Time to Watches 2026: Die 12 spannendsten Modelle
Abseits der großen Bühne entfaltet sich rund um die Watches and Wonders eine zweite, oft unterschätzte Welt: die der unabhängigen Marken. Auf der Time to Watches werden Uhren präsentiert, die aus persönlicher Haltung, einem experimentellen Ansatz und handwerklichem Fokus heraus gedacht sind. Von historisch fundierten Referenzen über reduzierte Anzeigen bis hin zu mechanischen Objekten, die Zeit eher interpretieren als messen, kann dort beinahe alles bestaunt werden. Entdecken Sie im folgenden Artikel zwölf der spannendsten Modelle dieser Ausstellung.
#1 Airain Type 20 „70 ANS“
Airain Type 20 „70 ANS“
AirainDie Renaissance historischer Fliegerchronographen ist kein neues Phänomen, doch nur selten gelingt der Spagat zwischen Archivtreue und Gegenwart so kontrolliert wie hier. Die Type 20 „70 ANS“ versteht sich nicht als nostalgische Replik, sondern als moderne Übersetzung eines militärischen Originals. Im Zentrum steht die Flyback-Funktion, jenes technische Merkmal der ursprünglichen Type-20-Spezifikation für französische Militärpiloten. Sie erlaubt das unmittelbare Neustarten der Zeitmessung ohne Zwischenschritt. Das Entscheidende: Airain belässt es nicht bei der historischen Geste. Das verbaute Säulenrad-Chronographenwerk bringt jene mechanische Klarheit zurück, die viele moderne Interpretationen zugunsten industrieller Lösungen aufgegeben haben. Auch die Proportionen sind bemerkenswert diszipliniert. Mit 39 Millimetern Durchmesser und knapp 15 Millimetern Höhe bleibt die Uhr nah an den historischen Vorbildern. Das sogenannte „Horizon Blue“-Zifferblatt zitiert frühe französische Farbcodes, wirkt aber nicht künstlich gealtert. Es ist hell genug für Kontrast, eignet sich aber dennoch ausgezeichnet für den Alltag. Dazu kommt das bewusst weiche Materialspiel des beigen Veloursbands mit blauer Unterfütterung. Ein transparenter Gehäuseboden komplettiert den 3.850 Euro teuren Chronographen.
#2 Done Mechanica Chrono „Nine in Ten“
Done Mechanica Chrono „Nine in Ten“
DoneDie Mechanica Chrono „Nine in Ten“ von Done ist kein Versuch, den Chronographen neu zu erfinden, sondern ihn auf seine funktionale und formale Essenz zu reduzieren. Der Ausgangspunkt ist klar: klassische Bi-Compax-Anordnung, schlanke Drücker, 40-Millimeter-Gehäuse. Im Inneren arbeitet ein modifiziertes Kaliber von La Joux-Perret. Die solide, industrienahe Basis, die hier konsequent in Szene gesetzt wird, soll dazu dienen, Mechanik nachvollziehbar zu gestalten. Rotor, Brücken und zahlreiche weitere Bauteile können bei der Arbeit bestaunt werden. Interessant ist zudem der Umgang mit Proportionen. Chronographen besitzen konstruktionsbedingt häufig ein vergleichsweise hohes Gehäuse. Aus diesem Grund verteilen zwei gewölbte Saphirgläser das Volumen optisch und erzeugen eine flachere Silhouette. Auch die Entstehung ist Teil des Konzepts: Vorbestellung statt klassischem Vertrieb, direkte Einbindung der Community und transparente Preisstruktur. Für umgerechnet rund 5.450 Euro darf man sich in jedem Fall über einen Hingucker am Handgelenk freuen.
#3 Fears Brunswick 40.5 Jump Hour „Barleycorn Plum“
Fears Brunswick 40.5 Jump Hour „Barleycorn Plum“
FearsDie Brunswick 40.5 „Barleycorn Plum“ nutzt das Prinzip der springenden Stunde nicht als technische Spielerei, sondern als gestalterische Grundlage. Statt eines kontinuierlich wandernden Stundenzeigers erscheint die Zeit hier unter anderem in einem Fenster. Die Stunde springt exakt im Moment des Wechsels, während sich nur der Minutenzeiger bewegt. Fears kombiniert dieses Konzept mit einer ausgeprägten Materialität. Das Zifferblatt ist mehrschichtig aufgebaut: außen ein silberbeschichtetes Barleycorn-Muster mit radialer Struktur, innen ein matter Pflaumenton. Das Gehäuse folgt einer anderen Logik. Die kissenförmige Brunswick-Silhouette verzichtet vollständig auf harte Übergänge. Keine flachen Flächen, keine scharfen Kanten, stattdessen kontinuierliche Krümmungen, die den Korpus beinahe weich wirken lassen. Für zuverlässigen Antrieb sorgt ein modulares System, das aus einer Sellita-Basis mit Jump-Hour-Modul besteht. Interessant ist zudem die Entscheidung, die Mechanik mithilfe eines Sichtbodens erlebbar zu machen. Alcantara-Bänder runden den Zeitmesser stilvoll ab. Mit knapp unter 5.000 Euro bewegt sich die Brunswick in einem Segment, in dem klassische Dreizeiger dominieren, hochwertige und stilvolle Modelle mit springender Stunde jedoch eher selten zu finden sind.
#4 GoS Völund „Fullerö Sword“
GoS Völund „Fullerö Sword“
GoSEin wahrer Hingucker ist das Zifferblatt der „Fullerö Sword“. Es entsteht nicht durch industrielle Veredelung, sondern durch Schmieden. Damaststahl, in Schichten aufgebaut, verdreht und erneut verschweißt, erzeugt die organische Struktur, die sich nicht wiederholen lässt. Jede Oberfläche ist das Ergebnis eines aufwendigen Prozesses. Die Inspiration besagten Uhrengesichts stammt von einem Wikinger-Schwertfund aus der Region um Uppsala. Die gleiche Technik, die einst jene Klingenstruktur erzeugte, wird hier auf die Dimension eines Zifferblatts übertragen. Die Anzeige verzichtet bewusst auf klassische Indizes, stattdessen liegt ein transparenter Ring aus Saphir über dem Zifferblatt. Stunden- und Minutenmarkierungen sind in dessen Kanten eingearbeitet. Tagsüber ist dieser fast unsichtbar, nachts wird er von einem darunterliegenden Leuchtkreis inszeniert, der in einem intensiven Orange aufleuchtet – eine Anspielung auf glühendes Metall im Schmiedeprozess. Das Gehäuse folgt derselben Gestaltungsart. Flechtmuster auf der Lünette, Rillen an den Flanken und differenzierte Oberflächen beziehen sich auf nordische Artefakte. Im Inneren arbeitet ein modifiziertes La Joux-Perret G101. Selbst der Rotor greift das Thema auf. Er ist skelettiert und mit einem Triskele-Motiv versehen. Auch das Armband fügt sich nahtlos ein, besteht aus Elchleder und weist eine Flechtstruktur auf. Ab 11.500 Euro wird der Zeitmesser der besonderen Art Teil der eigenen Sammlung.
#5 Haute-Rive Honoris „Lagoverde“
Haute-Rive Honoris „Lagoverde“
Haute-RiveDie Honoris „Lagoverde“ erklärt sich nicht über Funktionen, sondern über Aufbau. Jede Ebene ist Teil eines klaren Gestaltungskonzepts. Das Zifferblatt bildet den Ausgangspunkt. Eine massive Goldbasis wird von Hand graviert, die Linien folgen einer bewusst strukturierten Perspektive: unten tief und breit, nach oben hin zunehmend feiner. Im Anschluss wird transluzente Grand-Feu-Emaille aufgetragen. Der Grünton verändert je nach Lichteinfall seine Dichte. Die Emaille fungiert dabei weniger als Farbe, sondern eher als eine Art Filter, der die darunterliegende Struktur sichtbar macht oder verborgen hält. Im unteren Bereich öffnet sich das Uhrengesicht und gibt den Blick auf das fliegende Tourbillon frei. Besonders beeindruckend sind die 1000 Stunden Gangreserve, die von den 288 Komponenten garantiert und genutzt werden. Das Weißgoldgehäuse bleibt dabei bewusst zurückhaltend. Der Preis der auf lediglich acht Exemplare limitierten Edition kann bei der Manufaktur erfragt werden.
#6 Laine P37
Laine P37
LaineAuch wenn sie auf den ersten Blick klassisch, fast zurückhaltend wirkt, zeigt die P37, was handwerkliche Finissierung heute bedeuten kann. Die Basis bildet ein vertrautes Fundament: der Räderwerkaufbau des Peseux 7001. Ein Kaliber, das seit Jahrzehnten in flachen, manuellen Uhren zum Einsatz kommt. Laine nutzt diese Struktur jedoch nur als Ausgangspunkt. Brücken, Schrauben, Zeiger, Zifferblatt – nahezu alles wird neu gefertigt oder überarbeitet. Entscheidend ist dabei die Tiefe der Bearbeitung. Guilloché entsteht hier nicht industriell, sondern auf historischen, handbetriebenen Maschinen. Diese Liebe zum Detail setzt sich im Werk fort. Zwei schwarzpolierte Stahlbrücken, dazu insgesamt 17 handpolierte Stahlteile, scharfe Innenwinkel und von Hand gezogene Fasen lassen einen hohen Anspruch erkennen. Auch die Zeiger folgen dieser Logik. Sie werden aus dünnem Stahl geschnitten, von Hand in Form gefeilt, anschließend poliert oder thermisch gebläut. Mit 37 Millimetern Durchmesser und nur acht Millimetern Höhe bleibt der elegante Begleiter bewusst kompakt. Für umgerechnet rund 10.800 Euro wechselt eines der 99 Exemplare ans eigene Handgelenk.
#7 Lebois & Co Heritage Atelier Chronograph „Bleu sur Blanc“
Lebois & Co Heritage Atelier Chronograph „Bleu sur Blanc“
Lebois & CoDieser Chronograph von Lebois & Co definiert sich nicht nur über sein Werk, sondern auch über einen der anspruchsvollsten Prozesse der Uhrmacherei: Grand-Feu-Emaille. Das Zifferblatt stellt somit das eigentliche Zentrum dar. Auf einer gewölbten Kupferbasis werden mehrere Emailleschichten bei rund 800 °C gebrannt. Jede Phase birgt ein Risiko: Spannungen im Material, minimale Verformungen oder Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche lassen sich nicht korrigieren. Die Konstruktion ist dreiteilig. Hauptfläche und Totalisatoren entstehen separat und werden anschließend bündig eingesetzt. Die Farbwahl ist bewusst reduziert. Ein warmes, leicht gebrochenes Weiß bildet die Basis, darauf sind tiefblaue Register zu sehen. Spannend ist die funktionale Entscheidung für eine Dezimalskala. Statt Tachymeter oder Telemeter wird Zeit hier in Hundertstel Minuten übersetzt. Gestalterisch bleibt das Modell diszipliniert. Weder zusätzliche Komplikationen noch visuelle Überladung beeinträchtigen die Ablesbarkeit. Rund 9.800 Euro sind nötig, um den Chronographen der besonderen Art sein Eigen nennen zu dürfen.
#8 Maison Horlogère Palmer Grand Classic Atelier
Maison Horlogère Palmer Grand Classic Atelier
Maison Horlogère PalmerMit der Grand Classic Atelier verfolgt Maison Horlogère Palmer das Ziel, die handwerkliche Essenz hervorzuheben. Im Mittelpunkt steht ein massives Silberzifferblatt, das von Hand guillochiert wird. Die Mono-Pusher-Krone verweist auf historische Chronographen der frühen Luftfahrt und reduziert die äußere Komplexität, verlangt intern jedoch eine präzisere Abstimmung des Mechanismus. Das Kaliber GCS01CHM vereint moderne Leistungsparameter mit klassischer Finissierung. Eine Frequenz von vier Hertz sorgt für präzise Gangwerte, während die Gangreserve von rund 60 Stunden alltagstaugliche Autonomie bietet. Gleichzeitig zeigt sich die mechanische Qualität in der Ausführung der Details: Anglierte Kanten erzeugen feine Lichtreflexe, Genfer Streifen strukturieren die Flächen mit eleganter Tiefe und Mikroperlage verleiht verborgenen Bereichen eine gleichmäßige Textur. Mit 41 Millimetern Durchmesser und einer relativ schlanken Bauweise garantiert der Zeitmesser zudem Tragekomfort. Rund 10.900 Euro kostet das Modell.
#9 Oisa 1937 Skeleton Collection
Oisa 1937 Skeleton Collection
Oisa 1937Die italienische Marke Oisa 1937 konzentriert sich nicht auf technische Superlative, sondern auf eine sehr klare Idee: mechanische Uhrmacherei sichtbar, verständlich und ästhetisch erfahrbar zu machen. Im Zentrum steht das Handaufzugskaliber 29-50, das in unterschiedlichen Ausführungen durch die Kollektionen getragen wird. Es ist kein Werk, das durch extreme Innovation auffällt, sondern durch seine klassische Architektur und die Möglichkeit, es gestalterisch zu interpretieren. Statt immer neue Komplikationen zu entwickeln, nutzt Oisa dieses Fundament, um die Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was in der traditionellen Uhrmacherei oft entscheidend ist: Finissierung, Proportion und visuelle Wirkung. Besonders deutlich wird das in der Heritage Collection, in der handguillochierte Zifferblätter auf einer Silberbasis entstehen. Hier zeigt sich eine handwerkliche Tiefe, die man in dieser Preisklasse selten findet. Die feinen Gravuren brechen das Licht auf lebendige Weise und verleihen der Uhr eine Präsenz, die sich erst bei genauerer Betrachtung vollständig erschließt. Dem gegenüber stehen die farbintensiveren Modelle der Prestige Collection, die mit kräftigen Zifferblattfarben bewusst moderner auftreten. Sie wirken fast wie ein Gegenentwurf zur klassischen Dresswatch und zeigen, dass traditionelle Mechanik nicht zwingend konservativ interpretiert werden muss. Die Skeleton Collection geht noch einen Schritt weiter und legt das Innenleben vollständig offen. Hier wird die Konstruktion selbst zum Gestaltungselement, das den Blick direkt auf Räderwerk, Brücken und Finissierung lenkt. Die Origins Collection schließlich bildet das ruhigste Kapitel dieser Familie. Mit klaren Linien, reduzierten Zifferblättern und ausgewogenen Proportionen wirkt sie fast archetypisch. Der Preis des oben abgebildeten Modells beläuft sich auf 4.270 Euro.
#10 Qian GuoBiao Skylight Sun AB-05S
Qian GuoBiao Skylight Sun AB-05S
Qian GuoBiaoMit der Skylight Sun AB-05S stellt Qian GuoBiao eine Uhr vor, die weniger an Tradition gebunden und stärker als künstlerisches Objekt gedacht ist. Der erste Eindruck wird vom Zifferblatt bestimmt, das eigentlich keines im klassischen Sinne ist. Die offen gearbeitete Konstruktion legt den Blick auf das Werk frei. Die Oberfläche aus Kupfer ist mit einem goldfarbenen Tremblage-Finish versehen – einer aufwendigen Handtechnik, bei der mit feinen Stichen eine unregelmäßige, fast vibrierende Struktur entsteht. Dieses Spiel aus Licht und Mikrorelief erzeugt eine warme, lebendige Tiefe, die sich je nach Blickwinkel und Lichteinfall ständig verändert. Im Inneren arbeitet das hauseigene Kaliber AB-05, ein Handaufzugswerk mit einer eher klassischen Frequenz von 18.000 Halbschwingungen pro Stunde und einer Gangreserve von rund 40 Stunden. Das Gehäuse wirkt mit 39 Millimetern Durchmesser und nur 10 Millimetern Höhe erstaunlich zurückhaltend und lenkt die gesamte Aufmerksamkeit auf die handgearbeitete Oberfläche und die offene Architektur. Für umgerechnet rund 31.600 Euro wechselt eines der 18 Exemplare in die eigene Sammlung.
#11 Sartory Billard SB10 Jumping Hour “50–50 Grind”
Der Ausgangspunkt der SB10 Jumping Hour 50–50 Grind von Sartory Billard liegt in einem früheren, nie realisierten Konzept, das technisch zu aufwendig gewesen wäre. Statt dieses Projekt zu verwerfen, wurde es destilliert. Übrig blieb die Essenz: eine möglichst klare Darstellung der Zeit, bei der alles Überflüssige entfernt wurde. Das Ergebnis ist eine Uhr ohne Zeiger und ohne klassisches Zifferblatt. Zeit erscheint hier nicht mehr als mechanische Anzeige, sondern als visuelle Bewegung. Die Stunden werden über eine große Öffnung bei sechs Uhr dargestellt. Anders als bei vielen Springstunden-Uhren, bei denen die Anzeige klein ist, wird hier bewusst das Gegenteil angestrebt. Der Moment des Sprungs steht im Kontrast zur Darstellung der Minuten. Diese bewegen sich kontinuierlich auf einer ultradünnen Saphirscheibe. Im Zentrum steht ein Element, das aus echten Skateboard-Decks besteht. Holzschichten, Gebrauchsspuren und sogar die raue Struktur des Grip-Tapes werden sichtbar. Diese Verbindung von Uhrmacherei und Skateboard-Kultur wirkt zunächst unerwartet, beide Welten teilen jedoch ein Verständnis von Balance, Präzision und Ausdruck. Der Name „50–50 Grind“, ein Skateboard-Trick, wird zur Metapher für das Gleichgewicht zwischen rohem Material und präziser Konstruktion. Technisch bleibt die Uhr solide. Das automatische Kaliber G100 von La Joux-Perret liefert mit rund 55 Stunden Gangreserve eine zuverlässige Basis, während das Springstunden-Modul die eigentliche Besonderheit darstellt. Das Gehäuse mit 39,5 Millimetern Durchmesser wirkt ausgewogen und lässt der offenen Architektur genügend Raum, ohne überdimensioniert zu erscheinen. Umgerechnet rund 4.000 Euro kostet die besondere Uhr für Skateboard-Fans.
#12 Sinclair Harding × Jörg Hysek La Colonne du Temps Mark II
Sinclair Harding × Jörg Hysek La Colonne du Temps Mark II
Sinclair HardingMit der La Colonne du Temps Mark II verlässt Sinclair Harding endgültig das Terrain klassischer Uhrmacherei und bewegt sich in Richtung kinetischer Kunst. In Zusammenarbeit mit Jörg Hysek ist hier kein Zeitmesser im üblichen Sinne entstanden, sondern eine skulpturale Interpretation von Zeit, die Mechanik, Design und Raumwirkung miteinander verschmelzen lässt. Die Konstruktion erhebt sich wie eine architektonische Säule unter einer Glasglocke, getragen von einer technisch präzise ausgearbeiteten Basis. Die Anzeige folgt keinem klassischen Zifferblatt, sondern einem komplexen System rotierender Segmente. Stunden und Minuten erscheinen auf unabhängigen Trägern, die jeweils von speziell geformten Kurvenscheiben gesteuert werden. Jedes Element bewegt sich in seinem eigenen Rhythmus, wodurch eine Art mechanische Choreografie entsteht. Zwischen diesen rotierenden Strukturen sitzt ein kleinerer Zylinder, auf dem die Sekunden über einen retrograden Zeiger dargestellt werden. Dieser springt nach jedem Zyklus zurück und setzt so einen klaren Kontrapunkt zur fließenden Bewegung der übrigen Anzeigen. Zuverlässigen Antrieb garantiert ein traditionell inspiriertes Uhrwerk mit Kette und Schnecke, das eine Gangreserve von acht Tagen bietet. Diese klassische Lösung sorgt für eine konstante Kraftübertragung und bildet bewusst einen Kontrast zur futuristischen Darstellung der Zeit. Die Verarbeitung folgt höchsten handwerklichen Ansprüchen. Sämtliche Komponenten werden von Hand finissiert und Messingteile mit Edelmetallen wie Gold, Roségold oder Platin beschichtet. Das Gehäuse aus Aluminium kann zudem individuell gestaltet werden. Die Mark-II-Version bringt außerdem funktionale Verbesserungen mit sich. Eine Gangreserveanzeige wurde integriert, die Aufzugseinheit nach vorne verlegt und zusätzliche Öffnungen geschaffen, um die Mechanik noch besser sichtbar zu machen.
Frische Perspektiven aus Genf: Neuheiten von Trilobe, Pequignet, Charriol und BRM Chronographes
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