Casio G-Shock: Alles über die robuste Quarzuhr

Ihr unverwechselbares Design und die hohe Funktionalität machen die Quarzuhr sehr beliebt

Melissa Gößling
von Melissa Gößling
am 9. Juni 2018

Breitling Navitimer, Rolex Submariner, Omega Speedmaster oder Audemars Piguet Royal Oak gelten unter den mechanischen Uhren als Ikonen. Ihr unverwechselbares Design macht diese Armbanduhren schon von weitem erkennbar. Aber auch unter den Quarzuhren gibt es Ikonen. Dazu gehört die G-Shock von Casio.

Sie war die Erste: Die Casio G-Shock DW-5000C-1A von 1983
Sie war die Erste: Die Casio G-Shock DW-5000C-1A von 1983

Inhalt:

    1. G-Shock – die unzerstörbare Alltagsuhr für jedermann
    2. Multifunktionsuhr: Die Funktionen der Casio G-Shock
    3. Neueste Technologie macht die G-Shock zeitgemäß
    4. Die Solartechnologie der G-Shoc
    5. Die Casio G-Shock als Connected Watch
    6. Mit einer G-Shock auch in Extremsituationen gut ausgerüstet
    7. Zum Geburtstag der G-Shock kommt ein Sondermodell in Edelstahl

Im gleichen Jahr, in dem Motorola das erste Mobiltelefon vorstellte, brachte Casio die erste G-Shock auf den Markt. Doch während sich das Handy seither sehr verändert hat, ist die G-Shock von 1983 zumindest optisch weiterhin nahezu unverändert erhältlich. Die G-Shock stellt heute eine große Kollektion von Casio dar. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben, mit rundem oder mit eckigem Gehäuse. Dabei ist es vor allem die DW-5000er-Linie, die die G-Shock zur Uhrenikone gemacht hat. Das Gehäuse ist ein Rechteck mit abgeschnittenen Ecken. Das Armband setzt sich aus länglichen Gliedern zusammen und schließt bündig an das Gehäuse an. Drücker links und rechts an den Flanken sowie diverse Beschriftungen auf dem Gehäuse der G-Shock und rund um das digitale Zifferblatt unterstreichen das technische Design.

G-Shock – die unzerstörbare Alltagsuhr für jedermann

1983 kam die G-Shock als besonders robuste und widerstandsfähige Uhr auf den Markt, weshalb sie optisch auch zunächst mehr einem Instrument als einer Uhr glich. Heute steht genau dieses Design für die Achtziger. Visuell bedient sie damit den andauernden Retro-Trend. Technisch immer auf dem neuesten Stand, ist sie aber auch eine sehr moderne Armbanduhr, die über alle Altersgruppen hinweg ihre Fans findet.
Die Idee zur G-Shock entstand bereits 1981. Der damalige Casio-Uhrendesigner Kikuo Ibe wollte eine unzerstörbare Uhr nach dem „Triple 10″-Konzept bauen. Dieses besagte, dass die Uhr mit nur einer Batterie eine Lebensdauer von zehn Jahren bieten sollte, bis zu zehn Bar Wasserdruck standhalten und einen Fall aus zehn Metern Höhe unbeschadet überstehen musste. Das Projekt trug die Bezeichnung „G” für „Gravity” – also Schwerkraft. Mehrere Tests zeigten, dass es nicht ausreichte, das Gehäuse stoß- und kratzfest zu konstruieren, auch das Uhrwerk musste so gelagert werden, dass Stöße abgefangen werden. Das Ergebnis war die G-Shock DW-5000C-1A. Sie war bis 20 Bar druckfest, antimagnetisch und stoßresistent. Dafür sorgte ein mehrschichtiges Gehäuse. Die Funktionsmodule lagerten stoßdämpfend in Silikon. Die äußerste Schicht der G-Shock bestand zumeist aus dem widerstandsfähigen Kunststoff Resin. Auch heute sind alle Casio G-Shock bis 200 Meter wasserdicht.

Die Hohlstruktur des Gehäuses einer Casio G-Shock
Die Hohlstruktur des Gehäuses einer Casio G-Shock

Multifunktionsuhr: Die Funktionen der Casio G-Shock

Die G-Shock sah aber nicht nur funktional aus, sie hatte auch viel zu bieten. Neben der digitalen Anzeige der Zeit im Zwölf- oder 24-Stunden-Format konnte die G-Shock auch die Zeit bis zu 24 Stunden stoppen. Es gab einen Countdown und die Möglichkeit, bis zu fünf Alarme einzuspeichern. Datum, Wochentag und Monat fanden in der oberen Hälfte des Displays Platz. Per Knopfdruck schaltete sich ein Licht ein, so dass die Anzeigen auch bei Dunkelheit abgelesen werden konnten. Alle Funktionen wurden über die Drücker an den Gehäuseflanken modifiziert. Diese Ausstattung ist der Quarzuhren-Ikone bis heute erhalten geblieben. Dennoch hat Casio über die Jahrzehnte hinweg immer weiter daran getüftelt. Im Laufe der Jahre kamen weitere G-Shock-Linien auf den Markt, die sensorbasierte Funktionen wie ein Thermometer, einen Höhenmesser oder Drucksensor für Wetterveränderungen enthielten. Sie bekamen teilweise eine neue Optik, wie zum Beispiel ein uhrentypisches rundes Gehäuse. Dennoch blieb die Casio G-Shock immer unverkennbar.

Neueste Technologie macht die G-Shock zeitgemäß

Auch beim Uhrenantrieb hat Casio die Technologie weiterentwickelt. So brachte der japanische Hersteller 1998 mit der DW-9300 seine erste G-Shock mit Solarbetrieb auf den Markt. Vier Jahre später folgte mit der GW-300 die erste solargesteuerte und funkgenaue G-Shock.

Präzise und energiesparend: Die GW-300 von 2002 ist die erste G-Shock mit Funksignal und Solarbetrieb.
Präzise und energiesparend: Die GW-300 von 2002 ist die erste G-Shock mit Funksignal und Solarbetrieb.

Die Solartechnologie der G-Shock

Aktuelle G-Shock-Modelle laufen mit Casios Solartechnologie, genannt Tough Solar. Das heißt, eine Solarzelle hinter dem Zifferblatt speichert das Sonnenlicht und lädt einen Akku in der Uhr auf, so dass sie im Dunkeln weiterarbeiten kann. Diese sogenannte Dunkelgangreserve reicht je nach Modell bis zu 22 Monate. Ein Batteriewechsel ist damit nicht mehr nötig. Einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der G-Shock stellte die GB-6900 von 2012 dar.

Die Casio G-Shock als Connected Watch

Erstmals konnte eine G-Shock via Bluetooth eine Verbindung zum Smartphone herstellen. So konnte der Träger über die Uhr die Musikwiedergabe des Telefons steuern, diverse Zeiteinstellungen, wie einen Alarm, vornehmen und Benachrichtigungen über eingehende Anrufe, E-Mails oder Neuigkeiten in den Social-Media-Kanälen empfangen. Außerdem erinnerte die Armbanduhr an eingetragene Kalenderereignisse. Diese G-Shock war also eine frühe Version der heutigen Connected Watches. Casio setzt die Bluetooth-Technologie aktuell vor allem in der Edifice ein – einer Modelllinie, die aufgrund ihrer Vollmetallgehäuse elegant aussieht.

Moderne Technologie: Seit 2012 wird die G-Shock von Casio auch mit der Bluetooth-Technologie ausgestattet. Hier die GB-6900.
Moderne Technologie: Seit 2012 wird die G-Shock von Casio auch mit der Bluetooth-Technologie ausgestattet. Hier die GB-6900.

Die G-Shock war und bleibt vor allem eine robuste Sportuhr. Sie gliedert sich aktuell in vier Uhrenlinien. Die Kollektion MR-G zeichnet sich durch eine hochwertigere Ausstattung dank Saphirglas und Titangehäuse aus. Sie kam erstmals 1996 auf den Markt und war die erste G-Shock mit einem Gehäuse aus Edelstahl. Alle modernen MR-G-Modelle arbeiten mit einem Hybridsystem, das über GPS und Funk Signale zur präzisen Zeiteinstellung erhält.

Mit einer G-Shock auch in Extremsituationen gut ausgerüstet

Mit den Master-of-G-Modellen – dazu gehören die Gravity-, Mud- und Gulfmaster, die Frog-, Range- und Mudman – bietet Casio G-Shocks, die für extreme Einsätze ausgerüstet sind. Zu den Features gehören hier unter anderem Höhenmesser, Thermometer und Digitalkompass. Und die G-Steel besitzen, wie der Name es verrät, ganz oder zumindest teilweise Gehäuse aus Stahl. Sie wirken dadurch eleganter als die Master of G.

Die neueste Rangeman: Die Casio G-Shock GPR-B1000 (799 Euro) ist die erste solargestützte Navigationsuhr weltweit.
Die neueste Rangeman: Die Casio G-Shock GPR-B1000 (799 Euro) ist die erste solargestützte Navigationsuhr weltweit.

Alle diese Uhren tragen die DNA einer G-Shock in sich. Sie sind besonders stoßfest, bleiben bis 20 Bar druckfest und besitzen eine langlebige Batterie. Auch sind sie alle sehr groß. Durchmesser von 50 Millimetern sind hier keine Seltenheit. Kleiner wird es in der Uhrenlinie G-Shock Original. Unter dieser führt Casio die ganz klassische G-Shock im eckigen Gehäuse und bunte, sehr modische Modelle. Dazu bietet Casio immer wieder limitierte Modelle, die zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Künstlern oder Sportlern entstehen.

Zum Geburtstag der G-Shock kommt ein Sondermodell in Edelstahl

Zum 35. Geburtstag der G-Shock stellte Casio auf der Baselworld 2018 die G-Shock GMW-B5000 für 499 Euro vor, die dem Ur-Modell sehr ähnlich sieht. Erstmals in der 5000er-Reihe kommen Gehäuse, Lünette und Armband in Edelstahl. Die Gehäusekonstruktion wurde zudem überarbeitet, so dass nun ein Resineinsatz zwischen Gehäuse und Lünette für noch mehr Stoßfestigkeit sorgt. In diese Sonderedition integriert Casio auch die Bluetooth-Technologie. Die Energieversorgung erfolgt über Casios Solartechnik. Die GMW-B5000 misst 49,3 auf 43,2 Millimeter und ist wie alle G-Shock-Uhren bis 200 Meter wasserdicht. Für Deutschland und Österreich werden vermutlich nur etwa 200 Modelle zur Verfügung stehen.

Casio: G-Shock GMW-B5000D-1
Casio: G-Shock GMW-B5000D-1

Es gibt aber auch eine G-Shock, die dem ersten Modell von 1983 zum Verwechseln ähnlich sieht. Die GW-M5610-1ER für 129 Euro unterscheidet sich optisch nur in kleinen Details von der Ur-Version. Sie kommt auf eine Größe von 46,7 Millimeter mal 43,2 Millimeter und besteht wie das 1980er-Modell aus schwarzem Resin-Kunststoff. Das Display wird von einem Mineralglas geschützt. Die Energie kommt auch hier von der Tough-Solar-Technologie und die Zeit wird mittels Funksignal präzise eingestellt. Wer darauf verzichten will, das Display per Knopfdruck zu beleuchten, der aktiviert die Full-Auto-Illuminator-Funktion. Dann leuchtet der Hintergrund der G-Shock bei einer leichten Drehung des Handgelenks – allerdings nur, wenn es dunkel ist. Das soll Energie sparen.

Ebenso wie das Mobiltelefon hat sich die G-Shock in den 35 Jahren stets weiterentwickelt. Neue Funktionen, Farben und Formen sind hinzugekommen und auch der Antrieb wurde von Casio unermüdlich verbessert. So bleibt die G-Shock aktuell, selbst wenn sich das klassische Design kaum verändert hat. Das macht sie zur Uhrenikone. Wie erfolgreich Casio mit dieser Uhr ist, zeigt sich auch anhand einer beeindruckenden Zahl: 2017 lieferte Casio die 100 Millionste G-Shock aus. mg

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