Micro Monday: Zelos – Comet 39 MOP
Suche nach dem Außergewöhnlichen
Die im Jahr 2014 ins Leben gerufene Marke Zelos zählt heute zu den erfolgreichsten Microbrands der internationalen Uhrenszene. Gegründet vom singapurischen Ingenieur und Uhrenenthusiasten Elshan Tang, verfolgt das Unternehmen einen bewusst anderen Ansatz als viele traditionelle Hersteller: Statt sich stark von historischen Vorbildern inspirieren zu lassen, konzentriert sich Zelos auf eigenständige Designs, außergewöhnliche Materialien und ein hohes Maß an technischer Innovation. Die Wurzeln der Marke liegen in der Leidenschaft ihres Gründers für mechanische Uhren. Nach Jahren des Sammelns und Handels mit etablierten Luxusmarken entstand der Wunsch, eigene Zeitmesser zu entwickeln, die sich von den üblichen Modellen abheben. Der Name „Zelos“ leitet sich vom griechischen Wort für Eifer und Leidenschaft ab und beschreibt treffend die zugrundeliegende Philosophie. Besonders bekannt wurde Zelos durch den Einsatz ungewöhnlicher Werkstoffe. Meteorit, Bronze, Titan-Damast oder historische Metalle gehören mittlerweile ebenso zum Repertoire wie moderne Legierungen und aufwendig strukturierte Zifferblätter. Diese Materialexperimente sollen jedoch nicht bloß Aufmerksamkeit erzeugen, sondern jeder Referenz eine eigenständige Geschichte und einen individuellen Charakter verleihen. Die Gestaltung erfolgt unter der Leitung von Elshan Tang in Singapur. Charakteristisch sind zudem markante Gehäuseformen, mutige Farbkonzepte und zahlreiche kleine Designdetails, die den Uhren einen hohen Wiedererkennungswert verleihen. Gleichzeitig setzt Zelos auf bewährte mechanische Kaliber. Insbesondere unter Sammlern, die Wert auf Individualität, innovative Materialien und ein außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis legen, hat sich die Microbrand einen Namen gemacht.
Zelos – Comet 39 MOP
Zelos#Comet 39 MOP
Mit der neuen Comet 39 MOP schlägt Zelos einen eleganten Weg ein und präsentiert einen Zeitmesser, der weniger auf technische Härte als auf handwerkliche Raffinesse setzt. Im Mittelpunkt steht dabei ein Zifferblatt, das gleich mehrere traditionelle Dekorationstechniken miteinander verbindet und die Uhr zu einer der bislang anspruchsvollsten Kreationen der Marke macht.
Licht und Struktur
Das wahre Highlight der Comet 39 ist ihr Zifferblatt aus Perlmutt. Während derartige Uhrengesichter häufig allein durch ihre natürliche Farbwirkung überzeugen, geht Zelos noch einen Schritt weiter. Die Oberfläche wird zusätzlich mit gravierten Guilloché-Strukturen versehen, die unterschiedliche Ebenen und Lichtreflexe erzeugen. Je nach Blickwinkel wechseln die Töne zwischen silbrigen, cremefarbenen und leicht irisierenden Nuancen. Die Kombination aus organischem Material und geometrischen Gravuren sorgt dabei für eine ungewöhnliche Tiefenwirkung. Besonders reizvoll ist das Zusammenspiel der beiden Eigenschaften des Perlmutts: Einerseits reflektiert das Material das Licht mit seiner charakteristischen Schimmerwirkung, andererseits sorgen die eingravierten Muster für zusätzliche Kontraste. So verändert sich die Optik der Uhr kontinuierlich.
Die eleganteste Zelos?
Die Comet 39 gehört zweifellos zu den zurückhaltendsten Modellen der Marke. Während viele Zelos-Referenzen auf markante Gehäuseformen und sportliche Präsenz setzen, orientiert sich die Comet stärker an klassischen Dresswatches. Das Edelstahlgehäuse misst 39 Millimeter im Durchmesser und inklusive Saphirglas lediglich 9,4 Millimeter in der Höhe. Die Länge von Horn zu Horn beträgt 45 Millimeter, wodurch die Uhr auch an schmaleren Handgelenken ausgewogen wirkt. Mit einer Wasserdichtigkeit von 50 Metern bleibt die Comet zudem alltagstauglich.
Zelos – Comet 39 MOP
ZelosHandaufzug statt Automatik
Im Inneren arbeitet das ETA/Peseux 7001, ein bekanntes ultraflaches Handaufzugswerk aus der Schweiz. Das Kaliber gilt seit Jahrzehnten als zuverlässige Grundlage für zahlreiche elegante Uhren und überzeugt vor allem durch seine geringe Bauhöhe. Für die Comet wurde besagte Feinmechanik mit neu gestalteten Brücken versehen und optisch überarbeitet. Durch den Saphirglasboden lässt sich das technische Zusammenspiel betrachten.
Integriertes Stahlband
Ausgestattet ist die Uhr mit einem Edelstahlband, das sowohl polierte als auch satinierte Oberflächen kombiniert. Die Verjüngung von 20 auf 16 Millimeter trägt wesentlich zum eleganten Gesamteindruck bei. Besonders praktisch zeigt sich die Schließe mit Schnellverstellung, die eine unkomplizierte Anpassung der Bandlänge ermöglicht.
Zelos – Comet 39 MOP
ZelosLeuchtkraft trotz Eleganz
Ungewöhnlich für ein derart elegantes Modell ist die Verwendung von Superluminova. Die Leuchtmasse findet sich auf Zeigern sowie Indizes und sorgt auch bei schlechten Lichtverhältnissen für gute Ablesbarkeit. Mit einem Preis von umgerechnet rund 1.750 Euro positioniert sich die Uhr deutlich unter zahlreichen Modellen der Konkurrenz.
Fazit
Die Zelos Comet 39 MOP gehört zu den bislang elegantesten und reifsten Kreationen der Marke. Statt auf technische Extreme oder spektakuläre Materialien allein zu setzen, gelingt Zelos hier die Verbindung aus traditioneller Uhrmacherei und moderner Microbrand-Philosophie. Das gravierte Perlmuttzifferblatt sorgt für eine außergewöhnliche optische Tiefe, während das flache Handaufzugswerk und die harmonischen Proportionen den klassischen Charakter der Uhr unterstreichen. Auch preislich ist sie äußerst attraktiv positioniert.
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