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Lesedauer 5 Min.

Die rebellische Ikone wird erwachsen: Ulysse Nardin – Freak X

Zum 25. Geburtstag der Freak präsentiert Ulysse Nardin eine komplett neue Generation
Ulysse Nardin – Freak X, ausgefallene Uhrenkreation mit Mikrorotor-Werk
© Ulysse Nardin 

Es gibt nur wenige Uhren, die die moderne Uhrmacherei so nachhaltig verändert haben wie die Freak von Ulysse Nardin. Als sie 2001 vorgestellt wurde, stellte sie praktisch jede Konvention der Branche infrage: keine Zeiger, kein klassisches Zifferblatt, keine Krone und stattdessen ein Uhrwerk, das selbst zur Zeitanzeige wurde. 25 Jahre später und pünktlich zum 180-jährigen Jubiläum der Manufaktur schlägt die Marke nun das nächste Kapitel auf. Mit der neuen Freak X präsentiert Ulysse Nardin nicht einfach ein Facelift, sondern eine von Grund auf neu entwickelte Generation ihrer wohl berühmtesten Kreation. Kompakter, technisch fortschrittlicher und alltagstauglicher denn je soll die neue Freak X die Brücke zwischen Haute Horlogerie und modernem Lifestyle schlagen. Dabei bleibt sie ihrer radikalen DNA treu und führt die Innovationsgeschichte der Kollektion konsequent fort.

Ulysse Nardin – Freak X, ausgefallene Uhrenkreation mit Mikrorotor-Werk

Ulysse Nardin – Freak X

© Ulysse Nardin 

Eine Revolution, die bis heute nachwirkt

Als Dr. Ludwig Oechslin die erste Freak entwickelte, war die Uhr ihrer Zeit weit voraus. Das fliegende Karussell diente gleichzeitig als Uhrwerk und Zeiger, während Silizium erstmals in großem Stil in einem Serienmodell zum Einsatz kam. Was damals wie Science-Fiction wirkte, gehört heute zu den spannendsten technologischen Entwicklungen der modernen Uhrmacherei. Seit ihrer Einführung entstanden 35 Patente und 17 verschiedene Kaliber auf Basis des Freak-Konzepts. Die Referenz entwickelte sich zu einem Symbol für unabhängiges Denken und technischen Fortschritt. Mit der 2019 vorgestellten Freak X wurde das Konzept erstmals etwas zugänglicher gestaltet. Eine Krone, kompaktere Maße und höhere Alltagstauglichkeit machten die Kollektion für ein breiteres Publikum interessant. Die neue Generation geht diesen Weg nun konsequent weiter.

Intelligenter, kompakter, effizienter

Herzstück der neuen Freak X ist das vollständig neu entwickelte Manufakturkaliber UN-232. Obwohl die charakteristische Architektur des fliegenden Karussells erhalten bleibt, wurde praktisch jedes technische Detail überarbeitet. Das Uhrwerk selbst dient weiterhin als Minutenanzeige und vollführt innerhalb von 60 Minuten eine vollständige Rotation. Die Stunden werden über einen Zeiger auf einer rotierenden Scheibe dargestellt. Die Konstruktion verzichtet weiterhin auf eine obere Brücke, wodurch der Mechanismus scheinbar frei im Raum zu schweben scheint und die charakteristische dreidimensionale Tiefe der Freak entsteht. Neu ist unter anderem die erstmals in einer Freak X eingesetzte DIAMonSIL-Hemmung. Dabei handelt es sich um eine von Ulysse Nardin entwickelte Oberflächenbehandlung für Siliziumkomponenten, die Härte, Effizienz und Verschleißfestigkeit deutlich verbessert. Angesichts der über 250 Millionen Impulse pro Jahr stellt diese Innovation einen erheblichen Fortschritt hinsichtlich Langlebigkeit und Präzision dar. Hinzu kommen eine überdimensionierte Silizium-Unruh, eine temperaturkompensierte Silizium-Spiralfeder sowie mehrere mikrotechnische Systeme zur Optimierung von Energieübertragung und Reibungsverhalten. Trotz der kompakteren Konstruktion bleibt die Gangreserve mit 72 Stunden auf hohem Niveau.

 

Ulysse Nardin – Freak X, ausgefallene Uhrenkreation mit Mikrorotor-Werk

Das neue Manufakturkaliber UN-232.

© Ulysse Nardin 

Gehäuse für den Alltag

Mindestens ebenso umfangreich wie die technische Überarbeitung fällt die Neugestaltung des Gehäuses aus. Die neue Freak X schrumpft von 43 auf 41 Millimeter Durchmesser. Auch die Gesamtlänge von Bandanstoß zu Bandanstoß reduziert sich von 49,6 auf 47,3 Millimeter. Gleichzeitig sinkt die sichtbare Gehäusehöhe auf 10,35 Millimeter. Während frühere Modelle auf modularen Titanstrukturen basierten, setzt die aktuelle Generation auf Gehäuse aus 80 Prozent recyceltem Stahl beziehungsweise massivem Roségold. Die neue Monoblock-Konstruktion erhöht die strukturelle Stabilität und verbessert zugleich die akustische Dämpfung mechanischer Schwingungen. Ein neues boxförmiges Saphirglas eröffnet zusätzlich einen noch eindrucksvolleren Blick auf das rotierende Uhrwerk. Die gesamte Konstruktion wirkt dadurch moderner und klarer.

Mikrorotor statt Zentralrotor

Eine der bemerkenswertesten Neuerungen befindet sich auf der Rückseite. Erstmals in einer Freak X erfolgt der automatische Aufzug über einen vollständig integrierten Mikrorotor aus Roségold. Diese Lösung ermöglicht die kompakteren Abmessungen und verbessert gleichzeitig die optische Wirkung des Uhrwerks. Der Roségoldrotor bildet einen warmen Kontrast zu den technischen Oberflächen und wird von einer symmetrischen Doppelbrückenkonstruktion gerahmt, die die architektonische Wirkung des Kalibers zusätzlich verstärkt.

 

Ulysse Nardin – Freak X, ausgefallene Uhrenkreation mit Mikrorotor-Werk

Ulysse Nardin – Freak X

© Ulysse Nardin 

Haute Horlogerie bis ins Detail

Auch bei der Veredelung legt Ulysse Nardin deutlich nach. Die Stunden- und Minutenanzeigen sowie die markante Unruhbrücke werden von Hand angliert. Satinierte, polierte und gekörnte Oberflächen wechseln sich auf Vorder- und Rückseite ab und erzeugen eine für die Freak bislang ungewohnte Eleganz. Zusätzlich kommen nun applizierte Indizes mit Superluminova zum Einsatz, die die Ablesbarkeit verbessern.

Mehr Komfort durch neue Armbänder

Außerdem erhält die Freak X zum ersten Mal ein werkzeugloses Schnellwechselsystem für Armbänder. Ulysse Nardin bietet insgesamt neun verschiedene Varianten an – von Leder über Kautschuk bis hin zum neuen integrierten Stahlarmband. Besonders das Stahlarmband dürfte viele Interessenten ansprechen. Es besteht ebenfalls aus 80 Prozent recyceltem Stahl, greift die Formensprache des Gehäuses auf und verfügt über eine integrierte Feineinstellung von zwei Millimetern auf beiden Seiten der Schließe.

 

Ulysse Nardin – Freak X, ausgefallene Uhrenkreation mit Mikrorotor-Werk

Ulysse Nardin – Freak X

© Ulysse Nardin 

Drei Modelle zum Start

Zum Marktstart präsentiert Ulysse Nardin drei Varianten der neuen Generation. Die Freak X Grey kombiniert ein Gehäuse aus recyceltem Stahl mit einer grau sandgestrahlten Stundenscheibe und einem hellbraunen Lederband. Der Preis liegt bei 37.500 Euro. Die Freak X Blue setzt auf einen blau verlaufenden Sonnenschliff und wird serienmäßig mit dem neuen integrierten Stahlarmband ausgeliefert. Sie kostet 38.600 Euro. An der Spitze der Kollektion steht die Freak X Gold in Roségold mit schwarzer Stundenscheibe und Alligatorlederband. Ihr Preis beläuft sich auf 58.200 Euro.

Fazit

Die neue Freak X ist weit mehr als eine Evolution ihres Vorgängers. Ulysse Nardin hat nahezu jeden Aspekt der Uhr überarbeitet und dabei die ikonische Identität der Freak bewahrt. Das neue Kaliber UN-232, die erstmals eingesetzte DIAMonSIL-Hemmung, der integrierte Mikrorotor, die kompakteren Abmessungen und die deutlich gesteigerte Alltagstauglichkeit machen die Uhr zur bislang ausgewogensten Interpretation des Konzepts. Zum 25-jährigen Jubiläum der Freak verbindet die Manufaktur somit die radikale Innovationskraft des Originals mit einer Reife und Alltagstauglichkeit, die ihr bislang fehlte. 

 

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Ulysse Nardin Ulysse Nardin Freak ausgefallene Uhren Luxusuhren Haute Horlogerie

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