Hess Uhren: Two.2 Diamantstaub

Funkelndes Zifferblatt für die Schweizer Dreizeigeruhr

Melanie Feist
von Melanie Feist
am 19. Juli 2017

2008 beschlossen Judith und Walter Hess, eigene Uhren zu entwerfen und zu bauen. In einem kleinen Uhrmacheratelier in Luzern hat sich das Ehepaar diesen Traum verwirklicht. Neu in der Uhrenfamilie ist das Modell Two.2 Diamantstaub. Das Besondere an der Dreizeigeruhr ist ihr funkelndes Erscheinungsbild: Trifft Licht auf das Zifferblatt, reflektieren es unzählige Diamantkörner in einer Größe von 39 bis 46 My so, dass das Zifferblatt wie ein Schneedecke schimmert.

Hess Uhren Two.2 Diamantstaub mit schwarzem Zifferblatt
Hess Uhren Two.2 Diamantstaub mit schwarzem Zifferblatt

Bis das Ergebnis stimmte, erforderte es eine Entwicklungszeit von zwei Jahren. Die Schwierigkeit bei der Herstellung des Zifferblattes war nicht die Produktion des Diamantstaubs, sondern die richtige Befestigung und Verteilung der wertvollen Partikel auf dem Zifferblattuntergrund. Wie genau der Diamantstaub auf dem Zifferblatt haftet, bleibt das Betriebsgeheimnis von Hess Uhren. Nur so viel verrät die Schweizer Uhrenmarke: Weder ein galvanisches Nickelbad noch die Verwendung von farblosem Lack führten zu einem zufriedenstellenden Ergebnis.

Hess Uhren: Two.2 Diamantstaub mit grauem Zifferblatt
Hess Uhren: Two.2 Diamantstaub mit grauem Zifferblatt

Hess Uhren bietet ihre schimmernde Armbanduhr in den Zifferblattvarianten schwarz, grau und champagnerfarben an, wobei bei ersterer schwarzer Diamantstaub zum Einsatz kommt. Bei den Modellen Two.2 Diamantstaub Grau und Two.2 Diamantstaub Champagne verwendet Hess Uhren weißen Diamantstaub. Hinter dem glitzernden Uhrengesicht arbeitet das automatische Kaliber Eta 2824, das neben Stunde, Minute und Sekunde auch das Datum bei der Drei mit Energie versorgt.

Hess Uhren: Two.2 Diamantstaub mit champagnerfarbenem Zifferblatt
Hess Uhren: Two.2 Diamantstaub mit champagnerfarbenem Zifferblatt

Ist das Uhrwerk in das 39,4 Millimeter große Edelstahlgehäuse eingeschalt, wird über das Kronenrohr mithilfe eines Vakuums die Luft aus dem Gehäuse entzogen und mit dem Edelgas Argon gefüllt. So sollen die Oxidation der Schmiermittel reduziert und längere Wartungsintervalle erzielt werden. Den glänzenden Auftritt gibt es ab 7.900 Euro. mf

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