Doppelt hält besser: Warum Kooperationsuhren zu den spannendsten Entwicklungen der Szene gehören
In der modernen Uhrenindustrie sind Kooperationen längst mehr als ein kurzfristiger Marketingtrend. Immer häufiger arbeiten alteingesessene Manufakturen mit Künstlern, Modehäusern, Filmemachern oder sogar Sportteams zusammen, um bestehende Kollektionen neu zu interpretieren. Eine solche Zusammenarbeit eröffnet kreative Freiräume, die innerhalb klassischer Markenstrukturen oft nur schwer umzusetzen wären – sei es durch ungewöhnliche Materialien, experimentelle Oberflächen oder völlig neue Designansätze.
J. Press x Bamford London – B80 Watch
J. Press x Bamford London#J. Press x Bamford London – B80 Watch
Passend zur eigenen College-Jacke erscheint die limitierte B80 von J. Press und der britischen Uhrenmarke Bamford. Gestaltet von Kreativdirektor Jack Carlson, interpretiert sie die amerikanische College-Ästhetik auf eigenständige Weise und rückt vor allem das Zifferblatt in den Fokus: Anstelle klassischer Stundenindizes erscheinen elf farbige Wimpel. Die Uhr besitzt ein 39 Millimeter großes Titangehäuse, wird vom Automatikkaliber Sellita SW300-1 mit 56 Stunden Gangreserve angetrieben und kostet rund 1.370 Euro.
Ressence – Type 9 Ikeda
Ressence#Ressence – Type 9 Ikeda
Ressence schlägt dank der außergewöhnlichen Kooperation mit dem Künstler Terumasa Ikeda eine Brücke zwischen zeitgenössischer Uhrmacherei und traditioneller japanischer Lackkunst. Das kontinuierlich rotierende Zifferblatt der auf acht Exemplare limitierten Edition entsteht aus mehreren Schichten Urushi-Lack, ergänzt durch feinste Perlmutt-Einlagen. Ein 39 Millimeter großes Gehäuse aus Titan beherbergt das Automatikkaliber ROCS9, das eine Gangreserve von 36 Stunden bietet. Der Preis liegt bei rund 43.000 Euro.
Christopher Ward – C60 Clipper GMT
Christopher Ward#Christopher Ward – C60 Clipper GMT
Flugzeug-Fans aufgepasst: Diese Fliegeruhr entstand in Zusammenarbeit mit Pan Am und versteht sich als Hommage an das goldene Zeitalter des Jet-Reisens. Neben dem Logo und Sekundenzeiger sticht insbesondere die Lünette hervor, auf der die Flughafencodes bedeutender Pan-Am-Destinationen verewigt sind. Im 42 Millimeter großen Edelstahlgehäuse arbeitet das Automatikkaliber Sellita SW330-2 mit einer Gangreserve von 56 Stunden. Die Uhr wechselt für 1.895 Euro ans eigene Handgelenk.
Citizen x seconde/seconde/ – Tsuyosa NJ0157-81L
Citizen#Citizen x seconde/seconde/ – Tsuyosa NJ0157-81L
Ein Katana-Schwert, das Stundenindizes durchtrennt, dürfte in der Uhrmacherei wohl einzigartig sein, fügt sich jedoch ausgezeichnet in die Designsprache des Künstlers Romaric André und seines Kreativstudios seconde/seconde/ ein. Zusammen mit Citizen entstand so eine Sonderedition im Stil klassischer Pixel-Art-Videospiele. Technisch setzt die Uhr auf ein 40 Millimeter großes Edelstahlgehäuse und das Automatikkaliber 8210-CB0, das eine Gangreserve von 42 Stunden bietet. Für 449 Euro präsentiert sie sich als attraktiver Einstieg in die Welt mechanischer Armbanduhren.
Ulysse Nardin – Freak X Gumball 3000
Ulysse Nardin#Ulysse Nardin – Freak X Gumball 3000
Emblematisch für den Freak ist das rotierende Werk, welches selbst die Zeitindikation übernimmt und klassische Zeiger ersetzt. In Zusammenarbeit mit der Rally Gumball 3000 entstand nun ein auf 150 Exemplare limitiertes Sondermodell, das Ulysse Nardins experimentelle Uhrmacherei mit der rebellischen Energie des Motorsport-Events verbindet. Der Zeitmesser verfügt über ein 43 Millimeter großes Gehäuse aus einem Titan-Kohlefaser-Verbundwerkstoff, wird vom Automatikkaliber UN-230 angetrieben und bietet eine Gangreserve von 72 Stunden. Der Preis beträgt 45.730 Euro.
Fünf gute Gründe für Kollaborationsmodelle
Neue Designperspektiven
Externe Designer, Künstler oder Marken bringen frische ästhetische Ideen in etablierte Kollektionen.
Experimentierfeld
Kollaborationen ermöglichen den Einsatz ungewöhnlicher Materialien, Oberflächen oder Techniken.
Erweiterung der Zielgruppen
Kooperationen erschließen neue Liebhabergruppen, etwa aus Kunst-, Mode- oder Sportkreisen.
Limitierte Stückzahlen
Kollaborationsmodelle erscheinen meist in kleinen Auflagen und besitzen dadurch zusätzlichen Sammlerreiz.
Einzigartige Varianten
Viele Kooperationen bringen Referenzen hervor, die außerhalb der Zusammenarbeit wohl nie produziert würden.
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