5 Smartwatches der Luxusuhrenhersteller

Smarte Uhren von Breitling, Montblanc, TAG Heuer & Co

 Redaktion
von Redaktion
am 12. Oktober 2017

Die Uhr mit Verbindung nach außen: Das Thema Smartwatch oder Connected Watch beschäftigt die Schweizer Uhrenindustrie, seit Apple im März 2015 seine erste Watch vorstellte. Während viele Hersteller nach wie vor noch auf Distanz zu dem Thema gehen, haben sich einige Luxusuhrenanbieter damit auseinandergesetzt. Während die Apple Watch weniger eine eigentliche Uhr ist als vielmehr eine am Handgelenk getragene Erweiterung des iPhone, verknüpfen die Uhrenmarken originäre Uhren mit smarter Technologie, um darüber eine Verbindung zum Smartphone herzustellen. Der Kunde erhält dabei beides: eine Uhr und ein technisches Gerät.

Smartwatch #1: TAG Heuer Connected Modular 45

Eine der ersten Smartwatches eines Schweizer Luxusuhrenherstellers: Die TAG Heuer Connected
Eine der ersten Smartwatches eines Schweizer Luxusuhrenherstellers: Die TAG Heuer Connected

TAG Heuer war der erste Schweizer Luxusuhrenhersteller, der eine Smartwatch im eigentlichen Sinne anbot. 2015 kam die Connected auf den Markt, 2017 folgte die Connected Modular 45. Technisch gesehen bietet TAG Heuer Ähnliches wie Apple und Co, da die Marke mit dem Betriebssystem Android Wear 2.0 arbeitet. Unterschiede gibt es natürlich in der Bedienung und in den vorinstallierten Apps auf den smarten Uhren, die sich an das jeweilige Markenprofil anpassen. So gibt es bei der Connected vom Chronographen-Spezialisten TAG Heuer eine Vielzahl an Zeitmess-Optionen wie Stoppuhr, Timer oder Alarm. Die TAG Heuer Connected und die Connected Modular 45 kosten ab 1.400 Euro. Die Modular 45 trägt ihre Größe schon im Modellnamen, die Connected ist einen Millimeter größer. Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden smarten Uhren liegt im flexiblen Wechselsystem der Modular 45. Zu dem Gehäusekorpus aus Titan kann der Kunde Bänder, Schließen und Bandanstöße nach Belieben auswechseln. Dabei bietet TAG Heuer eine große Auswahl an Materialien an. Auch für die Lünette und den Gehäusemittelteil stehen diverse Optiken zur Verfügung. Der eigentlich Clou der Modular 45 ist aber, dass der Kunde den Gehäusekorpus mit dem Connected-Modul auch gegen einen Korpus mit mechanischem Modul wechseln kann. So will TAG Heuer eine besondere Brücke zwischen Technologie und traditioneller Uhrmacherei schlagen. Die Schweizer Marke lässt sich das aber auch etwas kosten: Die Modular 45 kostet zwischen 1.400 Euro und 5.300 Euro – ohne zusätzlichem mechanischen Modul. Dieses kostet als Dreizeigerversion noch einmal 1.600 Euro oben drauf. Die Connected in 46 Millimetern bietet ein Gehäuse aus Titan mit beschichteter Lünette und kombiniert dazu ein farbiges Kautschukband (1.400 Euro) oder ein Titan-Gliederband für 1.600 Euro. Die teuerste Version für 9.300 Euro ist Roségold beschichtet und wird an einem Lederband getragen. Ein Hands-on zur TAG Heuer Connected Modular 45 finden Sie hier.

Smartwatch #2: Frédérique Constant und Alpina Horological Smartwatch

Frédérique Constant: Horological Smartwatch
Ganz Uhr: Die Horological Smartwatch von Frédérique Constant

Die Manufakturen Alpina und Frédérique Constant wurden 2016 von Aletta und Peter Stas an den Citizen-Konzern verkauft. Zuvor lancierte das Unternehmer-Ehepaar aber noch die Horological Smartwatch für Frédérique Constant und Alpina. Im Gegensatz zur TAG Heuer werden diese Smartwatches von einem Quarzwerk angetrieben und dienen außerdem als Interface zum Smartphone. Dabei synchronisieren sich die Uhren selbstständig mit der entsprechenden App fürs iPhone oder für ein Android-Smartphone. Allerdings verzichten Frédérique Constant und Alpina auf ein digitales Display; die Zifferblätter sehen aus wie die einer ganz normalen Uhr. Zwei analoge Zeiger bei der Sechs zeigen gesundheitlich relevante Werte wie die Dauer und Tiefe des Schlafs und die Zahl der getanen Schritte an.2017 lancierten die beiden Schweizer Marken eine zweite Generation von smarten Uhren. Diese bieten zusätzliche Funktionen, was auch zu neuen Zifferblättern führte. Die Aktivitäts- und Schlafskala befindet sich nun auf einem Ring um die Zifferblattmitte; per Knopfdruck ruft der Träger die gewünschte Funktion auf, und während der Minutenzeiger auf das passende Symbol am Zifferblattrand wandert, zeigt der Stundenzeiger den erreichten Wert auf der Skala an. Neu sind die sogenannten “Smart Notifications”: Nach Voreinstellung in der App auf dem Smartphone informiert die Uhr mittels Vibration und Bewegung beider Zeiger auf die Position der Zehn oder der Zwei über eingehende Textnachrichten und Anrufe.

Die neue Alpina Seastrong Horological Smartwatch bietet eine Wasserdichtheit von bis zu 100 Metern.
Die neue Alpina Seastrong Horological Smartwatch bietet eine Wasserdichtheit von bis zu 10 Bar

Dank der energiesparenden Verbindung via Bluetooth kann statt eines Akkus eine Batterie eingesetzt werden. Diese hat eine Laufzeit von zwei Jahren. In einem 42 Millimeter großen Edelstahlgehäuse kostet die Horological Smartwatch von Frédérique Constant 795 Euro. Ein Damenmodell in 34 Millimetern Größe kostet rund 650 Euro. Bei Alpina heißt die neueste Version Seastrong Horological Smartwatch. Diese Smartwatch besitzt ein Gehäuse aus Glasfaser mit einem Durchmesser von 44 Millimetern, das bis zehn Bar wasserdicht bleibt. Typisch für eine Taucheruhr trägt die smarte Seastrong eine einseitig drehbare Lünette mit 60-Minuten-Skalierung. Das schwarze Zifferblatt mit den nachleuchtenden Punkten, Strichen und Zeigern folgt dem Design der Seastrong Diver Automatic. Mit einem Preis von 595 Euro liegt Alpina nur wenig über den Angeboten von Modemarken und deutlich unter denen der anderen traditionellen Uhrenproduzenten. Das Damenmodell kostet 695 Euro.
Als Partner für die smarte Technologie gewann Peter Stas das kalifornische Unternehmen Fullpower, dessen Plattform MotionX die Funktionen steuert. Gemeinsam mit Fullpower haben Peter Stas und seine Frau Aletta das in der Schweiz ansässige Joint Venture MMT gegründet, das Uhrwerkmodule mit MotionX-Technologie auch an andere Hersteller verkauft. Zu den ersten Käufern gehören die Schweizer Marke Mondaine und Michel Herbelin.

 

Smartwatch #3: Montblanc Summit

Montblanc Summit: die erste Smartwatch von Montblanc
Montblanc Summit: die erste Smartwatch von Montblanc

Auch Montblanc mischt auf dem Smartwatch-Markt mit. Kurz vor der Baselworld 2017 stellte das Schweizer Unternehmen seine Summit vor. Sie arbeitet wie die TAG Heuer mit dem Android-Wear-Betriebssystem von Google. Die Montblanc Summit punktet mit einer eigenen Worldtimer-App mit Tag-Nacht-Anzeige sowie dem bereits installierten Foursquare City Guide. Montblanc wendet sich mit seiner Summit dadurch vor allem an Geschäftsmänner, die auch viel auf Reisen sind. Demnach sieht die Uhr auch weniger sportlich und mehr klassisch-elegant mit einem gewissen Retro-Touch aus. Das Gehäusedesign folgt der mechanischen Uhrenkollektion 1858. Der Drücker hat die Form einer klassischen Aufzugskrone und auch die vorinstallierten „Watchfaces“ (digitalen Zifferblätter) mit den skelettierten Birnenzeigern und dem aus der Firmenhistorie inspirierten Logo sind von der 1858-Kollektion inspiriert. Die Summit gibt es mit einem polierten Edelstahlgehäuse (ab 890 Euro), in Titan (ab 980 Euro) oder aus schwarz beschichtetem Edelstahl (ab 890 Euro).

Smartwatch #4: Louis Vuitton Tambour Horizon

Louis Vuitton: Tambour Horizon Black
Louis Vuitton: Tambour Horizon Black

Bislang war TAG Heuer die teuerste Adresse für Smartwatches, das Basismodell der Connected Modular 45 kostet 1.600 Euro. Nun zieht Louis Vuitton nach. Die Tambour Horizon kostet in der günstigsten Variante 2.300 Euro. Zunächst entscheidet sich der Kunde für eine Gehäusevariante: Das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse kommt als Graphite-Variante mit einem gebürstetem Finish oder als Monogram-Version blank poliert. Beide Container kosten je 2.050 Euro. Die Tambour Horizon Black trägt, wie der Name schon verrät, eine schwarze PVD-Beschichtung und kostet 2.550 Euro. Das Armband muss separat gekauft werden; noch einmal 250 Euro kommen dafür hinzu. Technisch arbeitet Louis Vuitton mit den gleichen Partnern zusammen wie zum Beispiel Fossil. So kommt der Prozessor von Qualcomm Technologies und das Betriebssystem von Google. Die neueste Version des Android Wear ermöglicht smarte Funktionen wie Fitness Tracking, Erinnerung an Kalendertermine und die Benachrichtigung bei eingehenden Text- und Sprachnachrichten. Dank eines eingebauten Mikrofons können Telefonate auch mithilfe der Smartwatch angenommen werden. Die Verbindung von der smarten Uhr zum Smartphone oder zum iPhone wird via Bluetooth oder Wi-Fi hergestellt. Die Zifferblattdesigns, die zur Auswahl stehen, und auch die Gehäuseform der Smartwatch folgen der Tambour-Kollektion. Funktional wendet sich Louis Vuitton wie die Montblanc Summit an Vielreisende. So bietet die Tambour Horizon das sogenannte “My-Flight”-Feature, das Reisenden gebündelte Informationen zu Flugzeiten und Terminaländerungen liefert. Eine andere App erlaubt es dem Träger, Sehenswürdigkeiten, wichtige Adressen und interessante Informationen diverser Städte direkt auf die Uhr herunterzuladen und abzurufen. Ein 24-Stunden-Ring auf dem Saphir-Deckglas erinnert optisch an die Lust zu reisen.

Smartwatch #5: Montblanc und Frédérique Constant E-Strap

Montblanc: E-Strap
Montblanc: E-Strap

Bevor Montblanc 2017 eine Smartwatch auf den Markt brachte, verfolgte die Schweizer Manufaktur noch einen ganz anderen Ansatz: Keine Uhr, sondern ein spezieller Zusatz für das Armband stellt eine Bluetooth-Verbindung zu einem (Android- oder iOS-)Smartphone her. Das E-Strap genannte Band wurde im Januar 2015 vorgestellt. Vorerst konnte es nur in Kombination mit einer Montblanc-Uhr gekauft werden, mittlerweile gibt es das E-Strap auch einzeln für 295 Euro. Es verfügt über ein elektronisches Modul sowie ein Display, von dem sich Kurzmitteilungen wie SMS oder die Vorschau auf eine eingegangene E-Mail ablesen lassen. Durch Vibration erinnert der Activity Tracker den Träger daran, sich wieder mehr zu bewegen und das berührungssensible Display erlaubt es zum Beispiel, die Kamerafunktion des Smartphones zu steuern.

Frédérique Constant: E-Strap in Roségold
Frédérique Constant: E-Strap in Roségold

Auch Frédérique Constant hat 2017 ein E-Strap auf den Markt gebracht. Dieses Modul fällt deutlich kleiner und unauffälliger aus als bei Montblanc, da es direkt unterhalb der Armbandschließe sitzt und beim geschlossenen Band unter diesem verschwindet. Dafür ist aber auch der Funktionsumfang eingeschränkt. Wie ein Fitness-Armband zeichnet es Aktivitäten bei Tag und Nacht auf und erinnert den Nutzer regelmäßig daran, sich zu bewegen. Frédérique Constant hat das smarte Modul in ein Lederband mit einer Bandanstoßbreite von 20 Millimetern integriert – je nach Band- und Schließenmaterial liegt der Preis zwischen 229 Euro und 249 Euro.
IWC kündigte 2015 ein smartes Armband namens IWC Connect an. Dieses kann sich mit dem Smartphone verbinden und soll mit dem Internet der Dinge vernetzte Geräte steuern können. Bislang gibt es das Connect-Band noch nicht zu kaufen. IWC gibt an, derzeit an einer neuen Version zu arbeiten.

Natürlich gibt es noch weitaus mehr Smartwatches auf dem Markt, die auch deutlich günstiger sind als jene von den Luxusuhrenherstellern. Solche Beispiele und den Unterschied zwischen Smartwatches und Connected Watches (oder Hybrid-Uhren) erklärt Melissa Gößling, Redakteurin UHREN-MAGAZIN, am 9. November ab 18 Uhr in einem exklusiven Webinar. Darin stellt stellt sie das wachsende Angebot auf dem Markt vor und erklärt, worin sich die Modell von Apple, Samsung, TAG Heuer und Co. unterscheiden. Außerdem zeigt sie die Vor- und Nachteile ausgewählter Modelle.

Über den untenstehenden Link können Sie sich für das Webinar anmelden, indem Sie Ihre Mailadresse eintragen. Wichtig: Danach erhalten Sie eine Mail vom Watchtime.net-Shop. Bitte klicken Sie darin auf den Link “Download starten”, um sich ein PDF mit dem Zugang zum Webinar herunterzuladen. Im PDF finden Sie einen weiteren Link, über welchen Sie sich bitte als Teilnehmer registrieren. Erst dann erhalten Sie eine Mail vom Ebner Verlag mit dem Link, über welchen Sie sich am 9. November in den Onlinevortrag einklinken können.

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