Produkt: Download Marktübersicht: Taucheruhren bis 1.000 Euro
Download Marktübersicht: Taucheruhren bis 1.000 Euro
Das Angebot des Marktes im Überblick: 49 mechanische Taucheruhren bis 1.000 Euro zeigt die Marktübersicht aus UHREN-MAGAZIN 3.2018 mit Bild, Daten und Preis.

Hands-on: Tissot Chemin des Tourelles GMT

Wir haben die klassische GMT-Uhr im Einstiegspreissegement unter die Lupe genommen

Die Chemin des Tourelles von Tissot hat ihren Namen von jener Straße im Schweizerischen Le Locle, in der 1907 die Tissot-Manufaktur errichtet wurde und wo die Marke noch heute ihren Sitz hat.

Tissot: Chemin des Tourelles - eine Straße gibt der Uhrenkollektion ihren Namen
Tissot: Chemin des Tourelles – eine Straße gibt der Uhrenkollektion ihren Namen

Sie ehrt die lange Erfahrung des Unternehmens – einerseits durch sehr klassische Details und andererseits durch zeitgemäße Technik. Und das alles zu einem erschwinglichen Preis. Wir haben die GMT-Version der Chemin des Tourelles von Tissot getestet.

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Das Gehäuse der Tissot Chemin des Tourelles GMT kommt schlicht-elegant und pragmatisch daher: die Lünette auf Hochglanz poliert, das Mittelteil satiniert, wohl aber mit einer feinen Phase an den Bandanstößen versehen. Im Boden ein Sprengdeckel mit Mineralglas, der fünf Bar Drucksicherheit gibt. Aber oben ein Saphirglas, gewölbt und entspiegelt. Es bietet gute Sicht auf das schwarze Zifferblatt, dem die schmale Lünette ihrerseits viel Platz einräumt.

Tissot: Chemin des Tourelles GMT
Tissot: Chemin des Tourelles GMT

Auf dem Zifferblatt treffen Welten aufeinander. Vier römische Ziffern sind auf ein Clou-de-Paris-Rondell appliziert und wirken ziemlich antiquiert, die dazwischen platzierten Indizes wiederum eher modern; genauso wie die schmalen Zeiger mit ihren ausgewogenen Längen. Dass der Minutenzeiger mit den Stundenindizes und der Stundenzeiger am innen liegenden Minutenkreis endet, scheint vielleicht nicht ganz schlüssig, aber verhältnismäßig. Neben dem zentralen Sekundenzeiger verweist ein vierter im Bunde mit roter Pfeilspitze auf eine zweite Zeitzone, die im 24-Stunden-Rhythmus auf einer Skala am Zifferblattrand dargestellt wird. Den 24-Stunden-Zeiger bringt man über die dritte Kronenposition, also die Zeigerstellfunktion, in Stellung. Erst danach bewegt man über die mittlere Kronenposition den Stundenzeiger auf die Heimatzeit. In dieser mittleren Kronenstellung lässt sich der Stundenzeiger schrittweise vorwärts und rückwärts schalten, wobei auch das Datum beim Durchgang um Mitternacht schaltet – vorwärts und rückwärts. Über diese Funktionalität erfolgt gegebenenfalls auch die Datumskorrektur  beziehungsweise die Datumsschnellschaltung.

Tissot: Chemin des Tourelles GMT
Tissot: Chemin des Tourelles GMT

Reist man in eine andere Zeitzone, bewegt man über die mittlere Kronenposition einfach den Stundenzeiger entsprechend. Die Heimatzeit bleibt mit dem 24-Stunden-Zeiger erhalten. Und da die Uhr dabei nicht anhält, stimmen nach der Zeitumstellung auch Minuten und Sekunden noch. Will man mit dem 24-Stunden-Zeiger eine zweite Zeitzone darstellen, bringt man den Zeiger entsprechend in Position und bewegt anschließend den Stundenzeiger auf die Heimatzeit. Auch hierbei ist die Datumsschaltung zu beachten.
Das Datum im Fenster bei der Sechs scheint bei unserer Testuhr nicht ganz mittig zu stehen und wirkt dadurch leicht schief. Auch wenn eine weiße Zahl auf schwarzem Grund besser zum Gesamtbild passen würde, ist der schwarze Druck auf weißer Scheibe gut ablesbar. Dafür reflektieren die stählernen Zeiger ganz ordentlich, und nachts bleiben sie samt Ziffern und Indizes im Dunkeln.

Tissot: Chemin des Tourelles GMT mit dem Powermatic 80-Kaliber auf Basis des C07.111/ETA 2824-2
Tissot: Chemin des Tourelles GMT mit dem Powermatic 80-Kaliber auf Basis des C07.111/ETA 2824-2

Die Uhr geht zwischen drei und vier Sekunden am Tag vor, läuft aber ausgewogen. Das ist ein gutes Resultat für das inzwischen bei den Swatch-Group-Marken weit verbreitete Powermatic-80-Kaliber, das in der Tissot-Uhr als C07.111 in der Grundausführung, also ohne Siliziumspirale und Chronometerzertifikat tickt. Für die Gangleistung sorgt eine Synthetik-Hemmung und für die lange Gangdauer von 80 Stunden ein reduzierter Federhauskern mit längerer Aufzugsfeder. Mit seinen zurückhaltenden Finissagen kann man das Uhrwerk durch den Mineralglasboden betrachten, wobei sich zwischen den »Tissot-Wellen« auf dem Rotor kleinere Kratzer eingeschlichen haben.
An der Chemin des Tourelles GMT ist ein weiches Lederband mit doppelseitiger Druckfaltschließe befestigt – eine ziemlich hochwertige Angelegenheit für eine Uhr unter 1.000 Euro. Dazu kommt das moderne Uhrwerk mit seiner Funktionalität der zweiten Zeitzone und der langen Gangautonomie. Es gibt nur wenige Uhren, die das in diesem Preissegment zu bieten haben.

Die Chemin des Tourelles GMT von Tissot kostet mit Lederband 890 Euro, mit Edelstahlband 950 Euro und mit einem PVD-roségold-beschichteten Gehäuse am Lederband 990 Euro. MaRi

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