Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Lieblingsuhr: Chronoswiss-Gründer Gerd-Rüdiger Lang

Regulateur Gerd Ruediger Lang
© Regulateur
Mein Régulateur hat viele Fragen aufgeworfen. Immer wieder musste ich erklären, was es mit dem sonderbaren Zifferblatt auf sich hat, und wie ich dazu gekommen bin, ausgerechnet mit einem solchen die Bühne der Zeitmessung zu betreten.
1982 hatte ich die Firma Chronoswiss gegründet, und als ich merkte, dass die Leute wieder mechanische Uhren wollten, habe ich angefangen Uhren zu verkaufen. Es wurden immer mehr und mehr, und ich dachte: Wenn ich Uhren verkaufen kann, warum dann nicht auch meine eigenen? Ich wollte irgendetwas anders machen, und in meinem steten Streben nach Perfektion dennoch genau das, was unsere Ahnen und U(h)rahnen machten.Und so kam ich auf das Regulator-Zifferblatt, das es in einer Armbanduhr bis dato noch nicht gab. Das barg natürlich ein Risiko.Als ich 1987 dazu eine Finanzierung von der Bank wollte, erntete ich nur müdes Lächeln. Schließlich hat mir die Familie geholfen. Ich habe Unitas-Werke gekauft und diese umbauen lassen, Gehäuse bestellt, Glasböden eingesetzt und nummeriert. 1988 stellte ich den Régulateur in Basel vor. Als der größte italienische Uhren-Händler nicht fragte, was denn diese Uhr koste, sondern wie viele er davon bekommen könnte, habe ich gewusst, dass ich den richtigen Weg gegangen bin. Der Régulateur wurde zum Mittelpunkt von Chronoswiss.
Gerd-Rüdiger Lang, hier bei der Goldenen Unruh 2020, hat vor 40 Jahren Chronoswiss gegründet. © Chronoswiss
Fortan habe ich alle Geschichten um diese Uhr gebaut. Die limitierte und heute in Sammlerkreisen hoch dotierte Handaufzuguhr mit dem Unitas-Werk war schnell ausverkauft. Ihr folgte 1991 das Automatik-Modell mit dem Chronoswiss-Kaliber C.122 – meine Lieblingsuhr, weil sie mit einem besonderen Manufakturwerk und einer besonderen Geschichte ausgestattet ist.Die Firma Enicar hatte infolge der sogenannten Quarzkrise 1974 aufgehört zu produzieren. Ich konnte später 60.000 Rohwerke erwerben, die nicht mehr in die Produktion kamen, und hatte damit nicht nur ein exklusives eigenes Werk, das in keiner anderen Uhr zu finden ist, sondern als Chronoswiss auch die Unabhängigkeit erlangt. Natürlich folgte die Uhr im Design ihrer Vorgängerin – neben Zifferblatt und Zeigern vor allem mit dem Gehäuse, inklusive der gerändelten Lünette.
Chronoswiss-Kaliber C.122 auf Basis eines alten Enicar-Manufakturwerkes © Chronoswiss
Diese ist verschraubt, damit man an die Zeiger kommt, ohne über das Werk gehen zu müssen. Die Armbänder sind über massive Stahlachsen und Schrauben, die sich nicht lösen können, am Gehäuse befestigt, was eine patentierte Verbindung darstellt. Ich hatte genau gesagt, wie das Gehäuse sein sollte, und nicht eins genommen, das man mir verkaufen wollte. Dieses Gehäuse stand immer für Chronoswiss. Wie der Régulateur, eine Uhr, wie ich sie für mich haben wollte. Sie ist Teil meines Lebens.
Uhren-Magazin Szene Chronoswiss Regulateur Archiv

Neueste Beiträge

King Seiko Vanac Automatic Tokyo Nights – die 70s-Ikone jetzt in Titan
Die King Seiko Vanac Tokyo Nights interpretiert den Stil der 1970er neu – mit Titan-Gehäuse, integriertem Band und modernisiertem Automatikwerk mit Sichtboden.
3 Minuten
Nivada Grenchen Antarctic Erotic 38 mm: "Cooler" Klassiker mit Geheimnis
Mit der Antarctic Erotic 38 mm erweitert Nivada Grenchen seine traditionsreiche Antarctic-Linie um eine ebenso ungewöhnliche wie spielerische Variante. Äußerlich bleibt das Modell der sachlichen Designsprache der 1950er-Jahre treu, doch dahinter verbirgt sich ein Detail, das nur dem Träger vorbehalten bleibt.
3 Minuten
Raymond Weil feiert 50-jähriges Jubiläum mit edlem Handaufzugschronograph The Fifty
Zum 50-jährigen Bestehen lanciert das Genfer Familienunternehmen einen Chronographen im Zeichen klassischer Schweizer Uhrmacherkunst. The Fifty kombiniert ein restauriertes historisches Valjoux-Handaufzugswerk aus dem Jahr 1976 mit einem komplexen Zifferblatt.
3 Minuten
WatchTime Magazin mit Kaffee

Neue WatchTime-Ausgabe ist da

- Aufbruch, Innovation und globale Uhrenkultur

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige