Interview: Mats Hummels sagt, was er an einer Uhr gut findet

Fußball-Weltmeister Mats Hummels ist neuer Markenbotschafter von TAG Heuer

Rüdiger Bucher
von Rüdiger Bucher
am 24. August 2016

Mats Hummels ist neuer Markenbotschafter von TAG Heuer. Nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Bayern traf Chronos-Chefredakteur Rüdiger Bucher den Fußball-Weltmeister und zweimaligen deutschen Meister im Bayerischen Hof in München. Im Interview sagt der sympathische Weltklasseverteidiger, was er an Uhren gut findet – und was nicht.

Mats Hummels ist neuer Markenbotschafter von TAG Heuer
Mats Hummels ist neuer Markenbotschafter von TAG Heuer
[Foto: 2016 Getty Images]

Mats Hummels, braucht ein Mann heute noch eine Armbanduhr? Auf jeden Fall. Ich persönlich schaue zum Zeitablesen lieber auf die Uhr als aufs Handy. Außerdem sieht eine schicke Uhr am Handgelenk besser aus, als wenn man keine trägt. Das hat für mich auch einen modischen Aspekt.

Haben Sie bestimmte Präferenzen? Ich mag keine riesigen Uhren, sie sind mir zu protzig. Ich bin da eher für ein gewisses Understatement. Man sollte der Uhr ansehen, dass Qualität dahintersteckt, aber das muss man nicht auf den ersten Blick sehen. Eine Person gegenüber muss nicht schon aus 15 Metern Entfernung Bauklötze staunen. Die Uhr sollte aber auch zur Kleidung passen.

Welche Uhr passt am besten zum Anzug? Vielleicht nicht das allersportlichste Modell, sondern eine etwas elegantere Uhr. Ich würde keine knallrote Uhr zum beigen Anzug tragen, auch Gold trage ich nicht viel. Ich will in meiner Optik nicht allzu auffällig sein. Ich bin eher in gesetzteren Tönen unterwegs.

Mats Hummels im Interview mit Rüdiger Bucher
Mats Hummels im Interview mit Rüdiger Bucher
[Foto: 2016 Getty Images]

Welche Funktionen sind für Sie wichtig? Die Datumsanzeige. Die brauche ich tatsächlich alle paar Tage, weil ich mir nicht immer sicher bin, den wievielten wir gerade haben.

Bevorzugen Sie Sportuhren oder eher elegante Uhren? Beides, aber es geht eher in Richtung einer gewissen schicken Eleganz.

Welche Zeitquelle sagt Ihnen, wann Sie zum Training fahren müssen? In der Regel stelle ich mir den Wecker, stehe auf und fahre dann zum Training. Frühstücken tue ich am Trainingsgelände.

Um wie viel Uhr lässt Carlo Ancelotti trainieren? Normalerweise um 10.00 Uhr oder 10.30 Uhr.

Sie sind neuer Markenbotschafter von TAG Heuer. Welche Eigenschaften verbinden Sie mit dieser Marke? Ich finde die Uhren sehr schön und finde auch, dass TAG Heuer interessante andere Markenbotschafter hat. Das ist eine coole Auswahl an Leuten; mit gefällt der Kreis, in den ich mich da begebe. TAG Heuer ist dazu sehr aktiv im Sport – das passt zu mir.

Welche Uhr von TAG Heuer tragen Sie? Die Carrera Calibre Heuer 01. Sie hat mir auf den ersten Blick gefallen, eine gelungene Mischung aus sportlich und elegant. Dadurch kann ich sie zu verschiedenen Anlässen tragen.

Mats Hummels mit Philippe Roten von TAG Heuer
Mats Hummels mit Philippe Roten von TAG Heuer
[Foto: 2016 Getty Images]

Was ist Zukunft wichtiger: eine klassische mechanische Uhr oder eine Smartwatch? Ich persönlich werde bei der klassischen Uhr bleiben.

Sind Uhren ein Gesprächsthema in der Kabine oder im Mannschaftsbus? Auf jeden Fall. In Fußballerkreisen ist das ein sehr beliebtes Thema. Manche sehen eine Uhr auch als Wertanlage. Ich bin in dieser Hinsicht eher spät dran. Als ich 18 oder 19 war, trug ich noch gar keine Uhr.

Welche Kollegen sind besonders uhrenaffin? In München bin ich noch nicht so lange, um das beurteilen zu können. In Dortmund war es in erster Linie Pierre-Emerick Aubameyang. Er liebt im Gegensatz zu mir auffällige Accessoires, aber bei ihm passt das auch gut.

Schauen Sie während des Spiels auch auf die Stadionuhr? Ich schaue immer auf die Stadionuhr und weiß genau Bescheid, wie lange noch zu spielen ist.

Was für ein Zeitgefühl hat ein Spieler auf dem Platz, vor allem in den letzten Minuten? Ich habe oft das Gefühl, dass die Zeit in einer Aktion langsamer abläuft als in Wirklichkeit. In guten Phasen hat man das Gefühl, man hätte viel Zeit für eine Entscheidung, obwohl man sie in Wirklichkeit in ein paar Zehntelsekunden trifft. Wenn man so richtig im Tunnel, im Flow ist, denkt man anscheinend so schnell, dass man meint, man hätte wahnsinnig viel Raum. Sieht man sich die Situation später auf Video an, bemerkt man auf einmal, dass da drei Gegenspieler um einen herum waren. Das Gleiche gibt es umgekehrt in schlechteren Phasen: Da hätte man eigentlich Zeit ohne Ende, denkt aber, gleich wird einem der Ball abgenommen und spielt ihn hektisch weiter.

Mats Hummels ist Markenbotschafter von TAG Heuer
Mats Hummels ist Markenbotschafter von TAG Heuer
[Foto: 2016 Getty Images]

Können Sie sich an ein Spiel erinnern, in dem Sie wollten, dass die Zeit schneller vergeht? Das kommt oft vor, meistens dann, wenn man knapp führt. Spontan denke ich an das Champions-League-Halbfinale 2013, als wir mit Borussia Dortmund bei Real Madrid (nach einem 4:1-Heimsieg, Anm. d. Red.) kurz vor Schluss 0:2 zurücklagen, was uns reichte. Beim 0:3 wären wir ausgeschieden. Aber es ist gutgegangen.

Und umgekehrt? Da brauche ich nur ein Spiel weiter zu denken. Im Champions-League-Finale 2013 gegen Bayern München kassierten wir kurz vor Schluss das 1:2. Da hätte ich mir schon ein paar Minuten mehr für uns gewünscht. buc

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