Jacob & Co. Godfather II: Musikuhr mit Melodiewahl
Jacob & Co. The Godfather II: Zwei Melodien, ein Kaliber
Jacob & Co. erweitert seine Godfather-Kollektion mit einer technischen Premiere: Das Kaliber JCAM62 ermöglicht erstmals die Auswahl zwischen zwei Melodien innerhalb eines einzigen Spieldosenbarrels. Eine kleine Lateralverschiebung von weniger als einem Millimeter, gesteuert über einen Selektor bei 10 Uhr, bestimmt, welche der 18 Stahlzähne der Kamm anschlägt. Damit ist die Melodieauswahl kein Novum in der Uhrmacherei schlechthin, wohl aber in der Kombination mit einem fliegenden Einminuten-Tourbillon innerhalb eines tragbaren Gehäuses von 42 x 44 mm.
Jacob & Co. Godfather II
Jacob & Co.Für Filmfans und Uhrenliebhaber
Wer 1979 als 14-Jähriger ohne Sprachkenntnisse und ohne Geld aus Usbekistan in die USA kam, hatte andere Sorgen als Haute Horlogerie. Jacob Arabo brauchte zwei Jahre, um sich überhaupt einen Kinobesuch leisten zu können. Der erste Film, den er je auf einer Leinwand sah: The Godfather. Seitdem hat er diese Obsession konsequent in Metall gegossen, erst mit der Opera Godfather 2019, dann mit mehreren Iterationen, jetzt mit der Godfather II. Das ist persönliche Geschichte in 510 Bauteilen.
Was sich geändert hat: Das Gehäuse ist von 49 auf 42 x 44 mm geschrumpft, die Mechanik ist gewachsen. Und zum ersten Mal spielt eine Uhr von Jacob & Co. zwei Melodien. Das Kaliber JCAM62 ermöglicht die Auswahl zwischen The Godfather Love Theme und The Godfather's Waltz über einen Selektor bei 10 Uhr. Eine Lateralverschiebung von weniger als einem Millimeter bestimmt, welche Stifte des Messingzylinders die 18 Stahlzähne des Kamms anschlagen. Damit ist die Melodieauswahl kein Novum in der Uhrmacherei schlechthin, wohl aber in der Kombination mit einem fliegenden Einminuten-Tourbillon innerhalb eines tragbaren Gehäuses von 42 x 44 mm.
Der eigentliche Fortschritt gegenüber dem Vorgänger: Statt des ausladenden 49-mm-Formats mit 20 mm Bauhöhe kommt die Godfather II in einem Art-déco-inspirierten Rechteckgehäuse aus 18-Karat-Roségold, 17 mm hoch, mit einer Gangdauer von 72 Stunden und separatem Musikbox-Energieindikator. Bis zu zehn Melodieabspielungen pro Aufzug, jede 15 bis 20 Sekunden lang.
Jacob & Co. Godfather II, Kaliber JCAM62
Jacob & Co.Technischer Hintergrund
Das Kaliber JCAM62 zählt 510 Komponenten und läuft mit 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Zwei getrennte Kraftquellen, eine für das Räderwerk, eine für die Musikbox, bilden die Grundlage des Energiemanagements. Das Prinzip der doppelten Gangreserve ist aus Schlaguhren bekannt; es auf eine musikalische Komplikation anzuwenden ist konsequent, da Musikdosen mehr Energie verbrauchen als eine klassische Minutenrepetition. Das Musikboxsystem folgt dem bewährten Kamm-Zylinder-Prinzip: Ein stiftbesetzter Messingzylinder aktiviert die Zähne des Kamms der Reihe nach. Die Neuheit liegt in der Miniaturisierung und der Doppelkodierung auf einem einzigen Zylinder. Beim Vorgänger rotierte das gesamte Uhrwerk während des Abspielens um 120 Grad, eine Kurbel diente als Aufzugsorgan. Beides entfällt in der Godfather II zugunsten einer kompakteren Konstruktion. (Ebenfalls neu: Jacob & Co. erfindet den Diamantschliff neu)
Jacob & Co. Godfather II
Jacob & Co.Design und Ablesung
Das schwarze Lackzifferblatt trägt ein Porträt Marlon Brandos als Don Corleone sowie das charakteristische Marionettenmotiv in dreidimensionaler Applikation. Auf dem Gehäuseboden öffnet eine Saphirscheibe den Blick auf den Kamm; eine Platte zeigt die tatsächliche Partitur des Godfather Love Theme. Die Krone ist mit spiralförmigen Rillen versehen, der Gehäuseboden ist mit gravierten Einschusslöchern, die Rose Corleones zieht sich als Reliefgravur am Gehäuse entlang.
Das Armband aus schwarzem Alligatorleder schließt mit einer Faltschließe aus 18 Karat Roségold. Wasserdicht bis 30 Meter. (Ebenso lesenswert: Jacob & Co. präsentiert Astronomia Revolution mit dem weltweit ersten Vier-Achsen-Tourbillon)
Die Godfather II ist kein technisches Unikat im Sinne einer mechanischen Weltpremiere, aber sie löst eine uhrmacherische Herausforderung: zwei vollständige Kompositionen in ein kompaktes Gehäuse zu integrieren, ohne das Tourbillon zu streichen. Für Jacob & Co. ist diese Uhr auch eine Positionierungsentscheidung. Die Marke bedient sich seit Jahren bewusst einer popkulturellen Bildsprache: Astronomia, Opera, Billionaire. Die Kooperation mit Paramount Pictures und das persönliche Narrativ des Gründers verleihen der Kollektion eine Markenmythologie, die im klassischen Genfer Umfeld nicht existiert. Das hat seinen Markt. Je 440.000 Dollar bei insgesamt 75 Stück werden diesen nicht sprengen.