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Der Erste Weltkrieg verschaffte der Armbanduhr ihren Durchbruch. Den Soldaten in den Schützengräben leisteten Uhren am Handgelenk wertvolle Dienste. Warum das so war und wie die Armbanduhren im Ersten Weltkrieg aussahen erfahren Sie hier!

Dr. Helmut Crott, Berater für Uhrensammler, zur Bedeutung des Auktionsergebnisses der Henry Graves Supercomplication

Dr. Helmut Crott berät Uhrensammler
Dr. Helmut Crott berät Uhrensammler (Bild: benoit mahaux www.mahaux.com)

Die Versteigerung der Henry Graves Supercomplication von Patek Philippe am 11. November 2014 erregte eine sehr hohe mediale Aufmerksamkeit. Nicht ohne Grund, denn die komplizierteste vollständig von Menschenhand gefertigte Uhr erzielte einen Rekordpreis von 23.237.000 Schweizer Franken (19,3 Millionen Euro). Watchtime.net befragte Dr. Helmut Crott zur Bedeutung des Auktionsergebnisses der Henry Graves Supercomplication. Er ist ein langjähriger Berater für Uhrensammler und Besitzer einer umfassenden Patek-Philippe-Uhrendatenbank. Dr. Crott besuchte die geschichtsträchtige Auktion am 11. November 2014 in Genf und berichtet Watchtime.net davon.

Watchtime.net: Herr Dr. Crott, wie schätzen Sie die Bedeutung der Versteigerung der Patek Philippe Henry Graves Supercomplication für den Auktionsmarkt ein?

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Dr. Crott: Die Auktion der PPC Supercomplikation Henry Graves war ein historischer Moment im Uhrenauktionsgeschehen, aber  es war auch ein bisschen die Luft raus, da erstens die Uhr keine Neuentdeckung für den Markt war, zweitens die Taschenuhr schon einmal 1999 versteigert wurde und zum Dritten es keinen Zweifel daran gab, dass die Uhr zugeschlagen würde. Außerdem erwarteten Insider auch die Größenordnung des Zuschlagpreises. Doch selbst für die etablierten Händler war dies eine finanzielle Größenordnung, bei der sie nicht ins Geschehen eingreifen konnten. Es war eigentlich für alle Experten klar, dass sich in diesem Fall das Auktionsgeschehen zwischen Patek Philippe und einem Oligarchen, sei es als Investor oder sogar als Liebhaber, abspielen würde. Was dann verwunderlich war, dass man den Eindruck hatte, das Patek Philippe nicht oder nur marginal ins Geschehen eingegriffen hat. Es war auch so, dass man im Saal den Eindruck hatte, dass das Bietgefecht nur von 2 Akteuren ohne Patek betrieben wurde. Im Endeffekt hat die Uhr aber den richtigen Preis erzielt und man muss Sotheby’s gratulieren. Es fehlte nur leider der große festliche Rahmen, wie bei den Versteigerungen anlässlich des 150-jährigen Firmenjubiläums. Das mediale Resutlat ist jedenfalls für Patek Philippe und für Sotheby’s fantastisch, so dass der Auktionsrahmen selbst für beide kaum eine Rolle spielt. Das Ergebnis zählt.

Dr. Crott (im Vordergrund) hält fest, wie Aurel Bacs das Höchstgebot für die Patek Philippe Henry Graves Supercomplication abgibt und den Zuschlag erhält.
Dr. Crott (im Vordergrund) hält fest, wie Aurel Bacs das Höchstgebot für die Patek Philippe Henry Graves Supercomplication abgibt und den Zuschlag erhält.

Watchtime.net: Hat der erzielte Rekordpreis einen Einfluss auf die zukünftige Preisentwicklung neuer und alter Uhren von Patek Philippe?

Dr. Crott: Der Verkauf der Henry Graves Supercomplication wird auf die Preisentwicklungen von Patek-Philippe-Uhren überhaupt keinen Einfluss haben. Diese Uhr spielt in einer anderen Kategorie, als alle sonstigen Patek-Uhren auf dem Markt. Was in Zukunft einen Einfluss auf die Preise haben wird, ist, inwieweit Patek Philippe oder die Familie Stern bei historischen Uhren in Auktionen aktiv sind.

Das Interview führte Melanie Feist.

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Experten-Tipps zum Versteigern von Uhren.

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