Tudor Submariner

Eine interessante Vintage-Taucheruhr

 Contributor
von Contributor
am 1. August 2016

Nicht nur die Submariner von Rolex, auch die Tudor Submariner ist eine interessante Taucheruhr für Fans von Vintage-Uhren. Wenn Sie sich ein wenig auskennen, haben Sie schon von der Marke Tudor gehört. Wahrscheinlich wissen Sie auch, dass Tudor und Rolex etwas miteinander zu tun haben. Rolex-Gründer Hans Wilsdorf rief Tudor als Tochter des renommierten Uhrenherstellers ins Leben – als eines von mehreren Tochterunternehmen der Marke Rolex.

Tudor: Submariner
Tudor: Submariner

Tudor Submariner – Überblick über die Kollektion im Lauf der Zeit

Unter dem Namen Tudor sollten günstige Uhren angeboten werden, die denselben hohen Qualitätsstandards gerecht werden sollten. In vielen Fällen unterschieden sich lediglich der Schriftzug auf dem Zifferblatt und die von Tudor verwendeten Uhrwerke von den Rolex-Modellen. Einige Kollektionen waren recht ähnlich, so auch die Submariner-Serie. Dieser Artikel von Balázs Blaise Ferenczi ist ursprünglich auf Fratellowatches.com erschienen und bietet einen Überblick über die verschiedenen Modelle der Tudor Submariner, die diese Kollektion im Laufe der Zeit umfasste.

Tudor: Submariner mit Mercedes-Zeigern
Tudor: Submariner mit Mercedes-Zeigern

Viele sehen die Tudor Submariner als „Underdog“, quasi als Rolex Submariner für Arme. Diese Einschätzung ist jedoch völlig falsch. Tudor war und ist eine äußerst interessante Marke für Sammler von neuen und gebrauchten Uhren. Das Unternehmen überrascht jedes Jahr aufs Neue mit großartigen Uhren, was auch zur Baselworld 2016 wieder deutlich wurde. Mit der Heritage-Kollektion hat Tudor Uhren im Vintagestil gebracht, die zu den coolsten auf dem Markt zählen. Deshalb bin ich der Meinung, dass es nur fair ist, die lange und interessante Geschichte der Tudor-Submariner-Kollektion genauer anzuschauen.

Ganz in Edelstahl: Tudor Submariner
Ganz in Edelstahl: Tudor Submariner

Die Geschichte von Tudor

Hans Wilsdorf, der Gründer von Rolex und später auch Tudor, erwarb die Marke im Jahr 1926. Nachdem einige Zeit vergangen war, kamen zu Beginn der 1930er-Jahre die ersten Uhren von Tudor auf den Markt. Doch dann begann der Zweite Weltkrieg, und die Branche hatte wahrlich andere Sorgen, als sich um Wachstum Gedanken zu machen. Ein Jahr nach Kriegsende – am 6. März 1946 – gründete Hans Wilsdorf das Unternehmen Tudor, wie wir es heute kennen. Seine Vision war es, Tudor als zweite Marke direkt neben Rolex zu positionieren, und er nutzte die bereits vorhandenen technischen Fortschritte bei seiner zweiten Uhrenmarke.

Die Geburtsstunde der Tudor Submariner, Referenz 7922

Die erste Submariner von Rolex und ihr kleiner Bruder von Tudor wurden gleichzeitig entwickelt. Natürlich brachte Rolex die neue Taucheruhr zuerst auf den Markt. Denn Rolex musste zu dem Zeitpunkt als Pionier agieren, war die erste Marke und Tudor dagegen der Neuling unter den Unternehmen von Wilsdorf. Die ersten Rolex Submariner – das Unternehmen brachte drei verschiedene Modelle gleichzeitig heraus: die Referenzen 6200, 6204 und 6205 – wurden im Jahr 1953 eingeführt. Einige Monate später, im Jahr 1954, zog Tudor nach. Diese erste Tudor Submariner erhielt die Referenznummer 7922, und unterschied sich kaum von der Rolex Submariner. Die Uhr prägte die wichtigsten Designelemente der künftigen Tudor-Submariner-Modelle (Gehäuse mit verschraubtem Boden und verschraubbarer Krone, große nachleuchtende Zeiger und Indexe, Lünette mit 5-Minuten-Graduierung). Selbstverständlich hatte sie ein Automatikuhrwerk (Fleurier-Kaliber 390) und war bis zu einer Tiefe von 100 Metern wasserdicht.

Tudor: Oyster Prince Submariner Referenz 7922 von 1954, Foto: Tudor
Tudor: Oyster Prince Submariner Referenz 7922 von 1954, Foto: Tudor

Die Tudor Submariner, die nie existierte – Referenz 7923

Die Referenz 7922 blieb nur kurz auf dem Markt, da sie schnell von der Tudor Submariner 7923 abgelöst wurde. Das Modell ist so selten, dass viele lange Zeit der Meinung waren, diese Uhr würde gar nicht existieren. Sie bezeichneten sie als Prototypen oder „Frankenwatch“ (Anm. d. Red.: Das Kunstwort setzt sich zusammen aus “Frankenstein” und “watch”; es meint ‘zusammengebastelte Uhr’). Während die 7922 über ein Automatikwerk verfügte, erschien die neue Referenz mit dem Handaufzugswerk 1156–1188. Es war das erste und einzige Mal, dass in der Submariner-Kollektion von Tudor ein Kaliber mit Handaufzug verwendet wurde. Das Design der Uhr ähnelte dem Vorgängermodell stark, unterschied sich aber in Nuancen. Beispielsweise ist das Zifferblatt einfacher gehalten; es gibt keine Tiefenmarkierung, und eine gewisse Ähnlichkeit zur Rolex 6205 ist erkennbar. Das Handaufzugswerk ermöglichte ein – im Vergleich zu den heutigen Tauchuhren von Tudor – flacheres und leichteres Gehäuse. Doch dazu später mehr.

Tudor: Oyster Prince Submariner Referenz 7923 von 1955, Foto: Tudor
Tudor: Oyster Prince Submariner Referenz 7923 von 1955, Foto: Tudor

Tudor Submariner Referenz 7924

Wie die Modelle 7922 und 7923 wurde auch die Tudor Submariner mit der Referenz 7924 nur sehr kurz hergestellt. Die Tudor Submariner 7924 wurde um das Jahr 1958 produziert, und im Vergleich zu ihren Vorgängern hatte sie ein dickeres Plexiglas vom Typ “Tropic”. Nun war die Tudor Oyster Prince Submariner erstmals bis zu einer Tiefe von 200 Metern wasserdicht. Und noch etwas unterschied sie von ihren Vorgängerinnen: Die Aufzugskrone der Uhr maß bei der Referenz 7924 großzügige 8 Millimeter. So ist die Referenz unter Sammlern auch als “Big Crown” bekannt.

Tudor: Oyster Prince Submariner Big Crown Referenz 7924 von 1958, Foto Tudor
Tudor: Oyster Prince Submariner Big Crown Referenz 7924 von 1958, Foto Tudor

Die klassische Tudor Submariner Referenz 7928

1959 erschien mit der Tudor Submariner 7928, die vierte Referenz auf den Markt – erstmals mit Kronenschutz. Das Bild zeigt die viereckige Version des Kronenschutzes. Dieses Modell wird unter Sammlern „Square Crown Guards“ genannt. Diese Referenz zeigt außerdem große Ähnlichkeiten mit den Rolex-Submariner-Modellen 5512 und 5513. Während die beiden Vorgänger kleiner waren (etwa 37 Millimeter im Durchmesser), kam diese Uhr mit größeren Abmessungen (39 Millimeter) auf den Markt. Die Lünette war vernietet und verfügte über eine 15-Minuten-Skalierung. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um eine der klassischsten Submariner-Modelle von Tudor. Weil die Uhr im Vergleich zu einer Rolex Submariner viel günstiger war, erfreute sich dieses Modell äußerster Beliebtheit. Anders als das der Rolex Submariner trug ihr Uhrwerk – das Automatikkaliber Fleurier 390 – jedoch kein Chronometerzertifikat. Die Submariner 7928 im Gegensatz zu den vorherigen Referenzen recht lange produziert: von 1960 bis etwa 1968.

Tudor: Oyster Prince Submariner Square Crown Guards Referenz 7928 von 1959, Foto: Tudor
Tudor: Oyster Prince Submariner Square Crown Guards Referenz 7928 von 1959, Foto: Tudor

Weiter auf Seite 2 mit der Entwicklung der Tudor Submariner

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am 19. Mai 2015

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