Nichts ist selbstverständlich: Die neue WatchTime November/Dezember 2026
Machen Sie kurz ein Experiment: Nehmen Sie Ihre Uhr ab und suchen Sie das Teil, das Sie am häufigsten berühren und am seltensten bemerken. Bei den meisten ist es die Krone. Danach vielleicht das Zifferblatt mit seiner aufgetragenen Leuchtmasse oder die Bauhöhe, die erst auffällt, wenn die Uhr an der Manschette hängen bleibt. Genau bei diesen Details setzen die spannendsten Uhren der neuen Ausgabe an.
Zwei Cover, ein Heft
Wir konnten uns nicht entscheiden und haben deshalb zwei Titelbilder geshootet. Ob auf Ihrem Exemplar die Minerva oder die Fortis zu sehen ist: Der Inhalt ist derselbe.
Minerva Unveiled Crownless: Aufzug über die Lünette
139 Bauteile, 80 Stunden Gangreserve, 2,5 Hertz und keine Krone. Die Unveiled Crownless ist die erste Minerva-Armbanduhr, die vollständig auf dieses Bedienelement verzichtet. Aufzug und Zeiteinstellung laufen ausschließlich über die geriffelte Lünette. Gefertigt wird sie dort, wo Minerva seit der Gründung 1858 arbeitet: im selben Gebäude in Villeret im Berner Jura. Bemerkenswert ist, dass ausgerechnet dieses Modell 2026 den Auftritt Minervas als eigenständige Marke begründet. Die Manufaktur gehört seit 2006 zu Richemont und hat sich unter dem Dach von Montblanc vor allem mit Chronographenkalibern einen Namen gemacht. Ihr erstes eigenständiges Modell zeigt dagegen nur Stunden, Minuten und die kleine Sekunde. Wie das Bedienkonzept funktioniert, zeigt unsere Coverstory.
WatchTime November/Dezember Ausgabe mit Minerva Titel
WatchTimeFortis Novonaut N-42 Halo: Das Zifferblatt als Lichtquelle
Fortis stellt drei neue Versionen seines Chronographen Novonaut vor: in Schwarz (Ref. F2040021), Blau (F2040022) und Grün (F2040023). Die N-42 Halo Editions sind die ersten Fortis-Uhren, deren Basiszifferblatt vollständig aus Lumicast X1 besteht. Die Leuchtmasse wird also nicht aufgetragen, das Zifferblatt selbst leuchtet. Fortis nennt die Novonaut Halo die hellste Uhr der Firmengeschichte. Technisch ebenso interessant ist das neue Kaliber Werk 17 TR, das wir im Heft genauer vorstellen.
Im Test: Frederique Constant Classic Worldtimer Manufacture
Frederique Constant hat seine Weltzeituhr 2026 an wichtigen Stellen überarbeitet. Das verbesserte Manufakturwerk bietet mehr Gangreserve, das kleinere Gehäuse passt an mehr Handgelenke, und der Preis bleibt unter 5.000 Euro. Wie sich die Uhr im Alltag schlägt, lesen Sie in unserem ausführlichen Test.
WatchTime November/Dezember Ausgabe mit Fortis Titeluhr
WatchTimeExklusiv bei WatchTime: Jean Marcel Stealth
Wer jedes Jahr Dutzende Uhren testet, notiert irgendwann ähnliche Kritikpunkte: Gehäuse, die an der Hemdmanschette hängen bleiben, Funktionen, die auf Kosten der Bauhöhe gehen. Aus dieser Liste ist die Stealth Ref. 540.60.63 entstanden, die WatchTime gemeinsam mit Jean Marcel auflegt. Statt zu fragen, was eine Uhr zusätzlich können soll, lautete die Frage, was sie weglassen darf, ohne an Substanz zu verlieren. Das Ergebnis ist ein Schweizer Automatikwerk in einem polierten flachen Gehäuse aus Edelstahl 316L mit 41 Millimetern Durchmesser und nur 7,40 Millimetern Bauhöhe, kombiniert mit einem blauen Zifferblatt. Neu in dieser Edition sind die hellblaue statt rote Zeigerspitze sowie die Integration des Datums bei sechs Uhr anstatt eines Ringdatums. Geliefert wird die Stealth mit einem Milanaiseband aus Edelstahl und einem blauen Kalbslederband, beide mit Faltschließe. Die Sonderedition ist auf 100 Exemplare limitiert und exklusiv über WatchTime erhältlich.
Jean Marcel x WatchTime
WatchTime, Andreas AchmannRecap Geneva Watch Days: zurückblicken, um nach vorn zu kommen
Die diesjährigen Geneva Watch Days standen unter einem klaren Vorzeichen. Singer Reimagined und Daniel Roth ließen Techniken und Werke aus der Geschichte der Uhrmacherei wieder aufleben, bei Gerald Charles machen die Hammerschläge eines Kunsthandwerkers jedes Masterlink-Zifferblatt zum Unikat. Bremont verkleinert seine Jumping Hour auf 35 Millimeter, Czapek bringt die Quai des Bergues in neue Proportionen, und Laurent Ferrier kleidet die Classic Moon erstmals in Gelbgold. Urwerk und Ferdinand Berthoud übertragen ihre charakteristische Mechanik in neue Materialien. Auch in zugänglicheren Preisklassen zeigte sich Ehrgeiz: Doxa bringt Titan zurück zur SUB 300, und Frederique Constant gibt seinem Bestseller Moneta ein Werk mit Handaufzug. Unseren vollständigen Rückblick finden Sie im Heft.
Pünktlich zur WatchTime Düsseldorf
Die neue Ausgabe erscheint direkt zur WatchTime Düsseldorf, für uns der Höhepunkt des Jahres. Sie zeigt, wohin es führen kann, wenn Uhrmacher das scheinbar Selbstverständliche hinterfragen. Als reiner Zeitmesser ist die mechanische Uhr längst überflüssig. Umso mehr muss jedes ihrer Bauteile begründen können, warum es da ist.
Die WatchTime November/Dezember 2026 ist ab sofort im Handel und online erhältlich.
- Zwei Cover, ein Heft
- Minerva Unveiled Crownless: Aufzug über die Lünette
- Fortis Novonaut N-42 Halo: Das Zifferblatt als Lichtquelle
- Im Test: Frederique Constant Classic Worldtimer Manufacture
- Exklusiv bei WatchTime: Jean Marcel Stealth
- Recap Geneva Watch Days: zurückblicken, um nach vorn zu kommen
- Pünktlich zur WatchTime Düsseldorf