Micro Monday: SpaceOne – WorldTimer Titanium
Alles andere als klassisch ist die Arbeit von SpaceOne, einer jungen, unabhängigen Marke, die die Ästhetik der Raumfahrt in den Mittelpunkt rückt. Inspiriert von der „Space-Age“-Designbewegung der 1960er-Jahre, jener Epoche, in der die Faszination für das Weltall Architektur, Fahrzeuge und Produktdesign prägte, übersetzt SpaceOne futuristische Formen in mechanische Armbanduhren. Das Ergebnis wirkt weniger wie traditionelle Schweizer Uhrmacherei, sondern eher wie ein Objekt aus einem Science-Fiction-Entwurf vergangener Zukunftsvisionen. Hinter dem Unternehmen stehen zwei Persönlichkeiten, die sich ausgezeichnet ergänzen: der unabhängige Pariser Uhrmacher Theo Auffret sowie Uhrenunternehmer Guillaume Laidet. Während Laidet für Markenaufbau und Konzeptentwicklung bekannt ist, bringt Auffret klassische Uhrmacherkompetenz ein. Besonders sichtbar wird dies bei der springenden Stundenanzeige der ersten Kollektion. Das dafür entwickelte Modul entstand direkt in Auffrets Atelier und besteht aus neun eigens entwickelten Komponenten. Obwohl sämtliche Komponenten in der Schweiz gefertigt werden, erfolgen Montage und Entwicklung in Frankreich. Diese Kombination aus französischem Designanspruch und Schweizer Fertigung verdeutlicht die Philosophie der Marke: moderne, experimentelle Uhrengestaltung mit mechanischer Substanz. SpaceOne versteht sich damit weniger als klassische Luxusmarke, sondern vielmehr als Projekt für Enthusiasten, die unabhängige Uhrmacherei und unkonventionelle Formen schätzen.
SpaceOne – WorldTimer Titanium
SpaceOne#WorldTimer Titanium
Die größte Besonderheit der SpaceOne WorldTimer liegt in ihrer Art, Zeit darzustellen. Anstelle klassischer Stunden-, Minuten- oder GMT-Zeiger setzt die Uhr vollständig auf ein System rotierender Scheiben. Die Anzeige basiert auf vier zentralen Elementen: einer Minutenscheibe bei drei Uhr, einer zentralen Sekundenscheibe, einer Zwölf-Stunden-Scheibe bei sechs Uhr sowie zwei koaxial angeordneten Scheiben bei neun Uhr, die 24-Stunden-Anzeige und zugehörige Städte beziehungsweise Zeitzonen darstellen. Das Ergebnis erinnert weniger an traditionelle Armbanduhren als vielmehr an Instrumente aus der Raumfahrt oder an digitale Zukunftsvisionen vergangener Jahrzehnte.
SpaceOne – WorldTimer Titanium
SpaceOneLeichtbau mit futuristischem Anspruch
Das Gehäuse besteht aus Titan Grade 5. Die Legierung wird aufgrund ihres geringen Gewichts, ihrer hohen Korrosionsbeständigkeit und Stabilität häufig in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt.
Werk & Komplikation
Im Inneren arbeitet das Automatikwerk Soprod P024, ergänzt durch eine eigens entwickelte Worldtimer-Komplikation. Das Kaliber schlägt mit einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und bietet eine Gangreserve von rund 38 Stunden.
SpaceOne – WorldTimer Titanium
SpaceOneAstronauten-Look
Selbst bei der Präsentation verfolgt SpaceOne die Raumfahrt-Idee konsequent weiter. Die Verpackung des Zeitmessers orientiert sich an Raumanzügen und soll die Uhr während Reisen schützen. Die erste Produktionscharge der WorldTimer Titanium ist auf 300 Exemplare limitiert. Für 2.700 Euro kann die nächste Weltraum-Mission starten.
Fazit
Die SpaceOne WorldTimer Titanium richtet sich kaum an klassische Weltzeituhren-Sammler, sondern vielmehr an Enthusiasten unabhängiger Uhrmacherei, die ungewöhnliche Konzepte suchen. Ihre Stärke liegt weniger in maximaler Funktionalität als in der eigenständigen Interpretation von Zeit. SpaceOne versucht etwas anderes: die Idee einer Reiseuhr so aussehen zu lassen, als wäre sie direkt aus einer Vision der Zukunft entstanden.
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