Rolex: Uhrenmanufaktur in Genf

Porträt Rolex Genf

 Redaktion
von Redaktion
am 26. Februar 2013

Der öffentlichkeitsscheue Schweizer Uhren-Gigant Rolex öffnet die Tore seiner neuen Genfer Produktionsstätte (Artikel aus Chronos 5.2006, Redaktion).

Ebenso wie Greta Garbo hatte Rolex schon immer einen ausgeprägten Sinn für Privatsphäre. Ohne sich um die Medien zu bemühen oder ihnen gar Einlass zu gewähren, verfolgt das Unternehmen munter seinen Weg und verkauft ungefähr eine dreiviertel Million Uhren pro Jahr für rund zwei Milliarden Schweizer Franken (eine Schätzung – selbstverständlich gibt das Unternehmen seine Umsatzzahlen nicht preis.) Als weltgrößte Luxusuhrenmarke mit einem Top-Image braucht Rolex Publicity genauso dringend, wie Greta Garbo mehr Fans gebraucht hätte.

Die neue Produktionsstätte von Rolex
Die neue Produktionsstätte von Rolex

So musste ich nicht groß nachdenken, als ich von Rolex zu einem Besuch seiner neuen Betriebsstätten in Genf eingeladen wurde (Artikel aus Chronos 5.2006, Redaktion). Sie wirklich von innen besichtigen und sehen können, wie richtige Rolex-Mitarbeiter richtige Rolex-Uhren fertigen!

Anfang April traf ich mich mit etwa 50 Einzelhändlern aus den USA zu einer ganztägigen Führung durch die drei Genfer Fabriken des Unternehmens. Dort fertigt Rolex sämtliche Gehäuse, Armbänder und Zifferblätter und baut die Uhren zusammen. (Leider sollten wir die Produktionsstätte in Biel, wo die Uhrwerke hergestellt werden, nicht zu sehen bekommen. Vielleicht ein anderes Mal, hieß es.)

Die Genfer Betriebsstätten von Rolex befinden sich im Endstadium eines acht Jahre umfassenden Bau- und Renovierungsprojekts mit dem Ziel, die vielen verschiedenen Fertigungsbetriebe – insgesamt rund 19, die zuvor in und um Genf herum verteilt waren – zu vereinen. In den späten neunziger Jahren, als eine Konsolidierungswelle die Uhrenindustrie ergriff, begann Rolex, viele seiner Lieferanten aufzukaufen, um mehr Kontrolle über sie zu erlangen und das aufzubauen, was das Unternehmen als „die Rolex-Gruppe“ bezeichnet. Wie Patrick Heiniger, Generaldirektor und CEO von Rolex (bis Ende 2008, Redaktion), über die Betriebsstätten in Genf erklärt, fällte Rolex „Anfang des 21. Jahrhunderts eine strategische Entscheidung, um unsere Autonomie zu sichern und die Kontrolle über die wesentlichen Komponenten unserer Uhren zu behalten. Wir integrierten unsere Schweizer Zulieferer in die Gruppe und konsolidierten unsere Aktivitäten in Genf in drei neuen Betriebsstätten, in Gebäuden, die für moderne, hoch entwickelte Technologie stehen.“ Zu diesen Zulieferern gehörte auch das Familienunternehmen Gay Frères, das die Armbänder für Rolex herstellte, der Gehäusehersteller Genex, die Zifferblattmanufaktur Beyeler und der Aufzugskronenhersteller Boninchi. Nachdem Rolex sie alle unter seiner Flagge vereint hatte, wollte das Unternehmen sie auch unter das gleiche Dach bringen, genauer gesagt: unter drei Dächer.

Das fertige Produkt: Datejust mit blauem "Jubilee"-Zifferblatt
Das fertige Produkt: Datejust mit blauem “Jubilee”-Zifferblatt

Die Konsolidierung ist das bislang letzte Kapitel in der langen Geschichte der Firma Rolex in Genf. Seit fast einem Jahrhundert ist das Unternehmen dort eine Institution und beinahe ebenso Teil der Identität der Stadt wie die berühmte Fontäne nahe der Rhônemündung oder der herrliche Anblick der Stadt mit dem Seeufer im Vordergrund. 1919 verlegte Rolex-Gründer Hans Wilsdorf das Unternehmen, 1905 in London gegründet, nach Genf, wo es sich über 40 Jahre lang in der Stadtmitte befand. 1965 wurde der Bau eines neuen Firmensitzes in einem südwestlich der Stadtmitte gelegenen Industriegebiet namens Acacias beendet. Der Umzug des Unternehmens dorthin brach mit der Genfer Uhrmachertradition, nach der die Manufakturen am Ufer des Genfer Sees liegen sollten. Und jetzt, ungefähr ein Jahr, bevor die letzte glitzernde grüne Glasscheibe in den renovierten Firmensitz eingesetzt wird, will Rolex in einem völlig untypischen Anflug von Offenheit seine neuen Luxushallen vorführen.

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