Omega: Gold heiratet Keramik

Die neue Planet Ocean Ceragold von Omega
Die neue Planet Ocean Ceragold von Omega

Nach einer fünfjährigen Entwicklungsphase ist der Uhrenhersteller Omega jetzt soweit, seine neue Ceragold-Technik einzusetzen. Sie kann zum Beispiel dazu verwendet werden, eine Keramiklünette mit Goldelementen auszulegen. Dabei werden in den Keramik-Drehring per Laser die benötigten Aussparungen für Ziffern und Indexe eingraviert. Anschließend werden diese Vertiefungen, vereinfacht ausgedrückt, über galvanische Ablagerungen mit Gold gefüllt.
Das Gold „wächst“ sozusagen auf der Keramik. Die Schwierigkeit besteht darin, dass man Keramik eigentlich nicht, wie Metalle, galvanisch behandeln kann. Daher behilft Omega sich mit einem Trick: Nach dem Eingravieren der Skala werden am Boden der Gravierungen kleine Löcher ins Material gebohrt und mit Gold gefüllt, um Bindepunkte und eine erhöhte Anhaftung zu erhalten.
Für die eigentliche Beschichtung in PVD-Technik (Physical Vapour Deposition) wird die Keramikoberfläche an den gewünschten Stellen mit einer leitenden Schicht bedeckt und in ein elektrisches Bad getaucht, das die Goldpartikel enthält. Überschüssige Goldreste werden am Ende entfernt.
Der Vorteil dieses Verfahrens: Die Ziffern und Indexe bilden mit der Keramik eine glatte Oberfläche, sind also nicht eingelassen. Außerdem stimmt die Goldfarbe exakt mit der von Gehäuse und Zifferblatt-Indexen überein. Im Falle der Planet Ocean ist es der Rotgoldton 5N. Im Innern des bis 600 Meter wasserdichten Taucher-Chronographen mit Heliumventil befindet sich das Manufakturkaliber 9301 von Omega. Die 45,5 Millimeter große Uhr kostet mit schwarzem Lederband und 18-karätiger Goldfaltschließe 24.300 Euro. buc

 

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