Jacques Bianchi: Ein Chronometer für Olympique Marseille
Während sich die deutschen Fußballfans auf die erste Hauptrunde des DFB-Pokals freuen, startet in Frankreich heute Abend die Ligue 1 in ihre neue Saison. Dabei empfängt Olympique Marseille zum Auftaktspiel den RC Strasbourg. Dass die Südfranzosen dabei baden gehen, ist nicht zu erwarten. Und wenn doch, sind sie dafür bestens gerüstet: Denn nun gibt es eine offizielle Uhr, die bis 200 Meter wasserdicht ist. Jacques Bianchi, der Taucheruhrenspezialist aus Marseille, ist zum ersten Mal eine Kooperation mit einem der beliebtesten und emotionalsten Vereine des Landes eingegangen. Im Ausland kennt man Olympique Marseille vor allem als ersten Sieger der in der Saison 1992/93 eingeführten Champions League.
Jacques Bianchi x Olympique Marseille: JB200 mit Chronometerzeugnis
Jacques BianchiZifferblatt mit großflächigem OM-Logo
Die Uhr für OM, wie der Kultclub kurz genannt wird, basiert auf einem der bekanntesten Modelle von Jacques Bianchi: der JB200. Den Bezug zum Fußball im allgemeinen und zum Verein im Besonderen schaffen zwei Elemente, die sofort ins Auge fallen. Zum einen ist das in zwei Blautönen gehaltene Zifferblatt mit dem offiziellen Logo von Olympique Marseille verziert. Das Zifferblatt besteht aus mehrschichtigem Email und wird in einem Verfahren aus insgesamt 20 aufeinanderfolgenden Schichten aufgebaut. Das Ergebnis ist ein tiefes Blau, in das das Logo von OM vergleichsweise zurückhaltend integriert wurde. Es ist geprägt, mit einem Sonnenschliff versehen und anschließend emailliert. Obwohl die Lösung, das Vereinslogo großflächig aufs Zifferblatt zu bringen, naheliegen mag, ist sie bei den meisten Fußballclubs gewidmeten Luxusuhren anders umgesetzt worden: Dort findet sich das Logo oft als kleine Plakette auf dem Zifferblatt oder es versteckt sich auf dem Gehäuseboden – oder es fehlt ganz und die Uhr zitiert Farben und Elemente aus dem Vereinswappen in abstrakterer Form.
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Uhrmacher von Jacques Bianchi vor dem ikonischen Wellendach des Stade Vélodrôme von Olympique Marseille
Guillaume RuoppoloDrehlünette zum Messen der Halbzeitlänge
Das zweite fußballspezifische Element ist die Drehlünette: Sie ist nicht nur in den Clubfarben Blau und Weiß gehalten, sondern markiert auch die offizielle Dauer einer Halbzeit – 45 Minuten –, die restlichen 15 Minuten können genutzt werden, um die Dauer der Nachspielzeit zu messen. Während viele andere Fußballuhren aus diesem Grund auf einen Chronographen setzen, macht Jacques Bianchi sich hier eine typische Taucheruhrenfunktion zunutze. Man muss nur bei Spielbeginn die als leuchtendes Dreieck ausgeführte Nullmarkierung der Lünette (sie verfügt über 60 Rastungen) mit dem Minutenzeiger synchronisieren. Die Nullmarkierung ist wie die Zeiger und die aufgesetzten, maschinell gefertigten Indexe mit Superluminova BGW9 belegt.
Betrachtet man Zifferblatt und Zeiger genau, kann man sogar noch ein drittes Element finden, das an einen Fußball erinnert, nämlich das lollipopförmige Gegengewicht des zentralen Sekundenzeigers, das sich als Ball lesen lässt. So entsteht eine Reihe von Details, die erst auf den zweiten Blick auffallen und das Thema Fußball aufnehmen, ohne aus der Uhr ein reines Fan-Merchandise-Produkt zu machen.
Logische Wahl: Die Superluminova-Leuchtmasse leuchtet nicht grün, sondern hellblau.
Jacques BianchiWasserdicht bis 200 Meter
Technisch bleibt die neue Uhr eine robuste Sportuhr. Das gebürstete Edelstahlgehäuse misst 42 mm im Durchmesser, besitzt markante Fasen und wird auf der Vorderseite von Saphirglas abgeschlossen. Die Wasserdichtheit beträgt 200 Meter. Auf dem Gehäuseboden ist das Logo von Olympique Marseille eingraviert. Geliefert wird die Uhr mit zwei Armbändern: einem Band aus FKM-Fluorelastomer sowie einem blauen elastischen Military-Band mit weißem Mittelstreifen. Damit lässt sich auch am Handgelenk zwischen klassischer Taucheruhren-Optik und einem deutlich stärkeren Bezug zu den Vereinsfarben wechseln.
Der Boden der Uhr ist mit dem OM-Logo verziert.
Jacques BianchiErstmals mit COSC-Zertifikat
Besonders interessant ist das Uhrwerk. Im Inneren arbeitet das Schweizer Automatikkaliber Soprod P024, das Jacques Bianchi hier ohne Datumsanzeige nutzt. Gleichzeitig lässt die Marke erstmals eine ihrer Uhren von der offiziellen Schweizer Prüfstelle COSC als Chronometer zertifizieren. Die angegebene Ganggenauigkeit liegt dementsprechend bei –4 bis +6 Sekunden pro Tag; jede Uhr wird mit ihrem individuellen Chronometerzertifikat ausgeliefert.
Heute Abend wird man die Uhr noch nicht im Stadion an den Handgelenken der Fans sehen können. Denn die Sonderedition ist erst ab dem 3. September 2026 um 15 Uhr vorbestellbar – für einen Zeitraum von drei Wochen. Die ersten Exemplare sollen dann ab Dezember 2026 ausgeliefert werden, weitere folgen Anfang 2027. Die Reihenfolge der Bestellungen bestimmt dabei auch die Reihenfolge der Auslieferungen. Der Preis liegt bei 995 Euro.