Luxusuhren: EU leitet Kartellverfahren ein

Uhren-Hersteller im Visier der Wettbewerbskommission

 Redaktion
von Redaktion
am 8. August 2011

Die EU hat ein Kartellverfahren gegen Luxusuhren-Hersteller eingeleitet. Die Hersteller sollen unabhängigen Reparatur-Unternehmen die Lieferung von Ersatzteilen verweigert haben. Welche Hersteller die kartellrechtliche Prüfung einbezieht, teilte die europäische Wettbewerbsbehörde nicht mit. Reparatur-Betriebe werfen den Produzenten demnach vor, aufgrund ihrer Vorherrschaft bei der Lieferung von Einzelteilen andere Werkstätten aus dem Markt zu drängen. Der Verband der europäischen Uhren-Reparatur-Betriebe (CEAHR) scheiterte vor drei Jahren mit der Beschwerde bei der EU-Kommission. Im Dezember 2010 gab das Europäische Gericht in Luxemburg dem Verband aber Recht und wies die Entscheidung der Kommission zurück. Laut der Beschwerdeschrift von 2004 wirft CEAHR den Uhrenherstellern vor, den unabhängigen Uhrmachern die Geschäftsgrundlage zu entziehen, da es keine alternativen Bezugsmöglichkeiten für Ersatzteile gebe.

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