5 Fakten über Junghans

Wann Junghans die größte Uhrenfabrik der Welt war – und mehr Wissenswertes über die deutsche Uhrenmarke

 Redaktion
von Redaktion
am 22. November 2017

Junghans ist der bekannteste deutsche Uhrenhersteller. Das 1861 in Schramberg im Schwarzwald gegründete Unternehmen war zu Beginn des 20. Jahrhunderts der größte Uhrenproduzent der Welt. In den Achtzigern machte sich die Marke einen Namen als Pionier in Sachen Funk- und Solaruhren. Heute sucht und findet man bei Junghans aber vor allem schöne Mechanikuhren zu überraschend günstigen Preisen. Dabei bedienen die Schwarzwälder unterschiedlichste Geschmäcker: vom Liebhaber klarer, fast strenger Designformen bis hin zu dem, der sich von emotionalen Retro-Anklängen in frühere Zeiten entführen lassen will. Vorbei sind die Zeiten schwankender Strategiewechsel nach der Jahrtausendwende – der Besitzerwechsel 2009, als die Schramberger Unternehmerfamilie Steim Junghans übernahm – hat der Marke gut getan und sie wieder ein klares Profil gewinnen lassen. Junghans beherrscht alle gängigen Technologien der Uhrmacherei – von der klassischen Mechanik, über die Quarz- bis hin zur hauseigenen Funk- und Solartechnik.

Junghans: Meister Chronoscope
Meister Chronoscope: Eines der heute wichtigen Uhrenmodelle von Junghans

Fakt #1 über Junghans: Der Gründer Erhard Junghans

Erhard Junghans (1823–1870) gilt als Vater der modernen Uhrenfertigung in Deutschland. Er gründete 1861 mit seinem Schwager Jakob Zeller seine Firma mit dem Ziel, nach amerikanischem Vorbild austauschbare Teile industriell herzustellen. Nach seinem frühen Tod führte Sohn Arthur das Unternehmen im gleichen Geiste weiter.

Gründer der bekanntesten deustchen Uhrenmarke: Erhard Junghans (1823–1870)
Gründer der bekanntesten deustchen Uhrenmarke: Erhard Junghans (1823–1870)

Fakt #2 über Junghans: Einst größte Uhrenfabrik der Welt

Mit 3.000 Beschäftigten, die über drei Millionen Zeitmesser im Jahr herstellten, galt Junghans 1903 als größte Uhrenfabrik der Welt. Das Unternehmen besaß neun Fabrikationsstätten und Filialen, sogar in Venedig und Paris. 1951 war Junghans der größte Hersteller von Chronometern in Deutschland, mit 10.000 Armbandchronometern im Jahr 1956 nach Rolex und Omega sogar der drittgrößte der Welt. Im Jahr 1957 präsentierte Junghans dann mit dem J83 das erste automatische Chronometerkaliber, das für Sammler heute zu den wichtigsten Junghans-Werken zählt.

Das Junghans-Gelände auf der Schramberger Geißhalde in den 1930er Jahren
Das Junghans-Gelände auf der Schramberger Geißhalde in den 1930er Jahren

Fakt #3 über Junghans: Designklassiker von Max Bill

Junghans legt großen Wert auf das Thema Design und verfügt auch über eine eigene Abteilung dafür. Das Spektrum reicht von klarer Gestaltung mit Bauhaus-Anklängen bis hin zu Retro-Designs. Eine wichtige Rolle spielen die Uhren der Serie Max Bill. Der gleichnamigene Bauhaus-Künstler entwickelte in den 1950er Jahren eine Küchenuhr für Junghans – der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Ab 1961 entwarf Max Bill die puristischen Armbanduhren, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreuen.

Junghans-Max-Bill-Automatic-Indexe
Junghans: Max Bill Automatic

Fakt #4 über Junghans: Olympischer Zeitnehmer

Olympische Spiele 1972 in München: Als offizieller Zeitnehmer setzte Junghans elektronisch vernetzte Startblöcke, Startkontrollanlagen und Doppellichtschranken ein, welche sowohl Start- als auch Zieleinläufe eindeutig registrierten und dokumentierten. Damit und mit den weltweit ersten farbigen Zielfotos auf die Hundertstelsekunde genau machte sich Junghans einen Namen als Zeitnehmer bei Sportwettkämpfen.

Zeitmessung durch Junghans bei den Olympischen Spielen 1972 in München
Zeitmessung durch Junghans bei den Olympischen Spielen 1972 in München

Fakt #5 über Junghans: Erste Funkuhren

Im Jahr 1985 präsentierte Junghans die erste funkgesteuerte, seriengefertigte Tischuhr für den privaten Gebrauch. Die Abweichung ihrer Anzeige von der tatsächlichen Uhrzeit soll in einer Million Jahren nur eine einzige Sekunde betragen. Ein Jahr später stellte Junghans mit der RCS1 die weltweit erste Funkuhr vor, die ihre Energie über Solartechnologie bezog. Die nächste Sensation gelang 1990: Die Funktechnologie war so weit miniaturisiert, dass sie in eine Armbanduhr passte. Die Mega 1 war die weltweit erste Funkarmbanduhr und überzeugte auch durch ihr futuristisches Design.

Eine Funkuhr aus der aktuellen Kollektion von Junghans: Spektrum Mega Solar, Referenz 018/1423.44, 999 Euro
Eine Funkuhr aus der aktuellen Kollektion von Junghans: Spektrum Mega Solar

Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im November 2016.

Autoren: Thomas Wanka, Rüdiger Bucher

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