3 neue Chronographen von Vacheron Constantin mit Manufakturwerken – SIHH 2015 (Preisupdate)

Vacheron Constantin präsentiert neue Serie "Harmony"

Rüdiger Bucher
von Rüdiger Bucher
am 21. Januar 2015

Darauf hat die Fachwelt lange erwartet: Auf dem Genfer Uhrensalon SIHH 2015 zeigt Vacheron Constantin sein erstes eigenes Chronographenkaliber. Genauer gesagt, sind es sogar drei. Für die neuen Manufakturkaliber führt Vacheron Constantin eine neue Kollektion ein: Harmony. Für die aktuelle Kollektion stand ein Modell von 1928 Pate: ein Chronograph mit Pulsometerskala und einem einzigen, in die Krone versenkten Drücker für alle Funktionen.

Manufakturchronograph #1 von Vacheron Constantin: Harmony Chronograph

Auch der heutige Harmony Chronograph mit der Referenznummer 5300 S ist mit einer prominenten, gut ablesbaren Pulsometerskala ausgestattet, die außen um den Minutenkranz herumläuft. Stoppt man den Chronographen nach exakt 30 Pulsschlägen, lässt sich die richtige Frequenz von Schlägen pro Minute ablesen. Das für die Uhr entwickelte Kaliber 3300 wird von Hand aufgezogen und bietet eine Gangautonomie von 65 Stunden. Wie viel davon verbraucht ist, zeigt die Gangreserveanzeige bei sechs Uhr. Der Chronograph im Roségoldgehäuse wird 260-mal gebaut und kostet jeweils 70.000 Euro.

Mit Pulsometerskala: der neue Harmony Chronograph von Vacheron Constantin
Mit Pulsometerskala: der neue Harmony Chronograph 5300 S von Vacheron Constantin

Im Harmony Chronograph tickt das Kaliber 3300
Im Harmony Chronograph tickt das Kaliber 3300.

Manufakturchronograph #2 von Vacheron Constantin: Harmony Chronograph Tourbillon

Die große Schwester des Harmony Chronographen heißt Harmony Chronograph Tourbillon. Ihr Kaliber 3200 bietet die gleichen Maße (32,8 Millimeter Durchmesser, 6,7 Millimeter Höhe) und die gleiche Gangautonomie. Der Unterschied liegt vor allem im großzügig dimensionierten Minutentourbillon der Referenz 5100 S, das sich bei zwölf Uhr befindet und auf dem Zifferblatt der Darstellung der mitlaufenden Sekunde dient. Auf der Rückseite des Werks sieht man beim Tourbillon die kunstvoll verzierte Brücke: Laut Vacheron Constantin ist sie mit einem ähnlichen Muster verziert wie der Unruhkloben der ältesten Taschenuhr des Hauses aus dem Gründungsjahr 1755.

Harmony Chronograph Tourbillon von Vacheron Constantin
Harmony Chronograph Tourbillon 5100 S von Vacheron Constantin

Im Harmony Chronograph Tourbillon 5100 S von Vacheron Constantin arbeitet das Kaliber 3200.
Im Harmony Chronograph Tourbillon 5100 S von Vacheron Constantin arbeitet das Kaliber 3200.

Der Tradition verpflichtet, zeigt sich Vacheron Constantin auch bei der Wahl einer horizontalen Kupplung für den Chronographen. Für den Betrachter ist das viel schöner als die heute oft verwendete vertikale Kupplung, weil er so alle Chronographenfunktionen nachvollziehen kann. Den Nachteil, den horizontale Kupplungen oft mit sich bringen, ein Springen des Chronozeigers beim Start, vermeidet Vacheron Constantin bei den Kalibern 3200 und 3300 durch die besonders feine Verzahnung des Chronozentrumsrads. Außerdem sind die beiden Arme des Nullstellhebels separat gelagert, sodass sie sich vom Uhrmacher besser auf das zugehörige Nullstellherz einstellen lassen. Eine weitere Besonderheit bildet der Antrieb des Tourbillonkäfigs: Er wird nicht wie üblich durch das Trieb des Sekundenrads, sondern durch ein Zwischenrad bewegt. So konnte der Ausschnitt für das Tourbillon besonders groß ausfallen. Nur 26 Käufer haben die Chance, den Chronographen im Platingehäuse für 292.860 Euro zu erwerben.

Manufakturchronograph #3 von Vacheron Constantin: Harmony Chronograph Ultraflach

Eine Klasse für sich bildet der auf zehn nummerierte Exemplare limitierte Harmony Chronograph Ultraflach. Das Kaliber 3500 hat wenig mit den anderen zu tun. Es ist das einzige Automatikwerk innerhalb der neuen Chronographenkollektion und zugleich das erste Manufakturkaliber von Vacheron Constantin mit peripher angeordnetem und auf Kugeln gelagertem Rotor. Eine gute Wahl, denn so kann man durch den Glasboden der Referenz 5400 ein unglaublich schönes Werk bewundern.

Harmony Chronograph Ultralflach 5400 S von Vacheron Constantin
Harmony Chronograph Ultralflach 5400 S von Vacheron Constantin

Das hauseigene Kaliber 3500 ist ein Automatikwerk mit peripherem Rotor.
Das hauseigene Kaliber 3500 ist ein Automatikwerk mit peripherem Rotor.

Die geschwungen gestaltete Chronographenwippe, die historisierende Form der Räder (beides auf dem Bild im unteren rechten Viertel), die feinen Linien der Nullstellhebel (unten links) und nicht zuletzt der Schleppzeigermechanismus (Mitte bis oben links) mit den typischen Zangen sind ästhetisch wie konstruktiv eine Meisterleistung. Mit den für einen Schleppzeigerchronographen äußerst geringen Höhen von Werk (5,2 mm) und Gehäuse (8,4 mm) reklamiert Vacheron Constantin gleich zwei Weltrekorde für sich. Wie bei den Kalibern 3200 und 3300 findet sich auch hier ein eng verzahntes Chronozentrumsrad zur Vermeidung von Zeigersprüngen. Eine Blockierung des Rotors bei aufgezogenem Federhaus verhindert, dass die Zugfeder unnötig beansprucht wird. Auch die Gangreserveanzeige bei sechs Uhr teilt der Rattrapante mit seinen Geschwistern, allerdings ist der Minutenzähler bei drei Uhr auf 60 statt wie bei den anderen auf 45 Minuten ausgelegt. Während die klassischen Chronographenfunktionen mit dem Kronendrücker bedient werden, nutzt man den Extradrücker bei der Zwei für die Schleppzeigerfunktion. Kostenpunkt: 343.790 Euro.
Alle Modelle sind mit der Genfer Punze zertifiziert, wie alle Manufakturkaliber von Vacheron Constantin. buc

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Es gibt die No. 3 von Meistersinger schon in Silber-Weiß, Anthrazit oder Elfenbeinfarben. Nun präsentiert die deutsche Marke ihre Einzeigeruhr mit deutlich mehr Farbe - und bleibt dennoch zurückhaltend. Das blaue Zifferblatt trägt einen Sonnenschliff und lässt die weißen Indexe, Zeiger und Ziffern gut ablesbar hervortreten. Angetrieben … » weiterlesen

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