IWC: Sternenuhr

IWC Portugieser Sidérale Scafusia

Katharina Studer
von Katharina Studer
am 13. September 2011
Die IWC Portugieser Sidérale Scafusia
Die IWC Portugieser Sidérale Scafusia

Die brandneue Portugieser Sidérale Scafusia der Schaffhauser Uhrenschmiede IWC vereint verschiedene astronomische Funktionen mit einem Tourbillon, einer konstanten Kraft und einer ruhenden Sekunde. 23 Stunden, 56 Minuten und 3,445 Sekunden – so lange dauert ein mittlerer Sterntag. Dieser wird wie der mittlere Sonnentag, der unser Leben bestimmt, in 24 Stunden unterteilt. Der Unterschied zwischen beiden resultiert aus der Orientierung an einem Himmelsfixpunkt, sowie der Erdachsenverschiebung des Mondes. Für die Entwicklungsingenieure, Techniker und Uhrmacher der IWC sie spielte die Sternzeit bei der Kreation der hochkomplizierten Portugieser Sidérale Scafusia eine entscheidende Rolle, wie bereits ein erster Blick auf das Zifferblatt zeigt.

Dort drehen zwei Zeigerpaare ihre Runden. Das zentral positionierte ist der mittleren Sonnenzeit gewidmet. Beim kleineren, unterhalb der Zwölf, lässt sich die mittlere Sternzeit ablesen. Auf der Rückseite der Uhr zeigt sich ein kunstvoll gestalteter Sternenhimmel. Deshalb kann die Neuheit nur in individualisierter Ausfertigung geliefert werden. Denn je nach Wohnort verändert sich Sternenbild.

Auf der Gehäuserückseite zeigt sich ein Sternenhimmel
Auf der Gehäuserückseite zeigt sich ein Sternenhimmel

Deshalb berechnet ein Professor der Zürcher Universität nach Auftragseingang und Ermittlung der geographischen Koordinaten des gewünschten Orts den Sternenhimmel so, dass er die Realität genau trifft. Auf Wunsch sind auch nachleuchtende Sterne erhältlich. Zur Darstellung des Himmels drehen sich zwei Scheiben, und zwar selbstverständlich in Sternzeitgeschwindigkeit.
Der Taghimmel ist grau, während sich der nächtliche in dunklem Blau präsentiert. Die auf dem Saphirglasboden verewigte gelbe Linie markiert die Horizontlinie des Eigentümers. Und eine rote Linie bildet die Drehung der Sonne in Bezug auf die Sterne ab.
Außerdem zeigt die Portugieser Sidérale Scafusia die Sonnenauf- und -untergangszeiten am Wohnort des Trägers an. Mit Hilfe von außen liegenden Ringskalen lassen sich des Weiteren die mittlere Sonnenzeit sowie die Sommerzeit (markiert mit DST für „Daylight Saving Time“) ablesen. Ohne ein ewiges Kalendarium wäre ein derartiger Mechanismus sinnlos, denn er ließe sich nicht exakt einstellen.
Dennoch greift IWC für diese Mega-Portugieser nicht auf bekannte Systeme zurück, sondern reduziert die Darstellung auf die Zahl der Tage seit Jahresbeginn und die Jahre des Schaltjahreszyklus.

Auf der Vorderseite zieht ein Tourbillon bei der Neun die Blicke auf sich. Der Sekundenzeiger ist auf dem Käfig des Tourbillons befestigt. Dieser springt im Sekundentakt anstatt fünfmal pro Sekunde, wie es die Unruhfrequenz von 2,5 Hertz verlangen würde. Für die Sekundensprünge ist eine neuartige Hemmung mit konstanter Kraft zuständig. Bekanntlich wirkt dieses ausgeklügelte System dem nachlassenden Drehmoment der Zugfeder und somit einer sinkenden Unruhamplitude entgegen.
Die Energiezufuhr und somit der Gang sind also beim Newcomer besonders gleichmäßig, sodass Letztere die amtliche Chronometernorm erfüllt. Das 38,2 Millimeter große Handaufzugskaliber aus eigener Manufaktur liefert 96 Stunden beziehungsweise vier Tage Gangautonomie, abgebildet von einer Indikation bei der Vier.
Das gesamte Uhrwerk, dessen Entwicklung volle zehn Jahre in Anspruch nahm, besteht aus mehr als 520 Bauteilen. In Platin wiegt die Portugieser Sidérale Scafusia angesichts ihres Gehäusedurchmessers von 46 Millimetern und einer Höhe von 17,5 Millimetern beachtliche 280 Gramm. Egal ob in Platin, Gold oder Stahl – die Uhr kostet 750.000 Schweizer Franken. Des Weiteren werden verschiedene Zifferblattfarben angeboten, ebenso wie Versionen ohne Tourbillonfenster. Eine Limitierung hat IWC nicht vorgesehen, aber mehr als zehn Exemplare pro Jahr werden in keinem Fall gebaut. glb

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