Erobern die neuen Smartwatches unsere Handgelenke?

Ein Kommentar unseres Partnerbloggers Watch-Insider

Alexander Linz
von Alexander Linz
am 29. Januar 2014

In diesem Artikel, der auch auf meinem Blog Watch-Insider.com erschien, beschäftige ich mich mit dem Phänomen Smartwatches, die von Technologieunternehmen auf den Markt gebracht werden. Werden diese Geräte unsere Handgelenke erobern und so den mechanischen Uhren den Rang ablaufen?

Diese Gedanken drängen sich bei den aktuellen Entwicklungen geradezu auf: Samsung stellte letztes Jahr sein Galaxy Gear vor, Sony seine SmartWatch, Pebble verkauft eine E-Paper-Uhr und Apple wird aller Wahrscheinlichkeit in Kürze eine iWatch ankündigen.

In letzter Zeit wurde ich darum häufig gefragt, was ich von diesen Smartwatches halte. Selbst eine bekannte europäische Zeitung wollte meine Meinung zu diesem Thema hören.
Kurz gesagt bin ich nicht sicher, ob sich diese Geräte zu einem Massenphänomen entwickeln werden, das die Handgelenke der Uhrenträger erobert. Vor Jahren stellte Seiko eine „TV-Uhr“ für das Handgelenk vor. Mit ihr konnte man Dutzende Progamme empfangen – doch sie stellte sich als Flop heraus. Warum? Weil das Design scheußlich war und niemand auf seinem Handgelenk fernsehen will.

Samsung: Galaxy Gear
Samsung: Galaxy Gear

Diese Probleme sehe ich nach wie vor: Smartphones haben einen hellen und großen Bildschirm. Sie sind einfach in der Bedienung, und die Lesbarkeit ist gut. Die Designs der erfolgreichsten Smartphones sind sehr ähnlich. Die Unterschiede bestehen in der Größe des Bildschirms, der Dicke und dem Gewicht.

Weshalb sollte ich also etwas Hässliches an meinem Handgelenk tragen, nur weil es einen Miniaturbildschirm hat? Welchen Vorteil bietet dieses Gerät im Vergleich zu meiner mechanischen Armbanduhr? Welche Informationen sind so wichtig, dass ich sie nicht meinem Smartphone entnehmen kann? Welche Informationen sollte meine Smartwatch an mein Smartphone geben? Muss ich wirklich ständig meinen Puls oder Blutdruck messen? Fühle ich mich wohl dabei, wenn meine Uhr meine Bewegungen und Käufe nachvollziehen kann?
 

Schlagwörter: Swatch

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2s Kommentare zu “Erobern die neuen Smartwatches unsere Handgelenke?”
  1. Excuse me for writing in English, but: I think this is a very short-sighted and narrow-minded article.

    The smartwatch anno 2014 is at the same level as the first quartz watches were at the beginning of the 1970’s. And look what they did to our so beloved (Swiss) mechanical watch industry… That’s why I hope (and think) the (Swiss) watchmakers are more open to these developments than you, and as they were with the quartz watches, or a second crisis may be on their hands.

    A lot of the problems with the current day smartwatches are very similar to the problems with the first quartz watches. And the technology is (as then) only at the first stage. For every problem there will be an answer, as long as the tech giants have enough confidence and money. And they have loads of both.

    I have researched almost all the serious smartwatches that are there. Handled them, tested them (did you?). Some are not good (Samsung), others are promising (Sony) and some are even very good (Pebble). And if you look at the new Pebble Steel (battery life: one week – more then your phone), they even start to look like ‘real’ watches…

    And the use? With new apps being launched daily, they are getting more useful every day. The only thing they are not useful for is a phone call. But nobody said that that is what they are there for.

    To recap, I think that the smartwatch could be (mind you: could be) the future. And I hope that the industry is more open-minded than you. The smartwatch will not be a threat to the ‘haute horlogerie’, don’t you worry, but the lower and middle class watchmakers can better be vigilant.

  2. Jürgen

    Ich bin ziemlich sicher, dass ein Träger von mechanischen Uhren mit einer Smartwatch am Handgelenk auf Dauer nicht glücklich sein wird. Sicherlich muss man diesen Uhren zugestehen, dass sie technisch viele Möglichkeiten bieten und im Zeitalter der Smartphones für einen Teil unserer Gesellschaft ein schönes Spielzeug bieten. Das wars aber auch schon gewesen. Die Frage stellt sich: Muss ich durch eine Smartwatch ständig und überall erreichbar sein, wissen wer mir wieder eine Mail geschickt hat oder sehen wie das Wetter wird? Ich finde es schon schlimm genug, dass jeder zweite mit einem Smartphone in der Hand herumläuft und ständig am tippen ist. Eine Smartwatch wird niemals den Markt der mechanischen Armbanduhr annähernd erreichen. Wenn man nur bedenkt, dass eine solche Smartwatch nach kurzer Zeit wahrscheinlich schon wieder veraltet und durch ein neueres Modell ersetzt wird, gehts dabei nur um eines: Umsatzzahlen schreiben und Verkaufszahlen erhöhen. Meine mechanische Armbanduhr werden meine Enkel und Urenkel noch tragen können. Außerdem freue ich mich jeden Tag darüber, eine meiner mechanischen Uhren zu tragen und zu sehen wie diese ihre Arbeit zuverlässig ohne Batterie und nachladen über ein Ladekabel, verrichtet. Fazit: Ein Uhrenliebhaber von mechanischen Armbanduhren wird mit einer Smartwatch niemals glücklich werden. Diese wird in seinem Alltag allerhöchstens eine nebensächliche Rolle spielen.

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Im Video: Wie Smartwatch und mechanische Uhr zusammenfinden

Sophia Kümmerle, Volontärin bei Watchtime.net im Bereich Transaction Editor, ist auch bei der zweiten Baselworld, die sie erlebt, beeindruckt von den Dimensionen der Messe und der Markenauftritte. Nichtsdestotrotz fällt ihr Fazit zu den Neuvorstellungen eindeutig aus: Die Smartwatch ist ein interessantes Thema, auch die zahlreichen Ansätze der … » weiterlesen

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