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Lesedauer 3 Min.

Zenith Defy Zero G Sapphire – Wenn Zeit keine Richtung mehr kennt

Zwei schwebende Meisterwerke: Zenith zeigt mit der neuen Defy Zero G aus blauem und transparentem Saphirglas, wie weit Präzision der Schwerkraft entkommen kann.
Zenith Defy Zero G Sapphire
© Zenith

Die Schwerkraft ist in der Uhrmacherei seit jeher der unsichtbare Gegner. Sie zieht, kippt, verzerrt – winzige Einflüsse, die in der Welt der Chronometrie den Unterschied zwischen Präzision und Abweichung bedeuten. Doch bei Zenith hat man sie bezwungen. Nicht poetisch, sondern technisch. 

Mit der neuen Defy Zero G Sapphire bringt die Manufaktur aus Le Locle zwei Modelle, die so sehr nach Science-Fiction aussehen, dass sie fast unwirklich scheinen – eines aus tiefblauem Saphirglas, das andere vollkommen transparent. Beide sind auf je zehn Stück weltweit limitiert.

Zenith Defy Zero G Sapphire

Zenith Defy Zero G Sapphire

© Zenith

Ein Gyroskop fürs Handgelenk 

Seit der Einführung im Jahr 2008 ist die Zero G von Zenith mehr als ein Tourbillon – sie ist ein kardanisch aufgehängtes System, das das Regulierorgan der Uhr ständig in der Waagerechten hält. Eine Miniaturisierung der Marinechronometer des 19. Jahrhunderts, die einst den Kurs auf hoher See hielten. Statt also die Fehler der Schwerkraft zu mitteln, wie es ein Tourbillon tut, eliminiert das „Gravity Control“-Modul sie aktiv – in Echtzeit. Möglich macht das ein winziges Differential und ein Kegelradgetriebe, das die Energieübertragung sicherstellt, egal, wie sich die Uhr am Handgelenk bewegt. Es ist eine der komplexesten Mechaniken, die je in eine Armbanduhr integriert wurden: 139 Komponenten in einem Raumvolumen von gerade einmal 1,3 cm³, gehalten von neun Keramikkugellagern.

Zenith Defy Zero G Sapphire

Zenith Defy Zero G Sapphire

© Zenith

Transparente Architektur 

Mit der 2025er-Neuauflage geht Zenith noch einen Schritt weiter – oder besser: sie lässt alle Hüllen fallen. Das 46-Millimeter-Gehäuse besteht vollständig aus Saphirglasblöcken, präzise geschliffen, bis zur Lünette, bis zum Boden. Fast so hart wie Diamant – und ebenso spektakulär im Licht. 

Das blaue Modell spielt mit einem Zifferblatt aus Lapislazuli, durchzogen von goldfarbenem Pyrit, wie ein Sternenhimmel über Le Locle. Die transparente Version dagegen legt alles offen – das filigrane, skelettierte Kaliber El Primero 8812 mit seiner 5-Hertz-Frequenz und der 50-Stunden-Gangreserve

Bei 6 Uhr dreht sich das Zero G-Modul unaufhörlich, wie ein kleiner Satellit im eigenen Orbit – immer horizontal, immer im Gleichgewicht.

Zenith Defy Zero G Sapphire

Zenith Defy Zero G Sapphire

© Zenith

Das vollständig skelettierte Uhrwerk mit dem gyroskopische „Gravity Control“-Modul hält das Regulierungsorgan in einer horizontalen Lage. Das skelettierte Zifferblatt zeigt dezentrale Stunden und Minuten bei 12 Uhr sowie eine kleine Sekunde bei 9 Uhr. Das selbstregulierendes „Gravity Control“-Modul sitzt bei 6 Uhr, eine Gangreserveanzeige ist bei 3 Uhr vorzufinden. Die Stundenindizes sowie Zeiger sind rhodiniert, facettiert und mit Superluminova SLN C1 beschichtet.

Die exklusive zweifarbige Signatur (Blau und Rhodium) findet sich auch auf Platinen und Brücken sowie dem gefrästen Sternenhimmel. Dass Gegengewicht des gyroskopischen Systems besteht aus laserdekoriertem Platin.

Getragen werden die Uhren am blauen Alligatorlederband mit Kautschukunterfütterung und Faltschließe aus Titan.

 

Zenith Defy Zero G Sapphire

Zenith Defy Zero G Sapphire

© Zenith

Mehr als ein Jubiläum 

Die Defy Zero G Sapphire erscheint anlässlich des 160-jährigen Bestehens von Zenith – und wirkt wie ein Manifest. Sie zeigt, dass Haute Horlogerie längst nicht an der Grenze ihrer physikalischen Möglichkeiten angekommen ist. Der Preis? Je 220.000 Euro.

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