Produkt: Chronos 04/2019
Chronos 04/2019
Schwerpunkt: Schwimmen, Tauchen, Segeln +++ OMEGA im Test +++Die beste Taucheruhr der Welt: SEIKO TUNA +++ Rolex: Die Tauchprofis - von Submariner bis Deepsea

Gebrauchte Uhren: Die 20 meistverkauften Modelle

Die 20 meistverkaufen gebrauchten Uhren des Jahres

Das Geschäft mit den gebrauchten Uhren boomt. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen kommt man hier an Modelle, die so im Handel nicht mehr zu kaufen sind oder für die es eine lange Warteliste beim Händler gibt. Andererseits kann man sich beim Gebrauchtuhrenkauf auch Geld sparen, da die Uhren bereits in Vorbesitz waren. Möchte man beim Thema Gebrauchtuhrenkauf auf Nummer sicher gehen, so bieten Marken wie Händler sogenannte Certified Pre-Owned Uhren an. Dabei handelt es sich um gebrauchte Uhren mit Echtheitszertifikat und Garantie.
Wir wollten nun wissen, welche gebrauchten Modelle 2020 die beliebtesten waren. Mit Hilfe von Chrono24, dem weltweiten Marktplatz für Luxusuhren haben wir ermittelt, welche Uhrenmodelle im Jahr 2020 in Deutschland, Österreich und der Schweiz am häufigsten verkauft wurden. Jeder dritte Uhren-Enthusiast nutzt das Portal, das es ermöglicht, Preise zu vergleichen, Modelle aus erster und zweiter Hand einen Tick günstiger zu erwerben und sich einen Überblick über den globalen Uhrenmarkt zu verschaffen. Aber auch rare Modelle, die auf dem Sekundärmarkt mehr kosten als der Listenpreis, werden auf der Online-Plattform nachgefragt und gekauft. Welche gebrauchten Uhrenmodelle von Januar bis Dezember 2020 im deutschsprachigen Raum am häufigsten verkauft wurden, sehen Sie in unserer Übersicht:

Platz #1 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Rolex Datejust

Rolex Oyster Perpetual Datejust 41, Referenz 126333
Rolex Oyster Perpetual Datejust 41, Referenz 126333, 12.630 Euro (Neupreis)

Die meistverkaufte gebrauchte Uhr war im Jahr 2020 die Rolex Datejust. Sie wurde 1945 von Rolex eingeführt und war die erste automatische sowie wasserdichte Armbanduhr mit Chronometerzertifikat, die in einem Fenster bei der Drei das Datum anzeigte. Zum Stilcode der Datejust gehören die Datumslupe und die geriffelte Lünette. Traditionell wird die Datejust am Jubilé-Band, einem fünfreihigen Metallarmband, getragen. Mittlerweile gibt es das Modell aber in den verschiedensten Varianten: mit glatter Lünette, mit Oysterband, mit römischen Ziffern, mit Strichindexen, einfarbig oder bicolor – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

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Platz #2 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Rolex Submariner

Rolex: Oyster Perpetual Submariner Date, Referenz 126610LN
Rolex: Oyster Perpetual Submariner Date, 41 mm, Referenz 126610LN, 8.550 Euro (Neupreis)

Rolex stellte die Submariner 1954 erstmals vor. Die Taucheruhr war die erste, die bis zehn Bar druckfest blieb. Den typischen Kronenschutz erhielt sie 1959, 1966 folgte das erste Modell mit Datum unter der charakteristischen Lupe – die Submariner Date. Seit der Vorstellung der neuen, 41 Millimeter großen Submariner-Modelle mit neuem Werk und überarbeitetem Gehäuse am 1. September 2020 sprang auch der Preis der alten Submariner Date von 9.500 auf 11.000 Euro. Die Submariner Date mit grüner Lünette und grünem Zifferblatt (Referenz 116610LV, Spitzname „Hulk“, Neupreis 8.750 Euro) legte nach ihrer Einstellung im September von 13.500 auf 17.000 Euro zu. Die neue Submariner Date (Liste 8.550 Euro) ist quasi „regulär“ nicht zu bekommen und wird für 13.500 Euro gehandelt.

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Mit verändertem Gehäuse, neuem Werk und grün-schwarzem „Kermit“-Design ist die neue Rolex Submariner so begehrt wie nie. Chronos hat die neue Submariner getestet.

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Platz #3 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Rolex GMT-Master II

Rolex GMT-Master II
Rolex GMT-Master II, blau-rote Lünette („Pepsi“), 9.000 Euro

1985 brachte Rolex die GMT-Master II heraus, bei der sich der Zwölf-Stunden-Zeiger unabhängig vom 24-Stunden-Zeiger in Stundenschritten vor- und zurückbewegen lässt. Für die aktuellen GMT-Master-II-Modelle in Stahl, die sogenannte “Pepsi” mit blau-roter Lünette von 2018 und die “Batman” mit blau-schwarzer Lünette von 2019, müssen Uhrenfans deutlich mehr bezahlen. Statt für 9.000 Euro unverbindliche Preisempfehlung wird die “Batman” zurzeit für über 14.000 Euro, die “Pepsi” sogar für über 17.000 Euro, gehandelt. Die Nachfrage nach nahezu allen Stahl-Sport-Modellen von Rolex ist ungebrochen und sie kosten auf den Online-Plattformen für Gebrauchtuhren inzwischen fast alle mehr als neue Modelle.

Platz #4 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Rolex Daytona

Rolex Cosmograph Daytona, Referenz 116500LN
Rolex Cosmograph Daytona, Referenz 116500LN, 12.250 Euro (Neupreis)

Und auch Platz 4 in diesem Ranking belegt eine Rolex-Uhr. In Stahl gehört die Rolex Daytona zu den beliebtesten Uhren der Welt. Die Daytona (Neupreis: 12.250 Euro) war schon in den letzten Jahren schwer zu bekommen. Seit sie 2016 eine Keramiklünette erhielt, stieg die Begehrlichkeit nicht nur bei den Rolex-Fans weiter. Nicht mal mehr einen Platz auf der Warteliste bekommt man bei den meisten Juwelieren, da die Listen für die nächsten Jahre schon voll sind oder gar nicht geführt werden. Sie wird für über 23.000 Euro gehandelt.

Platz #5 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Omega Speedmaster

Die Omega Speedmaster Silver Snoopy Award feiert die Astronautenauszeichnung vor 50 Jahren
Die Omega Speedmaster Silver Snoopy Award feiert die Astronautenauszeichnung vor 50 Jahren, 9.400 Euro (Neupreis)

Die Omega Speedmaster Professional war vor 50 Jahren die erste Uhr auf dem Mond – Edwin “Buzz” Aldrin trug sie 1969 am Arm, als er die Mondoberfläche betrat. Seither zählt die “Moonwatch” zu den berühmtesten Uhren der Welt und ist wegen dieser spannenden Geschichte bei vielen Uhrenfreunden beliebt. Omega ergänzte die Speedmaster Professional Moonwatch im Laufe der Jahre um zahlreiche Varianten. Die begehrtesten Speedys der Neuzeit sind aber die mit dem Comic-Hund Snoopy auf dem Zifferblatt. Der Hintergrund: Die NASA-Astronauten vergaben für besondere Leistungen einen Silver-Snoopy-Award, den Omega in Zusammenhang mit der Apollo 13-Mission erhielt. Im Jahr 1970 war die Apollo 13 auf dem Weg zum Mond, als der Sauerstofftank explodierte. Das Raumschiff musste so schnell wie möglich zurück zur Erde. Dafür mussten die Steuerraketen manuell 14 Sekunden gezündet werden. Diese Zeit stoppten die Astronauten mit ihrer Speedmaster. Als sie sicher zurück auf der Erde waren, verliehen die NASA-Astronauten Omega diese Auszeichnung.

Platz #6 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Omega Seamaster

Neue James-Bond-Uhr: Omega Seamaster Diver 300M 007 Edition
Omega Seamaster Diver 300M 007 Edition, 9.000 Euro (Neupreis)

Seit 1948 gibt es die Uhr, und Omega entwickelt sie ständig weiter, sodass die Omega Seamaster zur Kultuhr wurde. Die Seamaster gibt es in zahlreichen Varianten, vom Titan- bis hin zum Platingehäuse, mit geschlossenem Boden oder mit Saphirglasboden. Was die Seamaster-Modelle alle vereint, ist ihre hohe Wasserdichtheit.

Platz #7 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Rolex Day-Date

Rolex Oyster Perpetual Day-Date 40 in Gelbgold
Rolex Oyster Perpetual Day-Date 40 in Gelbgold, 34.100 Euro (Neupreis)

Auf zwei Omegas folgt auf Platz 7 wieder eine Rolex. Die Oyster Perpetual Day-Date sorgt seit 1956 für umfassende Informationen: Tageszeit, Wochentag und Datum. Damit ist sie für Rolex-Fans und Vintage-Freunde eine gleichermaßen spannende Armbanduhr. Auf dem Gebrauchtmarkt werden Day-Date-Modelle extrem unterschiedlich bewertet. Man findet Modelle bereits für verlockend geringe Beträge. Je nach Alter der Armbanduhr müssen für Vintageversionen der Oyster Perpetual Day-Date in Gelbgold zwischen 6.500 und 20.000 Euro angelegt werden.

Platz #8 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Audemars Piguet Royal Oak

Audemars Piguet: Royal Oak 15500ST
Audemars Piguet Royal Oak, 22.900 Euro (Neupreis)

Ebenfalls ein Uhrenklassiker findet sich auf Platz 8. Bereits 1972 erschien die erste Royal Oak, die nach anfänglichen Startschwierigkeiten zum absoluten Verkaufsschlager bei Audemars Piguet wurde. Regelmäßig kommen neue Mitglieder zur Royal-Oak-Familie hinzu, ihre Gestaltungen, Materialien und Funktionen sind vielfältig. Besonders beliebt dabei ist die klassische Dreizeigeruhr mit Datum.

Platz #9 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Rolex Sea-Dweller

Gehört zu den Besten Ihrer Kategorie: Rolex Oyster Perpetual Sea Dweller.
Rolex Oyster Perpetual Sea-Dweller, 10.900 Euro (Neupreis)

Historisch ist die Rolex Sea-Dweller aus der 1953 vorgestellten Submariner hervorgegangen. 1967 kam die erste Sea-Dweller mit der Referenz 1665 auf den Markt. Das Vintage-Modell Rolex Sea-Dweller Referenz 1665 zählt heute zu den gesuchten Juwelen aus dem reichen Angebot von Rolex und erzielt regelmäßig Rekordpreise auf Auktionen. 2017 stellte Rolex zum 50. Geburtstag des Modells die aktuelle Version der Sea-Dweller vor. Sie bekam als erstes Sportmodell das Kaliber 3235. Die Sea-Dweller mit der Referenz 126600 kostet neu 10.900 Euro, gehandelt wird sie aktuell jedoch für circa 13.000 Euro.

Platz #10 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Rolex Yacht-Master

Rolex Yacht-Master 40, in Everose-Gold
Die Rolex Yacht-Master 40, Everose-Gold mit Oysterflex-Band, 25.450 Euro (Neupreis)

Noch unter den Top Ten der meistverkauften gebrauchte Uhren 2020 landet die Rolex Yacht-Master, die es seit 1992 gibt. Die Uhr steht für die Verbindung zwischen Rolex und der Welt des Segelsports. Die Yacht-Master war 1992 die erste Armbanduhr der Professional-Oyster-Kollektion, die in drei Gehäusegrößen – mit 29, 35 und 40 Millimetern Durchmesser – angeboten wurde. Heute gibt es die Yacht-Master mit einem Gehäusedurchmesser von 37 oder 40 Millimetern und als Regatta-Chronographen Yacht-Master II mit programmierbarem Regatta-Countdown. Hier kann über die drehbare Lünette und die Krone eine Countdown-Zeit zwischen zehn und einer Minute vorgewählt werden.

Platz #11 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Rolex Explorer II

Rolex: Explorer II
Rolex Explorer II, 7.750 Euro

Im Jahr 1971 lancierte Rolex die Explorer II. Merkmale der Explorer II sind ein leicht ablesbares Zifferblatt, die Datumsfunktion, der 24-Stunden-Zeiger und die feststehende Lünette mit 24-Stunden-Graduierung. 2021 wird die Explorer II (Neupreis: 7.750 Euro) 50 Jahre alt. Sollte sie überarbeitet werden, steigen erfahrungsgemäß die Preise für das alte Modell (derzeit circa 9.000 Euro) weiter an.

Platz #12 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Audemars Piguet Royal Oak Offshore

Audemars Piguet: Royal Oak Offshore Chronograph in schwarzer Keramik mit blauem Zifferblatt
Audemars Piguet: Royal Oak Offshore Chronograph in schwarzer Keramik mit blauem Zifferblatt, 39.200 Euro (Neupreis) (Bild: © diode SA - Denis Hayoun)

1993 war die Geburtsstunde der Royal Oak Offshore. Audemars Piguet stellte eine noch sportlichere, widerstandsfähigere und maskulinere Version des Urmodells Royal Oak vor. Das Premierenmodell – ein Chronograph mit 42,5 Millimeter im Durchmesser – zeigte sich mit verschraubter Krone, sichtbaren Silikonabdeckungen an den Drückern und einem überarbeiteten Band mit beidseitiger Schmetterlingsfaltschließe. Der Stopper erhielt den Spitznamen “The Beast”. Über die Jahrzehnte erschienen zahlreiche Varianten der Royal Oak Offshore – mit verschiedenen Komplikationen und in den unterschiedlichsten Materialkombinationen.

Platz #13 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: IWC Pilot

IWC: Big Pilot’s Watch Heritage in Titan
IWC: Big Pilot’s Watch Heritage, 13.300 Euro (Neupreis)

Auf Platz 13 landet eine Marke, die in dieser Liste bisher noch nicht genannt wurde: IWC mit der Fliegeruhr. 1936 kam das erste für Piloten entwickelte Modell von IWC auf den Markt. Die Spezialuhr für Flieger bot ein kontrastreiches Zifferblatt, ein robustes Gehäuse und eine Drehlünette mit Markierungspfeil, um die Abflugzeit zu kennzeichnen. Im Innern arbeitete das Handaufzugskaliber 83 mit antimagnetischer Hemmung. Die Fliegeruhrenkollektion gehört heute zu den beliebtesten bei der IWC und führt die meisten Referenzen von allen IWC-Kollektionen. Neben den klassischen Fliegeruhren gibt es unter anderem auch die Sondereditionen Top Gun und Spitfire.

Platz #14 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Rolex Oyster Perpetual

Rolex Oyster Perpetual 41 in Gelb
Rolex Oyster Perpetual 41 in Gelb, 5.500 Euro (Neupreis)

Rolex nennt sie den Inbegriff der Oyster und die Umsetzung der Oyster in Reinform. Dem gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen, denn diese Uhr ist der ideale Einstieg in die Welt von Rolex. Die Oyster Perpetual bietet ihrem Besitzer viel von den Vorzügen, für die die Marke bekannt ist, einschließlich einiger ihrer besten technischen Entwicklungen. Die Rolex Oyster Perpetual gibt es in verschiedenen Gehäusegrößen, sodass das Modell sowohl Damen als auch Herren tragen können. Im September 2020 stellte Rolex die Oyster Perpetual 41 in einer neuen Größe vor; das bisherige 39-Millimeter-Format entfällt. Zudem erhält die Uhr das neue Kaliber 3230 aus der jüngsten Werkegeneration mit erhöhter Gangreserve von 70 Stunden und verbessertem Magnetfeldschutz.

Platz #15 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Breitling Navitimer

Breitling: Navitimer 1 B01 Chronograph 46
Breitling: Navitimer 1 B01 Chronograph 46, 7.700 Euro (Neupreis)

Auf Platz 15 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020 findet man die Breitling-Ikone. Die Navitimer gehört mit ihrer charakteristischen Rechenschieberlünette und den Kontrastzählern zu den – nicht nur bei Piloten – begehrtesten Fliegeruhren. Die Breitling Navitimer wurde 1952 als besonders funktionale Uhr für Piloten entwickelt. Damals benutzte man eine Rechenscheibe, um an Bord Kraftstoffverbrauch, Driftwinkel, Geschwindigkeit über Grund und Ähnliches zu errechnen. Breitling gelang es, diesen unverzichtbaren Navigationsrechenschieber in eine Armbanduhr zu integrieren. Der Name entstand aus der Kombination von „navigation“ und „timer“. Heute gibt es die Navitimer mit und ohne Chronographenfunktion, aber stets mit der berühmten Rechenschieberlünette.

Platz #16 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: IWC Portugieser

IWC: Portugieser Chronograph Referenz IW371605 in Edelstahl mit argentéfarbenem Zifferblatt
IWC: Portugieser Chronograph Referenz IW371605 mit dem Manufakturkaliber 69355, 8.150 Euro (Neupreis)

So richtig beliebt ist die IWC Portugieser in Deutschland seit etwas mehr als 20 Jahren. Die Entstehung der Uhrenlinie liegt jedoch viel weiter zurück: 1939 schickten zwei portugiesische Geschäftsleute einen Brief an die IWC-Direktion mit der Bitte um eine große, präzise laufende Armbanduhr aus Stahl. Es war eine Zeit, in der eigentlich vor allem kleine Uhren gefragt waren. Die Techniker der Schaffhauser Marke setzten kurzerhand ein Taschenuhrenkaliber in ein neu konstruiertes Stahlgehäuse mit schmaler Lünette und geschwungenen Bandanstößen ein. Trotz einer schlichten Zifferblattgestaltung blieb der große Erfolg zunächst aus. Das lag wohl auch an dem für die damalige Zeit deutlich zu großen Durchmesser von 41,5 Millimetern. Es dauerte bis ins Jahr 1993, als zum 125-jährigen Jubiläum der Firma erstmals “die große Armbanduhr”, wie sie bis dato offiziell hieß, als limitiertes Sondermodell unter dem Namen Portugieser erschien. Nun war ihre Größe zeitgemäß und das elegante Erscheinungsbild macht sie heute zu einem der beliebtesten IWC-Modelle.

Platz #17 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Rolex GMT-Master

Rolex: GMT-Master Referenz 1675, wurde von 1959 bis 1980 produziert
Lange Bauzeit: Die zweite Version der GMT-Master (Referenz 1675) wurde von 1959 bis 1980 produziert (Bild: Bert Buijsrogge)

Rolex stellte die GMT-Master 1954 als Zeitzonenuhr für Piloten vor. Im Laufe der Jahre änderte sich das Design kaum. Nur bei den Farben auf der Lünette gab es Vielfalt. Das lag auch an den verbesserten Materialien. Die erste GMT-Master ist die Referenz 6542, die 1954 eingeführt wurde. Sie besaß keinen Kronenschutz und eine Lünette mit Bakelit-Inlay für die 24-Stunden-Skala. Dieses Bauteil wurde, da es sehr schnell brach, schon nach zwei Jahren durch ein Inlay aus Aluminium ersetzt. Die GMT-Master wurde 1988 durch die GMT-Master II ersetzt. Bei diesem Modell ließ sich erstmals nicht nur die Lünette verdrehen, um eine Zeitzone einzustellen, sondern auch der Stundenzeiger. Die Vintage-Uhr GMT-Master ist ausschließlich auf dem Gebrauchtuhrenmarkt erhältlich.

Platz #18 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Patek Philippe Nautilus

Patek Philippe Nautilus Referenz 5711/1A-010, Edelstahl, 40 Millimeter, Zifferblatt blau, Kaliber 26 330 S C Automatik, Stahlband, 27.500 Euro (Stand Juni 2020)
Wird nicht mehr gebaut: Patek Philippe Nautilus Referenz 5711/1A-010, Edelstahl, 40 Millimeter, Zifferblatt blau, Kaliber 26 330 S C Automatik, Stahlband

Ebenfalls noch unter die Top 20 der meistverkauften gebrauchten Uhren schafft es eine Patek Philippe. Die allererste Nautilus wurde 1976 als Zwei-Zeiger-Luxusstahluhr vorgestellt. Der Uhrendesigner Gérald Genta entwarf eine Uhr mit sehr speziellen Eigenschaften: Dazu gehören unter anderem das Bullaugen-Design des Gehäuses, die Kombination von polierten und satinierten Komponenten und – natürlich – das integrierte Armband aus Edelstahl. Wer sich auf dem Markt nach einer Nautilus umsieht, muss sich entscheiden zwischen einem neueren Modell aus den 2000er-Jahren oder einem Modell aus der zweiten Hälfte der siebziger Jahre. Dabei zeigt der Blick auf den Preis, dass ein Vintage-Modell aus zweiter Hand genauso teuer (oder manchmal sogar noch teurer) ist wie ein aktuelles. Anfang des Jahres teilte die Manufaktur mit, die Nautilus in Stahl mit der Referenz 5711/1A einzustellen. Die Stahluhr kostete zuletzt 29.080 Euro. Sie ist aber, vor allem die Version mit schwarz-blauem Zifferblatt, so gesucht und rar, dass sie für über 90.000 Euro gehandelt wird. Mit dem dreifachen Preis kann sie als begehrteste Serienuhr der Welt gelten, selbst Rolex kommt selten auf mehr als den doppelten Preis.

Platz #19 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Hublot Big Bang

Platz 7 Hublot Big Bang 44 mm: Mit der Big Bang interpretiert Hublot das Genre Sportuhr ganz neu und betont mal ihre luxuriöse, mal ihre exzentrische Facette. Das Design mit den einzigartigen Schraubenköpfen auf der Lünette steht bei der Big Bang ganz klar im Vordergrund. Ihr komplexer Aufbau und die ungewöhnlichen Materialkombinationen haben die Big Bang enorm erfolgreich gemacht. Hublot gehört mittlerweile zu den begehrenswerten Uhrenmarken und schafft es von Rang 9 in 2017 auf Platz 7 im Jahr 2018. Jedoch nicht mit den Modellen mit eigenem Kaliber, sondern mit der 44 Millimeter großen Big Bang in der das Eta-Valjoux 7753 tickt. Die abgebildete Big Bang Steel Blue kostet 12.800 Euro. Hier mehr über die Big Bang erfahren.
Hublot Big Bang Steel Blue, 44 mm, 12.800 Euro (Neupreis)

Die Big Bang von Hublot war 2005 eine Revolution in der traditionsreichen Uhrenwelt. Sie verkörpert eine neue Form von Luxus, bei der das Design im Vordergrund steht: Nicht mehr rückwärtsgewandt, sondern in die Zukunft strebend. Luxus definiert sich bei der Big Bang nicht durch traditionell verzierte Werkbestandteile, sondern vor allem durch ein komplexes, innovatives Design, den Einsatz von Hightech-Werkstoffen und ungewöhnliche Materialkombinationen. Das sieht man auf den ersten Blick, und deshalb war und ist die Big Bang so erfolgreich. Bei der Big Bang besteht das komplexe Gehäuse aus über 50 Komponenten. Während bei vielen Uhren der obersten Preiskategorie beim polierten Gehäuse aus wenigen Teilen die gute Verarbeitungsqualität und das verwendete Edelmetall den Wert transportieren, sind es bei der Big Bang die Anzahl der Teile und deren Detailreichtum, die den Wert ausmachen.

Platz #20 der meistverkauften gebrauchten Uhren 2020: Rolex Explorer

Rolex Explorer
Rolex Explorer, 6.050 Eur0 (Neupreis)

Diese Liste beginnt und endet mit einer Rolex. Die Rolex Explorer landet auf Platz 20. Sie ist eine absolute Kultuhr, nicht nur unter den Rolex-Modellen, sondern auch unter den robusten und präzise gefertigten Armbanduhren im Allgemeinen. Sie begleitete Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay bei der Erstbesteigung des Mount Everest im Mai 1953. Die neue Explorer kam 2010 auf den Markt. Sie blieb jedoch der Tradition treu, die in die 1950er-Jahre zurückreicht. Ein 39 Millimeter großes Oyster-Gehäuse mit Twinlock-Krone und Saphirglas schützt das von Rolex entwickelte Uhrwerk 3132 mit Automatikaufzug. Sie wird für circa 7.000 Euro gehandelt.

 

Woher die Daten stammen:

 

Der Artikel “Gebrauchte Uhren: Die 20 meistverkauften Modelle” basiert auf Daten von Chrono24, dem weltweiten Marktplatz für Luxusuhren. Mit über 400.000 verfügbaren Uhren von über 3.000 Händlern aus über 100 Ländern und circa 20.000 Privatverkäufern erreicht das Portal ca. 7 Millionen Unique Visitor monatlich (Stand Januar 2021). Das größte globale Angebot von neuen, gebrauchten und Vintage-Uhren verbindet Chrono24 mit einem umfangreichen Service-Portfolio, das Käufer und Verkäufer ihre Transaktionen in vertrauensvoller Umgebung abwickeln lässt. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum Januar bis einschließlich Dezember 2020 und beinhalten gebrauchte Modelle. Die hier gezeigten Modelle stehen dabei stellvertretend für die ganze Linie.

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Hier finden Sie die wichtigsten Uhren von Audemars Piguet im Überblick.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Bei Rolex handelt es sich m.E.n. weniger um gebrauchte Uhren, jedenfalls der allg. Verkehrsauffassung nach.
    Denn unter gebrauchte Uhren versteht man doch zumindest Uhren, die bereits gewisse Nutzungsspuren aufweisen.
    Was bei einer nahezu vollständigen Anzahl der feil gebotenen Uhren der Marke Rolex zweifelsohne nicht der Fall ist.
    Hier geht es eher um Spekulation, die hier leider mit dem Artikel weiter angefeuert wird, denn welcher kleine Hobbyspekulant möchte nicht gerne zwischen An.- und Verkauf der Uhr ein paar schnelle Euros machen?!
    Es stellt sich dennoch die Frage, ob die von Ihnen hier genannten Preise auf dem Zweitmarkt tatsächlich erzielt werden, mir jedenfalls sind die Fakten hierzu nicht bekannt, Ihnen?

    Rolex ist m.M.n wenig daran interessiert hier etwas tatsächlich gegen den Graumarkt zu tun, warum auch, steigert doch gerade dieser Zweitmarkt den Markenwert doch erheblich.

    Schade eigentlich das der Hersteller hier nicht wirklich etwas unternimmt, denn verfügbar sind die Uhren, sogar in großer Zahl. Nur eben nicht vom Hersteller über den Weg des Konzessionärs…

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