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Lesedauer 4 Min.

Micro Monday: Breva Genève – „Segreto di Lario“ Meridian Gold

Die Ästhetik der Navigation in zeitgenössischer Form
Breva Genève – „Segreto di Lario“ Meridian Gold, Luxusuhr aus Titan mit Handaufzugswerk

Breva Genève – „Segreto di Lario“ Meridian Gold

© Breva Genève

Die Marke Breva Genève verbindet italienische Eleganz mit Schweizer Präzision und lässt sich dabei vom besonderen Flair des Comer Sees inspirieren. Gegründet im Jahr 2010 mit dem Anspruch, innovative Zeitmesser für moderne Entdecker zu schaffen, machte sich Breva zunächst mit außergewöhnlichen Komplikationen wie Barometern, Höhenmessern oder Windmessern einen Namen. Nach einer Phase der Neuausrichtung begann 2025 ein neues Kapitel: Mit der „Breva Classic“-Kollektion kehrte das Unternehmen zurück und setzt seither verstärkt auf Exklusivität, feine Verarbeitung und limitierte Editionen. Modelle wie die „Segreto di Lario“ greifen dabei die Verbindung aus traditioneller Uhrmacherkunst und instrumenteller Inspiration neu auf. Unter der Leitung von CEO Julien Haenny entwickelt sich Breva zu einer eigenständigen Stimme im Segment der unabhängigen Haute Horlogerie, die über eine ganz eigene Identität und Designsprache verfügt.

Breva Genève – „Segreto di Lario“ Meridian Gold, Luxusuhr aus Titan mit Handaufzugswerk

Breva Genève – „Segreto di Lario“ Meridian Gold

© Breva Genève 

„Segreto di Lario“ Meridian Gold

Mit der neuen Referenz „Segreto di Lario“ Meridian Gold erweitert Breva Genève seine noch junge, aber bereits klar positionierte Kollektion um eine Variante, die sich ganz dem Thema Navigation und Orientierung widmet. Vorgestellt im Rahmen der Geneva Watch Week 2026, verbindet das Modell historische Inspirationsquellen mit moderner Uhrmacherkunst und richtet sich bewusst an Sammler, die jenseits klassischer Codes nach neuen Ausdrucksformen suchen.

Einladung zur Entdeckung

Die „Segreto di Lario“-Linie wurde 2025 lanciert und ist eng mit ihrer geografischen und ideellen Herkunft verbunden: den Ufern des Comer Sees. Von Beginn an war sie als Hommage an Instrumente wie Sextanten oder nautische Kompasse konzipiert, die Entdecker über Jahrhunderte hinweg begleiteten. Entsprechend versteht sich die Kollektion nicht nur als Serie von Armbanduhren, sondern als moderne Interpretation klassischer Messinstrumente. Mit der neuen Meridian-Gold-Version wird dieser Gedanke weitergeführt und zugleich präzisiert. Während frühere Referenzen eher Stimmungen transportierten, steht hier ein klar definierter Moment im Mittelpunkt: der Augenblick der Entscheidung, in dem ein Kurs gewählt wird. 

 

Breva Genève – „Segreto di Lario“ Meridian Gold, Luxusuhr aus Titan mit Handaufzugswerk

Breva Genève – „Segreto di Lario“ Meridian Gold

© Breva Genève 

Erinnerung an die Instrumente der Entdecker

Im Zentrum der Neuvorstellung steht das erstmals bei Breva verwendete powder-goldene Zifferblatt mit leicht matter Oberfläche. Besagter warmer, zurückhaltender Farbton erinnert bewusst an die Patina historischer Navigationsinstrumente. Diese Assoziation wird durch die Gestaltung weiter verstärkt. Eine Windrose bei zwölf Uhr, gekreuzte Skalen und fein strukturierte Oberflächen greifen die visuelle Sprache wissenschaftlicher Instrumente auf. Das Zifferblatt wirkt dadurch weniger wie eine klassische Uhrenanzeige, sondern eher wie ein funktionales Panel. Gleichzeitig lässt sich die Farbgebung auch uhrmacherisch interpretieren. Kenner werden darin Anklänge an Neusilber erkennen, eine traditionelle Legierung aus Kupfer, Zink und Nickel, die in der Haute Horlogerie häufig für Werkteile verwendet wird. Dieses Material ist bekannt für seine warme Patina und seine anspruchsvolle Verarbeitung.

Sprache von Breva Genève

Ein zentrales Merkmal der „Segreto di Lario“-Kollektion ist die Art, wie Zeit und Energie dargestellt werden. Die Anzeigen folgen keiner klassischen Aufteilung, sondern sind bewusst als instrumentelle Darstellung konzipiert. Charakteristisch sind dabei die gekreuzten Zeiger, die als gestalterisches und technisches Markenzeichen der Marke gelten. Die Meridian Gold setzt dieses Konzept konsequent fort. Besonders hervorzuheben ist die doppelte Gangreserveanzeige, die den verbleibenden Energiezustand in zwei Ebenen differenziert. Eine Skala bildet die ersten sechs Tage der Gangreserve ab, während eine zweite, feinere Anzeige die letzten 24 Stunden detailliert darstellt. Diese zweistufige Darstellung macht die Energie des Uhrwerks auf ungewöhnlich anschauliche Weise erfahrbar.

 

Breva Genève – „Segreto di Lario“ Meridian Gold, Luxusuhr aus Titan mit Handaufzugswerk

Breva Genève – „Segreto di Lario“ Meridian Gold

© Breva Genève

Exklusives Triple-Retrograde-Kaliber

Im Inneren der Uhr arbeitet das Kaliber C101, ein exklusiv für Breva entwickeltes Handaufzugswerk mit Triple-Retrograde-Komplikation. Entwickelt wurde es von Jean-François Mojon auf Basis von Chronode. Das Werk verfügt über 29 Rubine, arbeitet mit einer Frequenz von drei Hertz und bietet eine Gangreserve von sieben Tagen. Die Besonderheit liegt in der retrograden Darstellung sämtlicher zentraler Anzeigen. Stunden, Minuten, Sekunden sowie die Gangreserve kehren nach Ablauf ihrer Skala jeweils in ihre Ausgangsposition zurück. Das Gehäuse der Meridian Gold besteht aus Grade-5-Titan und präsentiert sich kissenförmig. Mit einem Durchmesser von 41 Millimetern und einer Höhe von 11,1 Millimetern bleibt der Zeitmesser trotz seiner komplexen Mechanik vergleichsweise schlank und tragbar und ist bis 50 Meter wasserdicht. Die Kombination aus modernem Titan und dem warmen Goldton des Zifferblatts erzeugt einen spannungsvollen Kontrast. Während das Gehäuse technisch und sachlich wirkt, bringt das Zifferblatt eine emotionale, nostalgische Note ins Spiel. 

Veredelung und Exklusivität

Wie es sich für ein unabhängiges Haute-Horlogerie-Haus gehört, legt Breva großen Wert auf die Finissierung. Das Werk zeigt klassische Dekorationen wie Côtes de Genève, kreisförmige Satinierungen und Anglierungen. Die Produktion erfolgt bewusst in limitierten Stückzahlen, ohne dass es sich um eine strikt nummerierte Edition handelt. Der Preis dieses besonderen Exemplars beläuft sich auf umgerechnet rund 49.800 Euro.

 

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