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Lesedauer 4 Min.

Longines Master Collection 2026: Neue Dreizeiger, Mondphase – und erstmals ein Monopusher

Longines überarbeitet die Master Collection mit vier Größen, einem neuen Chrono Moonphase und dem ersten Monopusher der Linie.
nahaufnahme, zifferblatt der Longines monopusher
©  Longines

Longines stellt die Master Collection für 2026 umfassend neu auf. Die 2005 lancierte Linie erhält ein überarbeitetes Gehäusedesign mit konkaven Lünetten, neu gestaltete Zifferblätter und Armbänder sowie ein deutlich breiteres Modellspektrum. Neben Dreizeigeruhren in vier Größen und einer Neuauflage des Chrono Moonphase gehört erstmals ein Monopusher-Chronograph zur Master Collection.

Dreizeiger-Modelle von 30 bis 41 Millimeter

Die klassischen Automatikmodelle werden in 30, 34, 39 und 41 Millimetern angeboten. Gemeinsames Merkmal ist das verfeinerte Design mit konkaver Lünette und stärker in den Mittelpunkt gerücktem Zifferblatt.

Die Dreizeigermodelle der Longines Master Collection 2026

Die Longines Master Collection kombiniert ein hellblau strukturiertes Zifferblatt mit klassischer Drei-Zeiger-Anzeige und Datumsfenster.

©  Longines

Das 30-mm-Modell misst 9,1 Millimeter in der Höhe. Neu ist unter anderem eine Edelstahlversion mit eisblauem Sonnenschliff; daneben gibt es zweifarbige Varianten mit Gelb- oder Roségold und weißem Perlmuttzifferblatt mit elf Diamantindizes. Das automatische Kaliber L592.5 besitzt eine Siliziumspirale und 45 Stunden Gangreserve.

Die Bi-Colormodelle der Longines Master Collection 2026

Perlmutt, Diamantindizes und Bicolor-Gehäuse verleihen den neuen Master-Collection-Modellen einen eleganten Auftritt.

©  Longines

Mit 34 Millimetern folgt optisch dasselbe Konzept, nun jedoch mit dem größeren Automatikkaliber L888.5. Es arbeitet mit 25.200 Halbschwingungen pro Stunde und bietet 72 Stunden Gangreserve. Auch hier stehen eine eisblaue Edelstahlversion sowie Bicolor-Ausführungen mit Perlmutt und Diamanten zur Wahl.

Die neuen 39- und 41-mm-Modelle richten sich klassischer aus. Ihre hellblauen Zifferblätter tragen das charakteristische Gerstenkorn-Dekor und elf applizierte arabische Ziffern; lediglich die Drei weicht dem Datumsfenster. Beide Größen verwenden das L888.5 mit 72 Stunden Gangreserve und sind wahlweise am Edelstahlband oder anthrazitfarbenen Alligatorleder erhältlich. Das 39-mm-Gehäuse ist 9,05 Millimeter hoch, das 41-mm-Modell 9,5 Millimeter. Alle Dreizeiger-Modelle verfügen über Saphirglas, einen Sichtboden und sind bis drei bar (30 Meter) wasserdicht.

Chrono Moonphase: Longines ordnet seinen komplizierten Klassiker neu an

Beim Master Collection Chrono Moonphase konzentriert Longines die bisherige Idee auf ein 41 Millimeter großes Edelstahlgehäuse mit 13,8 Millimetern Höhe. Das silberfarbene Zifferblatt erhält ein feineres Gerstenkornmuster, applizierte blaue arabische Ziffern und gebläute Stahlzeiger.

Die Chronographen der Longines Master Collection 2026

Komplexe Mechanik: Der Chronograph verbindet Kalenderanzeigen und Mondphase mit markanten blauen Akzenten.

©  Longines

Technisch bleibt die Uhr ausgesprochen umfangreich: Bei neun Uhr befinden sich kleine Sekunde und 24-Stunden-Anzeige, bei 12 Uhr der 30-Minuten-Zähler sowie Fenster für Tag und Monat. Bei sechs Uhr teilen sich Mondphase und 12-Stunden-Chronographenzähler den Platz. Das Datum zeigt ein zentraler Zeiger mit halbmondförmiger Spitze am Zifferblattrand an.

Das automatische Kaliber L687.5 besitzt ein Säulenrad, eine Siliziumspirale, 27 Lagersteine und arbeitet mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Die Gangreserve beträgt bis zu 66 Stunden. Angeboten wird der Chrono Moonphase am blauen Alligatorleder- oder Edelstahlband, jeweils mit Feinjustierung.

Chrono Monopusher: die Premiere der Master Collection

Der technisch interessanteste Neuzugang ist der Master Collection Chrono Monopusher. Zum ersten Mal integriert Longines einen Eindrücker-Chronographen in diese Kollektion. Ein separater Start- und Stoppdrücker fehlt: Sämtliche Chronographenbefehle – Start, Stopp und Nullstellung – erfolgen über einen einzelnen, in die Krone integrierten Drücker.

Die monopusher der Longines Master Collection 2026

Zwei Farben, klassischer Look: Der Chronograph mit Pulsometerskala erscheint in Hellblau und Beige.

©  Longines

Das Edelstahlgehäuse misst 41 Millimeter im Durchmesser, 12,6 Millimeter in der Höhe und 48,6 Millimeter von Bandanstoß zu Bandanstoß. Zwei Ausführungen stehen bereit. Die Referenz L2.960.4.78.2 kombiniert ein silber-opalines Zifferblatt mit roségoldfarbenen arabischen Ziffern und Zeigern sowie braunem Alligatorleder. Die L2.960.4.93.2 setzt dagegen auf Eisblau, rhodinierte Anzeigen und ein anthrazitfarbenes Alligatorlederband. Beide besitzen eine historische Pulsometerskala.

Besonders passend zum Konzept ist der Verzicht auf Automatik: Das exklusive Handaufzugskaliber L799.5 arbeitet mit Säulenradsteuerung, Siliziumspirale und 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Die Gangreserve beträgt 68 Stunden. Durch den Saphirglasboden bleibt das Werk sichtbar. Der Monopusher knüpft zudem an eine lange Longines-Tradition an. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts fertigte das Unternehmen Chronographen, deren Technik später unter anderem von Luftfahrtpionieren wie Amelia Earhart und Richard Byrd genutzt wurde.

Die neuen Modelle sind ab sofort erhältlich. Preislich startet die Kollektion bei 2.700 Euro für die 30-mm-Ausführung, während die 34-mm-Variante 2.850 Euro kostet. Die größeren Modelle mit 39 und 41 Millimetern sind für 2.500 beziehungsweise 2.600 Euro erhältlich. Für den Chrono Moonphase werden 4.050 Euro aufgerufen, der neue Chrono Monopusher kostet 3.950 Euro.

Damit ist ausgerechnet die technisch und historisch interessanteste Neuheit günstiger als der Chrono Moonphase – und dürfte innerhalb der überarbeiteten Master Collection entsprechend viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Longines Dreizeigeruhr Armbanduhren Automatikuhren Chronograph Automatik Chronograph

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