5 Smartwatches der Luxusuhrenhersteller

Smarte Uhren von Hublot, Montblanc, TAG Heuer & Co

 Redaktion
von Redaktion
am 8. Juni 2018

Die Smartwatch oder Connected Watch hat sich in den letzten zwei Jahren einen festen Platz im Uhrenmarkt erobert. Während viele Luxusuhrenanbieter 2015, als Apple seine erste Smartwatch vorstellte, diesen Sektor noch ignorierten, gibt es mittlerweile einige namhafte Hersteller von mechanischen Armbanduhren, die selbst ein elektronisches Modell mit smarten Funktionen anbieten. Während die Apple Watch weniger eine eigentliche Uhr ist als vielmehr eine am Handgelenk getragene Erweiterung des iPhone ist, verknüpfen die Uhrenmarken originäre Uhren mit smarter Technologie, um darüber eine Verbindung zum Smartphone herzustellen. Der Kunde erhält dabei beides: eine Uhr und ein technisches Gerät.

Smartwatch #1: TAG Heuer Connected Modular

Passend für jedes Handgelenk: die TAG Heuer Connected Modular 45 (links) und die TAG Heuer Connected Modular 41 (ab 1.100 Euro)
Passend für jedes Handgelenk: die TAG Heuer Connected Modular 45 (links) und die TAG Heuer Connected Modular 41 (ab 1.100 Euro)

TAG Heuer war der erste Schweizer Luxusuhrenhersteller, der eine Smartwatch im eigentlichen Sinne anbot. 2015 kam die Connected auf den Markt, 2017 folgte die Connected Modular 45 und seit Januar 2018 bietet TAG Heuer die verkleinerte Version Connected Modular 41 an. Technisch gesehen bietet TAG Heuer Ähnliches wie Apple und Co, da die Marke mit dem Betriebssystem Wear OS arbeitet. Als Chronographen-Spezialist bietet TAG Heuers Smartwatch eine Vielzahl an Zeitmess-Optionen wie Stoppuhr, Timer oder Alarm.
Aktuell gibt es die TAG Heuer Connected Modular in den Größen 41 Millimeter und 45 Millimeter. Die Preise beginnen bei 1.100 Euro. Der Preis definiert sich an der Materialauswahl, denn die Connected Modular-Modelle bieten ein flexibles Wechselsystem. Zu dem Gehäusekorpus aus Titan kann der Kunde Bänder, Schließen und Bandanstöße nach Belieben auswechseln. Dabei bietet TAG Heuer eine große Auswahl an Materialien an. Auch für die Lünette und den Gehäusemittelteil stehen diverse Optiken zur Verfügung. Der eigentlich Clou der Modular ist aber, dass der Kunde den Gehäusekorpus mit dem Connected-Modul auch gegen einen Korpus mit mechanischem Modul wechseln kann. So will TAG Heuer eine Brücke zwischen Technologie und traditioneller Uhrmacherei schlagen. Das mechanische Modul kostet als Dreizeigerversion noch einmal 1.600 Euro oben drauf. Ein Hands-on zur TAG Heuer Connected Modular 45 finden Sie hier.

Smartwatch #2: Frédérique Constant Hybrid Manufacture

Frédérique Constant: Hybrid Manufacture in Edelstahl mit blauem Zifferblatt
Frédérique Constant: Hybrid Manufacture in Edelstahl mit blauem Zifferblatt

Mit der Hybrid Manufacture bietet Frédérique Constant einen Zwitter – halb Automatikuhr, halb Smartwatch. Dazu kombiniert die Schweizer Marke ihr automatisches Manufakturkaliber FC-750 mit einem elektronischen Modul. Dieses bietet die bekannten smarten Funktionen, wie man sie bereits von der Horological Smartwatch her kennt. Dazu gehören die Dokumentation der eigenen Aktivität und die Schlaferfassung. Allerdings informiert die Hybrid Manufacture nicht mehr über eingehende Anrufe oder Textnachrichten, in dem sie vibriert und ihre Zeiger bewegt. Dafür erfasst das Modul einmal am Tag automatisch die Gangwerte, die Schwingungsweite und den Abfallfehler des Automatikwerkes. Diese Daten werden an die App übermittelt, die dann dem Besitzer signalisiert, ob alles in Ordnung ist oder ob die Uhr zum Service gebracht werden muss.

Die Frédérique Constant Hybrid Manufacture ganz in Stahl mit blauen Akzenten.
Elegant in einem roségoldplattierten Edelstahlgehäuse: die Frédérique Constant Hybrid Manufacture
Das schwarze Modell ist auf 888 Exemplare limitiert.

Frédérique Constant bietet drei reguläre Versionen der Manufacture Classic Hybrid an. In Edelstahl mit blauem oder silberfarbenen Zifferblatt zu je 3.250 Euro und ein roségoldplattiertes Modell mit silberfarbenem Zifferblatt für 3.550 Euro. Darüber hinaus gibt es auch noch ein 888 Exemplare limitiertes Sondermodell. Bei diesem kombiniert Frédérique Constant zum Edelstahlgehäuse ein dunkelgraues Zifferblatt mit Strichindexen und Lanzenzeigern. Es kostet 3.350 Euro.

Smartwatch #3: Montblanc Summit

Montblanc Summit: die erste Smartwatch von Montblanc
Montblanc Summit: die erste Smartwatch von Montblanc

Auch Montblanc mischt auf dem Smartwatch-Markt mit. Kurz vor der Baselworld 2017 stellte das Schweizer Unternehmen seine Summit vor. Sie arbeitet wie die TAG Heuer mit dem Wear OS-Betriebssystem von Google. Die Montblanc Summit punktet mit einer eigenen Worldtimer-App mit Tag-Nacht-Anzeige sowie dem bereits installierten Foursquare City Guide. Montblanc wendet sich mit seiner Summit dadurch vor allem an Geschäftsmänner, die auch viel auf Reisen sind. Demnach sieht die Uhr auch weniger sportlich und mehr klassisch-elegant mit einem gewissen Retro-Touch aus. Das Gehäusedesign folgt der mechanischen Uhrenkollektion 1858. Der Drücker hat die Form einer klassischen Aufzugskrone und auch die vorinstallierten „Watchfaces“ (digitalen Zifferblätter) mit den skelettierten Birnenzeigern und dem aus der Firmenhistorie inspirierten Logo sind von der 1858-Kollektion inspiriert. Die Summit gibt es mit einem polierten Edelstahlgehäuse mit oder ohne schwarz beschichteter Lünette sowie ganz in Schwarz zu je 930 Euro. Mit Alligatorlederband kommen 50 Euro hinzu.

Smartwatch #4: Louis Vuitton Tambour Horizon

Louis Vuitton: Tambour Horizon Black
Louis Vuitton: Tambour Horizon Black

Einige Zeit lang war TAG Heuer die teuerste Adresse für Smartwatches, das Basismodell der Connected Modular 45 kostet 1.600 Euro. Nun zieht  nach. Die Tambour Horizon von Louis Vuitton kostet in der günstigsten Variante 2.300 Euro. Zunächst entscheidet sich der Kunde für eine Gehäusevariante: Das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse kommt als Graphite-Variante mit einem gebürstetem Finish oder als Monogram-Version blank poliert. Beide Container kosten je 2.050 Euro. Die Tambour Horizon Black trägt, wie der Name schon verrät, eine schwarze PVD-Beschichtung und kostet 2.550 Euro. Das Armband muss separat gekauft werden; noch einmal 250 Euro kommen dafür hinzu. Technisch arbeitet Louis Vuitton mit den gleichen Partnern zusammen wie zum Beispiel Fossil. So kommt der Prozessor von Qualcomm Technologies und das Betriebssystem von Google. Die neueste Version des Wear OS ermöglicht smarte Funktionen wie Fitness Tracking, Erinnerung an Kalendertermine und die Benachrichtigung bei eingehenden Text- und Sprachnachrichten. Dank eines eingebauten Mikrofons können Telefonate auch mithilfe der Smartwatch angenommen werden. Die Verbindung von der smarten Uhr zum Smartphone oder zum iPhone wird via Bluetooth oder Wi-Fi hergestellt. Die Zifferblattdesigns, die zur Auswahl stehen, und auch die Gehäuseform der Smartwatch folgen der Tambour-Kollektion. Funktional wendet sich Louis Vuitton wie die Montblanc Summit an Vielreisende. So bietet die Tambour Horizon das sogenannte “My-Flight”-Feature, das Reisenden gebündelte Informationen zu Flugzeiten und Terminaländerungen liefert. Eine andere App erlaubt es dem Träger, Sehenswürdigkeiten, wichtige Adressen und interessante Informationen diverser Städte direkt auf die Uhr herunterzuladen und abzurufen. Ein 24-Stunden-Ring auf dem Saphir-Deckglas erinnert optisch an die Lust zu reisen.

Smartwatch #5: Hublot Big Bang Referee 2018 Fifa World Cup Russia

Big Bang Referee 2018 FIFA World Cup Russia
Big Bang Referee 2018 FIFA World Cup Russia

Die Fifa wünschte sich für die Fußballweltmeisterschaft, die am 14. Juni 2018 beginnt, eine Uhr speziell für die Schiedsrichter. Und Hublot hat geliefert: Die Big Bang Referee 2018 FIFA World Cup Russia unterstützt die Schiedsrichter, da sie mit der Torlinientechnologie vernetzt ist. Das elektronische System zur Videoassistenz verfolgt alle Schussbahnen des Balls und stellt auf sichere Weise fest, ob der Ball die Torlinie ganz überschritten hat oder nicht. Aber auch Fußballfans können die Uhr ans Handgelenk legen. Dann kündigt sie jedes Spiel 15 Minuten vor Anpfiff an und informiert über gelbe und rote Karten sowie Spielerwechsel und Tore. Bei einem Tor vibriert sie zusätzlich. Die Zifferblätter kann man in den Farben der teilnehmenden Nationen wählen. Dank ihres auswechselbaren „One Click“-Armbands lässt sich die Uhr mit einem der beiden mitgelieferten Armbänder ausrüsten: einem Manschettenarmband aus Frottee mit dem Logo der Fußballweltmeisterschaft 2018 und dem Hublot-Logo sowie einem schwarzen Kautschukband.Hublot: Big Bang Referee 2018 FIFA World Cup Russia TMZusätzlich sind Armbänder in verschiedenen Landesfarben erhältlich. Die Smartwatch zeigt daneben Nachrichten und Benachrichtigungen des gekoppelten Smartphones an und kann dank GPS den Standort bestimmen. Sie basiert auf dem Wear OS-Betriebssystem und lässt sich daher um zahlreiche Apps erweitern. Ansonsten zeigt die Big Bang Referee alle Merkmale des berühmten Hublot-Modells Big Bang: Das komplexe Gehäuse besteht aus Titan und trägt die typischen sechs Schrauben in H-Form auf der Lünette. Das wählbare analoge Zifferblatt entspricht einer Big Bang. Mit 49 Millimetern fällt sie etwas größer aus als die normalen Modelle. Sie kostet 5.100 Euro und ist so die mit Abstand günstigste Big Bang.

Hier erfahren Sie, was Smartwatches auszeichnet und was Modelle anderer Hersteller können.

Text von: Melissa Gößling, Jens Koch

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