8 Weltpremieren vom Genfer Uhrensalon SIHH 2017

Vom leichtesten Chronographen bis zum schwärzesten Material der Welt

Katharina Studer
von Katharina Studer
am 31. Januar 2017

Das hat die Welt noch nicht gesehen, zumindest die Uhrenwelt. Auf dem Genfer Uhrensalon 2017 gab es ein regelrechtes Feuerwerk an noch nie Gesehenem was Materialien, Oberflächenbehandlungen oder die Wartungsfreiheit betrifft.

Weltpremieren-Uhr #1 vom SIHH 2017: Richard Mille RM 50-03 Tourbillon Split Seconds Chronograph Ultralight McLaren F1

Richard Mille: RM 50-03 Tourbillon Split Seconds Chronograph McLaren F1
Der leichteste mechanische Chronograph der Welt: der RM 50-03 Tourbillon Split Seconds Chronograph Ultralight McLaren F1 von Richard Mille

Leichter als eine Eineuromünze ist das skelettierte Handaufzugskaliber der RM 50-03 Tourbillon Split Seconds Chronograph Ultralight McLaren F1 von Richard Mille. Das nur sieben Gramm leichte Kaliber – die Euromünze wiegt 7,50 Gramm – ist in einem 49,65 Millimeter auf 44,50 Millimeter großen Gehäuse aus einem Materialmix aus Titan, Karbon und Graphen untergebracht. Graphen ist eine modifizierte Form von Kohlenstoff und sechsmal leichter sowie 200-mal stabiler als Stahl. Somit kommt der Schleppzeigerchronograph mit Tourbillon gerade einmal auf 40 Gramm Gesamtgewicht inklusive Band und ist somit der leichteste mechanische Chronograph der Welt. Das Material Graphen stammt aus dem automobilen Rennsport. Die Uhr entstand in Zusammenarbeit mit McLaren-Honda. Für 1,2 Millionen Euro kann man sich eines der 75 Fliegengewichte sichern. Dazu erhält der Käufer ein Modell eines McLaren-Honda-Rennwagens im Format 5:1.

Weltpremieren-Uhr #2 vom SIHH 2017: MCT The Sequential One S110 Evo Vantablack

MCT The Sequential One S110 Evo Vanta
Das Zifferblatt der The Sequential One S110 Evo Vantablack von MCT besteht aus dem schwärzesten Material der Welt
[Foto: © diode SA - Denis Hayoun]

Schwarz wie die Nacht oder eben noch schwärzer: Das Zifferblatt der The Sequential One S110 Evo Vantablack von MCT besteht aus dem gleichnamigen Material “Vantablack”, das das dunkelste Material der Welt sein soll. Die Substanz Vantablack besteht aus Kohlenstoffnanoröhrchen und nimmt 99,965 Prozent des einfallenden Lichts auf. Das Licht wird dadurch so gut wie nicht reflektiert. Dadurch sieht es so aus als würde das Handaufzugskaliber MCT-S1.0 über dem Zifferblatt schweben. Die Anzeige der Stunden erfolgt abwechselnd auf jeweils vier Prismen, die bei drei, sechs, neun und zwölf Uhr angebracht sind. Das mit DLC-beschichtete Titangehäuse misst 45 auf 45 Millimeter im Durchmesser und ist auf 10 Exemplare limitiert. 95.000 Schweizer Franken zuzüglich Mehrwertsteuer kostet die The Sequential One S110 Evo Vantablack.

Weltpremieren-Uhr #3 vom SIHH 2017: Panerai Luminor Subermsible 1950 BMG-Tech

Panerai Luminor Submersible 1950 BMG-Tech 3 Tage Automatik PAM00692
Die Panerai Luminor Submersible 1950 BMG-Tech besitzt ein Gehäuse aus metallischem Glas

Auch bei Panerai stehen neue Materialien in diesem Jahr im Vordergrund. Die Marke verwendet das sogenannte Bulk Metallic Glas, hierbei werden Edelstahl und Glas miteinander gemischt. Bei dem Prozess kommt das Metall sehr spät hinzu, so ist die Kühlungszeit des Materialgemischs zu kurz, um eine kristalline Struktur zu bilden. Es bleibt eine chaotische Atomstruktur, die das Material so widerstandsfähig macht. Laut Panerai besitzt das Material eine hohe Korrosionsbeständigkeit, große Härte sowie Stoßfestigkeit und Widerstandskraft gegen Magnetfelder. Bei der Luminor Subermsible 1950 BMG-Tech bestehen sowohl das 47-Millimeter-Gehäuse als auch Aufzugskrone und Kronenschutzbrücke aus dem neuen Material. Die einseitig drehbare Tauchlünette und der Gehäuseboden bestehen hingegen aus Titan. Für genügend Antrieb sorgt das neu entwickelte Automatikwerk P.9010 mit drei Tagen Gangautonomie. Die Luminor Subermsible 1950 BMG-Tech kostet 9.900 Euro.

Weltpremieren-Uhr #4 vom SIHH 2017: Roger Dubuis Excalibur Quatuor Cobalt MicroMelt

Roger Dubuis: Excalibur Quatuor Cobalt MicroMelt
Roger Dubuis verwendet bei der Excalibur Quatuor Cobalt MicroMelt ein Material aus der Zahnmedizin

Auch Roger Dubuis geht in Sachen Gehäusematerial andere Wege und stöbert in branchenfremden Bereichen nach neuen Möglichkeiten. Für ihr Modell Excalibur Quatuor Cobalt MicroMelt verwendet die Marke ein Material, das bisher vor allem in der Zahnmedizin eingesetzt wird. Das 48 Millimeter große Gehäuse besteht aus Cobalt-Chrom. Es ist sehr hart, elastisch und völlig korrosionsfrei und wird durch das Herstellungsverfahren „MicroMelt“ in Form gebracht. Zudem besitzt es eine stahlgraue Farbe, die Roger Dubuis mit blauen und roten PVD-Beschichtungen kombiniert. Im Innern der Uhr arbeitet das Handaufzugskaliber RD101 mit vier Hemmungen. Es besteht aus 590 Teilen und ist wie alle Roger-Dubuis-Kaliber mit dem Genfer Siegel ausgezeichnet. Lediglich 8 Exemplare zum Preis von jeweils 455.000 Euro gibt es von der Excalibur Quatuor Cobalt MicroMelt.

Weltpremieren-Uhr #5 vom SIHH 2017: Panerai Lab-ID Luminor 1950 Carbotech 3 Days

Panerai: LAB-ID Luminor 1950 Carbotech 3 Days 49 Millimeter PAM00700
Panerai garantiert für die LAB-ID Luminor 1950 Carbotech 3 Days 50 Jahre Wartungsfreiheit

Panerai gibt für die Lab-ID Luminor 1950 Carbotech 3 Days eine Wartungsfreiheit von 50 Jahren an. So etwas gab es in der Uhrenwelt noch nie. Durch den Einsatz neuartiger Materialien glaubt Panerai, den uhrmacherischen Traum der schmierungsfreien Uhr verwirklicht zu haben. Beim Handaufzugswerk P.3001/C bestehen Platinen, Brücken, Federhäuser, Hemmung und Stoßsicherung aus Materialien und Beschichtungen mit Selbst- oder Trockenschmierung. Sie benötigen deshalb keine flüssigen Schmierstoffe. Das 49 Millimeter messende Gehäuse besteht aus Carbotech, einem korrosionsfreien Verbundmaterial auf der Basis von Kohlenstofffasern. Das Sandwich-Zifferblatt ist erstmals mit Kohlenstoffnanoröhrchen beschichtet. Dadurch erhält es einen extrem tiefen schwarzen Farbton. Durch die Beschichtung kann das Zifferblatt nicht bedruckt werden, so dass sich alle Zahlen direkt auf dem Glas über dem Zifferblatt befinden. Die 50 Exemplare der wartungsfreien Uhr kosten jeweils 50.000 Euro.

Weltpremieren-Uhr #6 vom SIHH 2017: Roger Dubuis Excalibur Spider Carbon

Roger Dubuis: Excalibur Spider Carbon
Die Excalibur Spider Carbon von Roger Dubuis besitzt ein Uhrwerk aus Karbon

Roger Dubuis fertigt erstmals ein Uhrwerk komplett aus Karbon. Die Excalibur Spider Carbon besitzt ein skelettiertes Gehäuse, das ebenfalls aus dem Werkstoff Karbon besteht. Der Rest der in Rot und Schwarz gehaltenen Uhr ist aus Titan, hat eine DLC-Beschichtung und wurde mit Karbon, vulkanisiertem Kautschuk oder rotem Lack kombiniert. Beim verbauten Handaufzugskaliber RD509 SQ sind Platine, Brücken und der obere Tourbillonkäfig aus dem besonders harten T700-Karbon. Lediglich 28 Exemplare gibt es von der Excalibur Spider Carbon mit dem weltweit ersten Uhrwerk aus Karbon. Die 45 Millimeter große Uhr kostet 214.000 Euro.

Weltpremieren-Uhr #7 vom SIHH 2017: MCT Sequential Two 220 Bronze

MCT: The Squential Two S220 Bronze
Bei der The Squential Two S220 Bronze von MCT soll die Bronze erstmals keine Patina ansetzen
[Foto: Diode SA - Denis Hayoun]

Die erst seit 2007 bestehende Marke MCT macht auch mit ihrem zweiten Modell in Sachen Material auf sich aufmerksam. Die Sequential Two 220 Bronze ist wie ihr Name schon sagt aus dem seewasserbeständigen Gehäusematerial Bronze gefertigt. Das Besondere an der Uhr ist jedoch, dass das Material durch eine spezielle Oberflächenbehandlung nicht die übliche Patina ansetzt, sondern seine Farbe behalten soll. Im Innern der 44,6 Millimeter großen Uhr arbeitet das Manufakturkaliber MCT52.1 mit Automatikaufzug. Auch bei diesem Modell werden die Stunden jeweils auf einem von vier Prismen bei drei, sechs, neun und zwölf Uhr abwechselnd angezeigt. Nur 10 Exemplare gibt es von der Bronzeuhr. Kostenpunkt: 79.000 Schweizer Franken zuzüglich Mehrwertsteuer.

Weltpremieren-Uhr #8 vom SIHH 2017: Audemars Piguet Royal Oak Frosted Gold

Die Audemars Piguet Royal Oak Frosted Gold erscheint zum 40. Geburtstag der Damen-Royal-Oak
Die Audemars Piguet Royal Oak Frosted Gold besitzt ein funkelndes Gehäuse
[Foto: ©diode sa]

Für das 40-jährige Bestehen ihrer Damen-Royal-Oak hat sich Audemars Piguet etwas Besonderes einfallen lassen. Die Royal Oak Frosted Gold verdankt ihre funkelnde Oberfläche einer speziellen Behandlung. Gehäuse und Armband werden mit einem Werkzeug mit Diamantspitze gehämmert, so dass winzige Einkerbungen entstehen und ein Funkeln erzeugen. Die neue Frosted-Gold-Kollektion entstand in Zusammenarbeit mit der Florentiner Schmuckgestalterin Carolina Bucci, die dieses Verfahren schon seit einiger Zeit bei ihren Schmuckstücken anwendet. In der 37 Millimeter großen Weiß- oder Roségolduhr arbeitet das Manufakturkaliber 3120 mit Automatikaufzug. Die Roségoldmodelle kosten 50.300 Euro, die Modelle in Weißgold 55.600 Euro.

Rolex: Oyster Perpetual Datejust 41

2016 erscheint die Oyster Perpetual Datejust 41 in einer neuen Generation mit modernisiertem Design und dem Rolex-Automatikkaliber 3235. Es ist durch 14 Patente geschützt und bietet eine Gangreserve von circa 70 Stunden. Das Werk ist mit der patentierten Chronergy-Hemmung ausgestattet, die einen hohen energetischen Wirkungsgrad und große … » weiterlesen

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