23. November 2017

TAG Heuer

TAG Heuer ist bekannt für ihre Sportuhren. Insbesondere als Chronographenspezialist hat sich das Unternehmen aus La Chaux-de-Fonds über Jahrzehnte hinweg profiliert. Im Mittelpunkt der Kollektion stehen legendäre Modelle wie Carrera und Monaco, aber auch Namen wie Monza und Autavia lassen die Herzen der Uhrenfans höher schlagen.

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Edouard Heuer (1840-1892) gründete 1860 das Unternehmen und begann bereits 1882 mit der Fertigung von Chronographen. 1887 ließ er sich die von ihm erfundene Schwingtriebkupplung patentieren. Diese Kupplungsart wird bis heute in vielen Chronographenwerken, wie dem Eta-Valjoux 7750 und dem TAG Heuer 1887 verwendet. Im Jahr 1916 lancierte Heuer den Mikrograph, eine revolutionäre Stoppuhr, die erstmals Zeiten auf die Hundertstelsekunde genau messen konnte. Der Semikrograph begnügte sich mit dem halben Wert. Mikrosplit und Semikrosplit hießen die jeweiligen Pendants mit zusätzlichem Schleppzeiger. Diese Modelle überzeugten auch die Zeitnehmer der Olympischen Spiele. Dort halfen sie 1920, 1924 und 1928 bei der Zeitnahme für das US-Team. 1939 bietet Heuer seinen ersten wasserdichten Armband-Chronographen an. Seit dem werden ausschließlich wasserdichte Uhren angeboten.

In den frühen Siebzigerjahren warb Heuer nicht nur mit seinem Logo auf den Rennanzügen der Formel-1-Fahrer von Ferrari, sondern stattete sie auch mit Uhren aus. Um zu verhindern, dass sie die geschenkten Uhren verkauften, ließ Jack Heuer die Blutgruppe jedes Fahrers auf den Gehäuseboden gravieren. Dass eine Übernahme zur Änderung des Markennamens führt, ist in der Uhrenindustrie eher selten. Genau das passierte aber, als die Luxemburger Holding Techniques d’Avant Garde (TAG) 1985 die Uhrenmarke Heuer kaufte. Als der Luxuskonzern LVMH dann 1999 TAG Heuer übernahm, blieb der Name unverändert.

Die während der Baselworld 2004 vorgestellte Konzeptarmbanduhr V4, die erste Uhr mit Riemenantrieb, führte den studierten Physiker und Mathematiker Guy Sémon ins Haus. Dem 2008 zum technischen Direktor und 2014 zum Generaldirektor ernannten Franzosen sind die Vervollkommnung und Serienreife des komplexen Automatikwerks mit linear agierender Schwungmasse, vier Federhäusern und winzigen Zahnriemen ebenso zu verdanken wie die revolutionären Schnellschwinger und das 2016 vorgestellte Kaliber Heuer 02 T mit Automatikchronograph und Tourbillon. Pünktlich zum 150. Geburtstag stellte TAG Heuer 2010 das erste eigene Basiswerk für Chronographen vor. Die Kaliberbezeichnung 1887 erinnert an das Jahr, in dem der Firmengründer Edouard Heuer das Patent für seine Schwingtriebkupplung erhielt. Ein Jahr später stoppte der TAG Heuer Carrera Mikropgraph 1/100th Second Chronograph auf die Hundertstelsekunde genau. Für die Zeit- und die Stoppfunktion braucht es je ein Federhaus sowie zwei getrennte Schwing- und Hemmungssysteme. Der zeitanzeigende Teil des Werks ist auf vier Hertz Unruhfrequenz und 42 Stunden Gangautonomie ausgelegt. Der Stoppmechanismus oszilliert 12,5-mal so schnell, was 360.000 Halbschwingungen pro Stunde beziehungsweise 50 Hertz entspricht. 2012 erschien mit dem Carrera Mikrotimer Flying 1000 ein Zeitmesser, der auf die halbe Tausendstelsekunde genau stoppen kann. Und bei der 2013 vorgestellten TAG Heuer Carrera Mikropendulum sucht man vergebens eine Unruhspirale im Uhrwerk. An ihre Stelle tritt eine virtuelle Feder auf Magnetbasis.

TAG Heuer war einer der ersten Schweizer Uhrenhersteller, die 2015 eine eigene Smartwatch bauten. Die Marke kooperiert dafür mit Intel und Google. Bei der TAG Heuer Connected handelt es sich um eine Android-Wear-Smartwatch, die zusätzlich über TAG-Heuer-eigene Apps verfügt. Der Erfolg der 46 Millimeter großen Uhr – 2016 lieferte TAG Heuer 50.000 Stück aus und plant für 2017 die Erhöhung der Produktion um das Dreifache – liegt unter anderem im typischen Carrera-Design und der hochwertigen Ausstattung mit Titangehäuse und Saphirglas begründet.

2015 erstaunte TAG Heuer zudem mit der Ankündigung eines eigenen Chronographen mit fliegendem Tourbillon, der weniger als 15.000 Euro kosten sollte. 2016 debütierte die technisch-modern gestaltete Uhr mit Titangehäuse und Chronometerzertifikat für exakt 14.950 Euro. Aber schon 2017 hielt TAG Heuer die selbstgesetzt Preismarke nicht mehr. Seither kostet die TAG Heuer Carrera Calibre Heuer 02T COSC ab 15.250 Euro.

Verantwortlich für das Design von TAG Heuer ist ein Deutscher, der in London sitzt: Christoph Behling leitet im Stadtteil Notting Hill ein mehrfach preisgekröntes Designstudio mit neun Mitarbeitern und pendelt ständig zwischen der britischen Hauptstadt und La Chaux-de-Fonds.

TAG Heuer engagiert sich außerdem verstärkt im Fußball: Die Marke ist offizieller Partner verschiedener nationaler Ligen, darunter die deutsche Bundesliga, die englische Premier League, die spanische LaLiga, die Major League Soccer in den USA und die chinesische Liga. Zudem gibt es eine Partnerschaft mit der Copa America, dem Pendant zur Europameisterschaft auf dem amerikanischen Doppelkontinent. Die Marke wirbt unter anderem mit Cristiano Ronaldo und Mats Hummels.

Der Großteil der TAG-Heuer-Uhren kostet zwischen 1.000 und 5.000 Euro. TAG Heuer produziert circa 720.000 Uhren im Jahr und hat 1.500 Mitarbeiter weltweit. Seit Jean-Claude Biver die Firma führt, präsentiert sich TAG Heuer mehr denn je als junge, coole Marke.

Die wichtigsten Modelle von TAG Heuer

Carrera

Die 1963 vorgestellte Carrera, benannt nach dem Straßenrennen Carrera Panamericana, steht für die Verbindung von Heuer zum Motorsport und ist heute die erfolgreichste Kollektion der Marke. 2015 erhielt sie als Carrera Heuer 01 ein eigenes Werk und ein neues, starkes Design.

Monaco

Die rechteckige Kultuhr kam 1969 mit Einführung eines der ersten automatischen Chronographenwerke, dem Kaliber 11. Zur Ikone wurde sie am Handgelenk von Hollywoodstar Steve McQueen im Film „Le Mans“.

Aquaracer

Als Sportuhrenmarke ist TAG Heuer auch im Wasser zu Hause. Die 2003 eingeführte und seitdem mehrfach überarbeitete Aquaracer überzeugt heute durch ihr Design und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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