der handwerkliche Aspekt findet seinen Ausdruck in den schönsten Uhrwerken aus deutscher Produktion. Die Manufakturkaliber von A. Lange & Söhne vereinen klassische Konstruktionsmerkmale wie Dreiviertelplatine, Schraubenunruh und verschraubte Goldchatons mit feinsten Gravuren, Schliffen und Polituren.
Besondere Bedeutung erlangt die handwerkliche Qualität durch die lange Uhrmachertradition im sächsischen Glashütte, die erst durch die Firma Lange möglich wurde. 1845 hatte Ferdinand Adolph Lange in dem unbedeutenden Örtchen mit einem Darlehen von der sächsischen Regierung die erste Produktionswerkstätte für Taschenuhren eröffnet. Es folgte eine Erfolgsgeschichte, die erst mit der Verstaatlichung und anschließenden Zerschlagung des Unternehmens zu DDR-Zeiten endete.
Nach der Wende erweckten der in der Uhrenbranche wohlbekannte Günter Blümlein und Walter Lange – Urenkel des Firmengründers Ferdinand Adolph Lange – die Marke zu neuem Leben und präsentierten 1994 schließlich die Uhr, die das Unternehmen wieder an die Spitze bringen sollte: die Lange 1 mit den heute berühmten dezentralen Anzeigen. Es folgten weitere Modelllinien, die ebenfalls traditionelle Glashütter Uhrmacherei und elegantes Design vereinten und sich bald zu einer ausgewogenen Kollektion verbanden. Heute heißen die wichtigsten und umfangreichsten Linien – die wie alle Lange-Uhren nur in Edelmetallgehäusen angeboten werden – Lange 1, Saxonia und 1815. Ergänzend baut die Manufaktur zahlreiche komplizierte und hochkomplizierte Spezialitäten wie den abgebildeten Schleppzeigerchronographen mit Tourbillon namens Tourbograph „Pour le Mérite“ aus der hauseigenen Legierung „Honiggold“.
2009 wiederholte sich die jüngere Markengeschichte, als A. Lange & Söhne wie schon mit der Lange 1 die Uhrenwelt polarisierte: Mit der Zeitwerk stellte die Manufaktur eine Armbanduhr vor, deren Stunden und Minuten digital angezeigt werden – alles rein mechanisch, versteht sich. Heute ist die Linie bereits etabliert und besteht aus mehreren Modellen. Das neueste heißt Zeitwerk Striking Time und besitzt zusätzlich zur Digitalanzeige ein Schlagwerk mit frontal sichtbaren Hämmern. Das Erfolgsrezept derUhrenmarke muss also erweitert werden: Handwerkskunst, Heimat, mindestens eine Ikone – und Mut zum Ungewöhnlichen. In den nächsten Tagen erfahren Sie mehr über weitere begehrte Uhrenmarken.
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