Nach dem Pepsi-Aus: Sieben Alternativen zur Ikone von Rolex
Auch wenn die aktuelle „Pepsi“-Variante der Rolex GMT-Master II seit Kurzem nicht mehr Teil des offiziellen Portfolios ist und viele Interessenten die Wartelisten vergeblich verfolgt haben, bleibt ihr prägnantes Erscheinungsbild unvergessen. Die Kombination aus blau-roter Lünette, sportlicher Funktionalität und klarer Formsprache hat sich längst als moderner Klassiker etabliert. Doch der Blick nach vorn lohnt sich: Zahlreiche Modelle anderer Hersteller greifen diese visuelle DNA auf, mal nah am Original, mal eigenständig interpretiert, und bieten spannende Alternativen für alle, die den „Pepsi“-Look trotzdem am eigenen Handgelenk sehen möchten. Im Folgenden stellen wir sieben Uhren vor, die diese Lücke stilistisch überzeugend füllen können.
#1 Tudor Black Bay GMT
Die Tudor Black Bay GMT verkörpert die Idee einer modernen, robusten Toolwatch, die ihre Wurzeln in der funktionalen Uhrmacherei nie verloren hat. Mit ihrem 41 Millimeter großen Edelstahlgehäuse und der markanten, in Bordeaux und Blau gehaltenen 24-Stunden-Lünette greift sie gestalterisch die klassische GMT-Ästhetik auf, interpretiert diese jedoch eigenständig. Die drehbare Lünette erlaubt in Kombination mit dem zusätzlichen GMT-Zeiger das gleichzeitige Ablesen mehrerer Zeitzonen, eine Funktion, die ursprünglich für Piloten entwickelt wurde und heute vor allem Vielreisende anspricht. Gerade dieses praktische Element macht die Uhr zu einem echten Alltagsinstrument. Im Inneren arbeitet das Manufakturkaliber MT5652, ein von Tudor selbst entwickeltes Automatikwerk mit COSC-Zertifizierung. Die rund 70 Stunden Gangreserve unterstreichen den Anspruch an Alltagstauglichkeit ebenso wie die robuste Konstruktion, die eine Wasserdichtigkeit bis 200 Meter garantiert. Technisch bleibt die Uhr bewusst pragmatisch und setzt dabei auf Zuverlässigkeit und solide Leistungswerte. Auch gestalterisch verfolgt die Black Bay GMT einen klaren Ansatz: gewölbtes schwarzes Zifferblatt, kräftige Leuchtindizes und das sogenannte „Snowflake“-Zeigerdesign, das seit Jahrzehnten als Markenzeichen der Marke gilt. Das vernietete Edelstahlband zitiert historische Vorbilder und verleiht dem Zeitmesser eine subtile Vintage-Anmutung. Für 4.780 Euro kann die nächste Reise starten.
#2 Certina DS Action GMT Powermatic 80
Ein exzellentes Beispiel einer funktionalen Reiseuhr im erschwinglichen Segment stellt die DS Action GMT Powermatic 80 dar. Während viele GMT-Modelle historisch aus der Fliegerei stammen oder im Luxusbereich als Statusobjekte auftreten, verfolgt dieses Modell einen anderen Ansatz: Sie soll zuverlässig funktionieren, robust sein und gleichzeitig ein breites Publikum ansprechen. Im Zentrum steht das Powermatic-80-Automatikwerk, das mit einer Gangreserve von bis zu 80 Stunden überzeugt. Das 41-Millimeter-Gehäuse aus Edelstahl wirkt sportlich und vielseitig zugleich, ohne zu dominant zu erscheinen. Mit einer Wasserdichtigkeit von 200 Metern bewegt sich der Zeitmesser klar im Bereich ernstzunehmender Sportuhren, was durch das kratzfeste Saphirglas und die typische DS-Konstruktion von Certina zusätzlich unterstrichen wird. Dieses „Double Security“-Prinzip, das auf verstärkte Dichtungen und eine robuste Gehäusearchitektur setzt, gehört seit Jahrzehnten zur DNA der Marke und erklärt, warum Certina gerade im Bereich der Toolwatches einen so soliden Ruf genießt. Interessant ist auch der Einsatz der Nivachron-Spiralfeder, die eine erhöhte Resistenz gegenüber Magnetfeldern bietet. Mit einem Preis von 1.190 Euro bewegt sich die Uhr technisch auf einem Niveau, das vor wenigen Jahren in dieser Klasse noch kaum denkbar gewesen wäre.
#3 Ball Roadmaster Pilot GMT Meteorite 40mm
Die Ball Roadmaster Pilot GMT Meteorite 40mm wirkt auf den ersten Blick wie eine klassische Toolwatch mit GMT-Funktion, entpuppt sich bei näherem Hinsehen jedoch als erstaunlich eigenständige Interpretation dieses Genres. Sie verbindet die robuste Marken-DNA mit einem Material, das normalerweise in deutlich höheren Preisregionen zu finden ist. Die Rede ist von dem Zifferblatt, das aus echtem Meteoriten besteht. Die sichtbaren Widmanstätten-Strukturen, die durch langsames Abkühlen im All entstehen, sind nicht nur visuell faszinierend, sondern machen jedes Exemplar zu einem Unikat. Technisch bleibt die Armbanduhr dabei kompromisslos auf Alltag und Belastbarkeit ausgerichtet. Das COSC-zertifizierte Automatikwerk mit GMT-Funktion erlaubt das gleichzeitige Verfolgen von drei Zeitzonen. Hinzu kommt eine Wasserdichtigkeit von 300 Metern, eine hohe Stoßresistenz sowie ein solider Schutz gegen Magnetfelder. Ein Markenzeichen von Ball ist zudem die Verwendung von Tritium-Gasröhrchen für die Ablesbarkeit bei Nacht. Anders als klassische Leuchtmasse benötigen diese keine vorherige Aufladung mit Licht, sondern leuchten konstant. Das verstärkt den instrumentellen Charakter der Uhr und knüpft an die historische Verbindung der Marke zur Eisenbahnzeitmessung an, wo zuverlässige Ablesbarkeit unter allen Bedingungen entscheidend war. Das Gehäuse aus Titan, kombiniert mit Keramiklünette und einem robusten Metallband, unterstreicht diesen Anspruch zusätzlich. Trotz ihrer technischen Ausrichtung bleibt die Uhr mit 40 Millimetern Durchmesser gut tragbar und vielseitig. Für 4.403 Euro wechselt sie ans eigene Handgelenk.
#4 Bulova Oceanographer GMT
Über Retro-Charme und ein ikonisches Design verfügt die Oceanographer GMT von Bulova, die optisch klar in der Tradition klassischer Taucheruhren verankert bleibt. Das 41 Millimeter große Gehäuse aus Edelstahl mit gewölbtem Saphirglas, die markante rot-blaue 24-Stunden-Lünette und das kräftig blaue Zifferblatt zitieren bewusst die Ästhetik historischer GMT-Modelle aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei wirkt die Umsetzung wie eine zeitgemäße Neuinterpretation, die Vintage-Elemente mit moderner Verarbeitung verbindet. Technisch ist die Uhr auf solide Alltagstauglichkeit ausgelegt. Das automatische GMT-Werk erlaubt die Anzeige einer zweiten Zeitzone über einen zusätzlichen 24-Stunden-Zeiger, während ein unabhängig verstellbarer Stundenzeiger das Reisen besonders komfortabel macht. Mit rund 42 Stunden Gangreserve bleibt das Werk im klassischen Rahmen, erfüllt aber zuverlässig die Anforderungen einer sportlichen Alltagsuhr. Die Wasserdichtigkeit von 200 Metern unterstreicht den Diver-Charakter. Interessant ist die Positionierung von Bulova innerhalb des Marktes. Als Teil der Citizen-Gruppe verbindet die Marke amerikanisches Design-Erbe mit japanisch geprägter industrieller Fertigungskompetenz. Die Oceanographer GMT steht exemplarisch für diesen Ansatz: Sie bietet ein emotional aufgeladenes Design mit historischer Anmutung, bleibt mit 849 Euro aber preislich zugänglich.
#5 Q Timex GMT
Während zahlreiche Marken das Ziel verfolgen, ikonische Designs anderer Hersteller möglichst präzise zu übersetzen, setzt Timex bewusst auf eine Mischung aus Nostalgie, Zugänglichkeit und moderner Alltagstauglichkeit. Der Ursprung der Q Timex GMT liegt in den 1970er-Jahren, einer Zeit, in der Quarztechnologie die Branche grundlegend veränderte. Genau aus dieser Ära stammt die ursprüngliche Q Timex, deren Gestaltung hier nahezu unverändert weiterlebt. Das kompakte, komfortabel gestaltete 38-Millimeter-Gehäuse, die rot-blaue GMT-Lünette und das minimalistische Zifferblatt zitieren diese Zeit direkt. Besonders das gewölbte Acrylglas trägt dabei zur Vintage-Anmutung bei. Anders als viele mechanische GMT-Modelle setzt die Uhr auf ein Quarzwerk, das eine hohe Ganggenauigkeit bei minimalem Wartungsaufwand bietet. Gleichzeitig bleibt die GMT-Funktion erhalten, sodass sich eine zweite Zeitzone unkompliziert verfolgen lässt. Diese Kombination macht sie besonders attraktiv für Einsteiger. Während die Modelle von Certina, Bulova oder Ball stärker auf Robustheit und technische Leistungswerte setzen, geht die 249 Euro teure Q Timex einen emotionaleren Weg. Sie lebt weniger von ihrer technischen Komplexität als von ihrem Design sowie ihrer Geschichte und richtet sich an Menschen, die den Charme vergangener Jahrzehnte schätzen, aber gleichzeitig eine unkomplizierte, verlässliche Uhr für den Alltag suchen.
#6 Citizen Series 8 GMT
Eine spannende Mischung aus klassischer Toolwatch und moderner Allround-Sportuhr bietet die Citizen Series 8 GMT. Auf den ersten Blick greift die Uhr vertraute GMT-Codes wie die rot-blaue Lünette, das klar strukturierte Zifferblatt und die robuste Stahlkonstruktion auf. Doch anders als viele Vintage-inspirierte Modelle wirkt die Series 8 deutlich moderner. Das Gehäuse ist kantiger, die Linienführung präzise und das strukturierte Zifferblatt bringt eine gewisse technische Tiefe ins Design. Für zuverlässigen Antrieb sorgt das Kaliber 9054, ein Automatikwerk, das neben der GMT-Funktion auch eine erhöhte Magnetfeldresistenz bietet. Die Gangreserve von rund 50 Stunden und die solide Regulierung betonen den funktionalen Ansatz. Mit 42 Millimetern Durchmesser und einer Wasserdichtigkeit bis zehn Bar meistert sie dabei die alltäglichen Herausforderungen. Das Beispiel moderner, funktionaler Uhrmacherei kostet 1.125 Euro.
#7 Davosa Ternos GMT
Funktionalität, Alltagstauglichkeit und Sportuhr-Ästhetik treffen bei der Ternos GMT aufeinander. Mit einem Durchmesser von 40 Millimetern ist sie vielseitig tragbar und orientiert sich klar an klassischen Proportionen. Verschraubte Krone und Boden sowie eine Wasserdichtigkeit von bis zu 200 Metern unterstreichen den sportlichen Charakter. Im Zentrum steht die GMT-Funktion, die durch einen zusätzlichen farblich abgesetzten Zeiger sowie eine beidseitig drehbare Keramiklünette komplettiert wird. Für Antrieb sorgt das Automatikwerk DAV3032, das mit einer Gangreserve von rund 56 Stunden ausgestattet ist. Funktionen wie Sekundenstopp und Datumschnellschaltung sorgen für Komfort im täglichen Gebrauch. Preislich liegt die Neuvorstellung bei 1.750 Euro.
Erste GMT-Master von Rolex aus dem Jahr 1955
Rolex#8 Vintage GMT-Master von Rolex
Auch wenn die moderne GMT-Master-Referenz von Rolex nicht mehr offiziell erhältlich ist, so sind zahlreiche spannende, charaktervolle und vergleichsweise human bepreiste Vintage-Modelle auf dem Gebrauchtmarkt zu finden. Beispielsweise die GMT-Master II Ref. 16710 ist längst über ihre Funktion hinausgewachsen und heute ein moderner Klassiker. Mit ihrem 40-Millimeter-Edelstahlgehäuse und der markanten, verschraubten Krone bleibt die Uhr der robusten Toolwatch-DNA treu, mit der die GMT-Master ursprünglich entwickelt wurde. Ihr Design wirkt bewusst funktional, fast zurückhaltend, doch gerade darin liegt ihre Stärke. Im Inneren arbeitet das Automatikwerk Kaliber 3185, ein Chronometer-zertifiziertes Uhrwerk, das für seine Zuverlässigkeit und Langlebigkeit bekannt ist. Die Möglichkeit, eine zweite Zeitzone unabhängig einzustellen, macht die Uhr nicht nur praktisch, sondern unterstreicht auch ihren ursprünglichen Zweck als Instrument für die Luftfahrt. Besonders interessant ist die Referenz 16710 im historischen Kontext. Sie stellt gewissermaßen die letzte Generation der Modellreihe mit klassischen Aluminium-Lünetten dar, bevor Rolex auf Keramik umstellte. Dadurch bewahrt sie eine gewisse Leichtigkeit und Farbcharakteristik, die viele Sammler heute besonders schätzen. Gleichzeitig ist sie modern genug, um im Alltag problemlos getragen zu werden. Gute erhaltene Modelle sind bereits unter 14.000 Euro erhältlich.
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