3 Fragen an Adrian Bosshard

Interview mit dem Präsidenten und Geschäftsführer von Union Glashütte

Thomas Wanka
von Thomas Wanka
am 10. Oktober 2014

Die ADAC GT Masters steht kurz vor der Entscheidung, als wir während des Rennens am Sachsenring Gelegenheit bekommen, uns mit Adrian Bosshard, dem Präsidenten und Geschäftsführer von Union Glashütte über die Marke zu unterhalten.

UHREN-MAGAZIN: Wie kam es zur Zusammenarbeit von Union Glashütte mit dem Reiter Engineering Team?
Adrian Bosshard: Es war der Rennstall Reiter Engineering, der Anfang des Jahres mit einer interessanten Offerte bezüglich seines Camaro Teams auf uns zukam. Wir haben spontan zugesagt. Wir sind ja schon seit einigen Jahren im Motorsport bei der Oldtimer Rallye Sachsen Classic engagiert und das Feedback ist sehr positiv. Union und Motorsport, das passt toll zusammen und die Zielgruppen stimmen überein. In der GT Masters Serie sind viele prestigeträchtige deutsche Automarken dabei, und die Rennen werden live in Kabel 1 übertragen. Wir haben festgestellt, dass unsere Zielgruppe jünger wird und die GT Masters spricht auf jeden Fall ein komplementäres und jüngeres Publikum als die Oldtimer Rallye an.

Adrian Bosshard, Präsident und Geschäftsführer von Union Glashütte
Adrian Bosshard, Präsident und Geschäftsführer von Union Glashütte

Wie entwickelt sich Union am Standort Glashütte in Bezug auf die Fertigungstiefe?
Seit 2012 sind wir ja in einem neuen Gebäude am Frühlingsweg, welches doppelt so groß ist als das vorherige. Die dortige Produktionsfläche bauen wir jetzt nochmals erheblich aus, sie wird gegenüber heute um rund 80 Prozent vergrößert. Dadurch erreichen wir eine bessere Vertikalisierung. Wir bekommen ab dem zweiten Quartal 2015 einen zusätzlichen eigenen Maschinenpark. Heute beschäftigen wir in der Produktion rund 30 Leute, die vorwiegend mit der Montage der Uhren beschäftigt sind. Mittelfristig werden es dann etwa 75 Mitarbeiter, die hier unsere eigenen Komponenten produzieren werden. Die Kapazitäten müssen mitwachsen, denn wir haben durch das organische Wachstum und die geographische Ausweitung der Distribution seit 2008 jedes Jahr hohe zweistellige Zuwachszahlen realisiert.

Wie entwickelt sich Union Glashütte als deutsche Marke am weltweiten Markt?
Aktuell ist Deutschland unser Hauptmarkt mit einem starken Wachstum, und auch Österreich entwickelt sich sehr erfreulich. Auch in der Schweiz sind wir mit einigen Verkaufsstellen vertreten, leben dort aber von den Touristen. In diesem Jahr haben wir zehn Verkaufsstellen in Dubai eröffnet. Und in Russland haben wir jetzt einen eigenen Vertrieb aufgebaut und stellen fest, dass Uhren »Made in Germany« zwischen 1.000 und 4.000 Euro ganz gut nach Russland passen. Die Käufer sind sehr Uhren-affin, kennen sich sehr gut aus, sind aber auch anspruchsvoll und suchen das Besondere. Nicht alle Russen sind Millionäre, auch der Mittelstand hat eine große Uhrenkultur. Zurzeit evaluieren wir, nach China zu expandieren, aber dazu müssen wir, wie gesagt, erst einmal die Kapazitäten anpassen.

Die Fragen stellte Thomas Wanka, UHREN-MAGAZIN-Chefredakteur.

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