Omega Uhren

Omega ist nicht nur eine der bekanntesten, sondern zweifellos eine der emotionalsten Uhrenmarken. Denkt man an Omega Uhren, so fallen sofort die Begriffe Mondlandung, James Bond oder Olympia. Omega baut nicht nur hochwertige, technisch anspruchsvolle Uhren, sondern verknüpft diese auch mit illustren Trägern. » weiter

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Zur langen Reihe der Markenbotschafter, die für Omega werben, gehören Topstars wie George Clooney, Nicole Kidman oder Eddie Redmayne. Auch andere berühmte Persönlichkeiten trugen schon eine Omega, so auch John F. Kennedy. Das goldene, extra flache Modell bekam er 1960 von seinem Freund Grant Stockdale geschenkt. Heute ist die Uhr im Omega-Museum in Biel ausgestellt.
Jenseits allen Marketings hat sich die Marke Omega der Alltagstauchglichkeit ihrer Uhren verschrieben: Magnetfedlschutz, Präzision in der Zeitanzeige und innovative Materialien stehen im Fokus. Mit dem innovativen Magnetfeldschutz und der Co-Axial-Hemmung macht Omega neueste Technik breit verfügbar. In Biel werden schätzungsweise 700.000 Omega-Uhren pro Jahr gebaut. Hier entwickelt Omega auch eigene Legierungen wie Ceragold (eine Kombination aus Keramik und Gold) oder Liquidmetal. Das metallische Glas besteht unter anderem aus Titan, Kupfer und Nickel und ist dreimal so hart wie Edelstahl.

Louis Brandt (1825-1879) gründete 1848 in La Chaux-de-Fonds ein Unternehmen, das Uhren aus zugekauften Komponenten fertigte und verkaufte. Noch vor seinem Tod stiegen seine Söhne Louis-Paul und César in die unter dem Namen „Louis Brandt & Fils“ geführte Firma ein. Seit 1880 ist die Firma in Biel beheimatet. Das Jahr 1894 prägt die Firmengeschichte wie kein anderes. Das Unternehmen stellt ein 19-liniges Taschenuhrkaliber vor, mit dem das Unternehmen moderne Produktionsmethoden einführte. Das Kaliber wird „Omega“ genannt. 1903 wählte die Inhaberfamilie Brandt die Bezeichnung auch als Firmennamen.

Bevor Omega auf dem Mond landete, ging es ins Meer: Die 1932 vorgestellte Omega Marine gilt als erste Taucheruhr der Welt. Die Seamaster 300 von 1957 und die Ploprof von 1970 sind heute Taucheruhren-Ikonen.

Omega und die Raumfahrt

Die erste Uhr auf dem Mond war eine Omega Speedmaster Professional. Als Neil Armstrong am 21. Juli 1969 um 02:56 Uhr UTC als erster Mensch die Mondoberfläche betrat, hatte er seine Uhr zwar aus Sicherheitsgründen an Bord der Landefährte gelassen. Sein Kollege Edwin „Buzz“ Aldrin aber trug sie am Arm, als er Armstrong eine Viertelstunde später folgte. Seitdem zählt die „Moonwatch“ zu den berühmtesten Uhren der Welt. Man kann sie immer noch in einer Version kaufen, die dem Original von Armstrong und Aldrin sehr nahe kommt, dazu gibt und gab es viele Varianten und Sondermodelle.

1970 retteten Omega-Uhren den Astronauten der Apollo-13-Mission das Leben. Nachdem an Bord fast alle Systeme ausgefallen waren, mussten die Astronauten die 14 Sekunden der Raketenzündung für einen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre mit ihren Omega-Speedmaster-Chronographen messen. Für diese Leistung erhielt Omega den Snoopy Award, die höchste Auszeichnung der NASA.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst trug 2014 bei seinem Einsatz auf der ISS die Skywalker X-33, eine Multifunktionsquarzuhr speziell für Astronauten.

Omega und Olympia

Omega war bereits 27-mal als Zeitnehmer bei Olympischen Spielen dabei. Zur Premiere 1932 in Los Angeles bestand das Equipment noch aus 30 Stoppuhren. 2016 in Rio hatten die 480 Spezialisten von Omega, die von 850 Helfern unterstützt wurden, 450 Tonnen Ausrüstung dabei. Sie verlegten 200 Kilometer Kabel und Glasfaserleitungen und installierten 79 öffentliche Anzeigetafeln im Großformat sowie 335 kleinere, sportartspezifische Schautafeln.

Omega und die Präzision

Omega ist der zweitgrößte Chronometerhersteller der Welt: 2015 ließen die Bieler bei der offiziellen Schweizer Prüfstelle COSC 511.861 Uhrwerke zertifizieren. Diese Präzision verdanken die Omega-Uhren unter anderem der 1999 erstmals vorgestellten Co-Axial-Hemmung. Die von George Daniels erfundene und von Omega, Eta und Nivarox weiterentwickelte Co-Axial-Hemmung ist so konstruiert, dass sehr wenig Öl zur Schmierung der Werkteile eingesetzt werden muss. Omega stattet mittlerweile fast alle seine Uhrwerke mit der Co-Axial-Hemmung aus.
Im Spätherbst 2015 führte die Marke außerdem die Qualitätsstufe „Master Chronometer“ ein. Dabei handelt es sich um mechanische Uhrwerke, die mit der Omega-typischen Co-Axial-Hemmung bestückt sind, bereits ein COSC-Chronometerzeugnis besitzen und durch die verwendeten Materialien bis mindestens 15.000 Gauß amagnetisch sind. Die Zertifizierung als Master Chronometer nimmt das Eidgenössische Institut für Metrologie (Metas) vor.

Seit 1. Juni 2015 ist Raynald Aeschlimann (Jahrgang 1970) der CEO von Omega. Er übernahm die Position vom langjährigen Chef Stephan Urquhart, der 70-jährig in den Ruhestand ging. Aeschlimann ist schon seit 1996 bei Omega und hatte seit 2001 die Position des Vice President Sales inne.

Wichtige Uhren von Omega

Speedmaster Professional Moonwatch

Keine andere Speedmaster ist so nah am Original: Mit Hesalit- statt Saphirglas und dem 1996 leicht überarbeiteten Lemania-Kaliber 1861 (ohne Co-Axial-Hemmung) ist sie zugleich die preisgünstigste Speedmaster (4.300 Euro).

Seamaster Diver 300M

Seit ihrem James-Bond-Debüt in „Goldeneye“ 1995 ist die Seamaster Diver 300 M mit blauem Zifferblatt eine der bekanntesten und beliebtesten Omega-Uhren (3.500 Euro).

Seamaster Planet Ocean Master Chronometer

Die Planet Ocean als Master Chronometer mit Keramiklünette kam erst 2016 auf den Markt. Geschützt gegen Magnetfelder bis 15.000 Gauß und wasserdicht bis 600 Meter, ist sie eine hochleistungsfähige Sport- und Alltagsuhr (5.700 Euro).

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