Taucheruhren

Das Gefühl der Schwerelosigkeit, die faszinierende Unterwasserwelt und die geheimnisvolle Tiefe begeistern weltweit jährlich Millionen von Intensiv- und Gelegenheitstauchern. Der eine mag dabei nur warme Gewässer, andere lieben kühle Bergseen oder gar einen Tauchgang unter Eis. Mit den ersten Sporttauchgeräten, die die Forscher Hans Hass und Jacques-Yves Cousteau entwickelten, begann die Ära des Tauchsports in den 1950er-Jahren. Dabei geht es immer auch um Zeit. Sei es die Abtauchzeit, zu der der Tauchgang beginnt, oder die Austauchzeit, die für den gesamten Aufstieg einschließlich aller Dekompressionspausen benötigt wird. Diese überlebenswichtige Aufgabe übernimmt heute ein moderner Tauchcomputer.

Inhalt:

Wozu also eine mechanische Armbanduhr zum Tauchen tragen?

Die mechanische Taucheruhr versprüht nicht nur einen Hauch Nostalgie und Abenteuer, sie ist durchaus auch ein zuverlässiges Backup-Instrument. Mit der richtigen Pflege und Handhabung bereiten die Taucheruhren des Jahres 2019 viel Freude − nicht nur unter Wasser, sondern auch im Alltag. In diesem Taucheruhren-Special geben wir Ihnen einen Überblick über die Neuheiten des Jahres, Sie erhalten Tipps für die richtige Wahl Ihrer Taucheruhr und Gastautor Roger Rüegger, Chefredakteur der WatchTime USA und Betreiber des Blogs Dive Into Watches informiert über die 7 wichtigsten Innovationen im Bereich der Taucheruhren.

Oris Aquis Date 41,5 Millimeter Taucheruhenspecial 2020

Oris fertigt seit den 1960er-Jahren Taucheruhren. 2020 lanciert der Schweizer Uhrenhersteller seine Aquis Date in einer um zwei Millimeter kleineren Gehäusegröße von 41,5 Millimetern. Bei der Aquis Date 41,5 wechseln sich polierte und satinierte Flächen elegant ab. Der durch einen feinen Sonnenschliff changierende blaue Farbverlauf auf dem Zifferblatt gefällt und erinnert an die Farben des Meeres. Die polierte Keramikskala der Drehlünette funkelt ebenso wie die polierten Zeiger und Indexe. Zur besseren Ablesbarkeit legt Oris Indexe und Zeiger mit Superluminova aus. Außerdem besitzt das gewölbte Saphirglas innen eine Antireflexschicht. Im Innern der Edelstahluhr verbaut Oris das Automatikkaliber Sellita SW 200, das bis 30 Bar vor eindringendem Wasser geschützt bleibt und durch den Saphirglasboden sichtbar wird. Getragen wird die Taucheruhr am Metallband mit Sicherheitsfaltschließe. Diese kommt mit einer ausklappbaren Taucherverlängerung, sodass die Uhr auch über dem Tauchanzug getragen werden kann. Die Uhr kostet 1.950 Euro.

 

5 Dinge, die jede Taucheruhr haben sollte:

# einseitig drehbare Tauchlünette
# mindestens eine Wasserdichtheit von 20 Bar
# wasserfestes Armband aus Metall oder Kautschuk
# Leuchtmasse auf Zeigern und Indexen
# verschraubte Krone

Was sollte beim Kauf einer Taucheruhr beachtet werden?

Da beim Tauchen die Zeit keinesfalls vergessen werden darf, unterliegen Taucheruhren einer strengen Norm. Ob diese erfüllt wird, zeigen spezielle Prüfungen auf Dichtheit bei Luft- und Wasserüberdruck. Sie folgen einem genau definierten Prozedere und simulieren Beanspruchungen, denen Taucheruhren während ihres Gebrauchs ausgesetzt sein können.

Taucheruhren-Norm #1 - wasserdicht nach DIN 8310/ISO 2281

Die DIN 8310 prüft nur die Wasserdichtheit von Kleinuhren. Uhren, die als „wasserdicht“ bezeichnet werden, müssen widerstandsfähig gegen Schweiß, Regen und gegen Eintauchen in Wasser über 30 Minuten bei einer Wassertiefe von einem Meter sein. Bei der Prüfung wird die Uhr in ein Druckgefäß mit Wasser gegeben, in dem innerhalb von einer Minute ein Überdruck von zwei Bar angelegt und fünf Minuten gehalten wird. Hält sie dabei dicht, darf sie die Bezeichnung „wasserdicht“ tragen und ist für den allgemeinen täglichen Gebrauch bestimmt. Die Uhr darf aber nicht unter hohem Wasserdruck verwendet werden. Uhren dieser Kategorie eignen sich bestenfalls zum Händewaschen, nicht aber zum Tauchen.

Sinn U50 Taucheruhrenspecial 2020

Die Sinn U50 erfüllt nicht nur die Anforderungen der DIN 8310 für Wasserdichtigkeit, ihr Gehäuse entspricht auch den technischen Anforderungen der Taucheruhrennorm DIN 8306. Sie ist geprüft in Anlehnung an die Europäischen Tauchgerätenormen. Der Zertifizierungsdienstleister DNV GL (vormals Germanischer Lloyd, Hamburg) bestätigt ihr auch die Funktion einer Taucheruhr in Anlehnung an die Europäischen Tauchgerätenormen EN250 und EN14143. Derzeit ist Sinn der einzige Uhrenhersteller, der solch eine Zertifizierung nach Tauchgerätenorm vornimmt. Die U50 ist die kleinere Version der beliebten Taucheruhr U1 (44 Millimeter) und kommt mit einer Gehäusegröße von 41 Millimetern. Gehäuse und Krone bestehen aus U-Boot-Stahl. Dieses Material ist seewasserbeständig, sehr fest, amagnetisch und rissbeständig. Wasserdicht bleibt die Uhr bis zu einem Druck von 50 Bar, zudem ist sie unterdrucksicher. Um die Krone vor Schlägen zu schützen und um ein Eindrücken in den Handrücken zu verhindern, sitzt sie bei vier Uhr. Der markentypische unverlierbare Taucherdrehring ist mit der Tegiment-Technologie behandelt und dadurch besonders kratzfest. Angetrieben wird die Taucheruhr vom automatischen Kaliber Sellita SW 300, das zudem über eine Datumsanzeige verfügt. Mit Silikonband kostet die Taucheruhr 2.160 Euro.

Taucheruhren-Norm #2 - wasserdicht nach DIN 8306/ISO 6425

Weil wir unsere mechanischen Tauchbegleiter nicht nur Wasserspritzern aussetzen wollen, gibt die Taucheruhrennorm DIN 8306, die der internationalen Norm ISO 6425 entspricht, vor, welche Anforderungen eine professionelle Taucheruhr erfüllen muss. Sie geht prüftechnisch sehr viel weiter als die DIN 8310. Allerdings lassen die wenigsten Hersteller ihre Uhren nach der Norm zertifizieren. Doch sind sie deswegen weniger geeignet für das Tauchen?

Die DIN 8306/ISO6425 stellt folgende Anforderungen an eine Taucheruhr, die sie alle erfüllen muss:

  • druckfest bis 20 Bar oder mehr
  • die Uhr muss zwei Stunden in einer Wassertiefe verbleiben, die der vom Hersteller gemachten Druckangabe entspricht
  • anschließender dreistündiger Aufenthalt in drei Metern Tiefe
  • Einrichtung zur Vorwahl einer Zeitspanne mit Minuten- und davon abgesetzten Fünf-Minuten-Markierungen
  • die vorgewählte Zeitspanne und der Sekundenzeiger (oder eine andere Funktionskontrolle) müssen auch im Dunkeln erkennbar sein
  • die Taucheruhr muss antimagnetisch nach DIN 8309 sein: nach Magnetfeldeinfluss von 4800 A/m darf die Abweichung höchstens 30 Sekunden am Tag betragen
  • die Taucheruhr muss stoßsicher nach DIN 8308 sein: nach einem Schlag mit 4,43 m/s darf die Abweichung höchstens eine Minute am Tag betragen
  • die Taucheruhr muss 24 Stunden in warmem Salzwasser ohne sichtbare Spuren überstehen
  • während und nach 20 Minuten Wasserdruck entsprechend der angegebenen Tiefe muss die Taucheruhr noch funktionieren
  • die Vorwahl einer Zeitspanne muss in 30 Zentimetern Wassertiefe noch bedienbar sein
  • das geschlossene Armband wird eine Minute lang mit 40 Kilogramm belastet, dabei darf sich nichts lösen oder verbiegen
  • die Krone wird in 25 Prozent über der angegebenen Druckfestigkeit zehn Minuten lang von oben mit 0,5 Kilogramm belastet, danach erfolgt ein Kondenswassertest
  • in 30 Zentimetern Wassertiefe wird die Uhr zehn Minuten auf 40 Grad Celsius, dann zehn Minuten auf fünf Grad Celsius, dann wieder zehn Minuten auf 40 Grad Celsius gebracht, danach erfolgt ein Kondenswassertest
  • die Taucheruhr muss eine Stunde lang 25 Prozent über angegebener Tiefe, danach eine Stunde bei 0,3 Bar Unterdruck verbringen, danach erfolgt ein Kondenswassertest
  • Kondenswassertest: Dieser erfolgt nach jedem Drucktest, um die Dichtheit des Gehäuses festzustellen. Dieses wird dazu auf 40 Grad Celsius erwärmt, anschließend wird das Glas mit einem Wassertropfen benetzt. Nach dem Trockenwischen darf sich auf der Innenseite kein Kondenswasser zeigen.
  • während bei einer Typprüfung alle Tests gemacht werden, muss bei jeder Uhr die Dichtheit mit 25 Prozent über angegebener Tiefe als Einzelprüfung vorgenommen werden
  • DIN 8306 stellt anders als ISO 6425 Anforderungen an die Ganggenauigkeit: z.B. mittlere Abweichung zwischen –4 und +6 Sekunden/Tag

Tissot Seastar 1000 Professional Taucheruhrenspecial 2020

Mit der Seastar 1000 Professional stellt Tissot eine Taucheruhr vor, die sämtliche Anforderung der ISO-Norm 6425 erfüllt. Das bedeutet, dass die Uhr alle zuvor genannten Eigenschaften besitzt. Das 39 Millimeter große Edelstahlgehäuse hält einem Wasserdruck bis 30 Bar stand und ist mit einem Heliumventil bei zehn Uhr ausgestattet. Dieses dient beim Sättigungstauchen dazu, bei der Dekompression den Überdruck im Gehäuseinneren durch das Heliumventil schonend abzubauen. Die einseitig drehbare Tauchlünette besitzt einen kratzfesten Keramikring und wird über die verschraubte Krone bei zehn Uhr festgestellt. Deren Tauchzeitskala, sowie die Indexe und Zeiger sind mit Superluminova ausgestattet, um eine gute Ablesbarkeit auch unter Wasser zu garantieren. Für genügend Vortrieb sorgt das automatische Chronographenkaliber Eta Valjoux A05.H21 mit 60 Stunden Gangreserve. Dieses bringt die kleine Sekunde bei neun Uhr, den 30-Minuten-Zähler bei zwölf und den Stundenzähler bei sechs Uhr aufs Zifferblatt. Zusätzlich gibt es eine Wochentags- und Datumsanzeige bei der Drei. Getragen wird die Uhr am Metallband mit integrierter Taucherverlängerung oder am mitgelieferten Kautschukband. Der auf 1.000 Stück limitierte Tauch-Chronograph kostet 2.037 Euro.

Die Angabe der Tauchtiefe in Bar

Bar ist die verwendete Einheit für den Druck. Dabei entspricht ein Bar dem Druck von einem Kilogramm auf eine Quadratzentimeter große Fläche, wobei die Kraft senkrecht auf diese wirkt. Den gleichen Druck von einem Bar erzeugt eine zehn Meter hohe Wassersäule. Da Wasser fast nicht komprimierbar ist, verstärkt sich auch der Wasserdruck pro zehn Meter um ein Bar. Zu dem Wasserdruck addiert sich allerdings noch der Luftdruck von rund einem Bar an der Wasseroberfläche. In zehn Metern Wassertiefe wirkt also bereits ein Druck von etwa zwei Bar auf die Taucheruhr, in 20 Metern ein Druck von drei Bar und so weiter. Auch wenn ein Bar Druckunterschied unerheblich scheint, ist es wichtig zu wissen, dass eine Meterangabe sich nicht auf die Tauchtiefe bezieht, sondern auf einen adäquaten Prüfdruck, der im Rahmen der Wasserdichtheitsprüfung angewendet wurde. Für professionelles Tauchen vorgesehene Uhren müssen mindestens 20 Bar Wasserdruck aushalten.

Omega Seamaster Planet Ocean 36th America’s Cup Limited Edition Taucheruhrenspecial 2020

Eigentlich als Segeluhr anlässlich der Partnerschaft beim 36. America’s Cup vorgestellt, lässt sich mit der Omega Seamaster Planet Ocean 36th America’s Cup Limited Edition jedoch problemlos auf Tauchstation gehen. Die 43,5 Millimeter große Edelstahluhr hält bis 600 Meter wasserdicht. Das Heliumauslassventil bei zehn Uhr sorgt für den richtigen Druckausgleich. Omega gibt dem Ventil eine konische Form, die sich die Schweizer Manufaktur patentieren ließ, denn es bedarf einer ausgeklügelten Technik, damit es zuverlässig funktioniert. Die einseitig drehende Tauchlünette in Blau kommt mit einer weiß-roten Skala aus Flüssigkeramik. Das weiße Keramikzifferblatt mit farbigen Akzenten in Rot und Blau nimmt Bezug zur berühmten Segelregatta. Angetrieben wird Uhr vom automatisch aufziehenden Manufakturkaliber 8900, das als Master Chronometer zertifiziert ist. Zum Farbkonzept passend, ist auch das strukturierte Kautschukband in Rot und Blau gehalten. 6.430 Euro verlangt Omega für die tauchtaugliche Segeluhr.

Der Taucherdrehring

Die Taucheruhr muss eine Einrichtung zur Vorwahl einer bestimmten Zeitspanne besitzen, beispielsweise einen Skaleneinstellring (Taucherdrehring), der gegen ein unbeabsichtigtes Verstellen gesichert ist. Deshalb sollte die Lünette nur in eine Richtung drehbar ein. Warum ist diese Funktion so wichtig? Sie definiert den Zeitpunkt des Abstiegs und zeigt gleichzeitig die verstrichene Zeit des Tauchgangs an. Dabei ist die Ablesbarkeit, besonders die der 12-Uhr-Markierung, wichtig. Der Taucherdrehring sollte also genau wie die Zeiger bei schlechter Sicht und Dunkelheit – aus etwa 25 Zentimetern Abstand – nachleuchten. Ebenso sollte der Einstellring eine Minuteneinteilung mit einer abgesetzten Fünf-Minuten-Markierung vorweisen. Die Markierungen müssen zwingend mit denen auf dem Zifferblatt übereinstimmen. Da der Taucherdrehring unmittelbar vor dem Abtauchen – also im Wasser – eingestellt wird, sollte die Lünette griffig sein, damit sie auch mit Neoprenhandschuhen bedienbar ist. Die Möglichkeit zur Demontage der Lünette ist ein komfortables Extra zur Reinigung der Taucheruhr. Sollte dieses Extra nicht vorhanden sein, ist das gründliche Ausspülen der Uhr mit Süßwasser nach jedem Tauchgang zu empfehlen.

Wempe Glashütte: Iron Walker Automatik Taucheruhr mit schwarzem Zifferblatt

Wempe setzt bei seiner Taucheruhr Iron Walker auf einen innenliegenden Tauchdrehring. Die Tauchzeit lässt sich über eine zusätzliche Krone einstellen. Die 42 Millimeter große Edelstahluhr hält bis 30 Bar wasserdicht. Das für die Linie kennzeichnende integrierte Edelstahlband ist bei der Iron Walker Automatik Taucheruhr zudem mit einer Sicherheitsfaltschließe versehen und kann um 17 Millimeter verlängert werden, sodass die Uhr auch mit Neoprenanzug ans Handgelenk passt. Im Innern zieht das Automatikkaliber Eta 2892-A2 mit Chronometer-Zertifikat seine Runden. Kostenpunkt 2.900 Euro.

Aristo Taucher Vintage 4H185GB Taucheruhrenspecial 2020

Der Retro-Trend macht auch vor Taucheruhren nicht halt. Der Taucher Vintage 4H185GB von Aristo zeigt sich im Vintage-Look: Passend dazu sind Zeiger und Indexe der 42 Millimeter großen Uhr mit beigefarbener Leuchtmasse ausgestattet. Der Markierungspunkt auf der Lünette ist mit grüner Superluminova belegt. Ansonsten erfüllt der Taucher Vintage die Ansprüche an eine moderne Taucheruhr: Er hält Drücken bis 30 Bar stand, die Tauchlünette ist einseitig drehbar und dank ihrer Riffelung auch mit Tauchhandschuhen gut greifbar. Für Vortrieb sorgt das automatische Kaliber Eta 2824-2 mit Datumsanzeige. Die Retro-Taucheruhr kostet 650 Euro.

Tourby Watches Lawless Vintage 42 Taucheruhrenspecial 2020

Die Taucheruhr Lawless der deutschen Uhrenmarke Tourby Watches gibt es schon einige Jahre im Programm. Neu bei der Lawless Vintage 42 ist ihr Retro-Look: das Zifferblatt kommt mit einer speziellen Antik-Lackierung, Zeiger und Indexe sind mit der auf alt getrimmten Leuchtmasse „Old Radium“ belegt und die einseitig drehbare Tauchlünette ist mit einem roten Dreieck versehen. Im Innern der bis 500 Meter wasserdichten Edelstahluhr arbeitet das Kaliber Eta 2824-2 mit Automatikaufzug, das ein Datum bei der Sechs ermöglicht. Kostenpunkt: 1.500 Euro

Viele Taucheruhren erfüllen die DIN-Norm nicht, da sie meist keinen Drehring oder keine durchgehende Minuteneinteilung besitzen. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht zum Tauchen geeignet sind. Bei den meisten Lünetten sind die ersten 15 bis 20 Minuten durchskaliert. Das entspricht im Sporttauchbereich etwa der wichtigen Zeit vom Beginn des Tauchgangs bis zum Erreichen der größten Tauchtiefe. Danach beginnt der Aufstieg.

Tudor: Black Bay Fifty-Eight Navy Blue Taucheruhrenspecial 2020Tudor: Black Bay Fifty-Eight Navy Blue Taucheruhrenspecial 2020

Die 2018 vorgestellte Tudor Black Bay Fifty-Eight ist eine Reminiszenz an die ersten Taucheruhren der Marke. Im Jahr 1958 lancierte die Marke die Referenz 7924, die erstmals eine Wasserdichtheit bis 200 Meter aufwies. 2020 erscheint eine neue Version mit marineblauem Zifferblatt und gleichfarbiger Lünette. Typisch für die Marke ist der sogenannte “Snowflake”-Stundenzeiger, der auch bei der Black Bay Fifty-Eight Navy Blue nicht fehlen darf. Die 39-Millimeter-Uhr ist wasserdicht bis 200 Meter und verfügt über ein widerstandsfähiges Edelstahlgehäuse mit einer einseitig drehbaren Lünette. Deren blau eloxierte Aluminiumeinlage besitzt eine Tauchminuterie sowie eine Dreiecksmarkierung mit Leuchtpunkt bei der Null. Im Innern tickt das Tudor-eigene Manufakturkaliber MT5402 mit Automatikaufzug und Siliziumspiralfeder. Beim Armband hat man die Wahl zwischen einem vernieteten Stahlband mit Sicherheitsfaltschließe, einem blauen Synthetikband mit “Soft-Touch”-Feeling und einem blauen NATO-Band. 3.340 Euro kostet die Version mit Stahlband, je 3.060 Euro die beiden anderen Varianten.  

Obwohl die meisten Sporttaucher sich nicht tiefer als in 40 Metern bewegen, besitzen zahlreiche Taucheruhren eine höhere Druckbeständigkeit als die vorgeschriebenen zwanzig Bar der Norm. Denn es ist durchaus sinnvoll, eine Sicherheitsreserve zu haben, da Schwimmbewegungen unter Wasser und Stöße gegen die Uhr einen zusätzlichen Druck auf die Taucheruhr erzeugen.

Breitling Chronomat B01 42 Taucheruhrenspecial 2020

Den neuen Chronomat B01 42 weist Breitling nicht direkt als Taucheruhr aus. Er besitzt jedoch alle tauchrelevanten Eigenschaften und ist somit auch für das nasse Element bestens geeignet. Dazu gehören eine Wasserdichtigkeit bis 20 Bar, eine einseitig drehbare Tauchlünette und genügend Superluminova für eine gute Ablesbarkeit. Ausgestattet ist der 42 Millimeter große Chronomat mit dem Breitling-eigenen Manufakturkaliber B01 mit Schaltradsteuerung, vertikaler Kupplung und 70 Stunden Gangreserve. Wie alle Breitling-Uhren ist auch der neue Chronomat von der COSC als Chronometer zertifiziert. In Edelstahl kostet der Chronograph 7.900 Euro.

Ulysse Nardin Diver Chronograph Taucheruhrenspecial 2020

Mit dem Diver Chronograph von Ulysse Nardin kann man in Tiefen bis 300 Meter vordringen. Bis dahin bleibt das im Innern verbaute, chronometerzertifizierte Manufakturakliber UN-150 mit Diamonsil-Hemmung und Spiralfeder aus Silizium vor eindringendem Wasser geschützt. Die Hülle bildet ein 44 Millimeter großes Titangehäuse mit verschraubter Krone, verschraubten Drückern und einer einseitig drehbaren Tauchlünette mit Kautschukeinlage. Letztere hilft dem Taucher, die Kontrolle über seine Tauchzeit zu behalten. Für 11.500 kann man mit dem Diver Chronographen auf Tauchstation gehen.

TAG Heuer Aquaracer 300M Calibre 5 Automatic Taucheruhrenspecial 2020

TAG Heuer stellt eine neue Version seiner Taucheruhr Aquaracer vor, die nicht nur unter Wasser, sondern auch an der Strandbar eine gute Figur macht. Die Sportuhrenmarke kombiniert das markante, 43 Millimeter große Edelstahlgehäuse mit einem auffallend grünen Zifferblatt und einer grünen Tauchlünette aus Aluminium. Für eine gute Ablesbarkeit sorgen die mit weißer Superluminova beschichteten Indexe und Zeiger. Die Aquaracer 300M Calibre 5 Automatic treibt das Automatikkaliber Eta 2824 mit Datumsanzeige bei der Drei an. Bis zu einem Druck von 30 Bar ist es vor eindringendem Wasser geschützt. Unter Wasser geht es für 2.500 Euro.

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Feuchtigkeit schadet der Taucheruhr – auch an Land

Trotz einer hohen Druckfestigkeit kann es passieren, dass Feuchtigkeit in das Gehäuse tritt. Insbesondere beim Hineinspringen ins Wasser oder bei Schwimmbewegungen kann sich kurzfristig ein höherer Wasserdruck auf die Dichtungen aufbauen als der garantierte Druck. Besonders gefährlich ist es, wenn die Uhr nach einem längeren Sonnenbad durch einen Sprung ins Wasser deutlich abgekühlt wird. Der Druck beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche in Kombination mit dem Unterdruck durch die Abkühlung kann schneller dazu führen, dass Feuchtigkeit in die Uhr dringt. Aufgrund des plötzlichen Temperaturwechsels ist es möglich, dass die Uhr von innen beschlägt. Sollte dies der Fall sein, muss die Uhr sofort zum Uhrmacher.

Rolex: Sea Dweller Taucheruhren Special 2019

Bei der Oyster Perpetual Sea-Dweller von Rolex ist ein Beschlagen von Innen sehr unwahrscheinlich, denn die Uhr ist bis zu einer Tiefe von 1.220 Meter vor eindringendem Wasser geschützt. Die hohe Druckfestigkeit erreicht Rolex dank eines dreifachen Dichtungssystems und der Verwendung der Triplock-Krone. Zudem verfügt die Uhr über ein Heliumventil. Die neueste Version der Sea-Dweller kommt mit einem Gehäuse aus Rolesor gelb, einer Bicolor-Variante in Edelstahl und Gelbgold. Energie liefert der 42 Millimeter großen Taucheruhr das Manufakturkaliber 3235 mit Automatikaufzug. Dieses Uhrwerk ist durch 14 Patente geschützt, verfügt über eine Gangreserve von 70 Stunden, ist unempfindlich gegenüber Magnetfeldern und als Chronometer der Superlative zertifiziert. Letzteres bedeutet, dass die Ganggenauigkeit nach dem Einschalen des Uhrwerks -2/+2 Sekunden pro Tag beträgt. Die Taucheruhr kostet 15.150 Euro.

 

Hohe Anforderungen an die Ablesbarkeit einer Taucheruhr

Enorm wichtig – sowohl für Hobby- als auch Berufstaucher – ist neben der Robustheit und Druckfestigkeit vor allem eine gute Ablesbarkeit unter Wasser. Denn bereits in zehn Metern Wassertiefe kann es sehr dunkel sein. Leuchtmasse auf den Zeigern und dem Drehring ist somit unerlässlich. Insbesondere der Taucherdrehring sollte in der Tiefe gut abzulesen und leicht zu bedienen sein. Aber auch die Luft, die sich unter dem Glas befindet, kann bei schräger Draufsicht unter Wasser zu Spiegelungen führen und so die Ablesbarkeit verschlechtern oder gar unmöglich machen. Deshalb sollte das Deckglas bei Taucheruhren immer entspiegelt sein.

Bell & Ross 92 Diver Ceramic Full Lum Scratch Face Taucheruhrenspecial 2020

In diesem Jahr erweitert Bell & Ross seine quadratische Taucheruhrenkollektion um das Modell BR 03-92 Full Lum. Das Thema Ablesbarkeit stand dabei für die Marke an erster Stelle: Das Zifferblatt der Taucheruhr ist vollständig mit Superluminova C5-Pigmenten beschichtet. Die skelettierten Indexe, Zeiger und die Ziffern der Lünette sind mit grüner Superluminova C3 gefüllt. So kann die Uhr auch bei völliger Dunkelheit optimal abgelesen werden. Für die Anzeige von Uhrzeit und Datum zwischen vier und fünf Uhr ist das automatische Uhrwerk BR-CAL.302 auf Basis des Eta 2892-A2 verantwortlich. Es sitzt in einem 42 Millimeter großen Gehäuse aus schwarzer Keramik, das bis 300 Meter wasserdicht hält. So viel Sichtbarkeit kostet 4.400 Euro

Davosa Ternos Medium in Schwarz Taucheruhrenspecial 2020

In ihrer Taucheruhrenkollektion Ternos stellt Davosa die Ternos Medium mit einem Unisex-Gehäusedurchmesser von 36,5 Millimeter vor. Die bis 20 Bar druckfeste Edelstahluhr besitzt eine einseitig drehbare Lünette mit Keramikeinlage. Genügend Leuchtmasse auf Zeigern und Ziffern sorgt auf dem schwarzen Zifferblatt auch in Dunkelheit für eine sehr gute Ablesbarkeit. Bei drei Uhr sitzt außerdem ein Datumsfenster mit Lupe. Im Innern der Edelstahluhr arbeitet das automatische Kaliber Eta 2824. Getragen wird die 798 Euro teure Uhr am Edelstahlband mit Sicherheitsschließe und Taucherverlängerung.

Luminox Sport Timer Automatic 0920 Series Taucheruhrenspecial 2020

Luminox stellt mit der Sport Timer Automatic 0920 Series eine bis 200 Meter wasserdichte Taucheruhr vor. Das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse ist mit einer einseitig drehbaren Tauchlünette mit Keramikeinlage ausgestattet. Durch die von Luminox verwendeten Tritiumgaslichtquellen verliert die Uhr nicht an Leuchtkraft, sondern leuchtet auch noch nach Wochen im Dunkel genauso hell wie am Anfang. Laut Luminox müssen die Röhrchen erst in ca. 25 Jahren getauscht werden. Damit versehen sind sowohl Indexe, Zeiger als auch der Markierungspunkt auf der Tauchlünette. Antrieb liefert der Taucheruhr das Automatikkaliber Sellita SW 220. Kostenpunkt: 1.390 Euro

 

Verschiedene Armbänder für Taucheruhren

Viele Uhrenkäufer entscheiden sich für ein Stahlband an ihrer Taucheruhr. In der Regel verfügen Stahlbänder über eine Tauchverlängerung, um die Bandlänge für das Tragen über dem Neoprenanzug zu vergrößern. Beim exponierten Stahlband besteht allerdings das Risiko für unerwünschte Kratzer. Eine Alternative zum Stahlband stellen Kautschukbänder dar, die im Bereich der Bandanstöße gefaltet sind. Zum einen können diese Bänder auf die benötigte Länge eingestellt werden, zum anderen passen sie sich den wechselnden Druckverhältnissen besser unter Wasser an: Je tiefer ein Taucher sinkt, desto dünner wird aufgrund der zunehmenden Druckverhältnisse der Neoprenanzug und die Uhr droht zu rutschen. Beim Aufstieg entsteht der umgekehrte Effekt.

Seiko Automatik Professional Diver’s SLA042 Taucheruhrenspecial 2020

Seiko setzte das gewellte Urethanband, auch Akkordeonband genannt, erstmals 1975 ein. Es passt sich den wechselnden Druckverhältnissen unter Wasser spielend an. Auch die bis 100 Bar druckfeste Taucheruhr Automatik Professional Diver’s SLA042 wird von so einem Band gehalten. Wie der legendäre Vorgänger von 1975 verfügt die neue Taucheruhr über das Doppelgehäuse, das mittlerweile zum Markenzeichen von Seikos Taucheruhren geworden ist. Dank der einzigartigen Helium-Abdichtung kann die Uhr zum Sättigungstauchen in großen Tiefen sicher benutzt werden. Die Verwendung von Keramik für das äußere Gehäuse erhöht die Stoßfestigkeit und verhindert zugleich ein unbeabsichtigtes Verdrehen der Lünette. Die Zeiger und Markierungen sind mit einer neuen Version des Seiko-Leuchtstoffs Lumibrite beschichtet, der 60 Prozent länger hält als das herkömmliche Mittel. Angetrieben wird das 4.000 Euro teure Modell vom automatische Kaliber 8L35 mit 28.800 Halbschwingungen in der Stunde und einer Gangautonomie von 50 Stunden.

 

Auch Textilbänder versprechen Praxistauglichkeit. Die serienmäßige Lieferung von zwei unterschiedlichen Bändern mit Bandwechselwerkzeug ist also besonders praktisch.

Alpina Seastrong Diver Gyre Automatic Gents Taucheruhrenspecial 2020

Seit den 1960er-Jahren gibt es die Seastrong von Alpina. In diesem Jahr bringt die Marke eine limitierte Sonderedition ihrer Seastrong Diver in einem Gehäuse, das zu 70 Prozent aus Recycling-Material besteht. Den Rohstoff bilden Fischernetze, die im Indischen Ozean gesammelt wurden und die aus Polyamid bestehen. Um zu garantieren, dass die Uhrengehäuse haltbar und langlebig sind, wird der Kunststoff mit Glasfaser verstärkt; sie bildet die restlichen 30 Prozent der Uhrenschale. Wie die bisherigen Seastrong-Diver-Taucheruhren ist auch die Seastrong Diver Gyre Automatic 44 Millimeter groß und bis 300 Meter wasserdicht. Die einseitig drehbare Lünette besteht aus schwarz PVD-beschichtetem Edelstahl. Im Innern sorgt ein Sellita SW 200 für Vortrieb. Das zweifarbige NATO-Armband basiert auf recycelten Plastikflaschen und ist in drei Farbkombinationen erhältlich. Insgesamt fertigt Alpina 1.883 Stück für 1.395 Euro

Glashütte Original SeaQ Panoramadatum in Rotgold Taucheruhrenspecial 2020

Ausgestattet mit einem Kautschukband kann man mit der neuen SeaQ Panoramadatum in Rotgold von Glashütte Original bis in Tiefen von 300 Meter vordringen. Sowohl die Lünette als auch die Krone sind aus Rotgold gefertigt. Das Edelmetall ist im Vergleich zu Titan sehr weich und kann beim Tauchgang leicht Kratzer abbekommen. Die sächsische Manufaktur erinnert mit der Taucheruhr an die im Jahr 1969 lancierte Profitaucheruhr Spezimatic Typ RP TS 200. Die 43,2 Millimeter große Taucheruhr besitzt das markentypische Großdatum und ist nach Taucheruhren-Norm DIN 8306 und ISO 6425 geprüft. Zeiger und Ziffern sind mit Leuchtmasse belegt. Im Innern kommt das Manufaktur-Automatikkaliber 36-13, das über eine Siliziumspirale und 100 Stunden Gangreserve verfügt, zum Einsatz. Die Taucheruhr kostet 23.880 Euro.

Certina DS SuperPH500M Taucheruhrenspecial 2020

Die Certina DS Super PH500M erkennt man schon von weitem an ihrem orangefarbenen Zifferblatt. Darüber hinaus ist die 43 Millimeter große Edelstahluhr bis 500 Meter wasserdicht. Ihre Drehlünette ist doppelt gegen unabsichtliches Verstellen geschützt. Nicht nur, dass sie sich nur in eine Richtung drehen lässt, man muss sie dazu auch noch nach unten drücken. Die DS PH500M wird vom Automatikkaliber Eta Powermatic 80.611 angetrieben und bietet eine Gangreserve von 80 Stunden. Die verbaute Nivachron-Spiralfeder macht sie unempfindlich gegen magnetische Einflüsse. Bei der Entwicklung der Taucheruhr arbeitete Certina mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) zusammen. Deshalb befindet sich auch das VDST-Logo auf dem verschraubten Gehäuseboden. Außerdem erhalten VDST-Mitglieder zusätzlich zum schwarzen Kautschukband zwei unterschiedlich lange schwarze NATO-Bänder mit Klettverschluss (Nicht-Mitglieder können diese dazukaufen). Kostenpunk: 895 Euro.

 

Salzwasser ist aggressiv und schadet der Taucheruhr

Salzwasser ist aggressiv und kann das Material der Uhr spröde und brüchig machen. Deshalb sollte das Gehäusematerial salzwasserbeständig sein. Bei Stahl wird die Beständigkeit mit dem PRE-Wert (pitting restistance equivalent, also Lochfraßbeständigkeit) angegeben. Je höher dieser Wert ist, desto beständiger ist die Uhr gegenüber Salzwasser. Ein Wert von 32 wird als seewasserbeständig eingestuft. Der häufig verwendete Gehäusestahl 316L liegt bei einem PRE-Wert von maximal 26. Besonders diese Gehäuse sollten nach jedem Meerwassereinsatz mit Süßwasser abgespült werden.

Citizen NY0100 50XE Taucheruhrenspecial 2020

Bei der neuen Promaster Automatic Diver setzt Citizen auf salzwasserbeständiges Titan. Das macht den Zeitmesser nicht nur robust, sondern auch über Wasser zu einem echten Fliegengewicht. Das Modell ist nach der ISO-Norm 6425 als professionelle Taucheruhr zertifiziert und mit seiner Wasserdichtheit bis 20 Bar sowie der verschraubten Krone und der einseitig drehbaren Lünette perfekt für einen Tauchgang gerüstet. Bei der Taucheruhr sitzt die Krone auf der linken Seite des Edelstahlgehäuses. So ist sie bei Tauchgängen besser geschützt. Aber auch für Linkshänder bietet die Position einen Vorteil, denn am rechten Arm getragen, kann die Krone bequem mit dem Zeigefinger und Daumen der linken Hand gedreht werden. Für den Antrieb sorgt das Automatikkaliber 8203. Für 399 Euro kann man sich Uhr ans Handgelenk legen.

 
Rolex verwendet den Stahl 904L, der mit einem PRE-Wert von 35 salzwasserbeständig ist. Sinn Spezialuhren verwendet häufig einen U-Boot-Stahl, der es auf einen PRE-Wert von 38 bringt. Noch besser ist natürlich das völlig salzwasserbeständige Titan, das nur 60 Prozent des Gewichts von Edelstahl bei gleichem Volumen und eine hohe Korrosionsbeständigkeit aufweist.

Hamilton Khaki Navy Belowzero Taucheruhrenspecial 2020

Hamilton setzt bei der neuen Khaki Navy Belowzero auf schwarz PVD-beschichtetes Titan. Das macht die Uhr leicht und robust. Mit der 46 Millimeter großen Uhr kann man problemlos bis in Tiefen von 1.000 Meter hinabtauchen, ohne das Wasser eindringt. Dank ihrer mit dunkelgrauer Leuchtmasse beschichteten Zeiger und Ziffern ist das schwarze Zifferblatt der Uhr selbst bei schlechten Lichtverhältnissen sehr gut ablesbar. Für ausreichend Energie sorgt das Automatikwerk H-10, das auf dem Eta C07.611 mit 80 Stunden Gangreserve basiert. Der schwarze Taucher kostet 1.645 Euro.

Panerai PAM01108 Taucheruhrenspecial 2020

Panerai und der Polarforscher Mike Horn arbeiten seit mehr als 15 Jahren zusammen. Nun entstand eine Uhr, bei der es um den Schutz der Umwelt durch recycelte Materialien geht. Für das Gehäuse der 50 Millimeter großen Submersible EcoPangaeaTM Tourbillon GMT – 50 mm Mike Horn Edition (PAM01108) mit skelettiertem Zifferblatt, Tourbillon und GMT-Funktion kommt High-Tech-Stahl zum Einsatz, der aus dem recyceltem Metall der 35 Meter langen Antriebswelle der Pangea, des Segelschiffs von Mike Horn, stammt. Das Armband besteht aus recyceltem PET. Angetrieben wird die Uhr vom skelettierten Handaufzugswerk P.2005/T. Für 190.000 Euro erhält man eines der nur fünf Exemplare und bekommt gleichzeitig die Gelegenheit zu einer Arktis-Expedition unter der persönlichen Leitung von Horn.

Blancpain Fifty Fathoms Titan Taucheruhrenspecial 2020

Blancpain setzt bei der neuen Fifty Fathoms nicht nur beim Gehäuse, sondern auch beim Armband auf salzwasserbeständiges Titan. Bisher gab es das Modell nur mit Segeltuch- und NATO-Armbänder. Das macht die Uhr in jeglicher Hinsicht für den Einsatz unter Wasser bereit. Die bekannten Eigenschaften der Fifty Fathoms bleiben erhalten: Die Uhr misst nach wie vor 45 Millimeter im Durchmesser, besitzt eine dank Saphirglas kratzfeste Lünette und hält bis 300 Meter dicht. Für Vortrieb sorgt das automatische Manufakturkaliber 1315 mit Siliziumspirale und fünf Tagen Gangautonomie. Der Preis beträgt 16.490 Euro.

 

Gehäusematerial Bronze feiert Comeback bei Taucheruhren

Im Zeitalter der Entdecker bestanden Schiffsbeschläge und nautische Instrumente aus Zinnbronze. Seit 2016 feiert die Bronze ihr Comeback als Gehäusematerial. Denn im Gegensatz zum salzwasserbeständigem Titan bildet Bronze im Laufe der Zeit eine Patina. Diese Patina ist eine Schicht aus oxidiertem Kupfer, die das darunterliegende Material vor Korrosion schützt. Fans von Bronze-Uhren schätzen genau das an dem Material: Im Laufe der Zeit wird ihre Uhr dank der Patina einzigartig und unverwechselbar. Eine herausragende Eigenschaft von Bronze ist außerdem ihre Seewasserbeständigkeit. Darüber hinaus ist sie antimagnetisch, verschleißarm, elastisch und im Vergleich zu Edelstahl etwas spröder sowie etwa zehn Prozent schwerer.

Maurice Lacroix Aikon Venturer Bronze Taucheruhrenspecial 2020

Maurice Lacroix bringt sein Sportuhr Aikon Venturer in einer auf 500 Stück limitierten Bronze-Version. Das 43 Millimeter große Gehäuse besteht dabei aus einer Speziallegierung, die eine Patina entwickelt und dunkler wird, ohne zu jedoch zu oxidieren. Die braune Keramiklünette ist einseitig drehbar kommt mit den modellprägenden sechs Reitern, die über die Lünette hinausragen und so das Bewegen des Drehrings auch mit Tauchhandschuhen ermöglichen. Auf dem dunkelgrünen Zifferblatt mit Sonnenschliff sorgt genügend Superluminova auch unter Wasser für eine gute Ablesbarkeit. Im Innern der Aikon Venturer kommt das automatische Kaliber ML115 auf Basis des Sellita SW 200 zum Einsatz. Das farblich auf das Zifferblatt abgestimmte Kautschukband kann dank des Schnellwechselsystems einfach durch ein Vintage-Lederband ersetzt werden. Dieses ist im Preis von 2.490 Euro inbegriffen.

 
Die Mischung aus Kupfer und Zinn gilt als die erste vom Menschen hergestellte Legierung. Dabei unterscheidet man zwischen Knet- und Gusslegierungen. Knetlegierungen enthalten neben Kupfer bis zu neun Prozent Zinn, während Gusslegierungen in der Regel einen Zinnanteil zwischen neun und zwölf Prozent aufweisen. Bronzen mit einem Zinnanteil von 20 Prozent sind als Glockenbronze bekannt. Bronzen werden aber nicht nur als reine Zweistofflegierungen genutzt. Im Gegenteil. Durch weitere Beimischungen lassen sich Werkstoffeigenschaften regelrecht maßschneidern.

Davosa: Argonautic Bronze TT

Davosa kombiniert bei der neuen Argonautic Bronze TT Limited Edition ein Edelstahlgehäuse mit einer Lünette aus Bronze – dem Material, das früher für Taucherhelme verwendet wurde. Das 43 Millimeter große Gehäuse bleibt 30 Bar wasserdicht und ist mit einem Heliumventil bei zehn Uhr ausgestattet. Im Innern der Sportuhr arbeitet das Automatikkaliber Sellita SW 200. Das Uhrwerk besitzt eine Gangreserve von 38 Stunden und bringt bei drei Uhr das Datum auf das Zifferblatt. Letzteres ist bei der neuen Davosa-Taucheruhr schwarz und wird von einem entspiegelten Saphirglas geschützt. Die Indexe und Zeiger sind mit Superluminova in der Farbe „Old Radium“ beschichtet. Davosa stattet die Argonautic Bronze TT Limited Edition mit einem schwarzen Kautschukband mit Faltschließe aus. Verkauft werden 300 Exemplare für jeweils 898 Euro.

Rado Captain Cook Automatic Bronze Taucheruhrenspecial 2020

Auch Rado kleidet die Taucheruhr Captain Cook in ein Gehäuse aus Bronze. Für die Captain Cook Bronze Automatik kombiniert die Schweizer Marke das goldgelbe Metall mit der Farbe Blau. Dank Keramiklünette und Saphirglas besitzt auch diese neue Version der Retrotaucheruhr eine kratzfeste Front. In dem 42 Millimeter großen Gehäuse versieht das Automatikkaliber Eta C07.611 seinen Dienst, und das nach Vollaufzug stolze 80 Stunden am Stück. Mit ihrer Schraubkrone und dem verschraubten Titanboden – mit drei eingeprägten Seepferdchen – hält die Captain Cook Bronze Automatik bis 300 Meter Wassertiefe dicht. Lediglich das Lederband sollte vor dem Tauchgang getauscht werden. Kostenpunkt: 2.620 Euro

 
Für gewöhnlich platzieren die Hersteller die Krone bei drei Uhr. Dort befindet sie sich aber an einer sehr exponierten Stelle. Schon bei vier Uhr ist die Krone effektiver vor Stößen geschützt und drückt gleichzeitig nicht in den Handrücken. Noch besser ist die Positionierung von Krone und eventuellen Drückern an der linken Gehäuseseite.

Grand Seiko Spring-Dive Taucheruhrenspecial 2020

Damit die Aufzugskrone dem Taucher nicht unangenehm in den Handrücken drückt, platziert Grand Seiko die Krone der Professional Diver’s 600M SLGA001 Kaliber 9RA5 Spring Drive 5 Tage bei vier Uhr. Sie gehört zum Automatikkaliber 9RA5, das bis 60 Bar vor Nässe geschützt ist und in einem 46,9 Millimeter großen Gehäuse aus High-Intensity-Titanium Platz findet. Aus demselben Material gefertigt ist auch das Armband der Taucheruhr, das außerdem mit einer Faltschließe, Sicherheitsdrücker und -bügel sowie einer Bandverlängerung versehen ist. Grand Seiko baut 700 Exemplare der Uhr und verkauft sie für jeweils 11.500 Euro.

Anonimo Nautilo Special-Edition Nendaz Freeride Taucheruhrenspecial 2020

Mit einem kissenförmigen Gehäuse, einem markantem, lang gezogenen Kronenschutz und einer Krone bei vier Uhr kommt die Nautilo 42mm Nendaz Freeride Sonderedition von Anonimo. Das Modell ist 42 Millimeter groß und 20 Bar druckfest. Es besitzt ein blaues Zifferblatt und eine schwarze, einseitig drehbare Lünette aus Keramik. Die drei zentralen Zeiger und die Datumsanzeige treibt das Automatikkaliber Sellita SW 200 an. Am schwarzen Kautschukband kostet der Taucher 2.190 Euro.

Bremont Project Possible Taucheruhrenspecial  2020

Bei der Bremont Project Possible wandert die Aufzugskrone mit dem Kronenschutzbügel auf die Zwei-Uhr-Position. Die 43-Millimeter-Edelstahluhr besitzt eine einseitig drehbare Lünette aus Bronze. Das Modell ist zudem mit einem automatischen Heliumventil ausgestattet und weist eine Wasserdichtheit von 50 Bar auf. Die mit Gold plattierten Zeiger, die Indexe und arabischen Zahlen versieht Bremont mit Leuchtmasse, damit die Uhr auch in dunklen Gewässern gut ablesbar ist. Im Innern arbeitet das chronometer-zertifizierte Automatikkaliber Eta 2893-2, das die Indikation einer zweiten Zeitzone über einen zentralen Zusatzzeiger ermöglicht. Für 5.745 Euro erhält man die auf 300 Exemplare limitierte Bremont Project Possible.

Vintage VDB 2020 Blasted Taucheruhrenspecial  2020

Bei der Vintage VDB 2020 Kampfschwimmer Blasted befindet sich die Krone, gegenüber ihrer üblichen Position, bei neun Uhr und ist somit besser vor Schlägen geschützt. Das 56 x 46 Millimeter große und 30 Bar wasserdichte Gehäuse besteht aus Edelstahl. In seinem Innern tickt das Automatikkaliber Sellita SW 200. Wer eines der 80 Exemplare der 2020 Kampfschwimmer Blasted sein Eigen nennen will, muss 1.290 Euro bereithalten.

 
Plant ein Taucher seinen Tauchgang ausschließlich mit einer mechanischen Taucheruhr, benötigt er zusätzlich einen Tiefenmesser und eine Tauchtabelle. Wichtig ist in jedem Fall immer die genaue Planung vor einem Tauchgang.

 

Wasserdichtheit bei Taucheruhren − nichts für die Ewigkeit

Die Aussage zur Wasserdichtheit ist immer nur eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Prüfung. Durch Alterung, Verschleiß und Beschädigungen kann sich der Zustand jederzeit ändern. Die Dichtungen werden im Laufe der Zeit spröde. Hitze, Kälte, Staub, Salzwasser und Lösungsmittel beschleunigen den Prozess. Die Wasserdichtheit ist somit keine bleibende Eigenschaft. Sie sollte deshalb regelmäßig kontrolliert werden, besonders bei Funktionsuhren, die auf höhere Wasserdichtheit setzen. Für Taucheruhren schreibt die DIN 8306 eine jährliche Prüfung vor.

Wie wird die Wasserdichtheit einer Uhr geprüft?

Der Fachhändler überprüft die Uhr mit einem speziellen Dichtheitsprüfgerät. Die Uhr wird hineingelegt und der Deckel luftdicht geschlossen. Dann erzeugt das Gerät einen Unterdruck, in dem die Luft aus der Kammer mit der Uhr gesogen wird. Nun messen Sensoren, ob sich das Uhrengehäuse wie erwartet durch den Unterdruck ausdehnt. Die Verformung sollte eine Zeit lang bestehen bleiben, wenn die Uhr vollständig dicht ist. Besteht das Gehäuse den Test mit Luft, hält sie auch den größeren Wassermolekülen stand.

Ein Prüfgerät wie der Witschi Proofmaster M kann die Wasserdichtheit trocken testen
Ein Prüfgerät wie der Witschi Proofmaster M kann die Wasserdichtheit trocken testen

Die Hersteller testen Taucheruhren vor der Auslieferung zudem auf den angegebenen Druck plus einer Sicherheitsreserve von 25 Prozent. Um sicherzustellen, dass auch langfristig keine Luftfeuchtigkeit in die Uhr gelangt, gibt es noch den sogenannten Beschlagtest. Dabei wird die Uhr zuerst erwärmt und dann ein Tropfen Wasser auf das Deckglas gegeben. Der Tropfen kühlt das Glas an dieser Stelle ab. Wischt man den Tropfen weg, kann man sehen, ob darunter auf der Innenseite des Glases Wasser kondensiert ist. In diesem Fall ist die Taucheruhr nicht vollständig dicht und lässt Luftfeuchtigkeit ins Gehäuse. Hinter der scheinbar einfachen Frage nach der Wasserdichtheit steckt also deutlich mehr, als man denken würde.

Omega testet die Seamaster Planet Ocean 600m mithilfe eines Prüfgeräts im Wasser
Omega testet die Seamaster Planet Ocean 600m mithilfe eines Prüfgeräts im Wasser

Longines HydroConquest Taucheruhrenspecial 2020

Beim Kauf der neuen Hydroconquest in Khakigrün von Longines ist die Taucheruhr bis 30 Bar vor eindringendem Wasser geschützt. Das Modell besteht aus Edelstahl und ist 43 Millimeter groß. Die einseitig drehbare Lünette kommt wie auch das Zifferblatt in Grün und besitzt eine Einlage aus dem kratzfesten Material Keramik. Die Taucheruhr ist gut ablesbar, da sich die Indexe in Weiß und mit Superluminova beschichtet deutlich vom Zifferblatt abheben. Antrieb liefert dem wasserdichten Zeitmesser das Automatikkaliber L888.3 auf Basis des Eta A31.L02. Kostenpunkt: 1.355 Euro.

 

Wie wichtig ist das Heliumventil bei Taucheruhren?

Das Heliumventil ist eigentlich nur für Berufstaucher beim Sättigungstauchen wichtig. Diese Taucher werden mit Taucherglocken in eine Tiefe von 150 bis 300 Meter gebracht, um dort ihrer Tätigkeit nachzugehen. Ab einer bestimmten Tauchtiefe kann der Organismus kein weiteres Gas mehr aufnehmen.

Delma Oceanmaster Antarctica Taucheruhrenspecial 2020

Die Oceamaster Antarctica von Delma bietet ein automatisches Heliumventil. Außerdem weist das Modell eine hohe Wasserdichtheit von 50 Bar auf und seine verschraubte Krone ist durch einen Kronenschutz gesichert. Das 44-Millimeter-Edelstahlgehäuse beherbergt das Automatikkaliber Eta 2824, das bei sechs Uhr ein Datum auf das blaue Farbverlaufs-Zifferblatt bringt. Für 1.390 Euro geht es mit der Delma am Edelstahlband mit Sicherheitsverschluss in die Tiefe.

 
Ist der Körper eine bestimmte Zeitspanne unter Wasser, also setzt er sich hohem Wasserdruck aus, wird die Dekompressionszeit bei Verlängerung der Tauchzeit nicht ausgedehnt. Die Dekompressionszeit bei einem Tauchgang bis 200 Meter würde beispielsweise eine Woche dauern. So lange kann man jedoch nicht im Wasser bleiben. Deswegen verwendet man Überdruckkammern: Die Taucher leben auf ihren Schiffen nach einem Tauchgang in solchen Druckkammern. Der Druck in der Kammer entspricht dem der Tauchtiefe, in der sie arbeiten müssen.

Stowa Prodiver-Keramik Taucheruhrenspecial  2020

Mit feinmattiertem Titangehäuse, einseitig drehbarer Keramiklünette mit grüner 15-Minuten-Skalierung, Heliumventil und 100 Bar Wasserdichtheit ausgestattet ist die Stowa Prodiver Black Green Keramik. Die Taucheruhr aus dem Schwarzwald hat einen Durchmesser von 42 Millimetern und besitzt eine verschraubte Krone mit Kronenschutzbügel. Ihr schwarz lackiertes Zifferblatt zieren mit Superluminova-beschichtete Indexe. Bei sechs Uhr sitzt eine Datumsanzeige, die zum Automatikkaliber Eta 2824-2 gehört. Stowa baut das Modell in einer ersten Auflage 20 Mal und verkauft es für jeweils 1.252,10 Euro.

 
In der Druckkammer befindet sich ein Helium-Sauerstoff-Gemisch, da Stickstoff in der Pressluft schon ab 30 Metern einen Tiefenrausch verursachen kann. Die winzigen Helium-Atome dringen in jedes wasserdichte Gehäuse ein bis der Unterdruck in der Uhr dem Umgebungsdruck angepasst ist. Beim Auftauchen würde das Uhrengehäuse springen, da in der Uhr noch ein höherer Druck herrscht als in der Umgebung. Durch das Heliumventil kann der Überdruck im Gehäuseinneren entweichen. Für alle Taucher, die nicht zu der Gruppe von Berufstauchern gehören, ist das Heliumventil eine zusätzliche Öffnung, mit der ein potenzielles Risiko zur Undichtheit verbunden ist.

Limes Endurance Taucheruhrenspecial 2020

Im Wasser hält das 41,5 Millimeter große Edelstahlgehäuse der Endurance GMT von Limes bis 300 Meter vor eindringendem Wasser dicht. Das Gehäuse fertigt das Pforzheimer Unternehmen Ickler, zu dem neben der Marke Limes auch Archimede gehört. Es beherbergt das automatische Eta-Kaliber 2893-2, das eine Datums- und GMT-Funktion ermöglicht. Letztere liest der Träger über einen zentralen, roten Zeiger mit Pfeilspitze auf einer farbgleichen Skala auf dem Zifferblatt ab. Genügend Leuchtmasse auf den Indexen und Zeigern sorgt bei schlechten Lichtverhältnissen für eine gute Ablesbarkeit. Die einseitig drehbare Tauchlünette kann aufgrund ihrer Einkerbungen auch mit Tauchhandschuhen gut bedient werden. Dank der Taucherverlängerung passt das Edelstahlband auch über den Neoprenanzug. Für 1.540,17 Euro kann man mit der Endurance abtauchen.

 
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Prüfung der Gehäusedichtheit der Taucheruhr beim Juwelier

Ihr Juwelier nimmt für Sie die vorgeschriebene jährliche Prüfung Ihrer Taucheruhr vor. Mit Hilfe eines Trockentests wird die Uhr in einem Prüfgerät zunächst einem Unterdruck von circa 0,7 Bar ausgesetzt. Im zweiten Prüfvorgang muss die Uhr einem Überdruck von 3 Bar beziehungsweise je nach Druckfestigkeit der Uhr bis 10 Bar standhalten. Der Druckausgleich der Luft ins Gehäuse gibt nun Aufschluss darüber, ob dieses dicht hält. Wenn im ersten Schritt Luft aus der Uhr entweicht, ist das Gehäuse undicht. Beim Überdruck erkennt der Uhrmachermeister eine Undichtigkeit, wenn die Luft im Prüfgerät weniger wird. Der Vorteil des Trockentests: die Uhr kommt nicht mit Wasser in Berührung. Sollten die Prüfungen ergeben, dass das Gehäuse undicht ist, werden die für die Wasserdichtheit relevanten Teile getauscht. Auch wenn Sie nicht mit Ihrer Uhr ins Wasser gehen, wird der Austausch der Dichtungen empfohlen, denn auch im Alltag ist die Uhr unter anderem hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt und die Dichtungen werden durch UV-Strahlung spröde.
 

Mido Ocean Star Chronograph Taucheruhenspecial 2020

Mido bringt seine Taucheruhr Ocean Star als Chronograph. Das Modell besitzt ein 44 Millimeter großes Gehäuse aus schwarz DLC-beschichtetem Edelstahl mit einer einseitig drehbaren Keramiklünette. Wasserdicht bleibt die Uhr bis 20 Bar. Vom schwarzen Zifferblatt heben sich deutlich die großen gelben Indexe ab, die ebenso wie die Zeiger und der Orientierungspunkt auf der Lünette mit Leuchtmasse versehen sind. Auf dem Rehaut des Zifferblatts befindet sich eine Tachymeterskala, mit der sich Geschwindigkeiten in Meilen berechnen lassen. Dank des Automatikkalibers Eta A05.H31 lassen sich mit der neuen Ocean Star auch Zeitintervalle bis 30 Minuten stoppen. Am schwarzen Kautschukband kostet die Uhr 2.290 Euro.

Die 7 wichtigsten Innovationen für Taucheruhren

Während sich die Uhrenindustrie fast ausschließlich auf das Herzstück eines Zeitmessers konzentriert, haben die Bedürfnisse und Anforderungen von Tauchern in den letzten 60 Jahren vor allem dafür gesorgt, eben jenes Uhrwerk zuverlässig vor Wasser zu bewahren. Andererseits wurde darüber hinaus auch die eine oder andere clevere Idee ans Handgelenk gebracht, die sie für den Einsatz unter Wasser noch besser rüstet. DiveintoWatches.com stellt ein paar dieser funktionalen Highlights vor:

Das flexible Band

Taucher kennen das Phänomen - mit zunehmendem Druck verringert sich der Handgelenksumfang, die Uhr sitzt lose und befindet sich schon bald mit der Zifferblattseite unten oder stört beim Hantieren. Das umgekehrte Phänomen tritt notabene beim Auftauchen auf: der exemplarisch verwendete Neoprenanzug dehnt sich wieder aus, die Uhr sitzt wieder fester. Die handelsüblichen ausklappbaren Verlängerungen von Schließen schaffen es also lediglich, den mit dem Taucheranzug gewachsenen Handgelenksumfang zu kompensieren (und manchmal noch nicht mal das), sind aber nicht darauf vorbereitet, auf wechselnde Zustände zu reagieren.

In den 1960er- und 70er-Jahren führte dies zur Vorstellung von gefederten Bandstücken oder Schließen mit variablem Auszug (beispielsweise von Doxa und ZRC), während Seiko mit der Marinemaster und Rolex mit der Deepsea in der jüngeren Vergangenheit Faltschließen mit schrittweise anpassbaren Verlängerungen präsentierten (die mittlerweile nicht nur für Seiko typischen Bänder mit den Falten in Nähe des Bandsteges dürften oftmals mehr die Bandstege entlasten, als einen nennenswert vergleichbaren Spielraum zu bieten und ein zu weiches Band bietet wiederum zu wenig Sicherheit.)

Taucheruhren 2015: Tudor Pelagos Schließe
Eine der derzeit überzeugendste Lösungen: Die überarbeitete Tudor Pelagos beispielsweise verfügt nicht nur über eine integrierte Verlängerung, sondern auch über eine gefederte Schließe. Und wer doch lieber mit einem Kautschukband taucht, findet im Lieferumfang auch gleich das passende Band mit einem großzügig dimensionierten Zwischenstück (inklusive Falten) für den Trockentauchanzug.

Der gesicherte Drehring

Heutzutage Pflicht und gleichzeitig prägendes optisches Merkmal für jede Taucheruhr, dient der einseitig drehbare Ring einzig zur Anzeige der Tauchzeit. Einseitig, weil ein versehentliches Verstellen im Gegenuhrzeigersinn die verstrichene Zeit verlängert und den Taucher theoretisch früher auftauchen lässt (in der Praxis ist die Anzeige des Luftvorrats in dieser Hinsicht viel entscheidender geworden). Eine pragmatische Lösung ist, den Ring gut geschützt unter das Glas zu legen oder versehentliches Verstellen erst gar nicht zu ermöglichen - oftmals aber auf Kosten der Bedienfreundlichkeit. IWC führte deshalb für die Ocean 2000 und GST Aquatimer in den 1980er- und 90er-Jahren ein überzeugendes Konzept wieder ein, das Certina mit der 500 Meter wasserdichten SuperPH schon Ende der 1960er-Jahre ansatzweise verfolgt hatte: Erst durch Herunterdrücken lässt sich der äußere Ring verstellen. Bei Oris wählte man indes den umgekehrten Weg für die aktuellen ProDiver-Modelle: Hier muss der Drehring ganz einfach angehoben werden.

Taucheruhr 2015: Omega Seamaster 1200

Die legendäre Ploprof von Omega geht noch einen Schritt weiter: Sie verfügt zwar über einen beidseitig drehbaren Ring, aber erst durch gleichzeitiges Herunterdrücken des orangefarbenen Drückers lässt sich dieser auch bewegen. Noch komplizierter wird es dann bei der Oceanographic 4000 von Hublot: der innenliegende, einseitig drehbare Ring kann nur über eine separate, verschraubte Krone bei zehn Uhr bedient werden, die zudem noch unter einem aufklappbaren Schutzbügel liegt.

Zerlegbarkeit

Wer Erfahrungen mit Schusswaffen hat, weiß auch um die Wichtigkeit der Reinigung und Pflege einzelner Teile und damit auch um die Notwendigkeit, das Equipment selbst zerlegen und reinigen zu können. Während Sinn mit der U-Reihe den berechtigten Weg verfolgt, eine Lünette so zu konstruieren, dass sie erst gar nicht verloren gehen kann, entscheidet sich Citizen für den umgekehrten Weg: Der Besitzer der bis 1.000 Meter wasserdichten Titan-Uhr Promaster kann die Lünette relativ einfach entfernen und so von Verschmutzungen und Verkrustungen befreien. Ebenfalls erwähnenswert: Das integrierte Band wurde hier nicht mit herkömmlichen Federstegen befestigt, sondern mit runden Anschluss-Stücken direkt ins Gehäuse gesetzt und über den Boden fixiert (was die Wahl von alternativen Bändern einschränkt).

Taucheruhr 2015: Citizen Promaster 1000

Auch hier bieten innenliegende Lünetten einen Vorteil. Inwieweit sich Viscontis jüngst vorgestellte Scuba Abyssus mit der nach außen gekehrten Rastung bewährt, wird sich noch zeigen müssen.

Kronenschutz

Jede Gehäuseöffnung stellt auch eine potentielle Gefahrenquelle für die Wasserdichtheit einer Uhr dar, womit die oftmals exponierte Krone natürlich besonders ins Sichtfeld der Entwickler gerückt ist. Mehrfache Dichtungen gefolgt vom Schraubgewinde und dem seitlichen Flankenschutz können heute fast schon als Standard betrachtet werden, sind aber nicht unbedingt die einzige Lösung. Bereits eine Verlegung auf zwei, vier, sechs, acht, neun oder zwölf Uhr sorgt für erhöhten Komfort und Sicherheit. In Kombination mit einem Kronenschutz wie der der Edox Hydrosub oder über die Versenkung der Krone ins Band (wie bei Triton, ZRC oder Eterna/Porsche) steigt die Chance gleich nochmals, bei Fremdkontakt nicht die zuerst die Krone zu erwischen.

Taucheruhr 2015: ZRC Grands Fonds

Auch Panerais legendäre Bügelkonstruktion sorgt seit Jahrzehnten nicht nur für das zuverlässige Zusammenpressen der Dichtungen, sondern schützt effektiv vor Schlägen. Zusätzliche Kronenkappen im Stile der Canteen-Uhren aus den 1940er-Jahren werden heute eher als modische Form inszeniert, erschweren aber die Bedienung der oftmals winzigen Aufzugskrone. Den in dieser Hinsicht konsequentesten Weg verfolgt aber vermutlich das spanische AHCI-Mitglied Pita mit der Oceana: die bis 5.000 Meter wasserdichte Uhr kommt ganz ohne Krone aus, die Bedienung erfolgt über den Gehäuseboden.

Farbwahl

Mit zunehmender Tiefe verschwindet nicht nur das Licht, sondern auch die Farben nach und nach. Resultat: Zeiger und Zifferblatt sind schwieriger abzulesen oder werden im schlimmsten Fall unleserlich. Doxa hat mit der orangfarbenen Sub seit Jahrzehnten eine Lösung für maximalen Kontrast im Programm. Wer es etwas weniger bunt mag, findet mit den von Omega bekannten orangefarbenen Minutenzeigern einen guten Kompromiss, um auch in der Tiefe noch mit Freude auf die Uhr zu blicken.

Taucheruhren 2015: Rolex Sea-Dweller
Schwieriger wird es mit der eingeschlossenen Luft: Sie führt umgehend zu Spiegelungen, was nur mit einer Öl-gefüllten Quarzuhr (zum Beispiel der Sinn UX) zu verhindern ist.

Komplikationen

Auch bei Taucheruhren gibt es alle erdenklichen Komplikationen. Nur treten diese meist etwas in den Hintergrund, weil Gangreserve, Großdatum, Tourbillon oder retrograde Anzeigen unter Wasser schlichtweg keinen funktionalen Nutzen bieten (der Wecker mag früher wichtiger gewesen sein, heute dürfte er höchstens noch ein paar Fische erschrecken).

Taucheruhren 2015: Aquastar Benthos
Anders sieht es bei Chronographen mit zentralem Minutenzeiger (zum Beispiel der Aquatimer Minute Repeater von IWC oder früher Benthos von Lemania) aus, die für die Messung von Zwischenzeiten (zum Beispiel für Dekompressionstopps) hervorragend eingesetzt werden können. Der mechanische Tiefenmesser (zum Beispiel die Aquatimer Deep One bis Three von IWC oder die Aquis Depth Gauge von Oris) misst neben der Zeit auch gleich die zweite wichtige Dimension des Tauchens mit, im Falle der Blancpain X Fathoms fast schon ähnlich umfangreich wie ein Tauchcomputer mit mehreren Anzeigen.

Gehäusekonstruktion

Im Prinzip ist es gar nicht so schwierig, ein Uhrengehäuse zu bauen, das in jeder Wassertiefe dicht bleibt. Die eigentliche Kunst ist es, dabei so weit weg wie möglich von der idealen Kugelform zu kommen und gleichzeitig eine Uhr zu schaffen, die auch von normalen Menschen getragen werden kann. Einschalen-Gehäuse minimieren zwar mögliche Schwachstellen, erschweren aber die Wartung des Werkes.

Taucheruhren 2015: Rolex Deepsea Ringlock

Hier konnte Rolex mit der Deepsea im Jahr 2008 eine überzeugende Lösung präsentieren: ein mehrteiliger Boden und ein zusätzlicher Ring zwischen Glas und Gehäuse erhöhten die Druckfestigkeit massiv, beeinflussten die Bauhöhe der Uhr aber vergleichsweise minimal (interessanterweise wurde das Prinzip 4 Jahre später noch mit einem Technologieträger bis auf 12.000 Meter ausgelegt, womit die Serienproduktion in diesem Fall der Konzeptuhr vorausgegangen wäre).

Selbstverständlich ist die Grenze zwischen Gimmick und cleverem Engineering oftmals fließend, und der Nutzen einer Taucheruhr in der Praxis zugegebenermaßen auch etwas in den Hintergrund getreten: aber zu sehen, wie abwechslungsreich und erfinderisch die Hersteller bei dieser Gattung Uhr waren und sind, macht das Thema auch nach rund 80 Jahren unverändert faszinierend – für Käufer, Sammler und Uhrenjournalisten gleichermaßen.

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