Taucheruhren

Das Gefühl der Schwerelosigkeit, die faszinierende Unterwasserwelt und die geheimnisvolle Tiefe begeistern weltweit jährlich Millionen von Intensiv- und Gelegenheitstauchern. Der eine mag dabei nur warme Gewässer, andere lieben kühle Bergseen oder gar einen Tauchgang unter Eis. Mit den ersten Sporttauchgeräten, die die Forscher Hans Hass und Jacques-Yves Cousteau entwickelten, begann die Ära des Tauchsports in den 1950er-Jahren. Dabei geht es immer auch um Zeit. Sei es die Abtauchzeit, zu der der Tauchgang beginnt, oder die Austauchzeit, die für den gesamten Aufstieg einschließlich aller Dekompressionspausen benötigt wird. Diese überlebenswichtige Aufgabe übernimmt heute ein moderner Tauchcomputer.

Inhalt:

Wozu also eine mechanische Armbanduhr zum Tauchen tragen?

Die mechanische Taucheruhr versprüht nicht nur einen Hauch Nostalgie und Abenteuer, sie ist durchaus auch ein zuverlässiges Backup-Instrument. Mit der richtigen Pflege und Handhabung bereiten die Taucheruhren des Jahres 2019 viel Freude − nicht nur unter Wasser, sondern auch im Alltag. In diesem Taucheruhren-Special geben wir Ihnen einen Überblick über die Neuheiten des Jahres, Sie erhalten Tipps für die richtige Wahl Ihrer Taucheruhr und Gastautor Roger Rüegger, Chefredakteur der WatchTime USA und Betreiber des Blogs Dive Into Watches informiert über die 7 wichtigsten Innovationen im Bereich der Taucheruhren.

Oris: Great Barrier Reef LE III Taucheruhren Special 2019

Oris fertigt seit den 1960er-Jahren Taucheruhren. 2019 lanciert der Schweizer Uhrenhersteller das Sondermodell Great Barrier Reef Limited Edition III. Die Marke arbeitet mit einem 2016 gegründeten gemeinnützigen sozialen Unternehmen zusammen, der „Reef Restoration Foundation“. Diese kümmert sich unter anderem um den Schutz und Erhalt des Korallenriffs. Zusammen mit der Stiftung hat Oris die Great Barrier Reef kreiert, die auf der beliebten Taucheruhr Aquis beruht. Sie besitzt deren Funktionen und Eigenschaften, wie einen Gehäusedurchmesser von 43,5 Millimetern und eine Wasserdichtheit von 30 Bar. Der durch einen feinen Sonnenschliff changierende blaue Farbverlauf auf dem Zifferblatt und die türkisfarbene Keramikeinlage in der einseitig drehbaren Tauchlünette nehmen die Wasserfarben des Riffs auf. Zur besseren Ablesbarkeit legt Oris Indexe und Zeiger mit Superluminova aus. Im Inneren Bereich des Zifferblatts befindet sich der offene Datumsreif. Ein gelber Balken dient zur Markierung. Angetrieben wird die Taucheruhr vom Automatikkaliber Sellita SW 200. Am Kautschukband kostet jedes der 2.000 Exemplare der Great Barrier Reef Limited Edition III 2.300 Euro. Jedes Modell kommt in einer besonderen Schachtel, die aus umweltfreundlichen Algen hergestellt ist.

 

5 Dinge, die jede Taucheruhr haben sollte:

# einseitig drehbare Tauchlünette
# mindestens eine Wasserdichtheit von 20 Bar
# wasserfestes Armband aus Metall oder Kautschuk
# Leuchtmasse auf Zeigern und Indexen
# verschraubte Krone

Was sollte beim Kauf einer Taucheruhr beachtet werden?

Da beim Tauchen die Zeit keinesfalls vergessen werden darf, unterliegen Taucheruhren einer strengen Norm. Ob diese erfüllt wird, zeigen spezielle Prüfungen auf Dichtheit bei Luft- und Wasserüberdruck. Sie folgen einem genau definierten Prozedere und simulieren Beanspruchungen, denen Taucheruhren während ihres Gebrauchs ausgesetzt sein können.

Taucheruhren-Norm #1 - wasserdicht nach DIN 8310/ISO 2281

Die DIN 8310 prüft nur die Wasserdichtheit von Kleinuhren. Uhren, die als „wasserdicht“ bezeichnet werden, müssen widerstandsfähig gegen Schweiß, Regen und gegen Eintauchen in Wasser über 30 Minuten bei einer Wassertiefe von einem Meter sein. Bei der Prüfung wird die Uhr in ein Druckgefäß mit Wasser gegeben, in dem innerhalb von einer Minute ein Überdruck von zwei Bar angelegt und fünf Minuten gehalten wird. Hält sie dabei dicht, darf sie die Bezeichnung „wasserdicht“ tragen und ist für den allgemeinen täglichen Gebrauch bestimmt. Die Uhr darf aber nicht unter hohem Wasserdruck verwendet werden. Uhren dieser Kategorie eignen sich bestenfalls zum Händewaschen, nicht aber zum Tauchen.

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Sinn: 206 Arktis II Taucheruhren Special 2019

Die Sinn Arktis 206 II erfüllt nicht nur die Anforderungen der DIN 8310 für Wasserdichtigkeit, ihr Gehäuse entspricht auch den technischen Anforderungen der Taucheruhrennorm DIN 8306. Sie ist geprüft in Anlehnung an die Europäischen Tauchgerätenormen. Der Zertifizierungsdienstleister DNV GL (vormals Germanischer Lloyd, Hamburg) bestätigt ihr auch die Funktion einer Taucheruhr in Anlehnung an die Europäischen Tauchgerätenormen EN250 und EN14143. Derzeit ist Sinn der einzige Uhrenhersteller, der solch eine Zertifizierung nach Tauchgerätenorm vornimmt. Das 43 Millimeter große Edelstahlgehäuse der Arktis 206 II ist bis 300 Meter wasserdicht, dank der Sinn-eigenen Ar-Trockenhaltetechnik vor Beschlag geschützt, unterdrucksicher und mit dem markentypischen unverlierbaren Drehring ausgestattet. Angetrieben wird der Tauch-Chronograph vom automatischen Kaliber Eta/Valjoux 7750. Mit Silikon- oder Edelstahlband kostet die Taucheruhr 3.660 Euro.

Taucheruhren-Norm #2 - wasserdicht nach DIN 8306/ISO 6425

Weil wir unsere mechanischen Tauchbegleiter nicht nur Wasserspritzern aussetzen wollen, gibt die Taucheruhrennorm DIN 8306, die der internationalen Norm ISO 6425 entspricht, vor, welche Anforderungen eine professionelle Taucheruhr erfüllen muss. Sie geht prüftechnisch sehr viel weiter als die DIN 8310. Allerdings lassen die wenigsten Hersteller ihre Uhren nach der Norm zertifizieren. Doch sind sie deswegen weniger geeignet für das Tauchen?

Die DIN 8306/ISO6425 stellt folgende Anforderungen an eine Taucheruhr, die sie alle erfüllen muss:

  • druckfest bis 20 Bar oder mehr
  • die Uhr muss zwei Stunden in einer Wassertiefe verbleiben, die der vom Hersteller gemachten Druckangabe entspricht
  • anschließender dreistündiger Aufenthalt in drei Metern Tiefe
  • Einrichtung zur Vorwahl einer Zeitspanne mit Minuten- und davon abgesetzten Fünf-Minuten-Markierungen
  • die vorgewählte Zeitspanne und der Sekundenzeiger (oder eine andere Funktionskontrolle) müssen auch im Dunkeln erkennbar sein
  • die Taucheruhr muss antimagnetisch nach DIN 8309 sein: nach Magnetfeldeinfluss von 4800 A/m darf die Abweichung höchstens 30 Sekunden am Tag betragen
  • die Taucheruhr muss stoßsicher nach DIN 8308 sein: nach einem Schlag mit 4,43 m/s darf die Abweichung höchstens eine Minute am Tag betragen
  • die Taucheruhr muss 24 Stunden in warmem Salzwasser ohne sichtbare Spuren überstehen
  • während und nach 20 Minuten Wasserdruck entsprechend der angegebenen Tiefe muss die Taucheruhr noch funktionieren
  • die Vorwahl einer Zeitspanne muss in 30 Zentimetern Wassertiefe noch bedienbar sein
  • das geschlossene Armband wird eine Minute lang mit 40 Kilogramm belastet, dabei darf sich nichts lösen oder verbiegen
  • die Krone wird in 25 Prozent über der angegebenen Druckfestigkeit zehn Minuten lang von oben mit 0,5 Kilogramm belastet, danach erfolgt ein Kondenswassertest
  • in 30 Zentimetern Wassertiefe wird die Uhr zehn Minuten auf 40 Grad Celsius, dann zehn Minuten auf fünf Grad Celsius, dann wieder zehn Minuten auf 40 Grad Celsius gebracht, danach erfolgt ein Kondenswassertest
  • die Taucheruhr muss eine Stunde lang 25 Prozent über angegebener Tiefe, danach eine Stunde bei 0,3 Bar Unterdruck verbringen, danach erfolgt ein Kondenswassertest
  • Kondenswassertest: Dieser erfolgt nach jedem Drucktest, um die Dichtheit des Gehäuses festzustellen. Dieses wird dazu auf 40 Grad Celsius erwärmt, anschließend wird das Glas mit einem Wassertropfen benetzt. Nach dem Trockenwischen darf sich auf der Innenseite kein Kondenswasser zeigen.
  • während bei einer Typprüfung alle Tests gemacht werden, muss bei jeder Uhr die Dichtheit mit 25 Prozent über angegebener Tiefe als Einzelprüfung vorgenommen werden
  • DIN 8306 stellt anders als ISO 6425 Anforderungen an die Ganggenauigkeit: z.B. mittlere Abweichung zwischen –4 und +6 Sekunden/Tag

Mido: Ocean Star Diver 600 Taucheruhren Special 2019

Mit der Ocean Star Diver 600 stellt Mido eine nach ISO-Norm 6425 zertifizierte Taucheruhr vor. Das bedeutet, dass die Uhr alle zuvor genannten Eigenschaften besitzt. Das 43,5 Millimeter große Edelstahlgehäuse ist schwarz PVD-beschichtet und mit einem Heliumventil ausgestattet. Dieses dient beim Sättigungstauchen dazu, bei der Dekompression den Überdruck im Gehäuseinneren durch das Heliumventil schonend abzubauen. Die einseitig drehbare Tauchlünette besitzt einen kratzfesten Keramikring. Deren Tauchzeitskala, sowie die Indexe und Zeiger sind mit Superluminova ausgestattet, um eine gute Ablesbarkeit auch unter Wasser zu garantieren. Für genügend Vortrieb sorgt das Automatikkaliber Eta C07.321 mit Siliziumspirale, Datumsanzeige und 80 Stunden Gangreserve. Den genauen Gang des Uhrwerks bescheinigt ein Chronometerzertifikat der COSC. Für 1.490 Euro kann man mit der Uhr abtauchen.

Die Angabe der Tauchtiefe in Bar

Bar ist die verwendete Einheit für den Druck. Dabei entspricht ein Bar dem Druck von einem Kilogramm auf eine Quadratzentimeter große Fläche, wobei die Kraft senkrecht auf diese wirkt. Den gleichen Druck von einem Bar erzeugt eine zehn Meter hohe Wassersäule. Da Wasser fast nicht komprimierbar ist, verstärkt sich auch der Wasserdruck pro zehn Meter um ein Bar. Zu dem Wasserdruck addiert sich allerdings noch der Luftdruck von rund einem Bar an der Wasseroberfläche. In zehn Metern Wassertiefe wirkt also bereits ein Druck von etwa zwei Bar auf die Taucheruhr, in 20 Metern ein Druck von drei Bar und so weiter. Auch wenn ein Bar Druckunterschied unerheblich scheint, ist es wichtig zu wissen, dass eine Meterangabe sich nicht auf die Tauchtiefe bezieht, sondern auf einen adäquaten Prüfdruck, der im Rahmen der Wasserdichtheitsprüfung angewendet wurde. Für professionelles Tauchen vorgesehene Uhren müssen mindestens 20 Bar Wasserdruck aushalten.

Omega: Seamaster Diver Taucheruhren Special 2019

Omega erweitert seine berühmte Seamaster-Kollektion um einen Chronographen im 44 Millimeter Edelstahlgehäuse. Dieses ist bis zu einem Druck von 30 Bar vor eindringendem Wasser und bis zu 15.000 Gauß vor Magnetfeldern geschützt. Blaue Keramik verwendet die Manufaktur für den Lünettenring, die Einsätze der Drücker sowie das Zifferblatt mit dem typischen Wellenmuster beim Seamaster Diver 300M Chronograph. Durch den Saphirglasboden zeigt sich das automatische Manufakturkaliber 9900, das als Master Chronometer vom Institut Metas zertifiziert ist. Wie schon bei den Dreizeigermodellen sorgt das Heliumauslassventil bei zehn Uhr für den richtigen Druckausgleich. Omega gibt dem Ventil eine konische Form, die sich die Schweizer Manufaktur patentieren ließ, denn es bedarf einer ausgeklügelten Technik, damit es zuverlässig funktioniert. 7.000 Euro verlangt Omega für den tauchtauglichen Stopper.

Der Taucherdrehring

Die Taucheruhr muss eine Einrichtung zur Vorwahl einer bestimmten Zeitspanne besitzen, beispielsweise einen Skaleneinstellring (Taucherdrehring), der gegen ein unbeabsichtigtes Verstellen gesichert ist. Deshalb sollte die Lünette nur in eine Richtung drehbar ein. Warum ist diese Funktion so wichtig? Sie definiert den Zeitpunkt des Abstiegs und zeigt gleichzeitig die verstrichene Zeit des Tauchgangs an. Dabei ist die Ablesbarkeit, besonders die der 12-Uhr-Markierung, wichtig. Der Taucherdrehring sollte also genau wie die Zeiger bei schlechter Sicht und Dunkelheit – aus etwa 25 Zentimetern Abstand – nachleuchten. Ebenso sollte der Einstellring eine Minuteneinteilung mit einer abgesetzten Fünf-Minuten-Markierung vorweisen. Die Markierungen müssen zwingend mit denen auf dem Zifferblatt übereinstimmen. Da der Taucherdrehring unmittelbar vor dem Abtauchen – also im Wasser – eingestellt wird, sollte die Lünette griffig sein, damit sie auch mit Neoprenhandschuhen bedienbar ist. Die Möglichkeit zur Demontage der Lünette ist ein komfortables Extra zur Reinigung der Taucheruhr. Sollte dieses Extra nicht vorhanden sein, ist das gründliche Ausspülen der Uhr mit Süßwasser nach jedem Tauchgang zu empfehlen.

Tudor Black Bay P01

Die Tudor Black Bay P01 besitzt eine beidseitig drehbare Lünette mit 12-Stunden-Einteilung, die jedoch durch ein spezielles Blockiersystem gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert werden kann. Es befindet sich zwischen den beweglichen Bandanstößen, die das Armband mit dem Gehäuse verbinden. Ein klappbares Edelstahlelement bei zwölf Uhr fixiert nach dem Einstellen der Tauchzeit die Lünette und verhindert deren verdrehen. Die Aufzugskrone platziert Tudor bei der Vier, das schützt sie vor Stößen und zugleich drückt sie den Taucher nicht in den Handrücken. Die 42 Millimeter große Edelstahluhr bleibt bis 20 Bar vor eindringendem Wasser geschützt. Angetrieben wird die Uhr vom hauseigenen Automatikwerk MT5612 mit Chronometerzertifikat. Für 3.680 Euro kann man mit der Black Bay P01 auf Tauchstation gehen.

Briston: Clubmaster Diver Yachting Steel Taucheruhren Special 2019

Die erst 2012 gegründete französische Uhrenmarke Briston setzt auf einen innenliegenden Tauchdrehring. Die Tauchzeit lässt sich bei der Clubmaster Diver Yachting über die Krone bei zwei Uhr einstellen. Das kissenförmige Edelstahlgehäuse misst 42 auf 42 Millimeter im Durchmesser und verleiht der Taucheruhr einen kräftigen Retro-Touch. Bis zu einem Druck von 20 Bar schützt es das Automatikwerk Seiko NH35 vor eindringendem Wasser. Dieses bringt neben der Uhrzeit auch das Datum bei drei Uhr aufs Zifferblatt, über dem sich ein Mineralglas wölbt. Getragen wird der Retro-Taucher am wasserfesten NATO-Band. Die schicke Taucheruhr kostet 530 Euro.

Davosa: Ternos Professional GMT Black White Taucheruhren Special 2019

In ihrer Taucheruhrenkollektion Ternos stellt Davosa die auf 500 Stück limitierte Ternos Professional GMT vor. Die bis 20 Bar druckfeste Edelstahluhr besitzt eine einseitig drehbare Lünette mit Keramikeinlage und 24-Stunden-Skala. In Verbindung mit dem GMT-Zeiger kann somit eine zweite Zeitzone eingestellt werden. Genügend Leuchtmasse auf Zeigern und Ziffern sorgen auf dem weißen Zifferblatt auch in Dunkelheit für eine gute Ablesbarkeit. Im Innern der 42 Millimeter großen Taucheruhr arbeitet das automatische Kaliber Sellita SW 330. Getragen wird die Uhr mit zweiter Zeitzone am Edelstahlband mit Sicherheitsbügel und Taucherverlängerung. Ebenfalls im Preis von 1.348 Euro enthalten ist ein zusätzliches Nylon-Band.

Viele Taucheruhren erfüllen die DIN-Norm nicht, da sie meist keinen Drehring oder keine durchgehende Minuteneinteilung besitzen. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht zum Tauchen geeignet sind. Bei den meisten Lünetten sind die ersten 15 bis 20 Minuten durchskaliert. Das entspricht im Sporttauchbereich etwa der wichtigen Zeit vom Beginn des Tauchgangs bis zum Erreichen der größten Tauchtiefe. Danach beginnt der Aufstieg.

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IWC: Aquatimer Taucheruhren Special 2019

Der Aquatimer Chronograph Edition „Laureus Sport for Good“ von IWC besitzt einen innenliegenden Drehring mit 15-Minuten-Tauchzeitskala. Dieser wird über die beidseitig drehbare Lünette verstellt. Aus Sicherheitsgründen bewegt sich die Taucherskala jedoch nur, wenn der äußere Ring gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird. Das schwarze, kautschukbeschichtete Edelstahlgehäuse misst 45 Millimeter im Durchmesser und bleibt bis zu 300 Metern vor eindringendem Wasser geschützt. Im Innern der Uhr arbeitet das hauseigene Chronographenkaliber 89365 mit Automatikaufzug und Flyback-Funktion, das auch ein Datum bei drei Uhr ermöglicht. Mit der Sonderedition in Blau bringt IWC sein starkes Engagement für ökologische wie soziale Projekte zum Ausdruck. Wie jedes „Laureus“-Modell ziert auch hier den Gehäuseboden die Zeichnung des Siegers des weltweit ausgeschriebenen Kindermalwettbewerbs. Die Uhr ist auf 1.000 Stück limitiert und kostet 11.600 Euro. 

Obwohl die meisten Sporttaucher sich nicht tiefer als in 40 Metern bewegen, besitzen zahlreiche Taucheruhren eine höhere Druckbeständigkeit als die vorgeschriebenen zwanzig Bar der Norm. Denn es ist durchaus sinnvoll, eine Sicherheitsreserve zu haben, da Schwimmbewegungen unter Wasser und Stöße gegen die Uhr einen zusätzlichen Druck auf die Taucheruhr erzeugen.

Blancpain: Fifty Fathoms Barakuda Taucheruhren Special 2019

Mit der Fifty Fathoms Barakuda stellt Blancpain eine Neuauflage einer Taucheruhr aus den späten 1960er-Jahren vor, die technisch jedoch auf dem aktuellsten Stand ist. Den Retro-Touch vermitteln neben den zweifarbigen, rechteckigen Indexen, die weiß bemalten Zeiger und die auf alt getrimmte Leuchtmasse „Old Radium“. Ansonsten stattet die Schweizer Manufaktur die auf 500 Stück limitierte Taucheruhr, die einem Druck bis 30 Bar standhält, mit einer einseitig drehbaren Tauchlünette mit Saphirglaseinlage aus. Angetrieben wird die 40 Millimeter große Edelstahluhr vom automatischen Manufakturkaliber 1151. Getragen wird der Taucher an einem Tropic-Kautschukarmband, das bereits in den 1960er-Jahren wegen seiner Langlebigkeit bei Tauchern sehr beliebt war. Die Uhr kostet 13.070 Euro.

Ulysse Nardin: Diver Chronometer Taucheruhren Special 2019

Mit der Diver Chronometer 44 mm Roségold von Ulysse Nardin kann man in Tiefen bis 300 Meter vordringen. Bis dahin bleibt das im Innern verbaute, chrometerzertifizierte Manufakturakliber UN-118 mit Diamonsil-Hemmung und Spiralfeder aus Silizium vor eindringendem Wasser geschützt. Die Hülle bildet ein 44 Millimeter großes DLC-beschichtetes Titangehäuse mit verschraubter Krone und Tauchlünette mit Kautschukeinlage. Krone und Lünette heben sich in Roségold hervor. Das Edelmetall ist im Vergleich zu Titan sehr weich und kann beim Tauchgang leicht Kratzer abbekommen. Auf dem schwarzen Zifferblatt befindet sich die Gangreserveanzeige unterhalb der Zwölf, die kleine Sekunde ist zusammen mit der Datumsanzeige bei sechs Uhr untergebracht. Kostenpunkt: 12.000 Euro.

Michael Herbelin: Newport Trophy Taucheruhren Special 2019

Einem Wasserdruck, der in 300 Metern Tiefe herrscht, hält die Newport Trophy Automatik Abyss von Michel Herbelin stand. Dafür sorgt das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse mit verschraubter Krone und verschraubtem Gehäuseboden. Die einseitig drehbare Lünette erhält eine Keramikeinlage und ist daher besonders gut vor Kratzern gefeit. Das reduziert gestaltete und mit ausreichend Leuchtmasse ausgestattete Zifferblatt macht die Dreizeigeruhr unter Wasser gut ablesbar. Im Innern der Uhr arbeitet das Automatikkaliber Sellita SW 200. Das Edelstahlband kommt mit einer längenverstellbaren Sicherheitsfaltschließe, die es erlaubt, die Uhr auch über dem Taucheranzug zu tragen. Für 859 Euro geht es mit der Newport auf Tauchstation.

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Feuchtigkeit schadet der Taucheruhr – auch an Land

Trotz einer hohen Druckfestigkeit kann es passieren, dass Feuchtigkeit in das Gehäuse tritt. Insbesondere beim Hineinspringen ins Wasser oder bei Schwimmbewegungen kann sich kurzfristig ein höherer Wasserdruck auf die Dichtungen aufbauen als der garantierte Druck. Besonders gefährlich ist es, wenn die Uhr nach einem längeren Sonnenbad durch einen Sprung ins Wasser deutlich abgekühlt wird. Der Druck beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche in Kombination mit dem Unterdruck durch die Abkühlung kann schneller dazu führen, dass Feuchtigkeit in die Uhr dringt. Aufgrund des plötzlichen Temperaturwechsels ist es möglich, dass die Uhr von innen beschlägt. Sollte dies der Fall sein, muss die Uhr sofort zum Uhrmacher.

Rolex: Sea Dweller Taucheruhren Special 2019

Bei der Oyster Perpetual Sea-Dweller von Rolex ist ein Beschlagen von Innen sehr unwahrscheinlich, denn die Uhr ist bis zu einer Tiefe von 1.220 Meter vor eindringendem Wasser geschützt. Die hohe Druckfestigkeit erreicht Rolex dank eines dreifachen Dichtungssystems und der Verwendung der Triplock-Krone. Zudem verfügt die Uhr über ein Heliumventil. Die neueste Version der Sea-Dweller kommt mit einem Gehäuse aus Rolesor gelb, einer Bicolor-Variante in Edelstahl und Gelbgold. Energie liefert der 42 Millimeter großen Taucheruhr das Manufakturkaliber 3235 mit Automatikaufzug. Dieses Uhrwerk ist durch 14 Patente geschützt, verfügt über eine Gangreserve von 70 Stunden, ist unempfindlich gegenüber Magnetfeldern und als Chronometer der Superlative zertifiziert. Letzteres bedeutet, dass die Ganggenauigkeit nach dem Einschalen des Uhrwerks -2/+2 Sekunden pro Tag beträgt. Die Taucheruhr kostet 14.600 Euro.

 

Hohe Anforderungen an die Ablesbarkeit einer Taucheruhr

Enorm wichtig – sowohl für Hobby- als auch Berufstaucher – ist neben der Robustheit und Druckfestigkeit vor allem eine gute Ablesbarkeit unter Wasser. Denn bereits in zehn Metern Wassertiefe kann es sehr dunkel sein. Leuchtmasse auf den Zeigern und dem Drehring ist somit unerlässlich. Insbesondere der Taucherdrehring sollte in der Tiefe gut abzulesen und leicht zu bedienen sein. Aber auch die Luft, die sich unter dem Glas befindet, kann bei schräger Draufsicht unter Wasser zu Spiegelungen führen und so die Ablesbarkeit verschlechtern oder gar unmöglich machen. Deshalb sollte das Deckglas bei Taucheruhren immer entspiegelt sein.

Maurice Lacroix: Aikon Venturer Taucheruhren Special 2019

Mit der Venturer stellt Maurice Lacroix eine bis 30 Bar druckfeste Taucheruhr in ihrer sportlichen Aikon-Kollektion vor. Der 43 Millimeter große Zeitmesser aus Edelstahl ist mit einer einseitig drehbaren Lünette ausgestattet. Dank den modellprägenden sechs Reitern, die über die Keramiklünette hinausragen, ist das Bewegen des Drehrings auch mit Tauchhandschuhen kein Problem. Im Innern der Aikon Venturer verbaut die Schweizer Marke das automatische Kaliber ML115 auf Basis des Sellita SW 200. Neben der Version mit schwarzem Zifferblatt gibt es noch eine blaue Venturer. Superluminova auf Zeigern und Indexen sorgt auch unter Wasser für eine gute Ablesbarkeit. Die farblich auf das Zifferblatt abgestimmten Kautschukbänder können dank des Schnellwechselsystems einfach durch ein Metallband ersetzt werden. Dieses ist im Preis von 2.190 Euro inbegriffen.

Limes: Endurance Taucheruhren Special 2019

Im Wasser hält die Endurance von Limes bis 300 Meter dicht und an Land zieht sie mit Zifferblatt und Lünette in leuchtendem Blau unweigerlich alle Blicke auf sich. Das 41,5 Millimeter große Edelstahlgehäuse fertigt das Pforzheimer Unternehmen Ickler, zu dem neben Limes auch Archimede gehört. Genügend Leuchtmasse auf den Indexen und Zeigern sorgt auch bei schlechten Lichtverhältnissen für eine gute Ablesbarkeit. Die einseitig drehbare Tauchlünette kann auch mit Tauchhandschuhen aufgrund ihrer Einkerbungen gut bedient werden. Im Innern der Uhr kommt das Automatikkaliber Sellita SW 200 zum Einsatz, das neben Stunde, Minute und Sekunde aus dem Zentrum, eine Datumsanzeige bei sechs Uhr aufs Zifferblatt bringt. Dank der Taucherverlängerung passt das Edelstahlband auch über den Neoprenanzug. Für 1.160 Euro kann man mit der Endurance abtauchen.

Luminox: Scott Cassel Deep Dive Automatic Taucheruhren Special 2019

Luminox stellt erneut gemeinsam mit dem Umweltaktivisten und ehemaligen Navy Seal Scott Cassell eine professionelle Taucheruhr vor. Die Scott Cassel Deep Dive Automatic 1521 ist bis 500 Meter wasserdicht, besitzt ein automatisches Heliumventil, ein spezielles Leuchtsystem und eine innovative Sicherung für die Tauchlünette. Um die Tauchzeit zu messen, klappt man den Kronenschutzbügel auf; dann kann man die Lünette gegen den Uhrzeigersinn drehen und den Leuchtindex auf den Minutenzeiger einstellen. Klappt man den Kronenschutz wieder zu, ist die Lünette arretiert und nicht mehr verstellbar. Durch die eingesetzten Tritiumgaslichtquellen verliert die Uhr nicht an Leuchtkraft, sondern leuchtet auch noch nach Wochen im Dunkel genauso hell wie am Anfang. Laut Luminox müssen die mit Tritiumgas gefüllten Röhrchen erst in ca. 25 Jahren getauscht werden. Im Innern der 44 Millimeter großen, DLC-beschichteten Edelstahluhr arbeitet das Sellita-Automatikkaliber SW 200. Kostenpunkt: 1.990 Euro.

 

Verschiedene Armbänder für Taucheruhren

Viele Uhrenkäufer entscheiden sich für ein Stahlband an ihrer Taucheruhr. In der Regel verfügen Stahlbänder über eine Tauchverlängerung, um die Bandlänge für das Tragen über dem Neoprenanzug zu vergrößern. Beim exponierten Stahlband besteht allerdings das Risiko für unerwünschte Kratzer. Eine Alternative zum Stahlband stellen Kautschukbänder dar, die im Bereich der Bandanstöße gefaltet sind. Zum einen können diese Bänder auf die benötigte Länge eingestellt werden, zum anderen passen sie sich den wechselnden Druckverhältnissen besser unter Wasser an: Je tiefer ein Taucher sinkt, desto dünner wird aufgrund der zunehmenden Druckverhältnisse der Neoprenanzug und die Uhr droht zu rutschen. Beim Aufstieg entsteht der umgekehrte Effekt.

Seiko: Prospex Hi-Beat Diver's SPB079J1

Seiko setzte das gewellte Urethanband, auch Akkordeonband genannt, erstmals 1975 ein. Es passt sich den wechselnden Druckverhältnissen unter Wasser spielend an. Auch die bis 20 Bar druckfeste Taucheruhr Prospex Automatic Diver's SPB079J1 wird von solch einem Band gehalten. Sie ist eine Neuauflage der ersten High-Beat Diver aus dem Jahr 1968. Das 44 Millimeter große Gehäuse besteht aus hartbeschichtetem Edelstahl und schützt das automatische Manufakturkaliber 6R15. Für beste Ablesbarkeit unter Wasser sorgt der großzügige Einsatz von Leuchtmasse auf Zeigern, Indexen und dem Orientierungsdreieck. Seiko platziert die verschraubte Krone bei vier Uhr, das schützt sie vor Stößen und zugleich drückt sie den Taucher nicht in den Handrücken. Für 900 Euro kann der Sprung ins kühle Nass gewagt werden.

 

Auch Textilbänder versprechen Praxistauglichkeit. Die serienmäßige Lieferung von zwei unterschiedlichen Bändern mit Bandwechselwerkzeug ist also besonders praktisch.

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Panerai: Submersible Chrono Guillaume Nery Edition Taucheruhren Special 2019

Panerai setzt bei der Submersible Chrono Guillaume Néry Edition (PAM00982) auf salzwasserbeständiges Titan. Das macht den Flyback-Chronographen trotz einer Gehäusegröße von 47 Millimetern extrem leicht. Zudem ist das Material kratzfest, korrosionsbeständig und amagnetisch. Die bis 30 Bar druckfeste Taucheruhr ist mit einer einseitig drehbaren Tauchlünette aus kratzfester, blauer Keramik ausgestattet. Den verschraubten Gehäuseboden ziert die Signatur des gleichnamigen Freitauchers, dem diese Uhr gewidmet ist. Dahinter verbirgt sich das Automatikkaliber P.9100. Das blaue Kautschukband schmiegt sich über und unter Wasser ans Handgelenk. Für 18.900 Euro kann man mit der Panerai-Uhr auf Tauchstation gehen.

Glashuette Original: SeaQ Taucheruhren Special 2019

Ausgestattet mit einem Edelstahlband kann man mit der neuen SeaQ Panoramadatum von Glashütte Original bis in Tiefen von 300 Meter vordringen. Die sächsische Manufaktur erinnert mit der Taucheruhr an die vor genau 50 Jahren lancierte Profitaucheruhr Spezimatic Typ RP TS 200. Die 43,2 Millimeter große Edelstahluhr besitzt das markentypische Großdatum und ist nach Taucheruhren-Norm DIN 8306 und ISO 6425 geprüft. Zeiger und Ziffern sind mit grüner Leuchtmasse belegt. Im Innern kommt das Manufaktur-Automatikkaliber 36-13, das über eine Siliziumspirale und 100 Stunden Gangreserve verfügt, zum Einsatz. Die Taucheruhr kostet 12.200 Euro

TAG Heuer: Aquaracer mit grünem Zifferblatt

TAG Heuer stellt eine neue Version seiner Taucheruhr Aquaracer vor, die nicht nur unter Wasser, sondern auch an der Strandbar eine gute Figur macht. Die Sportuhrenmarke kombiniert das markante, 43 Millimeter große Edelstahlgehäuse mit einem auffallend grünen Zifferblatt. Für eine gute Ablesbarkeit unter Wasser sorgen die mit weißer Superluminova beschichteten Indexe und Zeiger. Die Aquaracer 300M Calibre 5 Automatic treibt das Automatikkaliber Eta 2824 an, das neben Stunde, Minute und Sekunde aus dem Zentrum, noch ein Datum bei drei Uhr aufs Zifferblatt bringt. Bis zu einem Druck von 30 Bar ist es vor eindringendem Wasser geschützt. Unter Wasser geht es für 2.050 Euro.

 

Salzwasser ist aggressiv und schadet der Taucheruhr

Salzwasser ist aggressiv und kann das Material der Uhr spröde und brüchig machen. Deshalb sollte das Gehäusematerial salzwasserbeständig sein. Bei Stahl wird die Beständigkeit mit dem PRE-Wert (pitting restistance equivalent, also Lochfraßbeständigkeit) angegeben. Je höher dieser Wert ist, desto beständiger ist die Uhr gegenüber Salzwasser. Ein Wert von 32 wird als seewasserbeständig eingestuft. Der häufig verwendete Gehäusestahl 316L liegt bei einem PRE-Wert von maximal 26. Besonders diese Gehäuse sollten nach jedem Meerwassereinsatz mit Süßwasser abgespült werden.

Certina: DS Action Gent Diver Taucheruhren Special 2019

Bei der neuen Variante der Taucheruhr DS Action Diver setzt Certina auf salzwasserbeständiges Titan. Das macht den Zeitmesser nicht nur robust, sondern auch über Wasser zu einem echten Fliegengewicht. Den coolen Look komplettiert ein dunkelgraues Zifferblatt mit Sonnenschliff. Die Diver erfüllt alle Anforderungen der ISO-Norm 6425 und ist mit dem Eta-Kaliber Powermatic 80 ausgestattet, das eine Gangautonomie von 80 Stunden aufweist. Das Uhrwerk wird von einem 43 Millimeter großen Gehäuse bis zu 300 Meter vor eindringendem Wasser geschützt. Die einseitig drehbare Lünette trägt eine Tauchskala aus eloxiertem Aluminium. Ausreichend Superluminova auf Zeiger, Indexen und der Lünette sorgt für eine gute Ablesbarkeit in den Tiefen des Meeres. Getragen wird die DS Action Diver am Titanband, das mit einer integrierten Taucherverlängerung versehen ist. Die Uhr kostet 975 Euro – Preis/Leistung Top.

 
Rolex verwendet den Stahl 904L, der mit einem PRE-Wert von 35 salzwasserbeständig ist. Sinn Spezialuhren verwendet häufig einen U-Boot-Stahl, der es auf einen PRE-Wert von 38 bringt. Noch besser ist natürlich das völlig salzwasserbeständige Titan, das nur 60 Prozent des Gewichts von Edelstahl bei gleichem Volumen und eine hohe Korrosionsbeständigkeit aufweist.

Bell&Ross: BR03 92 Diver Ceramic Taucheruhren Special 2019

In diesem Jahr bringt Bell & Ross seine quadratische Taucheruhr in einem Gehäuse aus mattschwarzer Keramik, was sie äußerst strapazierfähig macht. Die BR 03-92 Diver Black Matte bis 300 Meter wasserdicht. Dabei erfüllt sie die Norm ISO 6425 für Taucheruhren. Dazu gehört die einseitig drehbare Lünette mit Tauchzeitskala ebenso wie die deutlich unterscheidbaren Stunden- und Minutenzeiger. Deshalb hebt Bell & Ross den Stundenzeiger optisch durch orangefarbene Leuchtmasse hervor. Für ausreichend Energie sorgt ein Eta 2892, das in einem 42 Millimeter großen Gehäuse Platz findet. Mit Kautschukband kostet die BR 03-92 Diver Black Matte 3.900 Euro.

Damasko: DSub1 Taucheruhren Special 2019

Der deutsche Uhrenhersteller Damasko verwendet bei der DSub1 besonders korrosionsbeständigen U-Boot-Stahl für das 42 Millimeter große Gehäuse. Positiv wirken sich auch die gute Rissbeständigkeit, die hohe Festigkeit und das Fehlen jeglicher Magnetisierbarkeit von U-Boot-Stahl aus. Darin verrichtet ein Eta 2824-2 mit Automatikaufzug seine Arbeit. Die Aufzugskrone wandert von der Drei-Uhr- auf die Vier-Uhr-Position und drückt beim Tauchen nicht in den Handrücken. Die Taucheruhr ist bis 30 Bar druckfest, mit einem beidseitig entspiegelten sowie bombierten Saphirglas ausgestattet und kostet 1.650 Euro.

Breitling: Superocean 46 Taucheruhren Special 2019

Zur 2019 rundumerneuerten Supcerocean-Kollektion von Breitling gehört auch die Superocean Automatic 46 Blacksteel. Ihr 46 Millimeter großes Gehäuse mit einseitig drehbarer Lünette mit Sperrkegel besteht aus DLC-beschichtetem Edelstahl und kann bis in Tiefen von 2.000 Meter hinabtauchen, ohne das Wasser eindringt. Die Superocean besitzt ein blaues Zifferblatt, das farblich mit dem Kautschukarmband harmoniert. Im Innern arbeitet das chronometergenaue Kaliber 17, das auf einem Eta-Kaliber 2824 basiert. Für 4.350 Euro kann man mit der Superocean abtauchen.

 

Gehäusematerial Bronze feiert Comeback bei Taucheruhren

Im Zeitalter der Entdecker bestanden Schiffsbeschläge und nautische Instrumente aus Zinnbronze. Seit 2016 feiert die Bronze ihr Comeback als Gehäusematerial. Denn im Gegensatz zum salzwasserbeständigem Titan bildet Bronze im Laufe der Zeit eine Patina. Diese Patina ist eine Schicht aus oxidiertem Kupfer, die das darunterliegende Material vor Korrosion schützt. Fans von Bronze-Uhren schätzen genau das an dem Material: Im Laufe der Zeit wird ihre Uhr dank der Patina einzigartig und unverwechselbar. Eine herausragende Eigenschaft von Bronze ist außerdem ihre Seewasserbeständigkeit. Darüber hinaus ist sie antimagnetisch, verschleißarm, elastisch und im Vergleich zu Edelstahl etwas spröder sowie etwa zehn Prozent schwerer.

Alpina: Seastrong Diver 300 Automatik Taucheruhren Special 2019

Seit den 1960er-Jahren gibt es die Seastrong von Alpina. In diesem Jahr bringt die Schweizer Marke seine Taucheruhr als Seastrong Diver 300 mit einem 44 Millimeter großen und 30 Bar wasserdichten Gehäuse aus Bronze. Dieses umschließt das Automatikkaliber Sellita SW 200. Das Uhrwerk bringt neben der Zeit das aktuelle Datum auf das schwarze Zifferblatt. Von letzterem heben sich deutlich mit Leuchtmasse beschichtete Indexe und Zeiger ab. Das Armband aus Leder unterstreicht den Vintage-Charakter der Uhr und kann zum Tauchen gegen ein Kautschukarmband ausgetauscht werden. Das Sportmodell kostet 1.295 Euro.

 
Die Mischung aus Kupfer und Zinn gilt als die erste vom Menschen hergestellte Legierung. Dabei unterscheidet man zwischen Knet- und Gusslegierungen. Knetlegierungen enthalten neben Kupfer bis zu neun Prozent Zinn, während Gusslegierungen in der Regel einen Zinnanteil zwischen neun und zwölf Prozent aufweisen. Bronzen mit einem Zinnanteil von 20 Prozent sind als Glockenbronze bekannt. Bronzen werden aber nicht nur als reine Zweistofflegierungen genutzt. Im Gegenteil. Durch weitere Beimischungen lassen sich Werkstoffeigenschaften regelrecht maßschneidern.

Tudor: Black Bay Bronze Taucheruhren Special 2019

Tudor bringt seine Taucheruhr Black Bay Bronze neu mit einem dunkelgrauen Verlaufszifferblatt. Farblich passend zum Zifferblatt ist die einseitig drehbare Lünette grau. Sie besteht aus Bronze und besitzt eine Zahlenscheibe aus eloxiertem Aluminium. Damit die Black Bay eine gleichmäßige Patina annimmt, satiniert Tudor das 43 Millimeter große Aluminiumbronze-Gehäuse. Energie liefert dem Modell das Manufakturkaliber MT561 mit Automatikaufzug. Es ist bis 20 Bar vor eindringendem Wasser geschützt. Am Leder- oder Textilband kostet die neue Black Bay Bronze 3.770 Euro.

 
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Die Besonderheiten der Aufzugskrone bei Taucheruhren

Eine verschraubte oder arretierte Aufzugskrone bei Taucheruhren ist nicht nur wegen der Gefahr unter Wasser hängen zu bleiben von Vorteil, sondern sie schützt das Werk zusätzlich vor eindringendem Wasser. Auch die Platzierung der Krone kann bei einem Tauchgang den Unterschied ausmachen.

Ihre Meinung ist gefragt: Welche der in diesem Special vorgestellten Taucheruhren sind die besten? Stimmen Sie bei unserer großen Taucheruhren-Wahl 2019 für Ihre Favoriten ab und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Oris Aquis Date Relief. Hier geht's zur Wahl:

Jetzt beginnen: Taucheruhren-Wahl 2019: Kategorie bis 1.000 Euro

Seiko: Prospex Automatik SPB105J1 Taucheruhren Special 2019

Damit die Aufzugskrone dem Taucher nicht unangenehm in den Handrücken drückt, platziert Seiko die Krone der Prospex Automatik Diver’s SPB105J1 bei vier Uhr. Sie gehört zum Automatikkaliber 6R15, das bis 200 Meter vor Nässe geschützt ist und in einem 44 Millimeter großen Gehäuse aus Edelstahl Platz findet. Seiko versieht das Metall mit einer Hartbeschichtung, die es robuster gegen Kratzer machen soll. Getragen wird die Taucheruhr an einem Edelstahlband mit Faltschließe, Sicherheitsdrückern und Bandverlängerung.

 
Für gewöhnlich platzieren die Hersteller die Krone bei drei Uhr. Dort befindet sie sich aber an einer sehr exponierten Stelle. Schon bei vier Uhr ist die Krone effektiver vor Stößen geschützt und drückt gleichzeitig nicht in den Handrücken. Noch besser ist die Positionierung von Krone und eventuellen Drückern an der linken Gehäuseseite.

Anonimo: Nautilo Vintage Blue Taucheruhren Special 2019

Mit einem kissenförmigen Gehäuse, einem markantem, lang gezogenen Kronenschutz und einer Krone bei vier Uhr kommt die Nautilo Vintage von Anonimo. Das Modell ist 42 Millimeter groß und 20 Bar druckfest. Die Keramikeinlage der einseitig drehbaren Lünette ist ebenso wie das Zifferblatt blau. Die drei zentralen Zeigern und die Datumsanzeige treibt das Automatikkaliber Sellita SW 200 an. Am braunen Kalbslederband kostet der Taucher 2.090 Euro.

Archimede: Sporttaucher Bronze Automatic Taucheruhren Special 2019

Bei der Archimede Sporttaucher Bronze Automatic wandert die Aufzugskrone mit dem Kronenschutzbügel auf die Vier-Uhr-Position. Die 41,5 Millimeter große Bronzeuhr besitzt eine Wasserdichtheit von 30 Bar. Die Indexe und arabischen Zahlen auf dem schwarzen Zifferblatt versieht Archimede ebenso wie die Zeiger mit Leuchtmasse, damit die Uhr auch in dunklen Gewässern gut ablesbar ist. Im Innern der Uhr arbeitet das Automatikkaliber Sellita SW 200. Für 1.200 Euro erhält man die Sporttaucher Bronze Automatik am Lederband mit Bronzeschließe.

Vintage VDB: Maritime Diver Taucheruhren Special 2019

Bei der Vintage VDB Maritime Diver 2019 Bronze befindet sich die in das Gehäuse integrierte Krone bei zwei Uhr und ist somit besser vor Schlägen geschützt. Die einseitig drehbare Tauchlünette und das 44 x 53 Millimeter große Gehäuse bestehen aus Bronze. Wasserdicht ist die Taucheruhr bis 20 Bar. In ihrem Innern tickt das Automatikkaliber Eta 2824-2. Wer eines der 20 Exemplare der Maritime Diver 2019 Bronze sein Eigen nennen will, muss 2.390 Euro bereithalten.

 
Plant ein Taucher seinen Tauchgang ausschließlich mit einer mechanischen Taucheruhr, benötigt er zusätzlich einen Tiefenmesser und eine Tauchtabelle. Wichtig ist in jedem Fall immer die genaue Planung vor einem Tauchgang.

Citizen: Promaster Divers Automatik Taucheruhren Special 2019

Bei der Citizen Promaster Automatik NY0087-13EE sitzt die Krone auf der linken Seite des Edelstahlgehäuses. So ist sie bei Tauchgängen besser geschützt. Aber auch für Linkshänder bietet die Position einen Vorteil, denn am rechten Arm getragen, kann die Krone bequem mit dem Zeigefinger und Daumen der linken Hand gedreht werden. Abtauchen kann man mit der 42 Millimeter großen Sportuhr bis 200 Meter. Wie lange der Taucher bereits unter Wasser ist, liest er über die einseitig drehbare Lünette mit durchgängiger Skalierung ab. Für beste Ablesbarkeit sorgt die Leuchtmasse auf den Zeigern und den großen Stundenindexen. Für den Antrieb sorgt das Automatikkaliber Caliber 8203. 2.000 Exemplare der 249 Euro teuren Taucheruhr baut der japanische Uhrenhersteller.

 

Wasserdichtheit bei Taucheruhren − nichts für die Ewigkeit

Die Aussage zur Wasserdichtheit ist immer nur eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Prüfung. Durch Alterung, Verschleiß und Beschädigungen kann sich der Zustand jederzeit ändern. Die Dichtungen werden im Laufe der Zeit spröde. Hitze, Kälte, Staub, Salzwasser und Lösungsmittel beschleunigen den Prozess. Die Wasserdichtheit ist somit keine bleibende Eigenschaft. Sie sollte deshalb regelmäßig kontrolliert werden, besonders bei Funktionsuhren, die auf höhere Wasserdichtheit setzen. Für Taucheruhren schreibt die DIN 8306 eine jährliche Prüfung vor.

Wie wird die Wasserdichtheit einer Uhr geprüft?

Der Fachhändler überprüft die Uhr mit einem speziellen Dichtheitsprüfgerät. Die Uhr wird hineingelegt und der Deckel luftdicht geschlossen. Dann erzeugt das Gerät einen Unterdruck, in dem die Luft aus der Kammer mit der Uhr gesogen wird. Nun messen Sensoren, ob sich das Uhrengehäuse wie erwartet durch den Unterdruck ausdehnt. Die Verformung sollte eine Zeit lang bestehen bleiben, wenn die Uhr vollständig dicht ist. Besteht das Gehäuse den Test mit Luft, hält sie auch den größeren Wassermolekülen stand.

Ein Prüfgerät wie der Witschi Proofmaster M kann die Wasserdichtheit trocken testen
Ein Prüfgerät wie der Witschi Proofmaster M kann die Wasserdichtheit trocken testen

Die Hersteller testen Taucheruhren vor der Auslieferung zudem auf den angegebenen Druck plus einer Sicherheitsreserve von 25 Prozent. Um sicherzustellen, dass auch langfristig keine Luftfeuchtigkeit in die Uhr gelangt, gibt es noch den sogenannten Beschlagtest. Dabei wird die Uhr zuerst erwärmt und dann ein Tropfen Wasser auf das Deckglas gegeben. Der Tropfen kühlt das Glas an dieser Stelle ab. Wischt man den Tropfen weg, kann man sehen, ob darunter auf der Innenseite des Glases Wasser kondensiert ist. In diesem Fall ist die Taucheruhr nicht vollständig dicht und lässt Luftfeuchtigkeit ins Gehäuse. Hinter der scheinbar einfachen Frage nach der Wasserdichtheit steckt also deutlich mehr, als man denken würde.

Omega testet die Seamaster Planet Ocean 600m mithilfe eines Prüfgeräts im Wasser
Omega testet die Seamaster Planet Ocean 600m mithilfe eines Prüfgeräts im Wasser

Longines: HydroConquest Taucheruhren Special 2019

Beim Kauf der neuen Hydroconquest All Black von Longines ist die Taucheruhr bis 30 Bar vor eindringendem Wasser geschützt. Das Modell besteht aus schwarzer Keramik und ist 43 Millimeter groß. Auch die einseitig drehbare Lünette ist aus dem kratzfesten Material gefertigt. Die Taucheruhr ist gut ablesbar, da sich die Indexe in Weiß und mit Superluminova beschichtet deutlich vom schwarzen Zifferblatt abheben. Antrieb liefert dem wasserdichten Zeitmesser das Automatikkaliber L888.3 auf Basis des Eta A31.L02. Kostenpunkt: 3.220 Euro.

 

Wie wichtig ist das Heliumventil bei Taucheruhren?

Das Heliumventil ist eigentlich nur für Berufstaucher beim Sättigungstauchen wichtig. Diese Taucher werden mit Taucherglocken in eine Tiefe von 150 bis 300 Meter gebracht, um dort ihrer Tätigkeit nachzugehen. Ab einer bestimmten Tauchtiefe kann der Organismus kein weiteres Gas mehr aufnehmen.

Aquadive: Bathysphere 100 GMT Taucheruhren Special 2019

Die Taucheruhr Bathyphere 100 GMT II von Aquadive bietet bei sechs Uhr ein in das Edelstahlgehäuse integriertes Heliumventil. Außerdem weist das Modell eine hohe Wasserdichtheit von 100 Bar auf. Das 42-Millimeter-Edelstahlgehäuse beherbergt das Automatikkaliber Eta 2893-2, das eine Datums- und GMT-Funktion ermöglicht. Letztere liest der Träger über einen türkisfarbenen, zentralen Zeiger auf einer farbgleichen Skala am Rand des Zifferblatts ab. Für 1.990 Euro geht es mit der Aquadive am türkisfarbenen Kautschukband in die Tiefe.

 
Ist der Körper eine bestimmte Zeitspanne unter Wasser, also setzt er sich hohem Wasserdruck aus, wird die Dekompressionszeit bei Verlängerung der Tauchzeit nicht ausgedehnt. Die Dekompressionszeit bei einem Tauchgang bis 200 Meter würde beispielsweise eine Woche dauern. So lange kann man jedoch nicht im Wasser bleiben. Deswegen verwendet man Überdruckkammern: Die Taucher leben auf ihren Schiffen nach einem Tauchgang in solchen Druckkammern. Der Druck in der Kammer entspricht dem der Tauchtiefe, in der sie arbeiten müssen.

Favre Leuba: Raider Harpoon Black Taucheruhren Special 2019

Bevor die Raider Harpoon von Favre-Leuba mit Wasser, UV-Licht und anderen Umwelteinflüssen in Berührung kommt, ist sie bis 50 Bar druckfest. Dank des Heliumventils ist die Uhr auch zum Sättigungstauchen geeignet. Ihre einseitig drehbare Lünette mit einer Einlage aus eloxiertem Aluminium wird auf ein 46 Millimeter großes Edelstahlgehäuse aufgebracht. In seinem Innern arbeitet das Automatikkaliber Sellita SW 200. Es bringt zentral die Minuten und eine laufende Sekunde auf das Zifferblatt. Die aktuelle Stunde indiziert ein Stundenring. Die Taucheruhr kommt für 5.050 Euro an einem Kautschukband, am Lederband kostet sie 100 Euro mehr.

Carl F Bucherer: Patravi ScubaTec Black Manta Taucheruhren Special 2019

Die Carl F. Bucherer Patravi ScubaTec Black Manta Special Edition ist den schwarzen Mantarochen gewidmet. Umrisse des Meeresbewohners finden sich sowohl auf dem Zifferblatt als auch als Prägung auf dem Gehäuseboden. Zudem fließt ein Teil des Erlöses des 6.400 Euro teuren Zeitmessers an die Organisation Manta Trust, die sich für den Schutz der Tiere einsetzt. Das DLC-beschichtete Titangehäuse des Tauchmodells hat einen Durchmesser von 44,6 Millimetern. Es ist 50 Bar druckfest und mit einem automatischen Heliumventil ausgestattet. Das Gehäuse schützt das chronometerzertifizierte Automatikkaliber Eta 2824-2. Am Arm hält die Patravi ScubaTec Black Manta Special Edition ein Kautschukband, in das Textileinlagen aus recyceltem PET eingearbeitet sind.

Delma: BlueShark Taucheruhren Special 2019

Bis in Tiefen von 4.000 Metern kann man mit der Blue Shark III von Delma abtauchen. Technisch punktet sie außerdem mit einem Heliumventil, das Berufstaucher beim Aufsteigen aus einer Tiefseekammer nutzen, um angesammelte Atemgase schonend aus dem Gehäuse zu befördern. Das Heliumventil sitzt beim 47 Millimeter großen Edelstahlgehäuse bei neun Uhr. Auf dem schwarzen Zifferblatt der Blue Shark III sind nachtleuchtende Indexe aufgebracht. Die mit Leuchtmasse beschichteten Zeiger treibt das Automatikkaliber Eta 2824-2 an. Der Taucherdrehring der Blue Shark III ist einseitig drehbar und für erhöhte Kratzfestigkeit DLC-beschichtet. Im Set mit Edelstahl- und Kautschukband kostet die Schweizer Taucheruhr 2.090 Euro.

 
In der Druckkammer befindet sich ein Helium-Sauerstoff-Gemisch, da Stickstoff in der Pressluft schon ab 30 Metern einen Tiefenrausch verursachen kann. Die winzigen Helium-Atome dringen in jedes wasserdichte Gehäuse ein bis der Unterdruck in der Uhr dem Umgebungsdruck angepasst ist. Beim Auftauchen würde das Uhrengehäuse springen, da in der Uhr noch ein höherer Druck herrscht als in der Umgebung. Durch das Heliumventil kann der Überdruck im Gehäuseinneren entweichen. Für alle Taucher, die nicht zu der Gruppe von Berufstauchern gehören, ist das Heliumventil eine zusätzliche Öffnung, mit der ein potenzielles Risiko zur Undichtheit verbunden ist.

Stowa: Prodiver Grey Limited Taucheruhren Special 2019

Mit Titangehäuse, einseitig drehbarer Keramiklünette, Heliumventil und 100 Bar Wasserdichtheit ausgestattet ist die Stowa Prodiver Grey Limited. Die Taucheruhr aus dem Schwarzwald hat einen Durchmesser von 42 Millimetern und besitzt eine verschraubte Krone mit Kronenschutzbügel. Ihr graues Zifferblatt zieren mit Superluminova-beschichtete Indexe. Bei sechs Uhr sitzt eine Datumsanzeige, die zum Automatikkaliber Eta 2824-2 gehört. Insgesamt baut Stowa das Modell 100 Mal und verkauft es für jeweils 1.490 Euro.

 
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Prüfung der Gehäusedichtheit der Taucheruhr beim Juwelier

Ihr Juwelier nimmt für Sie die vorgeschriebene jährliche Prüfung Ihrer Taucheruhr vor. Mit Hilfe eines Trockentests wird die Uhr in einem Prüfgerät zunächst einem Unterdruck von circa 0,7 Bar ausgesetzt. Im zweiten Prüfvorgang muss die Uhr einem Überdruck von 3 Bar beziehungsweise je nach Druckfestigkeit der Uhr bis 10 Bar standhalten. Der Druckausgleich der Luft ins Gehäuse gibt nun Aufschluss darüber, ob dieses dicht hält. Wenn im ersten Schritt Luft aus der Uhr entweicht, ist das Gehäuse undicht. Beim Überdruck erkennt der Uhrmachermeister eine Undichtigkeit, wenn die Luft im Prüfgerät weniger wird. Der Vorteil des Trockentests: die Uhr kommt nicht mit Wasser in Berührung. Sollten die Prüfungen ergeben, dass das Gehäuse undicht ist, werden die für die Wasserdichtheit relevanten Teile getauscht. Auch wenn Sie nicht mit Ihrer Uhr ins Wasser gehen, wird der Austausch der Dichtungen empfohlen, denn auch im Alltag ist die Uhr unter anderem hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt und die Dichtungen werden durch UV-Strahlung spröde.
 

Tissot: Seastar 1000 Taucheruhren Special 2019

Für 780 Euro erhält man bei Tissot eine 30 Bar wasserdichte Taucheruhr mit einem 43 Millimeter großen PVD-beschichteten Edelstahlgehäuse und einseitig drehbarer Lünette aus Keramik. Indexe und Zeiger der Seastar 1000 Automatic heben sich für gute Ablesbarkeit weiß vom schwarzen Zifferblatt ab und sind mit Superluminova versehen. Energie liefert dem Dreizeigermodelle das Automatikkaliber Powermatic 80 mit 80-stündiger Gangreserve.

Die 7 wichtigsten Innovationen für Taucheruhren

Während sich die Uhrenindustrie fast ausschließlich auf das Herzstück eines Zeitmessers konzentriert, haben die Bedürfnisse und Anforderungen von Tauchern in den letzten 60 Jahren vor allem dafür gesorgt, eben jenes Uhrwerk zuverlässig vor Wasser zu bewahren. Andererseits wurde darüber hinaus auch die eine oder andere clevere Idee ans Handgelenk gebracht, die sie für den Einsatz unter Wasser noch besser rüstet. DiveintoWatches.com stellt ein paar dieser funktionalen Highlights vor:

Das flexible Band

Taucher kennen das Phänomen - mit zunehmendem Druck verringert sich der Handgelenksumfang, die Uhr sitzt lose und befindet sich schon bald mit der Zifferblattseite unten oder stört beim Hantieren. Das umgekehrte Phänomen tritt notabene beim Auftauchen auf: der exemplarisch verwendete Neoprenanzug dehnt sich wieder aus, die Uhr sitzt wieder fester. Die handelsüblichen ausklappbaren Verlängerungen von Schließen schaffen es also lediglich, den mit dem Taucheranzug gewachsenen Handgelenksumfang zu kompensieren (und manchmal noch nicht mal das), sind aber nicht darauf vorbereitet, auf wechselnde Zustände zu reagieren.

In den 1960er- und 70er-Jahren führte dies zur Vorstellung von gefederten Bandstücken oder Schließen mit variablem Auszug (beispielsweise von Doxa und ZRC), während Seiko mit der Marinemaster und Rolex mit der Deepsea in der jüngeren Vergangenheit Faltschließen mit schrittweise anpassbaren Verlängerungen präsentierten (die mittlerweile nicht nur für Seiko typischen Bänder mit den Falten in Nähe des Bandsteges dürften oftmals mehr die Bandstege entlasten, als einen nennenswert vergleichbaren Spielraum zu bieten und ein zu weiches Band bietet wiederum zu wenig Sicherheit.)

Taucheruhren 2015: Tudor Pelagos Schließe
Eine der derzeit überzeugendste Lösungen: Die überarbeitete Tudor Pelagos beispielsweise verfügt nicht nur über eine integrierte Verlängerung, sondern auch über eine gefederte Schließe. Und wer doch lieber mit einem Kautschukband taucht, findet im Lieferumfang auch gleich das passende Band mit einem großzügig dimensionierten Zwischenstück (inklusive Falten) für den Trockentauchanzug.

Der gesicherte Drehring

Heutzutage Pflicht und gleichzeitig prägendes optisches Merkmal für jede Taucheruhr, dient der einseitig drehbare Ring einzig zur Anzeige der Tauchzeit. Einseitig, weil ein versehentliches Verstellen im Gegenuhrzeigersinn die verstrichene Zeit verlängert und den Taucher theoretisch früher auftauchen lässt (in der Praxis ist die Anzeige des Luftvorrats in dieser Hinsicht viel entscheidender geworden). Eine pragmatische Lösung ist, den Ring gut geschützt unter das Glas zu legen oder versehentliches Verstellen erst gar nicht zu ermöglichen - oftmals aber auf Kosten der Bedienfreundlichkeit. IWC führte deshalb für die Ocean 2000 und GST Aquatimer in den 1980er- und 90er-Jahren ein überzeugendes Konzept wieder ein, das Certina mit der 500 Meter wasserdichten SuperPH schon Ende der 1960er-Jahre ansatzweise verfolgt hatte: Erst durch Herunterdrücken lässt sich der äußere Ring verstellen. Bei Oris wählte man indes den umgekehrten Weg für die aktuellen ProDiver-Modelle: Hier muss der Drehring ganz einfach angehoben werden.

Taucheruhr 2015: Omega Seamaster 1200

Die legendäre Ploprof von Omega geht noch einen Schritt weiter: Sie verfügt zwar über einen beidseitig drehbaren Ring, aber erst durch gleichzeitiges Herunterdrücken des orangefarbenen Drückers lässt sich dieser auch bewegen. Noch komplizierter wird es dann bei der Oceanographic 4000 von Hublot: der innenliegende, einseitig drehbare Ring kann nur über eine separate, verschraubte Krone bei zehn Uhr bedient werden, die zudem noch unter einem aufklappbaren Schutzbügel liegt.

Zerlegbarkeit

Wer Erfahrungen mit Schusswaffen hat, weiß auch um die Wichtigkeit der Reinigung und Pflege einzelner Teile und damit auch um die Notwendigkeit, das Equipment selbst zerlegen und reinigen zu können. Während Sinn mit der U-Reihe den berechtigten Weg verfolgt, eine Lünette so zu konstruieren, dass sie erst gar nicht verloren gehen kann, entscheidet sich Citizen für den umgekehrten Weg: Der Besitzer der bis 1.000 Meter wasserdichten Titan-Uhr Promaster kann die Lünette relativ einfach entfernen und so von Verschmutzungen und Verkrustungen befreien. Ebenfalls erwähnenswert: Das integrierte Band wurde hier nicht mit herkömmlichen Federstegen befestigt, sondern mit runden Anschluss-Stücken direkt ins Gehäuse gesetzt und über den Boden fixiert (was die Wahl von alternativen Bändern einschränkt).

Taucheruhr 2015: Citizen Promaster 1000

Auch hier bieten innenliegende Lünetten einen Vorteil. Inwieweit sich Viscontis jüngst vorgestellte Scuba Abyssus mit der nach außen gekehrten Rastung bewährt, wird sich noch zeigen müssen.

Kronenschutz

Jede Gehäuseöffnung stellt auch eine potentielle Gefahrenquelle für die Wasserdichtheit einer Uhr dar, womit die oftmals exponierte Krone natürlich besonders ins Sichtfeld der Entwickler gerückt ist. Mehrfache Dichtungen gefolgt vom Schraubgewinde und dem seitlichen Flankenschutz können heute fast schon als Standard betrachtet werden, sind aber nicht unbedingt die einzige Lösung. Bereits eine Verlegung auf zwei, vier, sechs, acht, neun oder zwölf Uhr sorgt für erhöhten Komfort und Sicherheit. In Kombination mit einem Kronenschutz wie der der Edox Hydrosub oder über die Versenkung der Krone ins Band (wie bei Triton, ZRC oder Eterna/Porsche) steigt die Chance gleich nochmals, bei Fremdkontakt nicht die zuerst die Krone zu erwischen.

Taucheruhr 2015: ZRC Grands Fonds

Auch Panerais legendäre Bügelkonstruktion sorgt seit Jahrzehnten nicht nur für das zuverlässige Zusammenpressen der Dichtungen, sondern schützt effektiv vor Schlägen. Zusätzliche Kronenkappen im Stile der Canteen-Uhren aus den 1940er-Jahren werden heute eher als modische Form inszeniert, erschweren aber die Bedienung der oftmals winzigen Aufzugskrone. Den in dieser Hinsicht konsequentesten Weg verfolgt aber vermutlich das spanische AHCI-Mitglied Pita mit der Oceana: die bis 5.000 Meter wasserdichte Uhr kommt ganz ohne Krone aus, die Bedienung erfolgt über den Gehäuseboden.

Farbwahl

Mit zunehmender Tiefe verschwindet nicht nur das Licht, sondern auch die Farben nach und nach. Resultat: Zeiger und Zifferblatt sind schwieriger abzulesen oder werden im schlimmsten Fall unleserlich. Doxa hat mit der orangfarbenen Sub seit Jahrzehnten eine Lösung für maximalen Kontrast im Programm. Wer es etwas weniger bunt mag, findet mit den von Omega bekannten orangefarbenen Minutenzeigern einen guten Kompromiss, um auch in der Tiefe noch mit Freude auf die Uhr zu blicken.

Taucheruhren 2015: Rolex Sea-Dweller
Schwieriger wird es mit der eingeschlossenen Luft: Sie führt umgehend zu Spiegelungen, was nur mit einer Öl-gefüllten Quarzuhr (zum Beispiel der Sinn UX) zu verhindern ist.

Komplikationen

Auch bei Taucheruhren gibt es alle erdenklichen Komplikationen. Nur treten diese meist etwas in den Hintergrund, weil Gangreserve, Großdatum, Tourbillon oder retrograde Anzeigen unter Wasser schlichtweg keinen funktionalen Nutzen bieten (der Wecker mag früher wichtiger gewesen sein, heute dürfte er höchstens noch ein paar Fische erschrecken).

Taucheruhren 2015: Aquastar Benthos
Anders sieht es bei Chronographen mit zentralem Minutenzeiger (zum Beispiel der Aquatimer Minute Repeater von IWC oder früher Benthos von Lemania) aus, die für die Messung von Zwischenzeiten (zum Beispiel für Dekompressionstopps) hervorragend eingesetzt werden können. Der mechanische Tiefenmesser (zum Beispiel die Aquatimer Deep One bis Three von IWC oder die Aquis Depth Gauge von Oris) misst neben der Zeit auch gleich die zweite wichtige Dimension des Tauchens mit, im Falle der Blancpain X Fathoms fast schon ähnlich umfangreich wie ein Tauchcomputer mit mehreren Anzeigen.

Gehäusekonstruktion

Im Prinzip ist es gar nicht so schwierig, ein Uhrengehäuse zu bauen, das in jeder Wassertiefe dicht bleibt. Die eigentliche Kunst ist es, dabei so weit weg wie möglich von der idealen Kugelform zu kommen und gleichzeitig eine Uhr zu schaffen, die auch von normalen Menschen getragen werden kann. Einschalen-Gehäuse minimieren zwar mögliche Schwachstellen, erschweren aber die Wartung des Werkes.

Taucheruhren 2015: Rolex Deepsea Ringlock

Hier konnte Rolex mit der Deepsea im Jahr 2008 eine überzeugende Lösung präsentieren: ein mehrteiliger Boden und ein zusätzlicher Ring zwischen Glas und Gehäuse erhöhten die Druckfestigkeit massiv, beeinflussten die Bauhöhe der Uhr aber vergleichsweise minimal (interessanterweise wurde das Prinzip 4 Jahre später noch mit einem Technologieträger bis auf 12.000 Meter ausgelegt, womit die Serienproduktion in diesem Fall der Konzeptuhr vorausgegangen wäre).

Selbstverständlich ist die Grenze zwischen Gimmick und cleverem Engineering oftmals fließend, und der Nutzen einer Taucheruhr in der Praxis zugegebenermaßen auch etwas in den Hintergrund getreten: aber zu sehen, wie abwechslungsreich und erfinderisch die Hersteller bei dieser Gattung Uhr waren und sind, macht das Thema auch nach rund 80 Jahren unverändert faszinierend – für Käufer, Sammler und Uhrenjournalisten gleichermaßen.

Nun ist Ihre Meinung gefragt: Welche der in diesem Special vorgestellten Taucheruhren sind die besten? Stimmen Sie bei unserer großen Taucheruhren-Wahl 2019 für Ihre Favoriten ab und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Oris Aquis Date Relief. Hier geht's zur Wahl:

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