Pimp my Watch

Der britische Unternehmer Bamford veredelt Luxusuhren
Der britische Unternehmer Bamford veredelt Luxusuhren

Ob Pimp my Ride, Pimp my iPhone oder neu Pimp my Watch – der Wunsch nach Individualität liegt voll im Trend. Normale Produkte werden plötzlich zu Unikaten. Bei den Autos wird getunt oder neu lackiert. Bei Uhren ist das ganz ähnlich. Der britische Geschäftsmann George Bamford tunt Luxusuhren. Bamford ist der Erbe eines Baumaschinenkonzerns und veredelt Luxusuhren zu Unikaten. Er hat ein Verfahren entwickelt, diese zu schwärzen und kraztfest zu machen. Die Uhrenmodelle werden dadurch so verändert, dass sie kaum noch zu erkennen sind. Doch wer möchte so etwas? Wer möchte eine umgestaltete Rolex oder Patek Philippe Uhr? Anscheinend gibt es Potential. Zuletzt erzielte ein von ihm geschwärzter Rolex Cosmograph Daytona bei Christie`s über 50.000 US Dollar, wobei der ursprüngliche Wert auf 20.000 US Dollar geschätzt wurde.

Durch eine spezielle Plasma-Oberflächenbeschichtung werden die Uhren geschwärzt und dadurch enorm kratzfest. Durch das Bamford-Lifting erlöschen natürlich sämtliche Herstellergarantien. Doch der Unternehmer hat eigene Service-Abteilungen aufgebaut: zwei in London, fünf weitere in Europa und drei in den USA. Auch in Hongkong, Singapur und Japan ist Bamford vertreten. Anscheinend gibt es keine Grenzen beim Uhrenpimp: Zifferblätter mit Russland-Fahne oder ein blinkendes rotes Herz am Hochzeitstag, wie Bamford in einem Interview der „Welt am Sonntag“ verriet. Auf seiner Internestseite kann per Konfigurator die persönliche Wunsch-Uhr zusammengestellt werden. Der Kunde kann beim Menüpunkt „Customiser“ unter mehreren Rolex-Modellen wählen, danach wird die Farbe von Ziffern, Zeiger, Zifferblatt und Logo festgelegt. Auch das Gravieren eines persönlichen Textes – sowohl auf dem Zifferblatt also auch auf dem Gehäuseboden – ermöglicht der Konfigurator. Modelle von anderen Uhrenherstellern können auf der Website nicht konfiguriert, sondern nur bereits geändert erworben werden. Bei den Uhren handelt es sich jedoch nicht um offizielle Produkte der Uhrenhersteller, sondern um von Bamford beschaffte – auch teils bereits getragene – Uhrenmodelle. km

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