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Lesedauer 4 Min.

Micro Monday: Bausele – Elemental Oceanic Blue

Australiens Toolwatch mit Schweizer Automatikwerk, zweifach nutzbarer Lünette und echtem Sand aus Manly Beach
Bausele – Elemental Oceanic Blue, Taucheruhr mit Automatikwerk

Bausele – Elemental Oceanic Blue

© Bausele 

Schweizer Präzision trifft australische Seele

Bausele verbindet Schweizer Uhrmachertradition mit einer für die Branche ungewöhnlichen Inspirationsquelle: dem australischen Lebensgefühl. Gegründet wurde die Marke 2011 von Christophe Hoppé, der zuvor viele Jahre in der Schweizer Uhrenindustrie tätig gewesen war. Nach seinem Umzug nach Sydney entstand die Idee, seine Erfahrung mit der Landschaft, Kultur und Mentalität seiner neuen Heimat zu verbinden. Selbst der Markenname bringt diesen Gedanken zum Ausdruck: Bausele steht für „Beyond Australian Elements“. Besonders konsequent zeigt sich die Verbindung zu Australien in einem charakteristischen Detail: In der Krone jeder Referenz befindet sich ein kleines Stück des Kontinents – etwa Sand australischer Strände oder rote Erde aus dem Outback. Auch funktional orientiert sich Bausele an einem aktiven australischen Lebensstil. Die Marke ist offizieller Zeitnehmer des Langstreckenrennens Bathurst 12 Hour und Uhrenlieferant der Royal Australian Air Force. Darüber hinaus fertigt sie Zeitmesser für Einheiten des australischen Militärs. Eine weitere Besonderheit ist der Produktionsansatz. Modelle wie die Elemental werden erst nach der Bestellung gefertigt, montiert und geprüft. Bausele verbindet damit ein vergleichsweise persönliches Herstellungsmodell mit Schweizer Uhrentechnik und eigenständigem australischem Design. 

Bausele – Elemental Oceanic Blue, Taucheruhr mit Automatikwerk

Bausele – Elemental Oceanic Blue

© Bausele

Die Elemental Oceanic Blue ist eine jener Uhren, die sich nicht eindeutig in eine einzige Kategorie einordnen lassen. Auf dem Papier ist sie eine robuste Taucheruhr mit 200 Metern Wasserdichtigkeit, automatischem Schweizer Uhrwerk, Leuchtmasse und magnetischer Abschirmung. Gleichzeitig soll sie im Alltag ebenso selbstverständlich funktionieren wie unter Wasser. Bausele selbst beschreibt sie deshalb als ein Modell, das zwischen „ocean swims and boardroom tables“ entstanden ist. Hervorzuheben ist außerdem ein Detail der besonderen Art: In der Krone befindet sich echter Sand vom Manly Beach in Australien, jenem Ort, an dem die Marke ihren Ursprung hat. Damit verbindet Bausele technische Funktionalität mit einem sehr persönlichen Bezug zur eigenen Heimat.

Vom Meeresboden inspiriert

Das tiefblaue Zifferblatt der Elemental Oceanic Blue orientiert sich an den feinen Sandrippeln, die Strömungen auf dem Meeresboden hinterlassen. Die Microbrand setzt dieses Motiv mit einem zweischichtigen Aufbau um. Über einer strukturierten Ebene liegt eine kräftige Lackschicht, auf der wiederum applizierte Stundenindizes platziert sind. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Tiefenwirkung. Je nach Lichteinfall treten die wellenartigen Strukturen stärker oder schwächer hervor und verleihen dem ansonsten funktionalen Modell einen kreativen Akzent. Trotz der dekorativen Oberfläche bleibt die Ablesbarkeit gut. Stundenmarkierungen und Zeiger sind mit Leuchtmasse versehen und sollen auch bei schlechten Lichtverhältnissen erkennbar bleiben. 

 

Bausele – Elemental Oceanic Blue, Taucheruhr mit Automatikwerk und blauem Zifferblatt

Bausele – Elemental Oceanic Blue

© Bausele

Lünette mit zwei Aufgaben

Zu den interessantesten technischen Details gehört die Lünette. Sie verbindet zwei unterschiedliche Funktionen in einem einzigen Bauteil. Der äußere Ring trägt die klassische 60-Minuten-Skala für Tauchzeiten. Der innenliegende Bereich ist dagegen mit einer 12-Stunden-Skala versehen, über die sich eine zweite Zeitzone verfolgen lässt. Mechanisch bleibt die Bedienung bewusst einfach und erfolgt über eine einzige, einseitig drehbare Konstruktion. 

Schweizer Automatik als solide Basis

Im Inneren arbeitet das bewährte Sellita SW200 mit automatischem Aufzug. Das Kaliber verfügt über einen Sekundenstopp und bietet eine Gangreserve von rund 38 Stunden. Bausele setzt damit bewusst auf eine etablierte technische Grundlage, die vor allem durch ihre Robustheit und gute Wartbarkeit überzeugt. Besonders interessant ist jedoch, was die Marke um das Uhrwerk herum konstruiert hat. Im Inneren des Gehäuses sitzt ein Weicheisenkäfig, der als Faradayscher Käfig dient und das Werk vor Magnetfeldern von über 1.000 Gauß schützt. 

 

Bausele – Elemental Oceanic Blue, Taucheruhr mit Automatikwerk und blauem Zifferblatt

Bausele – Elemental Oceanic Blue

© Bausele 

Armband mit Schnellverstellung

Auch beim Armband liegt der Fokus auf Alltagstauglichkeit. Die Elemental verfügt über eine integrierte Feinverstellung, mit der sich die Länge direkt am Handgelenk und ohne Werkzeug anpassen lässt. Die Uhr wird auf Bestellung gefertigt, die Lieferzeit beträgt etwa zwölf bis 15 Wochen. Für 710 Euro wechselt das australische Lebensgefühl ans eigene Handgelenk.

Fazit

Die Bausele Elemental Oceanic Blue verfolgt einen erfreulich bodenständigen Ansatz. Statt mit exotischen Komplikationen zu beeindrucken, verbindet sie sinnvoll ausgewählte Funktionen: 200 Meter Wasserdichtigkeit, eine kombinierte Tauch- und 12-Stunden-Lünette, magnetische Abschirmung, ein Schweizer Automatikkaliber und eine werkzeuglose Feinverstellung am Armband. Eigenständig wird die Uhr vor allem durch ihre Gestaltung. Das strukturierte blaue Zifferblatt verleiht ihr eine klare maritime Identität, während der Sand aus Manly Beach in der Krone mehr ist als bloße Dekoration. 

 

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Taucheruhren Sportuhren Edelstahl Uhren Uhren bis 1.000 Euro

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